Dead Space 2 (PS3 Spiel) Testbericht

Dead-space-2-ps3-spiel
ab 10,56
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Auf yopi.de gelistet seit 12/2011
5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von MOFFt

NERVEN ZERFETZENDES HORRORGAME

5
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut
  • Altersbeschränkung:  ab 18 Jahren
  • Schwierigkeitsgrad:  Fortgeschrittene

Pro:

Grafik, Atmosphäre, Sound, Abwechslung, Story, Horror

Kontra:

Gorefaktor, Brutalität

Empfehlung:

Ja

Nachdem ich DeadSpace 1 auf der PS3 gespielt habe, war es nur eine Frage der Zeit, bis ich meine Nerven auch mit dem Nachfolger belasten würde. Wer auf Horrorgames und Gänsehaut steht, sollte sich dieses Spiel bzw. Bericht nicht entgehen lassen!


== ALLGEMEINES ==

Dead Space 2 ist ein SF/Horror Spiel von EA für PC, PS3 und XBox360 und knüpft direkt an den ersten Teil (bzw. zeitlich einige Jahre später an). Es wurde Ende 2010 / Anfang 2011 veröffentlicht, da es vor allem im deutschsprachigem Raum einige Zensuren und Prüfungen durchlaufen musste.
Einige Monate später habe ich das Spiel gebraucht um 15 Euro erstanden, ein echtes Schnäppchen wie ich finde, denn auch für die gebrauchten DS2 wurden sonst noch 25-35 Euro verlangt. Neu kostete das Spiel übrigens satte 70 Euro (wobei eine Limited Edition), aber doch ein recht heftiger Preis bzw. Preisverfall!
Ich habe hier die pegi 18 Version mit exklusiven Inhalt (Dead Space Extraction für die PS3 Move), welche ich aber nicht gespielt habe.

Neben den Vorgänger (das man zum leichteren Verständnis auch gespielt haben sollte), gibt es meines Wissens noch einen Film bzw. Comics.

Das Spiel ist per Standard für Einzelspieler gedacht, wobei dem 2er Teil nun auch eine Netzwerkfunktion beigefügt wurde mit der bis zu 8 Spieler gegeneinander / miteinander spielen können.
Da ich bisher nie online gespielt habe beschränke ich mich so auf das Einzel-Offlinespiel.
Gut 3,5 GB Speicherplatz werden benötigt um Dead Space 2 in HD Auflösung bis zu 1080i genießen zu können.
Natürlich auch eine Unterstützung von Dualshock3 Vibrationsfunktion.

Das Cover ist dunkel gehalten und zeigt in leuchtenden Lettern den Titel Dead Space 2. Man sieht im Hintergrund die Maske des Raumanzuges, den man im Spiel als Isaac trägt. Ein Schutzanzug, ohne den man vermutlich nicht lange überleben würde. Auf der Rückseite erfährt man ein paar Infos zum Spiel, Story und 2 Screenshots, sowie nochmals Isaac mit dem Cutter, der Hauptwaffe zur Verteidigung gegen die Necromorph.

Infos im Net gibt es auf der offiziellen Seite deadspacegame.com.
Daneben gibt es wie gewohnt zahlreiche Spieletests sowie Gameplays und Trailer auf youtube, die ich immer wieder gerne für meine Entscheidungen heranziehe.


== STORY ==

Zur Story ein kurzer Schwenk zu Teil1, in dem wir den Techniker Isaac Clarke spielen, der auf einem Abbauraumschiff USG Ishimura landet und sich dort gegen allerlei Gegner wehren muss. Die sogenannten Necromorph haben das Schiff übernommen und verseucht und man kämpft ums Überleben.

3 Jahre später erwacht Isaac in der Raumstadt Sprawl. Er hat die Ishimura überlebt doch ihn plagen Halluzinationen und er leidet unter Gedächtnisverlust. So durchläuft man die Handlung in Kapitel und man muss erst einmal aus der Krankenstation fliehen. Er erhält im Laufe des Spieles Unterstützung von 2 Überlebenden und abermals kommt im Teil 2 auch ein sogenannter Marker vor, der die Menschen wahnsinnig macht und den Ursprung allen Übels bzw. der Necromorphs darstellt. Diesen muss man vernichten, klar dass es auch genügend Gegner, allen voran die Regierung, gibt die das verhindern möchten.

