Metal Gear Solid: Peace Walker (PSP Spiel) Testbericht

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ab 45,31
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Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  sehr einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  sehr hoch
  • Spielanleitung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von GameFreakSeba

Rückkehr des Big Boss

4
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  sehr gut
  • Bedienung:  einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Wochen
  • Suchtfaktor:  hoch
  • Spielanleitung:  gut
  • Altersbeschränkung:  ab 16 Jahren
  • Schwierigkeitsgrad:  Fortgeschrittene

Pro:

Für PSP-Verhältnisse geniale Optik, Zwischensequenzen, toller Sound, enormer Umfang, Mehrspieler-Modus, spannend vom Anfang bis zum Ende, unglaublich motivierend

Kontra:

Für Einsteiger viel zu schwer, lange Ladezeiten

Empfehlung:

Ja

Bei Metal Gear handelt es sich um eine Videospielreihe, welche aus Japan stammt. Entwickelt wurden die einzelnen Teile von Hideo Kojima und Konami, die zudem auch die jeweiligen Spieltitel veröffentlichten. Die Hauptaufgabe im Spielgeschehen ist es, mit seiner eigenen Spielfigur so gut wie möglich unentdeckt zu bleiben und verschiedene Vorfälle aufzuklären. Im Großen und Ganzen gilt Metal Gear als Grundstein des Stealth-Shooter- Genres. Im Jahre 1987, also vor gut 23 Jahren, erschien der erste Ableger der legendären Spielreihe. Damals wurde Metal Gear für den Heimrechner MSX veröffentlicht und wurde zu einem der beliebtesten Spiele auf diesem Rechner. Später wurden auch noch Ableger für den MSX 2, Wonderswan Color, Playstation 2 und für verschiedene Mobiltelefone auf den Markt gebracht. Im dritten Teil der Videospielserie mit dem Namen Metal Gear Solid wurde zum ersten mal auf eine 3 dimensionale Grafik und auf diverse Multimedia-Zwischensequenzen zurück gegriffen. Aber dennoch wurde auch beim dritten Teil der Hauptreihe das Grundprinzip des Spiels übernommen. Mit Hilfe der Umstellung von 2D zu 3D gelang den Entwicklern und Hideo Kojima schließlich der Durchbruch auf dem Videospielmarkt. Zur damaligen Zeit galt Metal Gear Solid Dank seiner unerreichbaren Synthese und den wichtigen Elementen aus Action-Adventure und Film-Thriller ein Meilenstein in der Playstation-Geschichte.

Die Hauptreihe, also die ersten vier Spieltitel, basieren auf der selben Grundgeschichte - Der Weltfrieden, denn man mit Mühe und Not geschaffen hatte ist nun einer Bedrohung ausgesetzt. Ein so genannter Mech mit dem Namen Metal Gear macht dem Frieden sehr zu schaffen, denn er ist in der Lage Nuklearsprengköpfe abzufeuern.

Der Grundstein der Reihe wurde von Metal Gear gelegt, welches am 8. Juni 1987 in Japan in den Läden erschien. Später wurde auch noch eine NES-Version veröffentlicht, die jedoch vom Original ein wenig abwich. So fehlt am Ende beispielsweise der Kampf gegen Metal Gear - In der Nintendo Version musste man einen Superrechner zerstören, der für die Steuerung des Mech verantwortlich gewesen war. Spieler außerhalb Japans kamen zu der Zeit noch nicht in den Genuss des hervorragenden Spiels. Erst als man eine erweiterte Version von Metal Gear Solid 3 - Snake Eater weltweit veröffentlichte, kamen auch wir in den Genuss der vorherigen Titel, denn diese waren als Beilage enthalten. Doch worum ging es im ersten Teil und im Meilenstein der Metal Gear Reihe eigentlich?

In den neunziger Jahren entstand in Südafrika eine Festungsnation mit dem Namen Outer Heaven. Für diese Nation hatte man extra Söldner angeheuert, aus denen schließlich die Armee von Outer Heaven bestand. Das Land war zu der Zeit komplett abgeschottet von der Außenwelt. Hier regierten neuste Sicherheitsanlagen den Alltag. Diese Anlagen waren die besten und sollten somit das Land vor unerwünschten Eindringlingen beschützen. Doch was in diesem geheimen Staat so vor sich ging, blieb nicht lange allein, denn nach einiger Zeit drangen Informationen an die Öffentlichkeit. So soll Outer Heaven an einer speziellen Waffe arbeiten und forschen. Daraufhin schicken die westlichen Nationen einen Spezialeinheit mit dem Namen FOXHOUND in diesen Land, um schließlich dafür zu sorgen, dass diese Forschungen gestoppt werden. Der Kommandeur schickt schließlich Gray Fox in diese feindliche Nation, doch leider bricht nach wenigen Tagen die Verbindung ab und das letzte was man von diesem Mann hört sind die Worte Metal Gear. Daraufhin hat der Kommandeur keine andere Wahl mehr, als den Agenten Solid Snake dort hin zu schicken, dem es schließlich gelingt die Welt vor einer Katastrophe zu bewahren und die Nation Outer Space zu vernichten.

