FIFA Football 2004 (PC Spiel Sport) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von trampastheo
Trotz Niederlage freut sich mein Spieler!
Pro:
Hervorragendes Gameplay mit Neuerungen bei Ausführung von Ecken und Freistössen, der Karrieremode bringt neue Farbe ins Spiel und sichert längeren Spielspass, Grafik und Sound, diesmal sogar ist die 2. Bundesliga mitenthalten
Kontra:
Die üblichen Unfeinheiten von EA Sports, die das Spiel etwas realitätsfern wirken lassen - Ignoranz der Regeln des internationalen Fußballs - komplizierte Menügestaltung
Empfehlung:
Ja
Wie jedes Jahr, erscheint auf dem PC-Spiele Markt das wohl bekannteste Sportspiel überhaupt. Es handelt sich um die jährliche FIFA-Ausgabe von EA Sport - diesmal sind wir bei FIFA 2004 angelangt. Eigentlich bin ich sehr zurückhaltend bei Spielen von Electronic Arts, denn zu oft wurde ich in der Vergangenheit von diesem Hersteller enttäuscht. Nachdem ich jedoch letztes Jahr recht gute Erfahrungen mit der Fifa-Ausgabe gemacht habe, entschied ich mich vor wenigen Wochen FIFA 2004 zu kaufen. Meine Entscheidung erwies sich als goldrichtig, denn ich genieße seitdem auf meinem Computer einen einmaligen Spielspass, im Sport, den ich auch am meisten mag: den Fußball.
Gameplay
Der Karrieremode ist eigentlich die Neuerung, mit der EA Sports im Vorfeld Werbung für FIFA 2004 gemacht hat. Der Versuch ein unterhaltsames Gameplay eines Fußballspiels, mit erweiterten Managerfunktionen des Users zu kombinieren ist durchaus gelungen. Meine vielen Stunden vor dem PC in den letzten Wochen bestätigen das. Der Karriemode ist auch dieser, der dem Spieler ermöglicht 5 Jahre nacheinander ein Team zu managen, es erfolgreich auf nationaler und internationaler Ebene glänzen zu lassen und gleichzeitig seinen eigenen Prestigewert zu steigern. Die Managerfunktion gibt dem Spieler die Freiheit mit einem angegebenen Budget in jeder Saison Spieler, die von anderen Mannschaften in ganz Europa zur Verfügung stehen, in seine Mannschaft, mit dem entsprechenden Geld natürlich (man kann sogar feilschen mit den anderen Clubs), zu holen. Nach den Transfers hat man dann genügend Zeit um seine Mannschaft für die neue Saison mit einfachem oder speziellem Fitnesstraining vorzubereiten. Als Manager muss man in jeder Saison einige Ziele unter Dach und Fach bringen, um Prestigepunkte zu sammeln. Die Erfolge werden natürlich in Meisterschaft-Pokal-Europokal am meisten gemessen, aber auch das Erzielen von z.B. 60 Toren in einer Saison oder wenn man 7 Spiele in Folge kein Tor kassiert, nicht absteigt etc. geben dem Manager wichtige Punkte. Ich finde den Karrieremode sehr interessant , denn so hat man eine größere Aufgabe, als lediglich „nur“ auf dem Rasen die Spiele auszutragen.
Im Gameplay hat sich im Vergleich zu vorherigen Fifa-Ausgaben recht wenig verändert. Bei der Steuerung des Spiels ist alles beim alten geblieben, was bedeutet dass Schuss- Pass-, Flanken- oder Foultasten die gleichen geblieben sind. Auch die Schwierigkeitsgrade sind an der Anzahl bei vier geblieben. Meine Empfehlung gilt den anfänglichen Fortgeschrittenenmodus sofort auf den Anfängermodus runterzustellen, denn man macht sich vor allem so in den ersten Spielen das Leben leichter. Aufgefallen ist mir jedoch, dass in den letzten Spielen einer Saison, vor allem wenn man an der Spitze einer Liga ist, der Schwierigkeitsmode, auch wenn bei „Anfänger“ eingestellt, automatisch schwieriger wird. Das merkt man daran, dass die Tore nicht mehr so leicht fallen und die Gegner den eigenen Strafraum recht leichter betreten. Auch die Halbzeitstandartseinstellung von 6 Minuten ist anfangs zu viel. Ich spiele insgesamt in 8 Minuten eine Partie (also 4 Minuten pro Halbzeit), denn vor allem im Karrieremode, wo man mehr als 40 Spiele (mit Europa inbegriffen) in einer Saison bewerkstelligen muss, würde das enorm viel Zeit kosten. Wer wiederum irgendwann etwas die Lust verliert oder ein Rückspiel, nach einem klaren Erfolg im Hinspiel nicht bestreiten möchte, kann auf den Spielplan gehen und dort die gewünschten Spiele simulieren (wobei dies von EA Sports nicht besonders geschickt gemacht wurde).