Es macht sicher Sinn zuerst den ersten Teil zu spielen, einfach der Story wegen. Ansonsten sollte man sich vor dem Start den Trailer - Was bei Dead Space 1 geschah - ansehen. Hier wird alles ab dem Anfang, den Planeten Aegis, den Marker usw. erklärt.


== SPIEL / EINDRUCK ==

= Start =

Am Startbildschirm hat man die Auswahl zwischen den verschiedenen Spieltypen. Einzelspieler, den ich in meinem Falle wählte bzw. die Netzwerkmöglichkeiten die man aber nur online bzw. mit einem Freischaltcode von EA spielen kann. In diesen Fällen kann man auch als Necromorph gegen Menschen kämpfen, diese Option habe ich aber wie erwähnt nie gespielt.

Somit bleiben im Prinzip nur der oben erwähnte Trailer / Story zu Teil1 übrig bzw. ein neues Spiel als Einzelspieler zu beginnen. Wartet man einige Sekunden ohne etwas zu drücken, verlässt man das Menü und erhält ein paar erste Eindrücke des Spieles. Die wenigen Szenen machen schnell klar, dass DeadSpace2 nicht ohne Grund erst ab 18 erlaubt ist, was auch gut so ist! Eine Spur gelungener fand ich ehrlich gesagt den Part im Teil1, da hier die Sprünge von Stille im Weltraum zu Wahnsinn und Horror noch krasser sind.
Man wählt ein neues Spiel sowie den Schwierigkeitsgrad, von denen es 4 gibt (bzw. einen 5ten, nach dem ersten Mal durchspielen). Ich denke für Gelegenheitsspieler reichen die beiden leichteren Stufen allemal, schon bei der zweit-leichtesten muss man Munition und Gesundheitslevel ständig im Auge behalten und die Dunkelheit erhöht den Stressfaktor zusätzlich wie ich meine.

Das Spiel beginnt mit einer Einführungssequenz - man befindet sich in einer Krankenstation und wird über den aktuellen Stand aufgeklärt bzw. über die Vorfälle auf der Ishimura befragt. Spieler, die Teil1 nicht gespielt haben, erhalten auch so einen ausreichenden Einblick in frühere Ereignisse. Schon während der Befragung wird klar, dass die Halluzinationen und Necromorphs auch in Teil2 mit von der Partie sind und schnell hat man seine ersten Gegner vor sich. Dumm nur, dass man noch in einer Zwangsjacke steckt, so sucht man sich taumelnd einen Fluchtweg durch die entstellten Gegner. Es geht gleich richtig zur Sache in den ersten Sekunden bis man sich hinter der rettenden Tür mit ein paar Schlägen auf das X mal von der ersten Szene erholen kann.
Doch Kopf hoch - ganz alleine wird man in Dead Space 2, wie auch beim Teil1, nicht gelassen. Bald findet man einen Mitarbeiter der Raumstation, der die Zwangsjacke aufschneidet um sich danach selbst die Kehle durch zuschneiden - ein Entkommen hier ist seinen Aussagen zu Folge nicht mehr möglich. Dieser Abgang kommt für uns natürlich nicht in Frage, statt dessen greifen wir uns eine Taschenlampe und haben endlich einen Lichtkegel in den dunklen Räumen. Klar, dass dies die gruselige Atmosphäre noch mehr antreibt. So suchen wir uns weiter einen Weg und haben auch bald Kontakt mit einer weiteren Verbündeten. Wie schon in Teil1 wird uns hier nun der Weg durch das Spiel in Form von kleinen Missionen gewiesen, die wir fortan bestreiten bzw. überleben müssen.
Durch weitere dunkle Gänge, leuchten wir kleine Abschnitte mit dem Kegel der Taschenlampe aus mit dem rechten Stick immer darauf gefasst, dass gleich ein Necro aus einem Luftschacht oben springt - man ist ja als erprobter Spieler von Teil1 gewappnet! Dachte ich zumindest, bis plötzlich links von mir ein Luftrohr platzt und die Stille schlagartig zerreißt. Verdammt! Schon lange nicht mehr so erschrocken. Kurz danach kommen dann auch noch die erwarteten Necromorphs die man niederschlägt.
Ich hoffe ich konnte die Spannung und Schockmomente einigermaßen rüber bringen, spielt man das Spiel selbst muss man wirklich auf alles gefasst sein!

