Splinter Cell: Chaos Theory (Adventure PC Spiel) Testbericht

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ab 7,36
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008

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Erfahrungsbericht von Magickatrin

Sam Fisher ist zurück

Pro:

geniale Grafik, tolle Soundkulisse, spannende Missionen, unterhaltsamer Mehrspieler - Modus

Kontra:

Schwierigkeiten beim Online spielen, linearer Spielverlauf

Empfehlung:

Ja

Vor rund 2 Jahren erschien das Spiel Splinter Cell. Ich war damals total fasziniert von diesem Spiel, die Grafik mit ihren genialen Licht- bzw. Schatteneffekten sah einfach umwerfend aus, das Spielsprinzip und die Hindergrundgeschichte waren total spannend und auch sonst hat für meinen Geschmack einfach alles gestimmt bei diesem Spiel. Ein Jahr später erschien der direkte Nachfolger mit dem Titel Splinter Cell: Pandora Tomorrow. Und auch dieses Spiel habe ich mit Begeisterung gespielt und es gab sogar einen zusätzlichen Multiplayer-Modus, der mal richtig innovativ und unterhaltsam war. Und natürlich habe mich unglaublich gefreut als eine weitere Fortsetzung angekündigt wurde. Vor kurzem war es endlich soweit und Splinter Cell: Chaos Theory wurde veröffentlicht. Und ich habe mir das Spiel dann auch sofort zum Preis von 44,- Euro bei Amazon gekauft. Im folgenden gibt es nun meine persönliche Meinung zu diesen Spiel.

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Systemvoraussetzungen minimal (empfohlen):
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Windows 2000/XP
CPU mit 1400 MHZ (CPU mit 2200 Mhz)
256 MB RAM (512 MB RAM)
64 MB DirectX 9.0-kompatible Grafikkarte (128 MB DirectX 9 kompatible Grafikkarte)
DirectX 9.0-kompatible Soundkarte (Dolby Digital 5.1 und EAX 3.0 kompatible Soundkarte)
4 GB freier Festplattenspeicher
4xDVD-Laufwerk
DirectX 9.0c (auf DVD enthalten)
Internetanschluss für Onlinemodus

Der PC mit dem ich gespielt habe verfügt über Windows XP, Athlon 64 3000+, 1024 MB RAM, Geforce 6800 GT und Audigy 2 ZS. Damit läuft das Spiel auch auf höchster Detailstufe flüssig.

Sehr begrüßt habe ich die Veröffentlichung auf DVD, somit entfällt der lästige Wechsel von 3 oder 4 CD`s bei der Installation und DVD statt CD-ROM stellt heutzutage sicher für keinen Spieler mehr eine Hürde dar.

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Story:
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Sam Fishers 3.Einsatz beginnt an der Küste von Peru. Er soll einen Mann namens Morgenholt ausfindig machen und falls es möglich ist ihn befreien. Der Computerexperte wurde von Guerillas entführt und verfügt über Informationen, die keinesfalls in die falschen Hände geraten dürfen. Unglücklicherweise kommt die Rettung für Morgenholt zu spät, als Sam ihn findet ist er bereits tot.

Hindergrund der ganzen Geschichte ist das ein unbekannter Feind versucht die Welt ins Chaos zu stürzen und einen Krieg zu provozieren.

Die Story ist prinzipiell spannend, allerdings haben mir diesbezüglich die beiden Vorgänger trotzdem besser gefallen. Chaos Theory wartet mit einer spektakulären Vorschwörungsgeschichte auf, in dessen Verlauf es schließlich für Sam Fisher gilt den 3.Weltkrieg zu verhindern. Allerdings ist die ganze Sache viel zu undurchsichtig und es dauert ganz einfach zu lang bis man als Spieler so richtig erfährt was eigentlich Sache ist. Und während man bei den vorhergehenden Splinter Cell Spielen die Story durchaus glaubwürdig finden konnte trifft das bei Chaos Theory leider nicht zu.


Sehr gut hat mir hingegen gefallen das man über Sam Fisher und andere Charaktere im Spiel endlich mal ein paar kleinere Details erfahren hat.

