Skate 3 (PS3 Spiel) Testbericht
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- Grafik:
- Sound:
- Bedienung:
- Wird langweilig:
- Suchtfaktor:
- Spielanleitung:
Erfahrungsbericht von GameFreakSeba
Wenn Knochenbrüche Spaß machen
Pro:
Toll inszenierte Tricks, sehr guter Soundtrack, Steuerung geht gut von der Hand, große Spielwelt, abwechslungsreich, spaßiger Online-Modus
Kontra:
Manche Texturen verschwommen, misslungene deutsche Synchronisation, teilweise immer noch schwerer Einstieg, wenige Neuerungen zum Vorgänger
Empfehlung:
Ja
Bei Skate handelte es sich um eine reine Simulation des Sports und kassierte von Anfang an herbe Kritik. Die Spielergemeinde merke schnell, dass die Tony Hawk Reihe nun endgültig ausgedient hatte und Skate versuchte es nicht einmal zu vertuschen, dass es am heiligen Thron des Tony Hawks herumsägte. Doch das Spiel hatte sich lange genug im Hintergrund gehalten und zu guter Letzt konnte es sich bei den Spieler durchsetzen und erstieg den Thron der Skateboardspiele. Wenn der Spielspaß beim ersten Teil schon enorm groß war, so konnte der Nachfolger Skate 2 noch einmal einen ordentliche Schippe oben drauf legen. Somit war es für den zweiten Teil also nicht wirklich ein Problem an die Genialität und die Abwechslung des großen Bruders anzuknüpfen. Mal schauen ob man auch im dritten Teil Skate 3, welcher im Mai 2010 für die Spieler zugänglich gemacht worden ist, auch noch mal seinen Vorgänger in Sachen Neuerungen, Abwechslung und Skateboard-Gefühl toppen kann. Eins kann man schon einmal von vorne Weg sagen: Um ein erfolgreiches und gut gelungenes Skateboard-Spiel auf den Markt zu bringen, an dem die Spieler sich noch mehr erfreuen, als am Vorgänger, braucht es auf jeden Fall keine Trittbrettattrappe, wie bei anderen gewissen Ableger einer anderes Reihe des Fun-Sports.
Also was braucht ein Skater nun ganz genau um wirklich richtig Spaß zu haben? Ich glaube nicht viel, es reicht sein Skateboard und ein Gelände, auf dem er machen kann was er will und schon schießen ihm Freudentränen in die Augen. Doch was macht er wenn es beispielsweise draußen in strömen regnet und er mal ganz durch Zufall ein Bein gebrochen hat. So kann er sich immer noch eine Skateboard-Simulationen aus seinem Regal zaubern und seinen kühnsten Träumen auf seinem Fernseher Zuhause nachgehen. Mit Skate 3 wird alles anders, denn nun schickt euch der Vertreiber Electronic Arts als Anhänger und Vertreter eines Skateboard-Labels, welches sich noch im Aufstieg befindet, auf die freien Straßen von einer Großstadt, damit ihr dort für ordentlich Stimmung sorgen könnt.