= Waffen / Utensilien =

Bald erreicht man die erste Waffe, den Cutter, der auch dringend notwendig ist um sich zu verteidigen. Mit dem Plasmacutter kann man in horizontaler oder vertikaler Richtung den Gegnern Gliedmaßen abtrennen (direkte Treffer sind weniger effektiv). Es ist sicherlich die häufigste Waffe, da dafür auch je nach Schwierigkeitsgrad immer wieder mal neue Munition zu finden ist im Spiel.
Natürlich gibt es aber auch eine Reihe weiterer Waffen, die man im Laufe des Spieles erhalten bzw. kaufen kann.
Da gibt es zum Beispiel eine Strahlenkanone mit dem man Gegner auch durchdringen kann, Impulsgewehre. Man kann mit Harpunen Gegner durchbohren um danach noch einen Elektroschock zu aktivieren, oder mit Flammenwerfer der viele kleine, krabbelnde Gegner am Boden verbrennen kann. Der Ripper ist ebenfalls eine Waffe aus Teil1 mit dem man Sägeblätter gegen die Gegner feuert und damit diese zerstückelt. In Summe gibt es ca. 10 verschiedene Waffen in Dead Space 2, für die man natürlich auch eigene Munition benötigt.
Die Waffen sind recht abwechslungsreich und gelungen, wobei ich meist den Cutter verwende. Hat man ausreichend Kredits sollte man sich auf jeden Fall aber auch mal durch die anderen etwas durch testen, eventuell vorher eine Speicherung vornehmen um wieder auf den Stand zuvor zurück zu kommen.

Überall findet man sogenannte Kredits, die man fleißig sammeln sollte, denn mit denen kann man sich an Shops die im Spiel verteilt sind, aufrüsten, Waffen, Gesundheit kaufen oder diese aufbessern. Mitunter findet man Kredits auch auf Leichenteilen die man mit R3 nochmals zertreten muss. Das Blut spritzt, neben einem matschenden Geräusch und gibt Kredits oder Munition frei, die man aufsammeln kann. Der Gorefaktor ist bei Dead Space 2, wie schon beim Teil1, recht hoch gehalten.

= RIG =

Um die gesammelten oder gekauften Utensilien auch tragen zu können, hat man eine begrenzte Anzahl an Ablageplätzen im Inventar deines Anzuges. Natürlich kann man auch den Anzug aufrüsten, der somit mehr Schutz und Inventarplätze bietet.
Über die SELECT Taste kommt man in den sogenannten RIG, ein recht cooles Hologram-Inventarsystem wie ich finde. Die mehrseitige Anzeigen werden vor einem hin projiziert und man kann durch Schwenks ebenso von der anderen Seite durch das Hologramm zu einen selbst (Isaac) hindurch sehen. Wir spielen hier übrigens in der 3rd-Person-Manier, man sieht also seine eigene Spielfigur selbst im Raum herumlaufen (Gegensatz zu Ego-Shooter, wo man nur die Waffen und nicht die Spielfigur selbst sieht).
Über das Hologramm / RIG bekommen wir Infos was wir alles an Schmankerl für die Necromorphs mitführen, wie viel wir noch aufnehmen können und erfahren Infos über unseren momentanen Missionsabschnitt. Auch kann man sich hier die bereits gefundenen Videos und Datenpakete nochmals ansehen, die Info über den Verlauf des Spieles bzw. Geschehenes geben.
In Summe ist der RIG eine recht gelungene Idee, die gut umgesetzt wurde und sich von vielen anderen abhebt. Dazu gehört auch die Anzeige der Gesundheit, sowie der Munition. Dafür gibt es nicht eine extra Anzeige am Rand wie gewohnt, sondern Isaacs Anzug selbst hat am Rücken einen Streifen der zeigt wie stark er angeschlagen ist. Die Munition sieht man direkt an den jeweiligen Waffen, die man natürlich aus dem Inventar wieder nachladen kann und auch rechtzeitig sollte.

