NHL 2004 (PC Spiel Sport) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von juergi87
Verbesserter Eishockeyspass!!
Pro:
exzellente Grafik, ausgefeiltes Gameplay
Kontra:
schwacher Sound, keine österreichischen Klubmannschaften
Empfehlung:
Ja
----------Vorwort-----------
Es ist zwar schon seit Jahren sehr einfach, ein NHL-Spiel zu wählen wenn man PCler ist, da man ja eigentlich nur den Ableger von EA Sports zur Auswahl hat, allerdings sollten sich auch die Konsoleros dieses Jahr wieder von Sega NHL2k4 in Richtung EA wagen, da die diesjährige Version einiges an Innovationen mit sich bringt und vor allem an Realismus mächtig zugelegt hat. Insgesamt ist es wohl die beste und vor allem herausforderndste Auflage, die EA Sports bislang hervorgebracht hat.
-----------Gameplay----------
Betrachtet man das Gameplay von NHL 2004 so wird man sofort feststellen, dass EA Sports heuer eine schon fast 180-Grad-Drehung in Richtung Simulation durchgeführt hat. Vorbei sind die Zeiten des unrealistisch schnellen Hockey und der millimetergenau ankommenden Pässe. Das Entwicklerteam EA Black Box hat tatsächlich ein Spiel geschaffen, das schon sehr nahe an die heutige NHL herankommt. Um den Puck nun ins Netz zu befördern, muss man Voraussicht haben, das Gamepad sehr gut zu nutzen wissen, an den Banden und auch im Slot ordentlich arbeiten. Hooking und dergleichen sind allgegenwärtig. Ob man es mag oder nicht, aber das ist der Stand in der NHL heutzutage und die Tage der *flying bodies*, als Bodycheck auf Bodycheck folgte, scheinen ebenso gezählt. Auch die Goalies wirken viel realistischer als bisher gesehen, abhängig von dem gewählten Schwierigkeitsgrad geben sie unterschiedlich viele Rebounds ab, machen einen Super-Save, aber irgendwie dümpelt der Puck dann doch über die Linie, oder sie kassieren auch schon mal ein *Ei*.
Alles in allem ist das Spiel durch die Gameplayänderungen auch um einiges schwieriger geworden. Obwohl der einfachste Schwierigkeitsgrad nach wie vor auch Anfängern die Möglichkeit gibt, die KI zu besiegen, wird man auf den höheren Schwierigkeitsgraden sein blaues Wunder erleben. Um hier zu gewinnen, muss man schon sämtliche Button-Kombinationen beherrschen, um komplexe Täuschmanöver durchzuführen, sich in einen gegnerischen Schuss hineinzuwerfen, oder die verschiedenen Pässe und Schüsse durchzuführen. Zudem ist in NHL 2004 das richtiges Stellungsspiel eines der wichtigsten Komponenten und bis man dies beherrscht, wird man zahlreiche schmerzvolle Niederlagen hinnehmen müssen.
Bei all den wunderbaren Neuerungen gibt es auch dieses Jahr einen fetten Tadel. Die Software scheint so ziemlich alles dafür zu tun, ein enges Finish zu provozieren, besonders wenn es gegen Teams mit einigen Spielern mit hohen *Hero*-Ratings, wie Detroit oder Colorado, geht. Da fallen dann schon in den letzten zwei Minuten vier Tore, um noch ein Unentschieden zu gewährleisten. Natürlich findet der Betrug auf der anderen Seite statt, wenn die eigenen Top Scorer dann plötzlich nur mehr den Pfosten treffen. Glücklicherweise treten diese Comebacks nicht ganz so häufig auf und sollen wohl auch realistisch wirken ... dass diese Comebacks aber mehr oder weniger nur bei einigen Teams vorkommen, scheint nicht ganz so realistisch ...