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Grafik:
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Bereits die beiden Vorgänger konnten mit einer tollen Grafik aufwarten, wobei hauptsächlich geniale Licht- bzw. Schatteneffekte beeindruckten. In Chaos Theory wirken Licht und Schatten noch ansehnlicher und auch die Texturen sind gestochen scharf, die Charaktere sehen ebenfalls sehr detailliert aus. Hinzu kommen phantastische Effekte, wie etwa Wände auf denen die Feuchtigkeit glänzt, Steine die zum Anfassen real erscheinen dank der Tiefenstruktur oder Pfützen in denen sich die Umgebung spiegelt.

Um allerdings in den Genuss sämtlicher Details zu kommen ist eine Grafikkarte Vorraussetzung die Shader 3.0 unterstützt, was momentan nur Geforce 6 Grafikkarten beherrschen. Wer eine ATI- oder eine ältere Geforce Karte besitzt, der muss leider auf manche Effekte verzichten. Trotzdem sieht Splinter Cell - Chaos Theory selbst dann nach phantastisch aus, denn Effekte wie beispielsweise regennasse, glänzende Steine können auch ohne Shader 3.0 dargestellt werden. Außerdem beansprucht die Auswahl von Shader 3.0 enorm viel Leistung, eine Geforce 6600 Grafikkarte, die theoretisch dazu in der Lage wäre sämtliche Effekte darzustellen, dürfe leistungsmäßig kaum ausreichend sein um echten Spielspaß aufkommen zu lassen. Selbst mit meiner Geforce 6800 GT kam es stellenweise zu argen Problemen, was allerdings auch ein Bug im Spiel sein könnte. Ohne ersichtlichen Grund, also kein hohes Gegnerauskommen, aufwendige Explosionen oder ähnliches, lief das Spiel ab einer bestimmten Stelle plötzlich im Zeitlupentempo. Nachdem ich Shader 1.1 statt Shader 3.0 in den Grafikoptionen ausgewählt hatte war wieder normales spielen möglich. Später konnte ich allerdings erneut Shader 3.0 einstellen und auch problemlos mit allen Details weiterspielen.

Nicht unerwähnt bleiben sollten natürlich auch die Zwischensequenzen des Spiels, die wirklich toll gemacht sind und den Fortgang der Story erzählen.

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Sound:
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Neben genialer Optik kann Chaos Theory auch mit realistisch klingenden Sound überzeugen. Besonders die EAX - Effekte sind beeindruckend. Und gerät Sam Fisher mal in einen wilden Schusswechsel, dann wähnt man sich tatsächlich mitten im Geschehen so real erscheint die Geräuschkulisse. Ein 5.1 System sowie eine sprechende Soundkarte sind bei diesem Spiel eigentlich Pflicht, sonst geht ein Teil der gelungen Atmosphäre mit dem "mittendrin Gefühl" verloren.

In jeder Hinsicht gelungen ist auch die Sprachausgabe. Wobei diese sowohl in Englisch als auch in Deutsch nahezu perfekt ist. Sam Fisher beispielsweise wird von Schauspieler Michael Ironsidee (englisch) bzw. Martin Kessler, der deutschen Synchronstimme von Nicolas Cage gesprochen. Auch die weiteren Hauptfiguren im Spiel haben überzeugende Sprecher.

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Steuerung:
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Wer bereits die Vorgänger gespielt hat, der wird sich bei der Steuerung auf Anhieb zurechtfinden, denn im Grunde hat sich hier kaum etwas geändert. Sam hat ein paar neue Aktionen dazugelernt, andere wurden wegrationalisiert und sein Inventar wurde ebenfalls leicht überarbeitet. Aber nach wie vor funktioniert die Steuerung noch immer nach dem altbekannten Prinzip: Sam wird mit Maus und Tastatur in Verfolgerperspektive durch die Spielwelt gelenkt, was in der Praxis ganz hervorragend klappt.

Eine 3D Karte, die jederzeit eingeblendet werden kann, soll die Orientierung im Spiel erleichtern. Hier sind Missionsziele sowie die eigene Position markiert. Als wirkliche Hilfe um sich zurechtzufinden erfüllt die Karte leider nicht ganz ihren Zweck, allerdings braucht man auch nicht wirklich eine Karte um zu wissen was als nächstes zutun ist.