Nachdem man sich eine gute halbe Stunde mit dem Anzug der Krankenstation durch gekämpft hat, der nicht sonderlich Schutz und Platz bietet, gelangt man endlich an einen Shop. Stellt man sich davor, kann man ihn mit X aktivieren und kann sich nun um die gesammelten Kredits gleich mal den ersten richtigen Anzug kaufen. In den Shops, die im Laufe des Spieles immer wieder vorkommen, kann man aber auch gesammeltes Inventar (Munition, Energiepacks, Waffen, ...) wieder verkaufen - natürlich zu geringerem Kredit als die gekauften kosten. Ebenso kann man im Safe verschiedene Inventar Elemente ablegen für einen späteren Gebrauch bzw. um Platz im begrenzten Anzug für weitere Elemente zu schaffen.
Man kauft sich also den ersten Anzug und darf sich auf eine recht ansprechende Animation freuen. Isaac stellt sich mit dem Gesicht zum Spieler in eine Art Box, die sich verschließt und ihm den Anzug anpasst! Optisch mit einigen integrierten Schutzplatten sieht man noch eine gelungene Animation, in dem sich nun auch ein Helm um seinen Kopf legt der zusätzlich Schutz bietet. Im RIG erkennt man schnell einiges mehr an Ablegeplätzen, die bald gefüllt werden wollen.

= Orientierung =

Damit man sich nicht ständig verläuft kann man sich den Weg zum nächsten Ziel über einen Ortungssender direkt im Spiel anzeigen lassen (R3 gedrückt halten). Man kann mit den Pfeiltasten noch wechseln zwischen nächstem Ziel, Shop, Speicherort und findet sich so recht gut zurecht im Areal. Auch diese Funktion wurde grafisch sehr gelungen umgesetzt bzw. nochmals verbessert zum Teil1. Leider wurde dafür die 3d-Hologramm-Karte von Teil1 weg gelassen, die ich ebenfalls recht ansprechend fand und für einen groben Überblick ganz in Ordnung war.

= Steuerung =

Die Steuerung selbst geht ebenfalls recht flüssig und leicht von der Hand. Mit dem linken Stick geht man bzw. mit L2 gedrückt läuft man schneller. Gleichzeitig sieht man sich mit dem rechten Stick um. Zielen funktioniert mit L1 und gleichzeitigem rechten Stick, bis man mit R1 einen Schuss abgibt. Jede Waffe hat auch einen Sekundärfeuermodus (beim Cutter zb. horizontal oder vertikal ausgerichteter Plasmastrahl) die man mit R2 beim Zielen aktiviert.
Mit dem X aktiviert man Dinge oder öffnet Tore, mit dem Viereck lädt man die Waffe auf mit Munition (sollte man regelmäßig tun). Der Kreis pumpt, sofern im Inventar vorhanden, ein Medipack in Isaacs Anzug bzw. Körper. Besser ist es aber dies gezielt über das Inventar durchzuführen, damit nicht ein großes Medipack nur halb genutzt wird. Während dem zielen kann man mit dem Kreis die Telekinese aktivieren - lose Elemente werden so angezogen und können teils als Waffe wieder auf Gegner geschleudert werden.
Ein weiteres wichtiges Element ist der/die Stase (Dreieck Taste beim Zielen). Damit können Objekte oder Gegner für kurze Zeit extrem verlangsamt werden.
Die Waffen werden über die Pfeiltasten gewählt, SELECT bringt uns zum RIG und die START Taste gönnt uns eine Pause, die wir sicherlich oft benötigen ;-)
Ein netter Effekt ist auch der Zero-G, der in Abschnitten vorkommt in denen keine Anzugskraft herrscht. Hier wird die L3 Taste (Stick drücken) benötigt. R3 schließlich wie erwähnt der Ortungssender.
R1 ist für den Nahkampf, und R2 verursacht einen von Wut getriebenen Tritt.