In Skate 3 werdet ihr erst einmal Bekanntschaft mit eurem virtuellen besten Freund Reda machen, dieser bringt euch zusätzlich noch auf eine ganz besondere Idee. Er will mit euch eine eigene Skateboard-Firma gründen. Nun müsst ihr natürlich versuchen dem Namen dieser Firma alle Ehre zu machen und für ihn zu werben und diese neu gegründete Firma auf dem großen Markt zu etablieren. Nun ist euer Charakter das Aushängeschild des Labels. Es ist nun eure Aufgabe Stunts und Tricks auf den virtuellen Straßen der Stadt zu machen und somit neue Kunden anzulocken. Doch ihr solltet euch auf keinen Fall zu früh freuen, denn dies klingt einfacher als gedacht. So könnt ihr beispielsweise mit eurem Board auf den verschiedenen Bänken und Geländer entlang schlittern beziehungsweise grinden. An den unterschiedlichen Halfpipes habt ihr die Möglichkeit eurer Können unter Beweis zustellen und mit den Flips und Ollies könnt ihr euch in die Lüfte beheben, aber dies ist nur ein kleiner Ausschnitt aus dem großen Trickangebot. Diese üblichen Stunts kennen viele Liebhaber ja schon aus den beiden Vorgängern, doch wenn man mal ein bisschen genauer hin schaut sind lediglich die Underflips und Darkslides eine Neuerung. Bei den Darkslides habt ihr die Möglichkeit bei einem ganze normalen Grind eine Drehung zu machen, so dass ihr hinterher mit eurem Board auf den Achsen steht. Blutige Anfänger in diesen Genre werden ab und an ihr Probleme haben, so kann es bei ihnen schon einmal öfter vorkommen, dass sie eher den Asphalt oder der Beton küssen werden, bevor sie einen Stunt und Trick wirklich vollkommen hin bekommen. Besonders Spieler die sich noch nicht mit den Vorgängern beschäftigt haben oder die noch nie zu einem Tony-Hawk-Titel gegriffen haben, werden zu Beginn wirklich sehr viele Schwierigkeiten haben. Doch zum Glück habt ihr einen Coach namens Frank an eurer Seite, der euch in einer Art Skateboard-Schule die wichtigsten Grundlagen im Spiel beibringen kann und euch hilft Trick für Trick zu erlernen. Nach einiger Zeit werdet ihr Stück für Stück sicherer auf eurem Skateboard sein und immer mehr an Selbstvertrauen gewinnen, doch wer wirklich zu den Profis gehören will, der muss ordentlich üben, denn wir schon ein Sprichwort verrät macht Übung den Meister. Die Steuerung in der Skateboard-Simulation ist sehr komplex und ihr werdet jeden einzelnen Button auf eurem Controller benötigen. Zu Beginn des Spiels wird dies noch ein wenig schwierig sein, doch nach und nach bekommt ihr ein Gefühl für eure Tastenkombinationen und wisst wo die jeweilig belegten Buttons zu finden sind. Zusätzlich geht einem nach einiger Zeit die Steuerung einfach von der Hand und diese reagiert auch noch ziemlich präzise.
Um Werbung für euer Board zu machen, seid ihr auf den Straßen von Port Carverton unterwegs. Hier nehmt ihr immer wieder neue Herausforderungen an, in denen ihr auch immer wieder antreten werdet, damit eure Verkaufszahlen in die Höhe treiben könnt. Doch aufgepasst, die Herausforderungen nehmen wirklich alles in Anspruch und sind zudem auch noch ziemlich unterschiedlich. Auf der einen Seite warten ganz normale Aufgaben auf euch, in denen ihr zum Beispiel ein Wettrennen bestreiten müsst, das klingt noch alles ganz normal. Doch auf der anderen Seite warten aber auch noch ein paar absurdere Aufgaben auf euch. Hier ist mit das beste Beispiel wohl die Herausforderung Hall-of-Meat. Ihr soll euer Charakter absichtlich stürzen und in diesem Fall soll er sich so drehen, dass ihm beim Aufprall so viele Knochen wie möglich gebrochen werden. Wenn man es mal etwas genauer ausdrücken und beschreiben will, sollte man dazu sagen, dass dies nicht nur beim Hingucken weh tut, sondern auch noch ziemlich laut knackt. Aber hier kommt zudem ein gelungenes Schadensmodell zum Vorschein, denn die Stürze und Unfälle gehen an eurem Charakter nicht einfach so vorbei. Euer Körper bekommt hier und dort ein paar Schürfwunden und blaue Flecken.
