Die Horde (DVD) Testbericht
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- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von atrachte
Zombie-Apokalypse Nr. 2055
Pro:
wenig,
Kontra:
vieles,
Empfehlung:
Nein
Nachdem ihr Kollege, der Polizist Mathias Rivoallan (Laurent Segall), brutal von der Markudis Gang ermordet wurde, entschließen sich Franck (Aurelien Recoing), Aurore (Claude Perron), Ouessem (Jean-Pierre Martins) und Tony (Antoine Oppenheim) auf der Beerdigung ihres Freundes Rache an den Mördern zu nehmen. Also macht sich das Quartett inmitten der Nacht auf in das Hochausviertel, in welchem die Gang ihr Revier hat, um mit den verhassten Gangster kurzen Prozess zu machen. Doch irgendetwas geht bei der Racheaktion gehörig schief, sodass sich die Vier schon bald in der Gefangenschaft der Gangster um deren Anführer Adewale (Eriq Ebouaney) befinden. Da ahnt noch keiner, das nur wenige Minuten später bereits das komplette Chaos ausbricht und das gesamte Hochhaus von Hundertschaften an Untoten belagert wird...
Mit „Die Horde“ von den Regie-Neulingen Yannick Dahan und Benjamin Rocher verhält es sich ähnlich, wie mit der Bahn: man wartet und wartet das es endlich mal los geht, doch stattdessen wird man lediglich mit der bloßen Aussicht auf einen baldigen Beginn vertröstet. Wenn es dann irgendwann schließlich doch los geht, hat man eigentlich gar keine Lust mehr und ärgert sich am Ende nur über die verschwendete Zeit. Wenn ein Dienstleister oder ein Produkt ein solches Gefühl beim zahlenden Kunden hinterlässt, ist wohl einiges schief gegangen. Im Falle von „Die Horde“ ist verdammt viel schief gegangen.
Ein Grundproblem, welches den Film geradezu auf Schritt und Tritt verfolgt, ist sein gänzlicher Mangel an eigenen Ideen. Waren noch Frankreichs prominentere Schocker der letzten Jahre („Inside“, „Martyrs“) Referenzwerke in Anbetracht innovativer Neuausrichtungen, welchen es teilweise gar gelungen ist das Genre über seinen eigenen Rand springen zu lassen, so vermisst man in dem von Xavier Gens produzierten Zombiegemetzel jegliche Brise an eigenen Einfällen. Stattdessen kopieren die Regisseure, die auch das Drehbuch mitgeschrieben haben, munter aus so ziemlich jeden größeren Zombiefilm der letzten Jahre, verlegen den Drehort kostengünstig in ein Hochhaus und fertig ist „Die Horde“. Das ganze fühlt sich an wie eine ziemlich lahmarschige Filmvariante des Computerspiels „Left 4 Dead“ und macht zu kaum einem Zeitpunkt sonderlich viel Spaß, zumal man es nicht geschafft hat die geborgten Elemente sonderlich unterhaltend unter ein Dach zu bringen. Stattdessen döst der Film über 90 Minuten vor sich hin ohne auch nur einen Moment zu bieten, bei welchen man die Entscheidung, dieses Machwerk zu sehen, nicht ganz bereut.
Ein weiteres Problem ist die Tatsache, das der Film unglaublich bescheuerte Charaktere hat, welche allesamt ziemliche Arschlöcher zu sein scheinen. Es gibt niemanden, der es schafft die Sympathien des Zuschauers zu erlangen, außer vielleicht noch der von Yves Pignot („Das Verhör“, „Das As der Asse“) gespielte Kriegsveteran aus der Retorte, der sich einen Spaß daraus macht die Untoten mit der Axt zu massakrieren. Letzten Endes schert man sich jedoch kein bisschen um die Figuren, weshalb sie nicht mehr als billige und vollkommen blasse Statisten sind, die allesamt irgendwann der wütenden Zombie Horde zum Opfer fällt.
Handwerklich gesehen ist „Die Horde“ unterm Strich also ziemlich mieser Dreck. Immerhin: der Splatterfan ohne hohe Ansprüche und mit einem Verzehr, der so stark ist, das er sowieso schon beim laufen des Abspanns vergessen hat, worum es in dem zuvor gesehenen Film überhaupt geht, derjenige könnte noch durchaus seine Freude haben, lässt es der Film zumindest in seinen wenigen Metzelszenen noch ganz nett krachen. Jedem Genrefan mit Blick auf die eigene Lebenszeit sei jedoch geraten von diesem Machwerk Abstand zu nehmen. Das ganze ist nicht mehr wie ein billiges Fließbandprodukt. Weder hinterlässt es einen bleibenden Eindruck, noch unterhält es für eineinhalb Stunden adäquat.
Daten zum Film:
Originaltitel: La horde (Frankreich, 2009)
Laufzeit: ca. 90 Minuten
FSK: Keine Jugendfreigabe
Regie: Yannick Dahan & Benjamin Rocher
Darsteller: Claude Perron (Aurore), Jean-Pierre Martins (Ouessem), Eriq Ebouaney (Adewale), Aurélien Recoing (Jimenez), Doudou Masta (Bola), Antoine Oppenheim (Tony), Jo Prestia (Greco), Yves Pignot (René)...
2,5/10
45 Bewertungen, 8 Kommentare
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15.09.2010, 16:51 Uhr von cleo1
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht. Lese immer gern zurück. LG cleo1
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10.06.2010, 12:41 Uhr von Chigiz
Bewertung: sehr hilfreichAlso 1 Stern finde ich ein bisschen wenig. Ist zwar nicht so gut wie andere Zombiefilme, aber da habe ich auch schon schlechtere gesehen.^^
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03.06.2010, 14:00 Uhr von kurtmahr2001
Bewertung: sehr hilfreichWohl eher nichts für mich. Grüßle
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03.06.2010, 12:38 Uhr von crazy_angel
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße, Chrissy
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03.06.2010, 11:49 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^^petra
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03.06.2010, 11:35 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreichund ganz liebe grüße
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03.06.2010, 11:28 Uhr von xSunnyx
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße xSunnyx
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03.06.2010, 11:22 Uhr von TheHammer
Bewertung: sehr hilfreichguter bericht, weiter so!
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