Die Bewegungen von Isaac wirken sanft und ohne Ruckeln, ebenso das Schwenken und Zielen mit dem rechten Stick. Recht nett wie gesagt der Effekt wo wir mit dem rechten Stick auch 360 Grad schwenken können und uns so selbst als Isaac von vorne betrachten.
Damit zusätzlich zum Gehen/Laufen etwas Abwechslung ins Spiel kommt, bewegt man sich teilweise auch kriechend in engen Schächten oder auch mal im fliegend / schwebend im bereits oben erwähnten Zero-G Raum. Es gibt auch hier ein paar Tricks um nicht die Orientierung zu verlieren. In Summe finde ich die Abschnitte gelungen und weniger verwirrend als im ersten Teil. Es kommen auch Abschnitte vor in denen es keine Luft gibt. Dazu versorgt einen der Anzug mit einigen Sekunden Luft, diese sollte man nicht aus den Augen lassen, denn ein Ablauf der Zeit würde den sicheren Tod bedeuten.
In jedem Falle finde ich den gesamten Ablauf / die Bewegungen doch sehr abwechslungsreich und man ist gespannt was auf einen als nächstes wartet.

= Zwischensequenzen =

Im Laufe des Spieles gibt es immer wieder, meist kurze Zwischensequenzen, die 1:1 zum Spiel selbst stimmig sind - dh. keine extra aufgepeppten Grafikschmankerl. War sicherlich auch nicht nötig, da die gesamte Spielablaufgrafik schon sehr hoch detailliert und super gemacht wurde (mehr siehe weiter unten). Diese Zwischensequenzen sind meist die Halluzinationen, die Isaac immer stärker quälen. Oder Dialoge mit Daina, die Isaac leitet in der Raumstation Sprawl.
Zahlreiche Zwischensequenzen sieht man auch in den zahlreichen Sterbemöglichkeiten von Isaac, wenn uns die Necromorphs zu stark zugesetzt haben. Von Kopf abreißen bis zu Gliedmaßen abtrennen bis hin zu hinaus saugen ins All durch eine zerborstene Scheibe gibt es hunderte verschiedene Varianten.

= Gegner =

Das bringt uns sogleich zu den Gegnern, die sich uns in Dead Space 2 in den Weg stellen.
Meist haben wir es mit toten Menschen zu tun, die durch die Infectors wieder zum Leben erweckt wurden. Diesen wachsen jedoch an Armen und / oder Beinen spitze Waffen mit denen sie dem Spieler ans Leder wollen. Zusätzlich werden sie durch die Umwandlung heftig entstellt und so möchte man praktisch allen Gegnern nicht mal bei Tag begegnen. Statt dessen müssen wir diese oft in Finsternis, nur durch den Lichtkegel der Taschenlampe bekämpfen.
Ich kenne nicht die Spezialnamen der Gegner, aber diese sind sehr abwechslungsreich. Da gibt es zb. welche, die nachdem man sie erst mal erledigt hat, in 10 oder 20 kleine Krabbelviecher zerfallen die abermals auf einen los gehen.
Es gibt kleine, kindsgroße, schnelle Angreifer, die einen an the Descent erinnern. Es gibt langsame Gegner, die eine riesige Beule nachziehen, die einem zu nahe, explodiert und schlimm zusetzt. Glücklicherweise kann man diese auch zerschießen und so selbst Gegner ausschalten.
In Summe sind die Gegner sehr zahlreich und vielfältig, allesamt alles andere als ansehnlich und die meisten von denen sind zudem auch recht schnell, schlagen Haken und sind nicht mehr leicht zu treffen.
Den meisten Gegnern ist man von der Größe her ebenbürtig, man darf sich aber auch auf ein paar übergroße, mächtige Bossgegner freuen die man gezielt und mit den richtigen Waffen bearbeiten sollte. Es wurden auch einige echt fiese Gegenspieler eingebaut, soviel darf gesagt werden!