Im Grunde genommen kennen wir alle Herausforderungen, die auf euren Charakter warten schon von den beiden Vorgängern. Demnach hat Skate 3 hier leider nicht viel Neues für den Liebhaber der Serie im Petto, was einem schon ein wenig Leid tun kann, da man damals vom zweiten Teil sehr überrascht gewesen ist, hatte man auch hier gehofft auf mehr Neuerungen zu treffen. Doch was hier vielleicht fehlt, kann euch ja der verbesserte Koop-Modus bieten, denn hier wurde von Electronic Arts wirklich viel Wert drauf gelegt. Desto erfolgreicher euer Charakter im Spielgeschehen ist, umso größer kann die Mitgliederzahl in eurem Team werden, denn wenn man mal ehrlich ist, je mehr Geld eure Firma einnimmt, desto mehr Boards müssen produziert werden, dies bedeutet dann also, dass man auch mehr Mitarbeiter in eurer Firma zur Hand haben muss. So können sich bis zu vier weitere Skater eurem Erfolg anhängen. So wird es auch ab und an kein Problem mehr sein, etwas schwierigere Herausforderungen zu meistern. Aber wenn man mal eben keine Lust auf Arbeiten hat, so kann man mit den vier Kumpels die Straßen in Port Carverton unsicher machen und etwas üben.
Habt ihr Lust an eurer Karriere weiter zu arbeiten und zu feilen, so könnt ihr dies sowohl offline als auch online tun. Im Online-Modus spielt ihr wie im Einzelspiel-Modus. So könnt ihr hier beispielsweise nach und nach weitere Herausforderungen annehmen und ein Stück auf eurer Karriereleiter hinauf klettern. Wer dennoch keine Lust alleine um die Häuser zu ziehen, der kann sich kurzer Hand einem Team anschließen und seinen Kollegen seine besten Tricks unter die Nase reiben. Auch wer sich schon einmal gewünscht hat, sich sein ganz eigenes Reich für seine Skatekünste gestalten zu können, wird hier voll und ganz auf seine Kosten kommen. So wird auch der oder andere Hobby-Raumausstatter seiner Leidenschaft nach gehen können. In Skate 3 könnt ihr auf einen Skate-Park-Editor zurück greifen, der es euch ermöglicht, euren ganz eignen Park zu kreieren und zu gestalten. So könnt ihr beispielsweise unzählige Dinge wie Halfpipes, Rails und andere typische Bauelemente so anordnen, dass man auf ihnen später eine ordentliche Show hinlegen kann. So könnt ihr euch einen individuellen Übungsplatz schaffen und ihn anschließend sogar anderen Spielern online zur Verfügung stellen. Dies sind viele Spielmöglichkeiten, doch wenn ihr mal gar keine Lust habt irgendetwas wichtiges zu machen, so könnt ihr auch schnell ins Spiel einsteigen und einfach nur durch die Stadt kurven. In Port Carverton wird euch das reinste Skateboard-Paradies geboten. So warten verschiedene und zudem auch noch sehr abwechslungsreiche Gegenden auf euch, wie zum Beispiel ein Campus, ein Industriegebiet oder einfach nur das düstere Downtown. Diese Abschnitte schreien nur danach von euch erkundet zu werden.