----------Grafik----------
Die Grafikengine ist gegenüber dem Vorjahr kaum überarbeitet worden, was aber auch nicht nötig war, da diese nach wie vor einfach top aussieht. Der größte Unterschied im Gameplay ist wohl off-the-ice zu bestaunen, da das Publikum heuer erstmals komplett in 3D dargestellt wird. Auch wenn es nur 10 Models sein mögen, die auf das ganze Stadion aufgeteilt wurden, bleibt der Eindruck dennoch hervorragend. Es wirkt schon sehr beeindruckend, wenn man ins Publikum blickt und die Männchen in den Heim- oder Auswärtstrikots (und teilweise auch den nicht mehr benutzten, alten Trikots) sitzen und bei einem Tor hochspringen. Zudem sind die Verbesserungen heuer anders angesetzt worden, als in den letzten Jahren, als EA z.B.: Gesichtsausdrücke in die Grafikengine programmierte, die ohnehin niemand bemerkt hat. Dieses Jahr wurden die generellen Bewegungsanimationen überarbeitet und das Ergebnis ist faszinierend. Für jede Situation gibt es zahlreiche unterschiedliche Animationen, die allesamt ungemein realistisch wirken.
----------Umfang----------
Neben den 30 NHL-Teams wurden auch Teams aus der DEL, als auch der finnischen und schwedischen Liga ins Spiel aufgenommen, zusätzlich gibt es dann noch einige All-Star-Teams, wodurch insgesamt rund 100 Teams im Spiel sind.
Die größte Neuerung ist wohl der *Dynasty*-Modus, ein Modus, der sich über maximal 20 NHL-Saisonen erstreckt. Und dieses Jahr hast Du nicht nur die Kontrolle über Trades oder die aktuelle Aufstellung, nein, heuer müssen auch finanzielle Aspekte berücksichtigt, Coaches eingestellt und passende Anlagen beschafft werden. Dazu gehören Gehaltsverhandlungen, oder auch die richtige Höhe der Ticketpreise. Zudem kann man dieses Jahr die Spieler an spielfreien Tagen ins Training schicken und hat auch einen Minor-League-Roster (der sich aber leider nicht verbessert). Je nachdem, wie sich das eigene Team schlägt, erhält man *Upgrade-Points*, die dann eben für Coaches, Ärzte, Scouts, Trainingsanlagen etc. investiert werden können. Diese *Upgrade-Points* erhält man z.B.: für Siege, einen erwirtschafteten Gewinn, Erreichen der Playoffs, Gewinn des Stanley Cups (hier sei angeführt, dass auch die Stanley Cup Feier wohl die bislang beste in der Geschichte der NHL-Serie, vielleicht sogar aller Sport-Games ist), oder auch den Gewinn von Post Season Awards.
----------Sound-----------
Die klare Schwachstelle des heurigen Ablegers ist die musikalische Untermalung und der Kommentar. Der Soundtrack besteht nur aus ein paar Tracks und diese sind sehr schnell abgedroschen, leider gibt es in NHL immer noch nicht die Option, mp3s auszuwählen, weshalb man wieder mit dem EA-eigenen ditty-importer herumspielen muss, um andere Songs in das Spiel zu bekommen. Das Problem beim Kommentar sind weniger die Kommentatoren, Jim Hughson, Kommentator bei einem US-Sender, und Craig Simpsons, ehemaliger Spieler und Analytiker bei einem US-Sender, sondern eher das Scripting für die Kommentare, denn die Kommentare werden teilweise völlig deplatziert zugespielt - und das zumindest ein- bis zweimal pro Spiel. Bei einem sonst derart hochkarätigen Spiel ein klares Minus. Die Soundeffekte sind sonst sehr gut, wie man es von EA Sports gewohnt ist.
-----------Fazit-----------
NHL 2004 ist eindeutig die beste Widerspiegelung der NHL in einem Game. EA scheint mit dem letzten Ableger doch tatsächlich mal auf die alteingesessenen Fans der Serie gehört zu haben und hat sich deutlich in Richtung Simulation bewegt. Wer ein *richtiger* Hockey Fan ist und die letzten Ausgaben der EA-Serie als unverzeihliche Fehler einstuft, der sollte dieses Jahr unbedingt wieder zugreifen!