== GRAFIK / SOUND ==

Die Grafik darf wie oben erwähnt in satter HD Qualität betrachtet werden - bis zu 1080i, die auch auf meinem Beamer bestätigt werden. Da darf man sich schon einiges an Details erwarten. Und die wurden auch rein gepackt, wenn man viele auch wegen der häufigen Dunkelheit gar nicht so richtig bemerkt. Es gibt aber natürlich auch zahlreiche hellere Räume, sowie immer wieder beeindruckende Blicke raus.
Man wandert in den verschiedenen Kapitel durch zahlreiche Szenarien und Gebäude, die teils sehr unterschiedlich gestaltet wurden. Oft kommt man an vielen verschlossenen Türen oder Geschäften vorbei aus denen Geräusche oder Musik dringt. Schlimm finde ich auch Babygeschrei, welches man in einem dunklen Gang von verschlossenen Zimmern heraus hören kann.
Es liegen zahlreiche Gegenstände herum, wobei viele davon auch weg gerückt oder getreten werden können. Oder eben mit der Telekinese aufgreifen. Einzelne von denen können dann auch als Wurfgegenstand bzw. Waffe genutzt werden. Während die umschließenden Grenzen der Gänge bzw. der Räume meist fixiert sind, können einige Gegenstände wie Glasscheiben auch wieder eingetreten oder zerschossen werden. Beziehungsweise zersplittern viele oft im Zuge der Kämpfe mit den Necros.
Hauptaugenmerk liegt bei der Grafik natürlich am düsteren Faktor, den es ins Spiel zu bekommen gilt. Und das wirkt hervorragend. Die einzelnen Lichteffekte von Isaacs Anzug bzw. Helm sind dezent, aber gekonnt. Die Lichtkegel der Taschenlampe, die Papierfetzen die im Bahntunnel vorbei flattern, die Visionen die so manch dunkle Gasse plötzlich in ein Flammeninferno verwandeln und natürlich die vielen, vielen verunstalteten Necromorphs die man im Laufe des Spieles zu Gesicht bekommt.
Einen grafischen Leckerbissen finde ich persönlich wie gesagt auch die Hologramme mit denen immer wieder gespielt wird.
Es lohnt sich Dead Space 2 in voller Auflösung und am Beamer in HD-Qualität zu spielen und sollte in einem ruhigen Moment auch mal einen Blick abseits des Geschehens nach draußen riskieren.

Der Sound ist optimal zum Geschehen abgestimmt und macht einen Großteil des Gruselfaktors aus. Vielfach erschreckt man sich der Geräusche wegen, obwohl gar keine direkte Gefahr droht. Das Rauschen bei den Funkübertragungen, die Geräusche aus den Gängen, Schächten und hinter Türen. Die Geräusche der Necromorphs, die von schreien bis grunzen sehr vielfältig sind. All das macht die gruselige, spannende Atmosphäre aus. Die Musik bleibt gekommt im Hintergrund, so wie bei guten Filmen, wo man die Musik nicht offensichtlich bemerkt. Würde sie aber fehlen, würde man das sofort bemerken. Meine Freundin interessiert sich nicht für Konsolenspiele und liest daher manchmal ein Buch während ich mal eine Stunde spiele. Bei Dead Space 2 funktioniert das aber nicht, zu krank und gruselig ist die Geräuschkulisse, die einfach nicht zu überhören ist. Ebenso wenig funktioniert es, wenn man Dead Space 2 ohne Sound bzw. kaum hörbar spielen möchte. Daher einen ungestörten Abend finden, an dem man sich ausführlich den Necros widmen kann.

Kurz: Grafik top, Sound wie er passender nicht sein könnte!


== BONUS ==

Neben dem oben bereits erwähnten Movie, gibts natürlich allerlei Trophäen, die man sich im Laufe des Spieles verdienen kann. Auch eine extra Schwierigkeitsstufe, die erst später freigeschalten wird ist mit dabei (mir persönlich sowieso zu schwer ;-).
In der limited Edition ist auch noch ein eigenes Spiel mit dabei Dead Space Extraction, welches für die WII erschienen ist. Das gibt es nun in HD Qualität gratis dazu. Es ist ein Vorgänger der Dead Space Spiele und wert es mal anzutesten.


