Auftrag Rache (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Dr_Ed
Atomkraft? - Nein Danke!
Pro:
allenfalls Mel Gibson
Kontra:
siehe Kurzzusammenfassung
Empfehlung:
Nein
Mel Gibson hat ja in der jüngsten Vergangenheit eher durch seine privaten Eskapaden als durch seine Filme von sich reden gemacht. Da verhielt es sich bei Regisseur Martin Campbell eher umgekehrt. Mit seiner Regiearbeit zum James Bond Film „Casino Royale“ hat er durchaus solides Action-Handwerk abgeliefert. Ob nun das neueste gemeinsame Werk der beiden was taugt, dazu mehr in diesem Bericht.
### DER INHALT ###
~~~ Einmal mehr zuerst die „Gemeinwesen braucht keinen weiteren Helden“ - Kurzversion ~~~
Als seine 24-jährige Tochter Emma unmittelbar neben ihm stehend vor seinem Haus erschossen wird, glaubt der ehemalige Detective Thomas Craven, dass der Anschlag ihm gegolten habe. Doch bei seinen Nachforschungen findet er heraus, dass sie nicht nur bei einer Atom-Firma gearbeitet hat, sondern nebenbei auch noch in einer Umweltaktivisten-Gruppe engagiert war und sich dabei mächtige Firmen, die Atom-Lobby und sogar staatliche Geheimdienst-Stellen zum Feind gemacht hat. Und die wollen jetzt Craven auch zum Schweigen bringen. Egal wie...
~~~ und jetzt wieder die „Dr.Ed braucht keine tödlichen Waffen“ - Langversion ~~~
Als seine 24-jährige Tochter Emma (Bojana Novakovic) unmittelbar neben ihm stehend vor seinem Haus erschossen wird, glaubt der ehemalige Detective Thomas Craven (Mel Gibson), dass der Anschlag ihm gegolten habe. Als er aber in ihrem persönlichen Umfeld recherchiert, geht ihm schnell auf, dass er vom Privatleben seiner Tochter nur sehr wenig wusste. Er findet heraus, dass sie nicht nur als bessere Praktikantin in der Forschungsabteilung der Atomfirma Northmoor gearbeitet hat, sondern nebenbei klammheimlich bei einer radikalen Umweltaktivisten-Gruppe engagiert war. Bei ihrem Arbeitgeber ist Emma einer riesigen Verschwörung der Atomwaffen-Lobby auf die Spur gekommen und wollte nun mit den Aktivisten dagegen vorgehen.
Dummerweise sind Emmas Entdeckungen der Gegenseite nicht verborgen geblieben und es wurden mittelbare und unmittelbare Gegenmaßnahmen in die Wege geleitet. Zentrale Figur dieser Machenschaften ist der Chef von Northmoor Jack Bennett (Danny Huston). Bennett spricht Craven sein Beileid aus und sagt ihm, dass Emma eine geschätzte Mitarbeiterin der Forschungsabteilung gewesen sei, aber dort nicht in irgendeiner exponierten Position tätig war. Auf weitere Fragen Cravens reagiert Bennett eher ausweichend und er gibt ihm unterschwellig zu verstehen, dass Craven mit seiner Fragerei womöglich für mehr Turbulenzen sorgen würde als ihm lieb sein könne.
Natürlich gibt Craven keine Ruhe, war seine Tochter nach dem Tod seiner Frau, der einzig übriggebliebene Teil seiner Familie. Während seiner Ermittlungen macht Craven auch den Freund seiner Tochter David Burnham (Shawn Roberts) aus, der ihm weitere Hinweise gibt, die weit in politische Kreise reichen bis hin zum Senator Jim Pine (Damian Young). Craven's Ermittlungen wirbeln soviel Staub auf, dass der altgediente Geheimdienstler Jedburgh (Ray Winstone) auf den Plan gerufen wird, der die Situation bereinigen soll. Da er aber eine gewisse Sympathie für Craven entwickelt, nimmt seine Aufräumaktion einen anderen Verlauf als erwartet...
### MEINE MEINUNG ###
Eigentlich sollte man ja meinen, dass ein altgedienter Action-Haudegen und ein anerkannter Actionfilm-Regisseur auch Durchschnittsware noch veredeln können. Aber um es gleich vorweg zu nehmen: Hier gelingt ihnen das nicht. Der Plot ist relativ simpel gestrickt, die vermeintlichen Wendungen folgen dem altbekannten Schema F und auch die vorkommenden Figuren folgen bewährten Mustern und wirken wie direkt aus dem Klischee-Baukasten zusammen geklaubt. Dass sich aus der Summe dieser Zutaten keine filmische Feinkost ergibt, liegt auf der Hand.