Es ist zwar schon seit Jahren sehr einfach, ein NHL-Spiel zu wählen wenn man PCler ist, da man ja eigentlich nur den Ableger von EA Sports zur Auswahl hat, allerdings sollten sich auch die Konsoleros dieses Jahr wieder von Sega NHL2k4 in Richtung EA wagen, da die diesjährige Version einiges an Innovationen mit sich bringt und vor allem an Realismus mächtig zugelegt hat. Insgesamt ist es wohl die beste und vor allem herausforderndste Auflage, die EA Sports bislang hervorgebracht hat.
-----------Gameplay----------
Betrachtet man das Gameplay von NHL 2004 so wird man sofort feststellen, dass EA Sports heuer eine schon fast 180-Grad-Drehung in Richtung Simulation durchgeführt hat. Vorbei sind die Zeiten des unrealistisch schnellen Hockey und der millimetergenau ankommenden Pässe. Das Entwicklerteam EA Black Box hat tatsächlich ein Spiel geschaffen, das schon sehr nahe an die heutige NHL herankommt. Um den Puck nun ins Netz zu befördern, muss man Voraussicht haben, das Gamepad sehr gut zu nutzen wissen, an den Banden und auch im Slot ordentlich arbeiten. Hooking und dergleichen sind allgegenwärtig. Ob man es mag oder nicht, aber das ist der Stand in der NHL heutzutage und die Tage der *flying bodies*, als Bodycheck auf Bodycheck folgte, scheinen ebenso gezählt. Auch die Goalies wirken viel realistischer als bisher gesehen, abhängig von dem gewählten Schwierigkeitsgrad geben sie unterschiedlich viele Rebounds ab, machen einen Super-Save, aber irgendwie dümpelt der Puck dann doch über die Linie, oder sie kassieren auch schon mal ein *Ei*.
Alles in allem ist das Spiel durch die Gameplayänderungen auch um einiges schwieriger geworden. Obwohl der einfachste Schwierigkeitsgrad nach wie vor auch Anfängern die Möglichkeit gibt, die KI zu besiegen, wird man auf den höheren Schwierigkeitsgraden sein blaues Wunder erleben. Um hier zu gewinnen, muss man schon sämtliche Button-Kombinationen beherrschen, um komplexe Täuschmanöver durchzuführen, sich in einen gegnerischen Schuss hineinzuwerfen, oder die verschiedenen Pässe und Schüsse durchzuführen. Zudem ist in NHL 2004 das richtiges Stellungsspiel eines der wichtigsten Komponenten und bis man dies beherrscht, wird man zahlreiche schmerzvolle Niederlagen hinnehmen müssen.
Bei all den wunderbaren Neuerungen gibt es auch dieses Jahr einen fetten Tadel. Die Software scheint so ziemlich alles dafür zu tun, ein enges Finish zu provozieren, besonders wenn es gegen Teams mit einigen Spielern mit hohen *Hero*-Ratings, wie Detroit oder Colorado, geht. Da fallen dann schon in den letzten zwei Minuten vier Tore, um noch ein Unentschieden zu gewährleisten. Natürlich findet der Betrug auf der anderen Seite statt, wenn die eigenen Top Scorer dann plötzlich nur mehr den Pfosten treffen. Glücklicherweise treten diese Comebacks nicht ganz so häufig auf und sollen wohl auch realistisch wirken ... dass diese Comebacks aber mehr oder weniger nur bei einigen Teams vorkommen, scheint nicht ganz so realistisch ...