Besonders gut finde ich, dass man diesmal auch die zweiten Ligen vieler Länder mit ins Spiel einbezogen hat. So kann man in drei verschiedenen Ligen Englands oder in zwei Ligen Frankreichs spielen. Damit habe ich die Möglichkeit z.B. mit meiner einzigen Sympathie auf der Insel, Derby County, anzutreten. Die 2. Bundesliga ist auch mit von der Partie Ich habe mich da für meine Heimmannschaft, den KSC entschieden. Mit ihm konnte ich ihm Karrieremode als drittplatzierter den Aufstieg bereits im ersten Jahr als Manager erreichen und im zweiten Jahr sogar einen Championsleagueplatz und den deutschen Pokal sichern. Was die Spieler selbst angeht, so hat EA Sports den meisten auch die Funktionen verteilt, wie sie auch in Wirklichkeit vorhanden sind. So wird z.B. ein Butt, wenn Leverkusen einen Strafstoss gewinnt, den Elfmeter ausführen oder ein Ballack tritt den Freistoss für seine Mannschaft an. Persönlich habe ich nun schon einige Erfahrungen mit dem Spiel gesammelt, so dass das Toreschießen mittlerweile besser klappt. Lediglich bei den europäischen Spielen, sieht die Sache schwieriger aus. Wenn ich z.B. bei Valencia in Spanien spiele, dann ist es sehr schwierig den gegnerischen Strafraum zu betreten. Bei Braunschweig dagegen trifft man aus 40 Metern Entfernung ins Tor, wenn man die richtige Position mit seinem Spieler erreicht hat. Auch aus rein fußballtechnischer Sicht sind Neuerungen zu erkennen. So wird man z.B. bei einer Mauer mit seinen Spielern nach oben springen können, um den Ball eventuell abzuwehren. Bei der Ecke hat man zwischen vier verschiedenen Ausführungsvarianten die Möglichkeiten (man kann z.B. die Ecke hereingezogen zum kurzen oder langen Pfosten ausführen).
Nachteile des Spiels
Die Überschrift meines Berichts ist eigentlich eindeutig und daraus geht hervor, dass EA Sports wieder einige Fehler unterlaufen sind, die einen großen Teil der Realität aus dem Game herausnehmen. Ich werde versuchen auf alle Punkte, meistens mit Beispielen, einzugehen.
- Ich spiele eines meiner ersten Spiele mit Schalke. In meiner Partie in Hamburg verliere ich das Spiel mit 3-2 vom HSV. Die Spieler des HSV jubeln, aber siehe da: es jubelt auch einer von meinen Jungs! Moment mal, wir haben doch verloren, warum jubelt der, frage ich mich? Nun, er ist Spieler des Tages geworden, mit welchen Kriterien auch immer das System von Fifa 2004 das entscheidet. Mein Spieler setzt also seinen persönlichen Erfolg über die Niederlage der Mannschaft. Sehr realitätsnah oder? Aber wenn es das nur wäre!
- Dass EA Sports noch nie besonders auf die Regeln des internationalen Fußballs geachtet hat, wissen wir schon seit langem. Zwar hat man einiges verbessert, aber wichtige Details sind immer noch so, wie bei früheren Ausgaben (einige haben sich auch verschlechtert). So das Beispiel der nacheinaderfolgenden Auswärtsspiele einer Mannschaft. Mehr als zwei solcher aufeinanderfolgenden Auswärtsspiele finden in keiner Fußballliga der Welt statt. Bei FIFA 2004 wird man bis zu 5 Mal nacheinander fern von seinem Stadion spielen. Es ist unglaublich, wie oberflächlich hier wieder programmiert wurde.
- Spiele ich mit der Borussia aus Dortmund im Karrieremode in der Championsleague, so ist es im zweiten Jahr durchaus möglich, dass ich bereits in der ersten Gruppenrunde gegen Schalke antreten muss. Das ist mir vor wenigen Tagen auch bereits passiert. Ein weiterer Regelverstoß, denn niemals treten zwei Mannschaften aus dem gleichen Land gegeneinander in der ersten Gruppenphase der Championsleague an. Zur Geschichte: ich habe Dortmund im ersten Match 3-2 siegen lassen, im zweiten Schalke mit 3-2, damit dann beide Teams gute Möglichkeiten hatten, weiterzukommen, was auch geschehen ist. Ich mag ja beide Teams ganz besonders!