Doch auch bei Skate 3 gibt es wieder mal einen großen Nachteil in Sachen deutscher Übersetzung. Denn wenn man im Spielgeschehen einmal etwas genauer auf die Gespräche achtet, so wird einem direkt auffallen, dass Skater eine komische Art haben sich auszudrücken. Man sollte immer schauen, was der Charakter jetzt gerade meint. So sagt er beispielsweise: "Das ist ja völlig krank!" Wir würde das eher mit einem grippalen Effekt oder einem absurden Witz in Verbindung bringen, hier wird der Ausdruck aber dafür verwendet um eigentlich auszudrücken, dass etwas super ist. In Skate 3 bekommt nicht nur das ein oder andere deutsche Wort ein völlig andere Bedeutung zugeschrieben, sondern das ganze wird noch einmal mit wunderbaren englischen Vokabeln untermalt. So wird euch beispielsweise im Charakter-Editor angezeigt, dass eure Figur "fett body modification". Ja genau, ihr habt richtig gelesen, normalerweise würde dies bedeuten, dass wir unserem Charakter ein wenig Übergewicht verpasst haben, aber im Spiel soll dies nur eine Art Kompliment sein, denn es soll heißen, dass ihr ihn toll erstellt habt. Naja, dass sind aber nicht die einzigen Missverständnisse, die auf euch warten. Zudem lässt die deutsche Vertonung oft zu wünschen übrig. Doch all dies tut nichts zur Sache wenn man wirklich mal auf den Soundtrack eingeht, so warten Lieder von den Beastie Boys auf euch und die Atmosphäre wird noch einmal von der stimmigen Geräuschkulisse untermalt. In grafischer Hinsicht, hätte man noch einiges tun können, den in der Umgebung von Port Carverton mangelt es enorm an Details. Auf den Straßen der Stadt trifft man zwar hier und dort immer wieder auf verschiedene Passanten, doch Vögel, die man eigentlich in den grünen Bäumen vermuten würde, sucht man hier vergebens. Zudem kommen die einzelnen Animationen der Gesichtszüge. Diese wirken immer wieder sehr steif, vor allem dann, wenn es um die einzelnen Zwischensequenzen geht. Doch da kann der Spieler wirklich mal ein Auge zu drücken, den im Grunde genommen geht es ja hier mehr um den Sport, als um alles andere. So sieht es auch aus. Die Tricks und Stunts sind immer wieder gut in Szene gesetzt worden. Die Tricks werden präzise und genau umgesetzt, der kleinste Fehler und die geringste Ungenauigkeit werden hier übel mit einem Sturz auf den Boden bestraft. Doch so sieht es nun einmal in einer Simulation aus. Skate 3 besteht nun mal aus der nahen Realität, so wird dem Spieler auch ein ganz genaues Skateboard-Gefühl übermittelt und braucht deshalb auch kein Trittbrett als Spielzusatz.
Fazit
Die Entwickler von Black Box haben es tatsächlich geschafft, sich von Teil zu Teil weiter zu steigern, auch wenn man die Neuerung hier mit der Lupe suchen muss. Spaß macht es trotzdem. Gerade der Online-Modus motiviert ungemein und ist eine nette Abwechslung zum Singleplayer-Modus. Trotzdem werden Anfänger trotz eines Tutorials so manche Schwierigkeiten mit Skate 3 bekommen. Hier heißt es aber nur, weiter fleißig üben. Hat man es erst einmal geschafft, kann man seinen Skater bei toll inszenierten Tricks bestaunen.
So ist der Titel allen Skateboard-Fans wärmstens zu empfehlen. Besitzer des Vorgängers müssen aber selbst entscheiden, ob sie mangels der angesprochenen Neuerungen erneut den Vollpreis zahlen wollen.
Und noch eine Bitte zum Schluss - liebe Entwickler, das nächste Mal nicht schon wieder so ein Denglish in das Spiel einfügen. Man wird ja quasi schon gezwungen, die Synchronisation abzustellen.
(Dieses Review habe ich bereits auf gamezone.de veröffentlicht)
38 Bewertungen, 9 Kommentare
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28.10.2010, 21:42 Uhr von Zatzeck0805
Bewertung: besonders wertvoll -
28.10.2010, 17:39 Uhr von Powerdiddl
Bewertung: besonders wertvollWäre was für Sohnemann, ich spiel nicht PSP.
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28.10.2010, 12:08 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreichund ganz liebe grüße
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27.10.2010, 19:05 Uhr von KaTaRaGiRl
Bewertung: sehr hilfreichIch würde mich sehr über Gegenlesungen freuen. glg
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27.10.2010, 18:21 Uhr von catmum68
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreicher Bericht, LG
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27.10.2010, 11:48 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße KATJA.....
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27.10.2010, 11:31 Uhr von Lanch999
Bewertung: besonders wertvollKlasse Bericht! BW und LG von Lanch999 Würd mich freuen wenn du bei meinen Berichten vorbeischaust! :D
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27.10.2010, 11:03 Uhr von tina08
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße .... Tina
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27.10.2010, 10:40 Uhr von topware2002
Bewertung: sehr hilfreichSH und einen schönen Tag noch
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