Aber nicht nur die erste Handlung des Spiels war ein Erfolg, die weiteren Teile schlugen ebenfalls wie eine Bombe ein und konnten immer mehr Spielerherzen für sich gewinnen, so wird es wohl keinen mehr wundern, dass der mittlerweile 47 Jahre alte Hideo Kojima zu einem der beliebtesten Spielentwickler aufgestiegen ist. Viele Fans die die Möglichkeit in Betracht ziehen, diese "jungen" Herren zu treffen, neben selbst Stunden langes Warten in Kauf und sind überglücklich, wenn sie ein Schnappschuss von ihm machen können. Nachdem die gesamte Metal Gear Reihe ein riesiger Erfolg war, war die Spannung auf den nächsten Teil um so größer und auch die Erwartungen der Spieler mussten gestillt werden. So wurde am 17.Juni diesen Jahres schließlich ein neuer Metal Gear Solid Ableger auf den Markt gebracht. Peace Walker ist der Name des Spiels und nun lasst uns mal etwas genauer hinschauen. Mal schauen ob Hideo Kojima auch hier wieder ein gutes Händchen beweisen konnte.

Nicht nur die Portable Ops - Episoden von Metal Gear Solid spielen in den siebziger Jahren, auch der neue Titel Peace Walker findet hier sein Zuhause. Doch der neuste PSP-Ableger erzählt nicht von der Geschichte um Metal Gear Solid 3 - Snake Eater drum rum, sodern steigt genau dort in diese Handlung ein. So kann man schon sagen, dass dieser Ableger einige weiter Informationsfetzen in die Metal Gear Haupthandlung einbringt. Wir befinden uns mitten im Kalten Krieg in den siebziger Jahren, die Geschehnisse aus dem dritten Teil sind noch nicht ganz verarbeitet worden, schon werden wir wieder mitten ins Getümmel geworfen. Snake oder eher gesagt der Big Boss, der auch hier wieder die Position des Protagonisten einnimmt befindet sich im tiefsten Urwald. Um genauer zu sagen, ist er gerade in Mittelamerika unterwegs. Hier soll er dafür sorgen, dass die Neutralität von Costa Rica bewahrt wird. So muss er also verhindern, dass im vorhandenen Ost-West-Konflikt die Mittelstreuraketen zum Abschuss frei gegeben werden. Wie Fans und Liebhaber der Reihe schon bekannt sein dürfte, steuert ihr auch hier wieder den Protagonisten in der Verfolgerperspektive durch den tiefen Urwald.

Wie schon aus dem Playstation 2 Ableger bekannt sein dürfte, müsst ihr euch auch hier wieder durch diverse unterschiedliche Dschungel-Abschnitte schleichen, müsst das ein oder andere Fabrikgebäude infiltrieren, Dörfer genauer unter die Lupe nehmen und diverse Geiseln befreien. Feindliche Soldaten sind überall wo man hinsieht. So wird es meist ziemlich schwierig unentdeckt zu bleiben. Hier solltet ihr immer mit bedacht vorgehen und sehr vorsichtig sein, um schließlich unbekannt an euer Ziel zu gelangen. Die Ziele und Orte, zu denen ihr ausrücken müsst, werden euch immer auf einer Karte angezeigt, dies sorgt für den gewohnten Überblick. Um nicht auf sich Aufmerksam zu machen, müsst ihr immer zu schleichen und Gebiete vorher genauer unter die Lupe nehmen. So könnt ihr beispielsweise auf einen Fernglas zurück greifen oder ihr wendet die Spähfunktion an. Hierfür müsst ihr lediglich die Schultertaste drücken und schon lehnt sich Snake an einen Baum, Felsen, Betonpfeiler oder anderen Gegenstände an. Habt ihr das Gebiet ausgekundschaftet, so könnt ihr euch in gebückter Haltung an den Soldaten vorbeischleusen. Habt ihr einen Pappkarton entdeckt, so könnt ihr unter ihn kriechen und mit ihm voran kriechen oder aber ihr benutzt verschiedene Plattformen um euch irgendwo entlang zu hangeln. Solltet ihr dann doch mal vor einem Soldaten halt machen müssen, legt ihr euch mit der Bauchseite auf den Boden und versteckt euch im Gras und wartet ab, bis dieser euch den Rücken zuwendet, dann kann das Schleichabenteuer weiter gehen. Um den ein oder anderen Posten auszuschalten solltet ihr aus der Entfernung mit einer Betäubungspistole zuschlagen, aber ab und an müsst ihr auch Nahkampfmethoden, wie zum Beispiel einen Elektroschocker verwenden. Hierbei müsst ihr euch leise an den Soldaten von hinten heran schleichen und dann die Attacke ausführen. Aber nicht nur der Elektroschocker ist hier für gut geeignet, so kann Snake auch die Feinde mit einem Würgegriff oder einen Wurf beseitigen. Diese Aktionen müssen ziemlich schnell und zielgenau von statten gehen, zögert ihr einmal zu lange, dann fliegt Snake auf und ihr wurdet entdeckt. Solltet ihr entdeckt worden sein, habt ihr zwei Möglichkeiten:

