Biosphere (Taschenbuch) / Warren Fahy Testbericht

Biosphere-taschenbuch
ab 9,68
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Summe aller Bewertungen
  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Stil:  ausschmückend

Erfahrungsbericht von rider-of-apocalypse

°°° INSEL °°°

5
  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  sehr gering
  • Spannung:  sehr gering
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  ausschmückend
  • Zielgruppe:  Männer

Pro:

s. Text

Kontra:

s. Text

Empfehlung:

Ja

Häufig nutze ich meine Mittagspause dazu, mich in einer örtlichen Buchhandlung (Fischer in Jülich) nach für mich interessantem Lesestoff umzusehen und immer wieder entdecke ich dabei das ein oder andere Buch, das mein Interesse weckt.
Zuletzt war dies bei einem mir zuvor unbekannten, als Thriller gekennzeichneten Taschenbuch namens BIOSPHERE, das vom mir ebenfalls zuvor unbekannten Autoren WARREN FAHY verfasst wurde, der Fall und so fand das Buch den Weg in meine Bibliothek. In der Zwischenzeit habe ich BIOSPHERE von WARREN FAHY gelesen, so dass ich diesen Thriller nun zum Thema meines heutigen Beitrags mache.




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ALLGEMEINES
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WARREN FAHY wurde im kalifornischen Hollywood geboren und lebt heute in San Diego, wo er als Werbetexter arbeitet. Zwar war er bereits als Buchhändler tätig und verfasste zahlreiche Filmrezensionen für verschiedene Zeitschriften, als Roman-/Thrillerautor trat er jedoch nicht in Erscheinung, bevor er im vergangenen Jahr mit BIOSPHERE debütierte.

BIOSPHERE wurde im Jahr 2009 unter dem Originaltitel FRAGMENT im Jahre 2009 veröffentlicht, die von Michael Windgassen übersetzte, deutschsprachige Ausgabe erschien im Jahre 2010 beim Rowohlt Taschenbuchverlag.
Das Taschenbuch mit der ISBN 978-3-499-25242-6 umfasst 467 Seiten zuzüglich einiger anhängenden Skizzen und kostet zur Zeit 9,95 € (beziehungsweise 10,30 € in Österreich).

Titel: Biosphere
Originaltitel: Fragment
Autor: Warren Fahy
Genre: Thriller
Jahr (Originalausg.): 2009
Jahr (dt. Ausg.): 2010
Verlag: Rowohlt Verlags GmbH
ISBN: 978-3-499-25242-6
Format: Taschenbuch
Seitenzahl: 467
Preis: 9,95 €




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INHALT / STORY
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Bevor ich den Inhalt/die Story des Thrillers BIOSPHERE in eigenen Worten schildere, zunächst die auf der Rückseite des Taschenbuchs zu lesende Kurzinhaltsangabe des Verlags, die mich veranlasste, das Buch zu kaufen und zu lesen:

„Der Luxusliner „Trident“ befährt den Südpazifik, an Bord eine Filmcrew und Naturwissenschaftler. Man ist dabei, die Reality-Show „Sea Life“ zu filmen. Plötzlich erreicht ein Hilferuf das Schiff. Er kommt von einem nebelverhangenen Felseneiland.
Doch die Insel ist mitnichten harmlos. Flora und Fauna haben sich hier über Jahrtausende hinweg evolutionstechnisch optimiert. Sie wissen sich gegen Eindringlinge zu wehren. Auf schreckliche Weise. Nicht auszudenken, was geschieht, wen eines der Lebewesen die Insel verlässt ...“

Nun jedoch zu meiner eigenen Kurzvorstellung des Inhalts:

„Sea Life“ ist eine Reality-Show, bei der eine Filmcrew eine Gruppe von Naturwissenschaftlern an Bord des recht luxuriösen Schiffs „Trident“ begleitet und das Zusammenleben sowie die Forschungsarbeit dokumentiert und sendet.
Nachdem die Quoten der Show zu sinken beginnen, da seit geraumer Zeit weder das Zusammenleben der Wissenschaftler, noch deren Forschung irgendwelche spektakulären Momente beinhaltet, nimmt die Crew die Gelegenheit, einem Hilferuf unbekannter Herkunft zu folgen nur allzu bereitwillig wahr und stößt so auf eine auf keiner Karte verzeichnete, aber in einer alten Schrift als Henderson Island erwähnte, Insel.
Schnell begeben sich die Wissenschaftler zusammen mit Kameraleuten auf die Insel, um diese zu erkunden, doch nach nur kurzem Aufenthalt, wird das Team von seltsamen, grotesk anmutenden und völlig unbekannten Tieren angegriffen und die Fernsehzuschauer in den USA erleben live am Bildschirm mit, wie der Großteil des Teams zu Tode kommt.

Während die Öffentlichkeit in den USA mehrheitlich der Meinung ist, die Liveaufnahmen von der Insel wären Fälschungen um die Einschaltquoten zu steigern, entsenden die amerikanischen Streitkräfte mehrere Schiffe sowie ein Team aus Wissenschaftlern, zu denen auch die von der „Trident“ kommende Botanikerin Nell Duckworth zählt, in den Südpazifik, um Henderson Island und vor allem die dortige, völlig unbekannte Fauna zu erforschen.
Zwar gelingt es den Wissenschaftlern nun tatsächlich zunächst einige Tiere, die mehrheitlich an übergroße Insekten erinnern und dabei auch Ähnlichkeiten mit Fangschreckenkrebsen aufweisen, vor allem aber durch hoch aggressives Verhalten gegen ausnahmslos alle anderen Lebewesen auffallen.
Erschreckt sehen die Wissenschaftler mit an, wie sich keine einzige mitgebrachte Tiergattung und Pflanzenart der heimischen Flora und Fauna standhalten kann und auch die aus NASA-Beständen stammenden Fahrzeuge, Unterkünfte und Labors werden zerstört.

Ein weiterer Versuch die Insel zu erforschen, dieses mal auch mit dem Ziel zu prüfen, ob es notwendig ist, die Insel einschließlich Flora und Fauna zu zerstören um zu verhindern, dass ein Lebewesen die Insel verlässt.
Einige Erkenntnisse aus dem vorhergehenden Versuch (beispielsweise eine Empfindlichkeit aller Lebewesen der Insel gegen Salzwasser) lassen diesen Versuch auch erfolgreicher werden, und als zunehmend mehr Wissenschaftler die Zerstörung der Insel befürworten, entdecken sie plötzlich auch ein hochintelligentes und friedliches Lebewesen, dass sie an dem eigentlichen Vorhaben zweifeln lässt ...




