Apple MacBook 13.3" neueste Generation Testbericht

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Summe aller Bewertungen
  • Akkulaufzeit:  sehr lang
  • Gewicht:  leicht
  • Verarbeitung:  sehr gut
  • Software-Ausstattung:  sehr gut
  • Festplatten-Kapazität:  groß
  • Ergonomie & Bedienung:  sehr gut
  • Support & Service:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Tut_Ench_Amun

Äpple und Birnen

  • Akkulaufzeit:  lang
  • Gewicht:  schwer
  • Verarbeitung:  sehr gut
  • Software-Ausstattung:  gut
  • Festplatten-Kapazität:  durchschnittlich
  • Ergonomie & Bedienung:  gut
  • Support & Service:  gut

Pro:

Es ist ein Mac - Vergiss Windows

Kontra:

Es ist ein Mac - Vergiss deinen Sparstrumpf

Empfehlung:

Ja

Sag mir deinen Computer und ich sage dir, wer du bist. Ganz so einfach ist es natürlich nicht - oder doch?! - einen User zu charakterisieren. Da sind einerseits diejenigen, die in den Achtzigerjahren noch mit Kommandozeilen arbeiten mussten, wobei sich schon damals das Lager in zwei Richtungen spaltete: Die Anhänger des visionären Steve Jobs, der mit Apple/Macintosh seinerzeit die Marktmacht unter den semiprofessionellen Workstations hinter sich scharen konnte - und die DOSler, denen der nicht weniger einfallsreiche Bill Gates ein Betriebssystem für Heimcomputer erschuf. Beide Köpfe sind heute noch aktiv und stehen mit ihren Firmen für ganz unterschiedliche Klientel wie Philosophien.

Es ist heute ja fast schon eine Glaubensfrage geworden, was für einen Hobel man benutzt. Da ist das Gros der Bunti-Klicki-Fraktion, die mit ihrer Windoze-befeuerten Büchse von Aldi so lange glücklich und kritiklos herum eiern, bis ihnen die Industrie (meist in Gestalt von Microsoft und Intel) einflüstert, dass sie doch (viel zu) alte Technik besitzen - und sie nach einem bis allerspätestens anderthalb Jahren zu einem Neukauf animieren. Keine Frage: Das aktuelle Windows 7 ist (neben XP Pro) sicher das bislang beste Windows, welches es je gab. Aber es ist und bleibt ein recht behäbiges Betriebssystem für den Massenmarkt. Dann sind da die Macs, deren Stern sich vor ein paar Jahren noch im Sinken befand.

Apple war den meisten Heimanwendern stets zu abgehoben und zu teuer sowieso. Windows hatte dort die Lufthoheit errungen - vor allem bei Zockern. Bis mit der Einführung des iMac die Karten neu gemischt wurden. Langsam aber sicher bekrabbelte sich Apple und konnte die Herzen vieler alter Recken sowie neuer Liebhaber wieder gewinnen. Die Vorteile des MacOS halfen Steve Jobs dabei sein Baby einer Frischzellenkur zu unterziehen und neu zu positionieren: Absturzsicherheit, Skalierbarkeit, Einfachheit in der Anwendung - seit jeher Paradedisziplinen des Apple/Mac. Hinzu kommt nun der Umweltaspekt. Man verzichtet wo es geht auf den Einsatz von Schadstoffen bei der Herstellung sowie beim Fertigprodukt. Das hat seinen Preis: Ein Mac/MacBook ist eine ziemliche Investition. Immer noch. Allerdings hat sich das Bewusstsein der User scheinbar gewandelt.

Zur Sache Schätzchen
Der Zwerg-Mac kommt in unterschiedlichen Konfigurationen daher, wobei das weiß-hochlänzende äußere Erscheinungsbild, insbesondere das 13.3 zöllige LED-Display sowie die (im Vergleich zum "Pro" oft als mager verschrieenen) seitlichen Anschlüsse (2 x USB, Power, Audio, FireWire, LAN, DFI). Etwas versteckter ist die oberhalb des Breitbildbildschirms eingelassene Web-Cam. Nicht sehen kann man natürlich die Features wie On-Board-Wireless-LAN sowie Bluetooth. Der DL-DVD Brenner kommt in Slot-In Technolgie daher und ist höchst unauffällig rechtsseitig eingebaut. Unauffällig ist auch sein Laufgeräusch: Flüsterleise. Der LiPo-Akku ist ebenfalls allen MacBooks gemein und reicht im Idealfall fast 9 Stunden. Die Verarbeitung eines Mac ist geradezu legendär - auch wenn er - wie fast alles - inzwischen ebenfalls in China gefertigt wird.