Für Neulinge ist sicherlich etwas Einarbeitszeit notwendig, da es zahlreiche Aktionen gibt, die Hauptakteur Fisher beherrscht. Wirkliche Probleme dürften allerdings selbst Anfänger nicht haben, denn die Entwickler haben sich im nunmehr 3. Splinter Cell etwas nettes ausgedacht: Ausbildungsvideos. Hier erklärt Sam Fisher höchstpersönlich das Ausführen sämtlicher Moves, das sinnvolle Einsetzen seiner Ausrüstungsgegenstände und er gibt nützliche Tipps für die unterschiedlichsten Situationen. Ein Tutorial wie man es aus Splinter Cell 1 oder 2 kennt gibt es diesmal nicht. Dank der Videoerklärung ist das allerdings auch nicht notwendig denke ich. Die Idee mit den Ausbildungsvideos hat mir in jedem Fall sehr gut gefallen.

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Spielspass:
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Wenn man mit Begeisterung die beiden Vorgänger gespielt hat, dann hat man natürlich auch gewisse Erwartungen an dieses Spiel. So hat mich an Splinter Cell schon immer das Spielsprinzip fasziniert - schleichen und Gegner umgehen bzw. unauffällig ausschalten und dabei die Umgebung zum Vorteil nutzen, im Schutz der Dunkelheit ungesehen an Wachen vorbeihuschen, Kameras und Lichtquellen ausschalten und die enorme Spannung in gewissen Momenten wenn Sam in einer Ecke kauert und die Gefahr besteht entdeckt zu werden. Action mit durchschlagskräftigen Waffen stand nie im Vordergrund, da eine direkte Konfrontation mit einer zahlenmäßig haushoch überlegenen Gegnerschar normalerweise das schnelle virtuelle Ableben bedeutete.

Im Grunde hat sich am Spielprinzip auch in Chaos Theory nichts geändert, noch immer schleicht Sam vornehmlich durch schattige Umgebungen. Aber Unauffälligkeit ist nicht mehr ganz so zwingend erforderlich, Sam kann sich nun auch öfters auf offene Schusswechsel einlassen ohne sofort das Zeitliche zu segnen und das Alarmauslösen bedeutet längst nicht mehr das die Mission gescheitert ist. Damit ist das Spiel sicher auch für Anfänger leichter zu schaffen, denn so einfach war es nie zuvor Missionen in Splinter Cell erfolgreich zu absolvieren. Allerdings gilt das nur für den Schwierigkeitsgrad "normal", auf höherer Stufe hat Sam mit solch einer direkten Vorgehensweise nicht den Hauch einer Chance. Die altbekannte und typische Splinter Cell - Atmosphäre kommt eigentlich erst auf dem Schwierigkeitsgrad "Experte" auf. Insgesamt stehen übrigens 3 unterschiedliche Schwierigkeitsgrade zur Auswahl. Das Abspeichern ist, unabhängig vom gewählten Schwierigkeitsgrad, jederzeit möglich. So gibt es auch niemals Frustmomente.

Zu Spielbeginn ist man erst mal total fasziniert von der Grafik. Sam`s neuester Einsatz beginnt nachts, an einer Küste in Peru. Die mächtigen Felsbrocken vor ihm sehen beeindruckend aus, regennass und glänzend erscheinen sie im halbdunkel. Durch eine Höhle arbeitet er sich weiter vor und trifft dort auf 2 Gegner. Trotz der Gefahr entdeckt zu werden musste ich den guten alten Sam erst mal ruhig in der Ecke stehen lassen und erneut die Grafik bestaunen. Wobei ich anmerken muss, das solche Momente im weiteren Spielverlauf immer wieder aufkommen. Die Handlungsschauplätze sind sehr abwechslungsreich, aber ganz gleich wo das Spielgeschehen stattfindet, überall ist die Optik vom Feinsten. Inzwischen kann die Grafikqualität eines Spiels sicher nicht mehr ganz so schnell begeistern, denn Far Cry, Doom 3 oder HL 2 haben da im vergangen Jahr einfach vollkommen neue Maßstäbe gesetzt. Aber Splinter Cell: Chaos Theory schafft es trotzdem und das will schon etwas heißen. Schade ist nur das es keine echten Außenlevel gibt, so wie im direkten Vorgänger Splinter Cell - Pandora Tomorrow. Gelegentlich arbeitet Topagent Fisher zwar auch mal an der frischen Luft, allerdings sind das stets nur ganz kurze Ausflüge, etwa durch einen japanischen Garten oder über Zäune und Häuserdächer, um ans Missionsziel zu gelangen. Als kleinen Kritikpunkt muss man jedoch dem Spiel ankreiden, das stellenweise zu sehr versucht wird mit der genialen Optik zu protzen, ich denke da ganz speziell an die Glanzeffekte. So gebannt wie ich anfangs auch die glänzenden Materialien voller Faszination angestarrt habe - manchmal sind sie eher unpassend und unrealistisch. So sieht es noch absolut Top aus, wenn Sam`s schwarzer Anzug platschnass ist und das Ganze einen realistischen Glanz hat. Glanz auf der Haut sämtlicher Charaktere wirkt hingegen nicht sehr real.