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ANMERKUNGEN
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Schon mit seinem Prolog, in dem der Autor anhand mehrerer Beispiele schildert, wie Neobiota heimische Tier- und Pflanzenarten verdrängt haben, war mein Interesse geweckt (und ich auf das Grundthema vorbereitet) und auch das folgende, kurze Kapitel über die im Jahr 1791 angesiedelte Entdeckung der Insel durch Captain Henderson gefiel mir durchaus sehr gut. Mit Beginn der eigentlichen Handlung hält sich der Autor auch nicht allzu lang an einführenden Erklärungen auf, sondern versetzt den Leser nach einer kurzen Vorstellung der wesentlichen Charaktere schnell in das Geschehen um die und auf der Insel, so dass sich innerhalb weniger Seiten eine Geschichte entwickelt, die ich nicht nur als hochspannend, sondern auch als absolut faszinierend empfand. Dabei trugen sicherlich auch die Illustration mit Zeichnungen der erwähnten Kreaturen, die Abbildungen aus biologischen Lehrbüchern nachempfunden sind bei und der Story so auch einen „seriösen“ und glaubwürdigen Touch verleihen.
Interessanterweise gibt es übrigens tatsächlich eine Insel namens Henderson und wie im Buch, liegt sie auch tatsächlich im Südpazifik. Es existieren sogar Tiere, die ausschließlich auf dieser Insel vorkommen (diverse Insektenarten), tatsächlich aber ist die Insel nicht unbekannt und liegt auch nicht fernab allen übrigen Lebens, sondern gehört zu den Pitcairinseln. Auch die im Buch häufig erwähnten Fangschreckenkrebse sind keine Erfindung des Autoren sondern real existent und auch die vom Autoren beschriebenen Eigenschaften selbiger (beispielsweise das hochentwickelte Farbsehen und die Geschwindigkeit und Kraft der Fangarme) sind real belegt.
So abenteuerlich manches innerhalb der Story auf den ersten Blick auch wirkt, so führen Erklärungen des Autoren dann doch dazu, dass die Story nie allzu sehr in den Bereich SciFi/Horror abdriftet (warum sollte ein Stück Land, dass im Laufe der Erdgeschichte von Kontinenten getrennt und von Artenwanderungen nicht betroffen war, nicht tatsächlich eine eigene Flora und Fauna entwickeln und sich aufgrund der Lage abseits von Schifffahrtslinien tatsächlich Erkundungen entzogen haben ?).
Sollten dann doch sehr unglaubwürdige Passagen enthalten sein, so ließ mich die rasante Erzählweise in Verbindung mit der faszinierenden Story dieses völlig vergessen.
Erst etwa im Schlussdrittel, wenn die Story eine nicht ganz erwartete Wendung nimmt, leidet die Glaubwürdigkeit ein wenig mehr, doch auch hier ist es eben die etwas überraschende Wendung, mit durchaus auch dem ein oder anderen nachdenklicheren Moment, die mich dies vergessen ließ.

Ein wenig erinnerte mich BIOSPHERE wage an den Thriller DICKICHT von SCOTT SMITH, wobei mir BIOSPHERE dann letztendlich „intelligenter“ scheint und mehr Gewicht auf die titelgebende Biosphäre der Insel legt, als auf die agierenden Charaktere, wogegen in DICKICHT die Charaktere von weit höherer Bedeutung waren.

Die agierenden Charaktere sind in BIOSPHERE mehrheitlich von absolut untergeordneter Bedeutung, so dass mich das ein oder andere Klischee (beispielsweise die überehrgeizige Produzentin, der von sich eingenommene medienfanatische Wissenschaftler, der einsilbige Soldat, ...) nie auch nur annähernd störte (viele der Charaktere überleben ohnehin nicht allzu lange).

Auch stilistisch schien mir BIOSPHERE von WARREN FAHY absolut gelungen. Der Autor bediente sich einer klar verständlichen Sprache und eines flüssig zu lesenden Satzbaus, wobei er auch die durchaus notwendigen Erläuterungen wissenschaftlicher zusammenhänge so fasste, dass sie auch von Laien verstanden werden und zu keinem Zeitpunkt langweilen.
Die 467 Seiten seines Thrillers BIOSPHERE gliederte WARREN FAHY in zahlreiche kurze, nicht nummerierte und mit Zeitangabe überschriebene Kapitel, die zu Beginn gelegentlich auch zum Wechsel zwischen Schauplätzen genutzt wurden.