Die inneren Werte der Dual 2 Core Baureihe unterscheiden sich in Taktfrequenz der Dual-Core CPU, Arbeitsspeicher und Größe der Harddisk. Mein Mäcki Typ "4.1" hat 2 x 2.4 Ghz, 4 GB RAM (DDR2) und eine 150er Pladde von Fujitsu. Da der integrierte GeForce-Grafikchipsatz nicht über einen eigenen VRAM verfügt, muss der Hauptspeicher dafür geradestehen, wobei dann grafikintensive Programme natürlich von noch mehr RAM profitieren. Für die Bildbearbeitung und - erstellung, welche ich hier für gewöhnlich fahre, reicht's allemal dicke. Natürlich schlägt sich die bessere Ausstattung auch im Preis wieder: Rund 1000 Euro sollte man kalkulieren. Auf dem Gebrauchtmarkt sind MacBooks ziemlich rar und immer noch vergleichsweise teuer. Unter 400 Peitschenhieben kommt man für einen 4.1in dieser - oder ähnlicher - Konfiguration er selten weg.

Ergonomie
Die schön übersichtliche Tastatur hat ein aufgeräumtes Layout - mit großzügig Platz zwischen den Tasten - und einen hervorragenden Druckpunkt sowie einen höchst angenehmen Anschlag. Wiewohl der Windows-Umsteiger erst einmal Orientierung braucht, da nicht alle (Sonder-)Zeichen dort zu finden sind, wo er sie gewohnt ist. Um beim Mac den Klammeraffen zu erzeugen, benötigt man zum Beispiel [ALT+L] und nicht [AltGR+Q]. Andere Tasten fehlen ganz. Besonders [Entf] bzw. [Del] vermisst der PC-Umsteiger sicherlich. Die entsprechende Funktion wird allerdings über [Fn+Backspace] erreicht. Man gewöhnt sich dran.

Apple nennt seine Tasten zum Teil etwas anders: Dem [STRG] bzw. [CTRL] eines Standard-PCs wird hier [CMD] (für "Command") zur Seite gestellt. Die Funktionalität dahinter ist jedoch fast identisch - Copy & Paste etwa: [CMD+C] (Kopieren) bzw. [CMD+V] (Einfügen) klappt hüben wie drüben auch ohne Maus. Apropos Maus. Serienmäßig verfügt das MacBook über ein sehr praktisches, großformatiges und (im positven Sinne) feinfühliges Touchpad. Scrollen kann man bequem mit zwei Fingern nebeneinander (Gesten-Erkennung), leider aber nicht durch Antippen klicken. Dafür ist immer die einzelne (Maus-)Taste zu verwenden (Macs kennen überdies eigentlich keinen Rechtsklick). Man gewöhnt sich daran, ist aber erst einmal eine Umstellung.

Wo wir grad bei Umgewöhnung sind: Hoch- und runtergefahren bzw. einsatzbereit ist ein Mac grundsätzlich in wesentlich kürzerer Zeit als eine Windows-Schnarchbüchse. Ein angenehmer Kulturschock. Den Desktop erkennt man hingegen auch als Windoof-User als solchen sicherlich auf Anhieb. Er funktioniert auch sehr ähnlich. Das "Dock" ist so etwas wie eine Mischung aus Microsofts Task-Leiste und dem "Start"-Menü. Größe und Bestückung hängen ganz vom Gusto des Benutzers - und seinem Wunsch bestimmte Programme sofort griffbereit zu haben - ab. MacOS trennt konsequent Programme von Systembelangen und hat quasi zwei Task-Leisten. Das Dock als Spielplatz für Apps und noch eine weitere, in welcher sich systemnahe Funktionen finden: Uhrzeit/Datum, Verbindungen (PPoE, LAN, Bluetooth), Akkulaufzeit/Ladezeit, Systemsteuerung etc.

Diese Trennung ist es auch, die MacOS erstens sicher vor externen Angriffen macht, zum anderen ändert es die Gewohnheiten in Sachen "Installation"- eine solche gibt es nämlich hier eigentlich gar nicht. Jedenfalls nicht im herkömmlichen PC-Sinne. Apps respektive Programme werden als Paket sozusagen angedockt, zum endgültigen Entfernen reicht ein Ziehen auf den Papierkorb. Keine Registryeintrage, kein zwangsläufiges Verfetten und Zumüllen des Systems durch Reste, welche eine schlampige Installationsroutine hinterlassen hat. Dergleichen Unfug, der so machen Windows-Kasten irgendwann im Laufe seines Lebens ganz automatisch verlangsamt und im schlimmsten Fall sogar schachmatt setzt, kennt ein Mac systembedingt nicht. Ansonsten tun sich die beiden funktional weniger, als es die jeweilige Gegenseite zugeben will.

Der "Explorer" etwa, heißt hier "Finder", erfüllt aber weitgehend die gleiche Aufgaben. Auch Drag & Drop, Gummiband-Selektion und all solcherlei inzwischen zum Standard mutierte Spielchen gehen mit dem Apple logischerweise genauso wie man es vom PC her kennt. Umsteiger und unverbesserliche Gates-Jünger wird es übrigens freuen, dass ein Mac via "Parallels Desktop" eine native Win-Dose simulieren kann. Und das auch verdammt schnell. Doch will man das? Vielleicht am Anfang. Später immer weniger, denn alles was man in der Win-Welt an Programmen kennt, gibt es meist auch für den Apple. Sogar MS-Office vom Intimfeind Microsoft, kann man bekommen. Braucht man aber nicht.