Immer wieder eine Freude ist es den Dialogen im Spiel zu lauschen. Zum Beispiel wenn Sam mal wieder einen Gegner überwältigt hat und mit ihm ein Frage-Antwort-Spiel veranstaltet, um an wichtige Informationen zu gelangen. Er hat nämlich eine ganz spezielle Art solche Unterhaltungen zu führen, mit seinem makaberen Sinn für schwarzen Humor schüchtert er jeden Gegner ein - als Spieler ist es einfach nur eine unglaubliche Freude derartigen Unterhaltungen zu lauschen. Spaß macht es aber auch Wachen zu belauschen, die sich über die verschiedensten Dinge unterhalten, manchmal sogar poetisch werden und Gedichte rezitieren.

Spielerisch gibt es kleinere Neuerungen gegenüber den beiden Vorgängern. So kann Sam nicht mehr einen verdeckten Schuss abfeuern, während er an eine Wand gelehnt um die Ecke spät. Dafür kann er nun seine Waffe von einer Schulter zur nächsten wechseln, was in manchen Situationen durchaus vorteilhaft ist. Außerdem hat er bewegungstechnisch wieder etwas dazugelernt, neuerdings kann er kopfüber an einem Rohr hängen und Feinde die unter ihm laufen im passenden Moment überwältigen. Neben der schon bekannten Anzeige für die Sichtbarkeit gibt es nun auch eine Anzeige für den Geräuschpegel. Hier kann man sehen will laut Umgebungsgeräusche sind und wie laut oder leise sich Sam bewegt. Um nicht entdeckt zu werden muss man natürlich immer darauf achten.

Wichtigste Neuerung ist aber das Messer, welches sich jetzt in Sam`s Inventar befindet. Es ist eine sehr effektive Nahkampfwaffe, aber auch ein überaus praktisches Werkzeug, um beispielsweise Zeltplanen durchzuschneiden. Und generell hat Sam nun viel bessere Chancen wenn ein Gegner plötzlich vor ihm steht, denn abgesehen vom Messer kann er sich nun auch gut im Nahkampf ganz ohne Waffengewalt verteidigen, mitunter auf recht gemeine Weise. So kann er Gegner außer Gefecht setzten indem er eine Tür aufstößt.