== ZUSAMMENFASSUNG ==

Zusammenfassend kann man sagen, für Dead Space 2 sollte man echt gute Nerven mitbringen. Ich sehe mir häufig Horror/Thriller an, doch bereits in den ersten 20min Dead Space 2 bin ich zweimal erschrocken wie sonst kaum in Filmen. Im Internet laß ich von einem Test, bei dem Probanten beim Spielen von verschiedenen Horrorgames überwacht wurden. Herzschlag, Körpertemperatur, Atmung, Schweiß - Dead Space 2 hat hier gewonnen!
Die Dead Space Reihe ist absolut nichts für Kinder und die FSK18 Einschränkung sollte hier wie bei sonst kaum einen Spiel beherzigt werden. Man sollte auch ein Horrorfan (mehr als Shooter Fan) sein, damit man von Dead Space 2 nicht enttäuscht wird. Wer das alles mitbringt, der kann sich auf ein Horrorgame mit Gorefaktor freuen, das ganz vorne in der Liga mitspielt.

Im Internet habe ich Gerüchte gelesen über einen dritten Teil von Dead Space, in dem man abermals als Isaac auf einem Eisplaneten kämpfen muss ... ich bin gespannt, ob etwas wahres dran ist bzw. wann sich die Gerüchte verdichten. Bis dahin kann ich Euch nur empfehlen nicht zu lange Dead Space 2 zu spielen und sich wieder Pausen zu gönnen, um nicht den Necromorphs zu verfallen!


So bedanke ich mich fürs Lesen dieses, gruseligen, langen Berichtes und wünsche den Horrorfans unter Euch, viel Spannung und Gänsehaut und ein gutes Ziel mit dem Cutter ...

... heute schon geMOFFt?

45 Bewertungen, 13 Kommentare

  • anonym

    11.01.2012, 21:40 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toller Bericht.LG Quacky bw folgt

  • DerTintenfisch2

    08.01.2012, 17:49 Uhr von DerTintenfisch2
    Bewertung: sehr hilfreich

    Freue mich immer über Gegenlesungen - Der Tintenfisch

  • scorpion0911

    13.11.2011, 11:23 Uhr von scorpion0911
    Bewertung: besonders wertvoll

    liebe Gruesse Monika

  • Tweety30

    02.11.2011, 17:20 Uhr von Tweety30
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW und liebe Grüße!

  • MelE

    02.11.2011, 07:58 Uhr von MelE
    Bewertung: besonders wertvoll

    Hier das versprochene BW!

  • schmusenase

    02.11.2011, 03:33 Uhr von schmusenase
    Bewertung: besonders wertvoll

    Absolut nichts für mich, wäre mir viel zu brutal, aber für Fans und Betroffene sicherlich ein Must-Have! GlG,

  • campino

    02.11.2011, 00:18 Uhr von campino
    Bewertung: besonders wertvoll

    lg andrea

  • ThomasKu

    01.11.2011, 20:38 Uhr von ThomasKu
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr guter Bericht! Würde mich über Gegenlesungen freuen! MfG ThomasKu

  • Miraculix1967

    01.11.2011, 12:26 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: besonders wertvoll

    TOP Spiele-Bericht - BW von mir! Schönen Feiertag und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967

  • uhlig_simone@t-online.de

    01.11.2011, 12:10 Uhr von [email protected]
    Bewertung: besonders wertvoll

    Und hier mein letztes BW, Liebe Grüße v. Simone

  • sunflower76

    01.11.2011, 10:33 Uhr von sunflower76
    Bewertung: besonders wertvoll

    Ein wirklich hochwertiger Bericht, da kann es nur bw geben!

  • katjafranke

    01.11.2011, 10:28 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße von der KATJA

  • Nina1805

    01.11.2011, 09:45 Uhr von Nina1805
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH! Freue mich über Gegenlesungen! Lg, Nina.