Tipp: Wer eine umfangreiche und kostenlose Office-Suite sucht, greift zu OpenOffice (zzt. v3.3x). Bildbearbeitung gefällig? Das ebenfalls kostenlose GIMP, in der derzeitigen Version 2.6, steht einer professionell-kommerziellen Software in nichts nach - und ein Mac schreit förmlich nach Bild und/oder Videobearbeitung. Surfen (Browser: "Safari") und Mailen kann die Kiste selbstverständlich auch schon von Haus aus, Freunde von "Firefox" und "Thunderbird" gucken aber nicht in die Röhre. Entsprechende Mac-Versionen sind verfügbar und klappen genauso fix und empfehlenswert, wie ihre Win-Pendants, sehen nur im Detail ein klitzekleines Bisschen anders aus.

Ein OS, das auf die Hardware maßgeschneidert ist, und noch dazu quasi aus einer Hand stammt, machen schnell. Gute Voraussetzungen für rechenintensive Anwendungen. Ein Mac ist für Viren, wie eben schon kurz angeklungen, aufgrund seiner UNIX-Architektur, ein ziemlich unappetitlicher Happen. Daher können Macianer über die Kasperkys und Nortons dieser Welt eigentlich nur milde-mitleidig lächeln, lediglich der Einsatz einer Firewall ist auch hier immer anzuraten. Diese ist aber bereits fester Bestandteil des Betriebssystems und sozusagen serienmäßig aktiviert. Wo wir grade beim Netzwerken sind. Das Einrichten eines (Wireless-)LAN ist - Achtung Wortwitz! - ein Äppelken. Alles andere übrigens auch. Niemanden dürfte es schwer fallen seinen Mac/MacBook zu personalisieren.

Das derzeit aktuelle MacOS ist "Schneeleopard" (10.6.X). Das pharaonische MacBook 4.1 von 2009 verfügt noch über den Leoparden ohne gefrorene Regentropfen: 10.5.X. Das ist auch nicht signifikant schlechter und/oder langsamer, allerdings gehen der älteren Version des MacBook (und nicht nur vom OS her, sondern auch hardwareseitig) ein paar - mal mehr, mal weniger nützliche - Goodies ab, welche die jüngeren Varianten mitbringen. Besonders das neue, verbesserte Touchpad mit erweiterter Gestenerkennung ist eine Macht, auf die ich leider verzichten muss. Des weiteren ist der (schon verflucht gute) LiPo-Akku mittlerweile noch besser geworden. Mein 'olles' MacBook bringt es trotzdem immerhin auf 5-7 Stunden Laufzeit, je nach Verwendung.

Fazit
Schickes Teil, mit pfiffig-innovativen Detaillösungen, exzellenter Verarbeitung und knuffigem Design. Wobei für mich ganz klar die Funktionalität im Vordergrund steht. Und da lässt das "kleine" MacBook nichts anbrennen und kaum Wünsche offen. Wenn dennoch Kritik laut wird, dann zielt sie berechtigterweise fast immer auf die Preisgestaltung, die abgespeckte Anzahl von Anschlüssen (gegenüber seiner "erwachseneren" Apfelverwandtschaft wohlgemerkt) und vielleicht noch aufs Gewicht. 2,3 Kilo für ein Dreizehnkommadreizollgerät ist recht schwer. Nichtsdestoweniger ist das C2D MacBook 4.1 absolut zu empfehlen für alle die ordentlich mobil arbeiten möchten, dabei (Rechen-)Power benötigen sowie dazu Entertainmentfähigkeiten auf kleinstem Raum gebrauchen können und/oder vielleicht einfach nur weg von Windoofs wollen.

45 Bewertungen, 10 Kommentare

  • Norddeutsch2011

    24.06.2011, 03:13 Uhr von Norddeutsch2011
    Bewertung: sehr hilfreich

    Interessanter Bericht und viele Grüße

  • Mondlicht1957

    31.05.2011, 21:04 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und liebe Grüsse

  • Lale

    06.05.2011, 00:52 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß *~*

  • sandraberg

    05.05.2011, 19:13 Uhr von sandraberg
    Bewertung: besonders wertvoll

    von mir ebenfalls ein ganz klares BW :) lg sandra

  • mima007

    05.05.2011, 11:28 Uhr von mima007
    Bewertung: besonders wertvoll

    bw. Viele Gruesse, mima007

  • yeppton

    05.05.2011, 11:24 Uhr von yeppton
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr gut berichtet, Mfg Markus

  • babygiftzwerg

    05.05.2011, 09:25 Uhr von babygiftzwerg
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wünsche dir einen schönen Donnerstag. LG Ulrike

  • sigrid9979

    05.05.2011, 09:08 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche einen schönen Donnerstag

  • morla

    05.05.2011, 01:08 Uhr von morla
    Bewertung: besonders wertvoll

    prima vorgestellt lg. petra

  • katjafranke

    05.05.2011, 00:29 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße....Katja