-KI-

Gut funktioniert hat die künstliche Intelligenz bei Splinter Cell meiner Meinung nach schon immer, doch in Chaos Theory haben die Gegner einiges dazugelernt, wobei ihr Verhalten sehr vom gewählten Schwierigkeitsgrad abhängt. Sie sehen und hören prinzipiell sehr gut und jede Auffälligkeit die sie wahrnehmen hat Einfluss auf ihr Verhalten. Eine offengelassene Tür reicht auf dem Schwierigkeitsgrad "Experte" aus um Gegner ausgiebig nach einem vermeintlichen Eindringling suchen zu lassen, glauben sie etwas gesehen oder gehört zu haben geraten sind sie schon fast in Alarmbereitschaft und suchen sehr intensiv mit Fackeln oder Taschenlampen in dunklen Ecken und wenn sie Sam tatsächlich entdeckt haben wird augenblicklich Alarm ausgelöst und sofort das Feuer eröffnet, wobei ihre Treffsichersicht bemerkenswert ist - ein Schuss aus unmittelbarer Nähe ist für Sam nicht selten tödlich. Mitunter wirkt die Besorgnis einiger Gegner allerdings etwas lächerlich, zum Beispiel die Panik die zuweilen ausbricht nur weil eine Tür offen steht oder ängstlich gerufene Bemerkungen wie :"Bitte mach das da nichts ist." Beindruckt hat mich die Tatsache, das Gegner nun auf Schatten oder Spiegelungen der Umgebung reagieren. Mit dieser Tatsache wurde ich gleich zu Spielbeginn überrascht. Ich versuchte mich langsam an einen Wachmann heranzuschleichen der bei Kerzenschein in einer Ecke an seinem Schreibtisch saß, plötzlich konnte ich an der Wand meinen eigen Schatten sehen, leider bemerkte es der Wachmann in diesem Augenblick ebenso.

-Sam`s athletische Fähigkeiten-

Ein echtes Highlight im Spiel sind Fishers Bewegungsmöglichkeiten, die Animationen sehen unglaublich real aus, keine andere Spielfigur hat sich jemals eleganter und realistischer durch ein Computerspiel bewegt als NSA-Agent Sam Fisher. Er kann beispielsweise an Rohren Entlanghangeln, kopfüber daran hängen um einen ahnungslosen Gegner im richtigen Moment zu ergreifen, zwischen 2 eng beieinanderliegenden Wänden einen sehenswerten Spagat vollführen, etwa um einen Feind aufzulauern und per Sprungangriff K.O. zu schlagen oder aus dem Lauf eine elegante Vorwärtsrolle machen. Um sich besser vor gegnerischen Blicken zu schützen schleicht er außerdem mit dem Rücken zur Wand und kann auch um Ecken spähen.

-Waffen und sonstige Ausrüstung-

Durch das Opiat (eine Art PDA in kompakter Form, das am Handgelenk getragen wird) steht Sam in ständiger Verbindung mit dem Hauptquartier. Er kann so jederzeit Einsatzziele, Übersichtskarte oder Notizen einsehen. Außerdem dient es als Sichtgerät um Bilder darzustellen, beispielsweise von Haftkameras. Auch verfügt er über 3 verschiedene Sichtgeräte. Das Nachtsichtgerät ermöglicht es Sam auch im Dunklen den vollen Durchblick zu behalten. Und eventuell vorhandene Infrarotkameras zu orten. Mit Hilfe des Wärmebildgerätes können Hitzequellen aufgespürt werden. Und schließlich wäre da noch das EEV, das eine elektrisch verstärkte Sicht ermöglicht. Dieses Gerät verfügt zudem über eine Zoomfunktion und es lassen sich Objekte aufspüren. Praktisch ist auch der Fernzugriff auf Computersysteme.

Ein unverzichtbarer Ausrüstungsgegenstand ist die Flexible Optik. Sie wird unter Türen geschoben und gibt Auskunft was sich im entsprechenden Raum befindet. Ebenfalls zu Aufklärungszwecken dient die Haftkamera. Neben Wärmebild- und Nachtsichtfunktion können mit ihr außerdem Geräusche erzeugt werden um Gegner anzulocken und es kann Gas freigesetzt werden das diese dann sofort in tiefe Bewustlosigkeit fallen lässt. So zumindest ist die Theory, in der Praxis funktioniert das leider nicht immer so wie es sein sollte.

Um keine Aufmerksamkeit zu erregen ist lautloses Vorgehen Pflicht. Nicht immer ist es jedoch möglich Gegner geschickt zu umgehen. Doch auch hierfür hat Sam die passende Ausrüstung im Gepäck. So dient der Haftschocker dazu Stromstöße auf Gegner abzugeben, was diese prompt außer Gefecht setzt. Den gleichen Zweck erfüllen die Ringflächengeschosse.

Sollte der Waffeneinsatz notwendig sein, dann kann Sam auf eine schallgedämpfte Pistole zurückgreifen, die obendrein im sekundären Modus dazu in der Lage ist elektronische Geräte oder Lampen kurzzeitig abzuschalten.