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LESEPROBE
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„...
Die Manguste schreckte vor dem schrillen Laut zurück und erstarrte, gelähmt vor Schmerzen und dem schauerlichen Farbspiel im Gesicht des Gegners.
Die Ratte hatte ihren Schwanz zwischen die vier Beine unter den Bauch gezogen. Der Stachel an dessen Spitze bohrte sich in den Boden wie in einen Startblock, bereit den massigen Körper in die Luft zu katapultieren. Sie richtete sich auf den vier Beinen auf und streckte die messerscharfen Arme tastend aus. Die Scheren am Unterkiefer schnappten erwartungsvoll auf und zu.
Die Manguste kam dem Angriff des Ungeheuers zuvor, sprang mit einem weiten Satz über dessen Kopf hinweg und schlug ihm ihre Zähne in den Nacken. Sie biss mit unbändiger Wut zu und versuchte , wie ein Hund mit dem Kopf schlenkernd, der Ratte das Genick zu brechen., doch da waren keine Knochen, die hätten brechen können. Als sie schließlich von dem tödlich verletzten und schrill pfeifenden Tier abließ, sah sie sich von weiteren Angreifern gestellt. Von Panik ergriffen, nahm sie Reißaus, ohne Schwanz aus dem Gleichgewicht gebracht.
Eine weitere Hendersratte flog von hinten herbei und schlang der fliehenden Manguste wie in einem Tackling die Arme um die Hinterläufe und warf sie zur Seite. Staub und Federn flogen auf, als sie sich mit aller Macht aus der Umklammerung zu befreien versuchte.
Doch das wirbellose Tier war ihr überlegen. Es hatte sie mit den Scheren fest im Griff und riss ihr mit den Zähnen den Bauch auf.
Vom Fauchen und Pfeifen angelockt, stürzten sich weitere Ungeheuer in das gemetzel am Boden des Waldes.
Blaues und rotes Blut spritze aufs Objektiv der Crittercam, bis nichts mehr zu sehen war.
Die Manguste hatte nicht mehr als zwei Minuten und neunzehn Sekunden überlebt.
...“




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FAZIT
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Ich habe den von WARREN FAHY verfassten Thriller BIOSPHERE von der ersten Seite an als einen Glückskauf empfunden und änderte diese Auffassung auch im weiteren Verlauf nicht. Ich kann diesen Thriller daher hier guten Gewissens empfehlen und urteile mit SEHR GUT !

64 Bewertungen, 16 Kommentare

  • trullilu

    12.06.2010, 22:47 Uhr von trullilu
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich schicke dir schöne Grüße! trullilu

  • skye

    11.06.2010, 23:21 Uhr von skye
    Bewertung: sehr hilfreich

    toller Bericht, danke für Deine Lesung

  • Clarinetta2

    11.06.2010, 21:36 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: besonders wertvoll

    den könnte ich lesen-bw

  • mrasen

    11.06.2010, 17:51 Uhr von mrasen
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lust auf eine Leserunde dann meldet euch bei mir :)

  • mima007

    04.06.2010, 20:37 Uhr von mima007
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Gruesse, mima007

  • giselamaria

    02.06.2010, 17:44 Uhr von giselamaria
    Bewertung: sehr hilfreich

    prima, und jetzt in aller Munde..werde es auch irgendwann mal lesen ;-.))) - LG gisela

  • Polarlicht1960

    30.05.2010, 19:52 Uhr von Polarlicht1960
    Bewertung: sehr hilfreich

    VIELE LIEBE GRÜSSE UND EINEN SCHÖNEN RESTSONNTAG WÜNSCHT LARISSA

  • monikakuhnert

    30.05.2010, 17:23 Uhr von monikakuhnert
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht! Freue mich übers weitere gegenseitige Gegenlesen ;)

  • XXLALF

    30.05.2010, 17:16 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    und einen lieben sonntagsgruß

  • Bunny84

    30.05.2010, 16:08 Uhr von Bunny84
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH von mir. Wünsche dir einen schönes Wochenende. Freue mich über Gegenlesungen . LG BUNNY84

  • anonym

    30.05.2010, 13:53 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    Stark berichtet. BW & LG Hollgo

  • morla

    30.05.2010, 12:35 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^petra

  • TheHammer

    30.05.2010, 11:56 Uhr von TheHammer
    Bewertung: sehr hilfreich

    guter bericht, weiter so!

  • anonym

    30.05.2010, 11:42 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    Sehr guta, Saludos Negerle

  • sigrid9979

    30.05.2010, 11:03 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gut geschrieben .... Lg Sigi

  • Lale

    30.05.2010, 10:57 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    Allerbesten Gruß