----------Grafik----------
Die Grafikengine ist gegenüber dem Vorjahr kaum überarbeitet worden, was aber auch nicht nötig war, da diese nach wie vor einfach top aussieht. Der größte Unterschied im Gameplay ist wohl off-the-ice zu bestaunen, da das Publikum heuer erstmals komplett in 3D dargestellt wird. Auch wenn es nur 10 Models sein mögen, die auf das ganze Stadion aufgeteilt wurden, bleibt der Eindruck dennoch hervorragend. Es wirkt schon sehr beeindruckend, wenn man ins Publikum blickt und die Männchen in den Heim- oder Auswärtstrikots (und teilweise auch den nicht mehr benutzten, alten Trikots) sitzen und bei einem Tor hochspringen. Zudem sind die Verbesserungen heuer anders angesetzt worden, als in den letzten Jahren, als EA z.B.: Gesichtsausdrücke in die Grafikengine programmierte, die ohnehin niemand bemerkt hat. Dieses Jahr wurden die generellen Bewegungsanimationen überarbeitet und das Ergebnis ist faszinierend. Für jede Situation gibt es zahlreiche unterschiedliche Animationen, die allesamt ungemein realistisch wirken.
----------Umfang----------
Neben den 30 NHL-Teams wurden auch Teams aus der DEL, als auch der finnischen und schwedischen Liga ins Spiel aufgenommen, zusätzlich gibt es dann noch einige All-Star-Teams, wodurch insgesamt rund 100 Teams im Spiel sind.
Die größte Neuerung ist wohl der *Dynasty*-Modus, ein Modus, der sich über maximal 20 NHL-Saisonen erstreckt. Und dieses Jahr hast Du nicht nur die Kontrolle über Trades oder die aktuelle Aufstellung, nein, heuer müssen auch finanzielle Aspekte berücksichtigt, Coaches eingestellt und passende Anlagen beschafft werden. Dazu gehören Gehaltsverhandlungen, oder auch die richtige Höhe der Ticketpreise. Zudem kann man dieses Jahr die Spieler an spielfreien Tagen ins Training schicken und hat auch einen Minor-League-Roster (der sich aber leider nicht verbessert). Je nachdem, wie sich das eigene Team schlägt, erhält man *Upgrade-Points*, die dann eben für Coaches, Ärzte, Scouts, Trainingsanlagen etc. investiert werden können. Diese *Upgrade-Points* erhält man z.B.: für Siege, einen erwirtschafteten Gewinn, Erreichen der Playoffs, Gewinn des Stanley Cups (hier sei angeführt, dass auch die Stanley Cup Feier wohl die bislang beste in der Geschichte der NHL-Serie, vielleicht sogar aller Sport-Games ist), oder auch den Gewinn von Post Season Awards.
----------Sound-----------
Die klare Schwachstelle des heurigen Ablegers ist die musikalische Untermalung und der Kommentar. Der Soundtrack besteht nur aus ein paar Tracks und diese sind sehr schnell abgedroschen, leider gibt es in NHL immer noch nicht die Option, mp3s auszuwählen, weshalb man wieder mit dem EA-eigenen ditty-importer herumspielen muss, um andere Songs in das Spiel zu bekommen. Das Problem beim Kommentar sind weniger die Kommentatoren, Jim Hughson, Kommentator bei einem US-Sender, und Craig Simpsons, ehemaliger Spieler und Analytiker bei einem US-Sender, sondern eher das Scripting für die Kommentare, denn die Kommentare werden teilweise völlig deplatziert zugespielt - und das zumindest ein- bis zweimal pro Spiel. Bei einem sonst derart hochkarätigen Spiel ein klares Minus. Die Soundeffekte sind sonst sehr gut, wie man es von EA Sports gewohnt ist.
-----------Fazit-----------
NHL 2004 ist eindeutig die beste Widerspiegelung der NHL in einem Game. EA scheint mit dem letzten Ableger doch tatsächlich mal auf die alteingesessenen Fans der Serie gehört zu haben und hat sich deutlich in Richtung Simulation bewegt. Wer ein *richtiger* Hockey Fan ist und die letzten Ausgaben der EA-Serie als unverzeihliche Fehler einstuft, der sollte dieses Jahr unbedingt wieder zugreifen!
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