Eine ganz besondere Waffe stellt das SC-20K-Gewehr dar. Hierbei handelt es sich um eine Waffe, die über verschiedene Module verfügt und sowohl als Nahkampfwaffe (Schrotmodul) als auch im Scharfschützenmodus sehr effizient ist. Außerdem können mit ihr Haftkameras, Haftschocker, Ringflächengeschosse oder Gasgranaten verschossen werden.

Ansonsten stehen Sam noch verschiedene Granaten, Haftminen sowie ein Messer zur Verfügung.

Etwas Schade ist allerdings das viele Ausrüstungsgegenstände nicht wirklich vonnöten sind um das Missionsziel zu erreichen. Und es ist auch nicht ganz einfach eine Granate präzise zu werfen, besonders nicht aus der Deckung heraus. Aber als Top-Agent setzt Sam Fisher natürlich ohnehin lieber aus lautloses Vorgehen und daher kommt man als Spieler auch selten in die Verlegenheit Granaten zu werfen, die ja ohnehin jede Menge Aufmerksamkeit erregen.

-Missionen-

Insgesamt gibt es 11 Missionen zu bewältigen, die Sam unter anderem an die Küste Perus, eine Bank in Panama, einen Gebäudekomplex in New York, ein japanisches Badehaus oder auf ein Schiff führen. Die Missionen beginnen immer mit einer Art Besprechung, bei der die Missionsziele erläutert werden und es gibt Hinweise in Bezug auf die anstehenden Aufgaben. Nach der Einsatzbesprechung wird die Ausrüstung gewählt, die an die bevorzugte Vorgehensweise des Spielers angepasst ist. In der Regel gibt es 3 unterschiedliche Varianten aus denen man wählen kann.

Die Aufgaben sind sehr abwechslungsreich, das Vorgehen ist allerdings oftmals gleich, Gegner werden geschickt umgangen oder lautlos ausgeschaltet, Kameras und Lichtquellen kurzzeitig deaktiviert, Schlösser mit einem Dietrich geöffnet und Sicherheitssysteme gehackt. Gelegentlich können sich ursprüngliche Missionsziele ändern. Zusätzlich zu den Primären Missionszielen gibt es Sekundäre- und Bonusaufgaben. Der Unterschied hierbei ist das Sekundäre Aufgaben in der nächsten Mission erneut auftauchen und dann erfüllt werden müssen, Bonusaufgaben hingegen haben lediglich Einfluss auf die Gesamtwertung (so jedenfalls meine Vermutung, denn konkrete Hinweise darauf gibt es im Spiel nicht), die nach jeder Mission angezeigt wird. Um 100% zu erhalten reicht es allerdings nicht aus sämtliche Missionsziele einschließlich Bonus- und Sekundäraufgaben zu erfüllen, sondern die Vorgehensweise des Spielers trägt maßgeblichen Anteil daran. So fließt bei der Auswertung der Statistik unter anderem mit ein wie oft Alarm auslöst wurde oder wie viele Feinde getötet oder bewusstlos geschlagen wurden. Ehrlich gesagt ist es mir in keiner Mission gelungen tatsächlich 100% zu erreichen, meine beste Wertung lag bei 98%, aber eine gewisse Herauforderung ist es schon.

Obwohl die Missionen im Prinzip immer auf ähnliche Art und Weise gelöst werden kommt niemals Langeweile auf. Eine Mission hat mir dabei ganz besonders gut gefallen dabei. Und zwar soll Sam dabei in eine Bank in Panama einbrechen um an wichtige Informationen zu gelangen. Um es wie einen gewöhnlichen Bankeinruch aussehen zu lassen lässt er abschließend noch ein paar Kleinigkeiten mitgehen und legt mithilfe gefälschter eMails eine falsche Fährte, um den Verdacht auf Insider zu lenken.

-Kritikpunkte-

Im Vorfeld war von den Entwicklern immer wieder zu hören das Chaos Theory einen Nichtlinearen Spielverlauf haben soll. Leider hat sich aber schnell rausgestellt das dieses Nichtlineare lediglich bedeutet es gibt mehrer Wege um ans Ziel zu gelangen. Letztendlich geht es aber dennoch exakt von Punkt A nach Punkt B.