Entweder ihr schießt so lange in die Menge, bis auch der letzte Soldat erledigt ist oder aber ihr ergreift die Flucht, bis ihr wieder unerkannt seid. Hier müsst ihr aber auch noch einmal vorsichtig sein, denn die Gegner verfolgen euch auch in einen weiteren Kartenabschnitt und geben nicht auf, bis sie euch schließlich gefunden haben. Deshalb solltet ihr immer auf der Hut sein. Bei Metal Gear Solid Peace Walker gibt es nur einen einzigen Schwierigkeitsgrad, der es zudem auch noch ordentlich in sich habt, deshalb solltet ihr niemals voreilig in eine Situation hinein stürzten, denn das bringt euch mit hoher Wahrscheinlichkeit den direkten Tod. Im Vergleich zu dem Playstation 3 Ableger sind die Missionen in Peace Walker lediglich nur etwa zwanzig Minuten lang. Aber der Spieler kommt hier nicht nur in den Genuss von Hauptmissionen, neben der Haupthandlung warten auch noch einige Nebenmissionen auf euch, die etwas Abwechslung in die Sache bringen und gut für Zwischendurch sind. So kann der Spieler weitaus mehr als hundert Missionen bestreiten.

Auch wenn der Hauptbestandteil des Spiels aus den langen Schleicheinlagen besteht und im Titel das englische Wort für Frieden vorkommt, steht dennoch hier der Krieg an oberster Stelle der Tagesordnung. Die Endbosse haben es vor allem in sich, so dass er schon dazu gezwungen werdet zu euren diversen Schnellfeuerwaffen und Handfeuerwaffen, sowie Granaten oder Raketen zu greifen.

Zum Spielprinzip gehören nun auch die neuen Entwicklungen von Waffen. Zwischen den Missionen kehrt ihr zur Motherbase zurück. Hier wartet zu Beginn des Spiels eine Truppe auf euch, die aus 20 Mann besteht. Jeder der Männer haben unterschiedliche Funktionen, so beispielsweise als Sanitäter oder Mechaniker und haben deshalb auch unterschiedliche Fähigkeiten. Diese 20 Leute müsst ihr zudem in fünf unterschiedliche Einheiten unterteilen, so müsst ihr sie in eine Kampfeinheit, Kantinencrew und weitere Teams aufteilen. Diese einzelnen Gruppen übernehmen anschließend weitere Aufgaben. Einen Mechaniker solltet ihr somit in das F und E Team stecken. Hier kann er sich dann in der Entwicklung neuer Waffen versuchen. Das Kantinenteam und deren Köche kümmern sich um das Wohlergehen der Truppe. Die einzelnen Gruppen solltet immer gleichmäßig bestückt sein. Sollte die Einheit, die für eure Waffen zuständig ist, einmal unterbesetzt sein, so werden die Entwicklungen an neuen Techniken behindert oder gestoppt. Sollte in der Küche mal die Hölle los sein und die Gesundheit euer Truppenmitglieder ist in Gefahr, so kann es schnell mal sein, dass einzelne Mitglieder eure Truppe verlassen. Die Motherbase wird im ganzen Spielgeschehen immer wieder aufgestockt. Dies ist wirklich eine gelungene Abwechslung zu den relativ großen Schleicheinsätzen im Dschungel.

Fazit

Metal Gear Solid - Peace Walker ist ein wahr gewordener Traum aller Solid Snake Fans. Der gewaltige Umfang und die tolle Inszenierung wissen über mehrere Wochen zu unterhalten. Peace Walker ist natürlich nicht mit dem großen PS3-Bruder zu vergleichen, dennoch bietet der Titel mindestens genauso viel Spaß, welcher auch durch den Mehrspieler-Modus ordentlich an Fahrt gewinnt. Pflichtkauf für alle Playstation Portable-Besitzer.

(Dieses Review habe ich bereits auf gamezone.de veröffentlicht)

34 Bewertungen, 5 Kommentare

  • Venenum84

    14.11.2010, 17:06 Uhr von Venenum84
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche dir einen angenehmen rest Sonntag!

  • anonym

    14.11.2010, 15:55 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöne Grüsse, Talulah

  • morla

    13.11.2010, 23:05 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    schönes wochenende lg. petra

  • anonym

    13.11.2010, 20:51 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    Ich habe Oldsnake gespielt und war hin und weg.. eine PSP hab ich leider nicht .. dafür aber eine PS3 und da is das Spiel noch um einiges Besser..

  • XXLALF

    13.11.2010, 20:32 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    und ein wunderschönes wochenende