Da ist zum einen die fiese Firma mit ihrem sinistren Chef und dessen schleimigen Assistenten, die allesamt in allerhand böse Machenschaften verstrickt sind, worin auch einige staatliche Stellen involviert sind. Da ist der schmierige und aalglatte Politiker, der von diesen Verstrickungen weiß, aber nichts dagegen unternimmt, weil er von der Firma massive Wahlkampfspenden erhält (denkt da zufällig gerade jemand an die FDP?). Da ist der integre Freund der Tochter, der von den Bösen verfolgt wird und in ständiger Todesangst lebt usw usw. Die einzig interessante Rolle ist die des altgedienten Geheimdienstlers Jedburgh, bei dem man lange nicht weiß, auf wessen Seite er eigentlich steht, dem man aber seine Sympathien mit Craven anmerkt. Alle anderen Figuren sind ziemlich eindimensional und sehr facettenarm angelegt. Folglich werden die meisten DarstellerInnen auch wenig gefordert und es gelingt ihnen auch nicht, ihren Figuren ein wenig Profil zu verleihen.
Zumindest kann man der Figur von Craven zugute halten, dass sie nicht krawallig nach dem Motto „ein Mann sieht rot“ angelegt ist, sondern nur in sehr wenigen Situationen richtig in Wallung gerät. Auch die Action-Sequenzen halten sich angenehm zurück und bilden nicht den Schwerpunkt der Handlung, werden in der Regel schon sinnvoll und dosiert eingesetzt. Womit wir dann aber schon wieder beim nächsten Manko wären: Die Vorhersehbarkeit der Handlung. Bei vielen Wendungen merken geübte KinogängerInnen schnell, wie der Hase läuft und was einen als nächstes erwartet. Echte Überraschungen bleiben da im Wesentlichen aus. Zu allem Überfluss tauchen da noch einige Ungereimtheiten und logische Fehler auf, die das ohnehin schon schmale Vergnügen zusätzlich einschränken. Vieles wirkt auch unrealistisch und aufgesetzt, so dass etliche Begebenheiten einen unglaubwürdigen Eindruck hinterlassen.
Die Inszenierung ist recht konventionell, wirkt aber für einen Thriller eher betulich, weil versucht wird, die Figuren – trotz ihrer Schablonenhaftigkeit – ein wenig zu entwickeln und ihnen etwas Hintergrund zu verleihen, was aber angesichts der Schwächen des gesamten Plots nicht wirklich von Vorteil ist. Man hat immer irgendwie das Gefühl, dass Handlung und Figuren aus einem Baukasten-System zusammengestellt und zu einem Gesamtwerk zusammengesetzt wurden. Man denkt ständig, all das schon mal irgendwo in ähnlicher Form gesehen zu haben, entweder in anderen Mel Gibson Filmen wie zum Beispiel „Ransome“ und „Fletcher's Visionen“ oder anderen Action-Thrillern ähnlicher Machart wie zum Beispiel „96 Stunden“.
Insgesamt muss man leider sagen, dass dieser Film die hochgesteckten Erwartungen bei weitem nicht erfüllt, die man anhand von Regisseur, Drehbuchautor und Hauptdarsteller durchaus haben könnte.
### FAZIT ###
Leider kann Mel Gibson in seinem neuesten Film nicht an vergangene Erfolge anknüpfen. Das liegt allerdings weniger an ihm als an der eher schwachen Drehbuchvorlage und der eher durchscnittlichen Regie. Von daher kann ich den Film nicht einmal Mel Gibson Fans empfehlen, dafür leistet sich der Film zuviele Schwächen und Fehler.
### ABSPANN ###
Regie: Martin Campbell
Drehbuch: William Monahan, Andrew Bovell
Kamera: Phil Meheux
Musik: Howard Shore
~ Thomas Craven – Mel Gibson
~ Emma Craven – Bojana Novakovic
~ Jack Bennett – Danny Huston
~ Darius Jedburgh – Ray Winstone
~ David Burnham – Shawn Roberts
~ Millroy – David Aaron Baker
~ Whitehouse – Jay O. Sanders
~ Moore – Dennis O'Hare
~ Senator Jim Pine – Damian Young
~ Melissa – Caterina Scorsone
~ Polizeichef – Wayne Duvall
~ Agent One – Frank Grillo
u.v.a.
38 Bewertungen, 10 Kommentare
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07.08.2010, 13:33 Uhr von KnolliNicole
Bewertung: sehr hilfreichguter Bericht..gruß Nicole
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03.08.2010, 18:03 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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27.07.2010, 03:12 Uhr von MrWinters
Bewertung: sehr hilfreichein toller bericht, sehr hilfreich
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21.07.2010, 17:13 Uhr von campino
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße, Andrea !
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26.03.2010, 00:59 Uhr von Polarlicht1960
Bewertung: sehr hilfreichViele liebe Grüße und über Gegenlesungen freue ich mich natürlich auch.
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26.03.2010, 00:48 Uhr von timecode001
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Grüße v. timecode 001
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25.03.2010, 23:21 Uhr von bettie47
Bewertung: sehr hilfreichSuper Grüße von Bettie47
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25.03.2010, 22:02 Uhr von easysusi
Bewertung: sehr hilfreicheinen schönen Abend und liebe Grüße Susi
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25.03.2010, 21:31 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^petra
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25.03.2010, 20:03 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich berichtet
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