Regelrecht ärgerlich ist das es Dinge gibt, die nicht so funktionieren wie es eigentlich sollte. Theoretisch kann man einen Gegenstand werfen um Gegner abzulenken, die sollten dann planmäßig in die Richtung laufen in die der Gegenstand geworfen wurde. In der Praxis sieht es dann leider so aus das die Ablenkungsaktion voll daneben geht und die Gegner unvermittelt das Feuer eröffnen und auf Sam zustürmen. Auch die Zusatzfunktionen der Haftkamera haben nicht Wirkung, die sie eigentlich haben sollten. Bei den beiden Vorgängern hat das allerdings noch tadellos funktioniert, also wird es wohl ein Bug im Spiel sein.

-Altersfreigabe-

Die USK 16 geht bei diesen Spiel vollkommen in Ordnung, denn eine übertriebene Gewaltdarstellung gibt es nicht.

-sonstiges-

Während Splinter Cell und Splinter Cell: Pandora Tomorrow noch in einer schicken Verpackung steckten, bekommt man das neue Splinter Cell: Chaos Theory lediglich in einer gewöhnlichen DVD-Hülle . Auch das Handbuch ist weniger informativ im Vergleich zu den Vorgängern. So gibt es keine Steckbriefe mehr zu den Hauptcharakteren und auch sonst ist alles rund um den Einzelspieler-Modus sehr knapp bemessen. Dafür ist der Koop- und Versus-Modus recht ausführlich dokumentiert.

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Multiplayer:
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Der Multiplayer-Modus kann Online oder im LAN gespielt werden, wobei maximal 4 Spieler gleichzeitig teilnehmen können (Versus-Modus).

Kooperativ:

Hier bestreiten 2 Spieler gemeinsam eine Mission. Neben den Moves, die Sam Fisher in der Solo-Kampagne beherrscht, verfügen die Spione im Koop-Modus über zusätzliche Bewegungsaktionen. Der Levelaufbau ist so gestaltet, das es bestimmte Stellen gibt, die nur in Teamarbeit gemeistert werden können. Eine Anzeige auf dem Bildschirm gibt jeweils Auskunft darüber wann eine entsprechende Aktion ausgeführt werden kann.

Die Steuerung ist etwas gewöhnungsbedürftig, funktioniert aber in der Praxis mit entsprechender Übung gut. Spaß macht der Koop-Modus ganz sicher, leider ist das Vergnügen aber sehr kurz, denn es gibt nur 4 Missionen sowie ein Tutorial zum Üben.

Große Ähnlichkeiten mit den Missionen aus dem Einzelspieler-Modus sind unverkennbar, was aber nicht wirklich störend ist oder den Spielspaß trübt. Eine abschließende Bewertung gibt es ebenfalls, also ist es auch hier angebracht möglichst unauffällig vorzugehen. Für das Auslösen des Alarms oder das Töten von Gegnern gibt es kräftig Punktabzug.

Versus:

Der schon aus dem Vorgänger bekannte Versus-Mosus ist in Chaos Theory ebenfalls enthalten, mit sinnvollen kleinen Änderungen sowie einem zusätzlichen Deathmatch-Modus.

Der besondere Reiz des Spiels liegt an den vollkommen unterschiedlichen Parteien. Während die Spione so beweglich sind wie Sam Fisher und auch aus der Verfolgerperspektive gesteuert werden, agieren die Söldner in der Ego-Perspektive und verfügen über keine speziellen Moves. Somit sind die Spione in diesem Punkt klar im Vorteil. Aber um ein faires, ausgewogenes Kräfteverhältnis zu haben, sind die Söldner waffentechnisch den Spionen weit überlegen. So verfügen Spione lediglich über eine nichttödliche Waffe, mit der Gegner vorübergehend bewegungsunfähig gemacht werden können. Außerdem sind sie im Besitz von Nachtsicht- und Wärmebildgerät, Fernglas, Peilsender, Haftkamera, Lautemitter, Blend- und Rauchgranaten, Thermo-Optischen-Anzug sowie Herzschlagsensor. Die Söldner haben die Wahl aus 3 unterschiedlichen Waffen: Schrotgewehr, Maschinenpistole und Sturmgewehr. Außerdem verfügen sie über Taschenlampe, Laserzielsystem, Bewegungssensor- und EMF- Sichtgerät, Magnesiumfackeln, Granaten, Minen oder Gasmaske. Das Spielprinzip geht jedenfalls voll auf und ist unglaublich unterhaltsam. Während die Spione versuchen Festplatten zu stehlen, Terminals zu neutralisieren oder Bomben zu legen, ist es Aufgabe der Söldner genau das zu verhindern.

Was die Grafik betrifft, so ist die im Multiplayer-Modus nicht ganz so perfekt wie in den Solo-Missionen. Aber gut ist die Optik in jeden Fall und die Karten sind auch sehr abwechslungsreich gestaltet. Vorteilhaft ist es wenn man über ein Headset verfügt, um sich mit seinen Mitspielern besser verständigen zu können.

Leider funktioniert im Moment das Onlinespielen noch nicht 100%, ich denke hier gibt es noch einiges nachzubessern. Aber bei Pandora Tomorrow lief anfangs auch nicht alles immer vollkommen zufriedenstellend, aber Fehler wurden dann nach und nach beseitigt, so bin ich eigentlich recht optimistisch das es bei Chaos Theory auch so sein wird.

Ich kann mich ja eigentlich selten für den Multyplayer-Part eines Spiels begeistern, was wohl hauptsächlich daran liegt das die Spielmodi alle irgendwie gleich erscheinen. Aber bei Splinter Cell - Chaos Theory ist das vollkommen anders, schon der Vorgänger Pandora Tomorrow hat mich damals absolut fasziniert, ganz einfach weil es total spannend ist 2 so unterschiedliche Parteien gegeneinander antreten zu lassen. Inzwischen erscheint das Spielprinzip nicht mehr ganz so innovativ, aber der Spielspaß ist noch immer unglaublich hoch.

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Fazit:
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Die Grafik ist einfach unglaublich gut, man benötigt jedoch auch eine entsprechend leistungsfähige Grafikkarte um in den Genuss sämtlicher Details zu kommen. Die Soundkulisse ist ebenfalls in jeder Hinsicht überzeugend. Und das Splinter Cell typische Spielprinzip ist noch immer spannend, vorausgesetzt man wählt den höheren Schwierigkeitsgrad. Sehr gelungen ist auch der Multiplayer-Modus, der für zusätzliche Unterhaltung sorgt nachdem man die Story-Missionen mit Sam schon durch hat. Kleinere Kritikpunkte gibt es zwar auch bei diesem Spiel, allerdings kann man die relativ gut verschmerzen, der Spielspaß leidet dabei nicht wirklich. Daher gibt es von mir auch die volle Punktzahl bei der Bewertung und eine uneingeschränkte Kaufempfehlung.

42 Bewertungen, 7 Kommentare

  • krullinchen

    23.01.2007, 12:35 Uhr von krullinchen
    Bewertung: sehr hilfreich

    ┬sh & liebe Grüße^ Bine┴

  • Funkenstoss

    18.02.2006, 01:44 Uhr von Funkenstoss
    Bewertung: sehr hilfreich

    ich muss sagen,obwohl er seeeeeeeeehr lang ist, ist dein ebricht wirklich klasse. da muss man sich das spiel ja gar nicht mehr kaufen;-) <br/>Mfg

  • try_or_die87

    29.12.2005, 17:19 Uhr von try_or_die87
    Bewertung: sehr hilfreich

    zu dem bericht kann ich echt nur wow sagen ;-) LG

  • mausi4

    14.12.2005, 20:35 Uhr von mausi4
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg...gegenlesen macht freude

  • Whiteghost

    20.06.2005, 17:04 Uhr von Whiteghost
    Bewertung: sehr hilfreich

    bin von deinem Bericht begeistert und stimme dir voll und ganz zu !!! Lg, Whiteghost

  • TOMM28

    14.04.2005, 20:42 Uhr von TOMM28
    Bewertung: sehr hilfreich

    muss ich auch zugeben! Echt gelungen dein Bericht! Viele Grüße Tom

  • moddy

    14.04.2005, 19:45 Uhr von moddy
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr guter Bericht ! Gruß Moddy