- Doch die Regelverstöße haben kein Ende. So wird man z.B., wenn man im Pokal mit einem deutschen Zweiligisten antritt durchaus im Stadion einer Mannschaft, die in der 1. Bundesliga spielt, das Match bewerkstelligen müssen. Jedes Kind weiß, dass man im Pokal als Mannschaft der 1. Liga zu Gast bei der Mannschaft aus der 2. Liga spielt, damit es fairer ist. Auch das wird von EA Sports ignoriert.
- In einem anderen Match trete ich mit meinem KSC gegen Aachen an. Ein Eckball wird ausgeführt, der Schuss von Hassa und der Ball geht ins Tor. Aber Moment mal! Der Ball ist im Tor, aber kommt von der anderen Seite des Netzes wieder raus! Das Tor zählt zwar, aber hat EA Sports da vielleicht undichte Netze aufgestellt? Da muss der Schiedsrichter wohl vor der Partie zusammen mit seinen Gehilfen (die man niemals im Spiel von EA Sports sehen wird) geschlafen haben oder? Wieder ein rein technischer Fehler von EA Sports.
- Der Schiedsrichter ist wieder einmal ein Kapitel für sich bei dieser Fifa-Ausgabe. Seine Entscheidungen sind meistens nicht zu verstehen. Der Höhepunkt jedoch der Unfairness kam vor wenigen Tagen: ich begehe mit einem meiner Spieler ein Foul im Mittelfeld. Der Schiedsrichter ruft sowohl meinen Spieler, als auch den Gegner zu sich. Erst beredet er mit ihnen die Sache, dann gibt er, laut seiner Gesten, den Spielern den Rat fairer zu spielen. Da sind wir noch mal gut davongekommen, dachte ich. Auf einmal zeigt er meinem Spieler die rote Karte. Das gibt es doch nicht, denke ich. Kein Schiedsrichter auf der Welt diskutiert mit zwei Spielern, verhält sich so diskutabel, um dann einen der beiden Spieler des Platzes zu verweisen. Wieder typisch Pfuscherei made bei EA Sports.
- Als Nachteil ist auch zum ersten Mal die Menügestaltung bei einem Fifa-Spiel zu kritisieren. Vor allem in den ersten Stunden im Spiel, wird man nicht gut damit auskommen. Die ganzen Funktionen des Karrieremodes, mit dem eine ganze Liga durchspielen oder die einzelnen anderen Veranstaltungen die man auswählen kann, sind etwas userunfreundlich dargestellt. Wenn man z.B. den Karrieremode auswählt, muss man eine ganze Prozedur durchmachen, bis man endlich die Bundesligatabelle gefunden hat! Da ich niemals auf Handbücher einen besonderen Wert lege, sondern sofort zur Praxis rüberschreite, habe ich da schon etwas länger gebraucht, um mich mit den ganzen Details zurechtzufinden.
Grafik und Sound
Grafisch hat sich EA Sports diesmal einiges einfallen lassen, um die Fifa-Reihe zu verbessern. So hat man diesmal auf viele Details geachtet. Die meisten Spieler wurden grafisch realitätsnah nachgestellt. So erkennt man einen Kuranyi von Stuttgart oder einen Thierry Henry von Arsenal sofort. Zwar konnte man nicht jeden Spieler optisch nachstellen, wie man es z.B. bei einem Charisteas von Werder Bremen feststellt, aber immerhin sind die, die nachgestellt wurden, perfekt gemacht worden. 3D-Grafik ist diesmal nur bei Nahszenen angesagt und die kommen seltener vor (wenn z.B. der Schiedsrichter einen Spieler ermahnt oder am Ende der Partie). Besonderen Wert hat man auf die grafischen Feinheiten, was die Spieler im Stadion angeht, gelegt. So kann man Ziffern und Namen der Spieler leicht erkennen. Auch die Sponsoren sind gut für den Spieler sichtbar. Des weiteren wurde vor den zwei Toren der Rasen etwas brauner gefärbt (matschiger, wegen des Regens), was auch der Realität entspricht. Beeindruckend ist auch, wenn ein Spieler nach einem Foul zu Boden geht. Steht er wieder auf, sind seine Shorts bräunlich gefärbt, was wiederum den Matsch im Stadion wiederspiegelt. Keinen Wert dagegen hat man auf die Anzeigetafel der Stadien gelegt und so kann man das Ergebnis oder die Mannschaft nicht an solch einer Tafel ablesen. Das war früher schon mal besser entwickelt worden (bei der Fifa 1997 Ausgabe war das Ergebnis und die Teams auf der Stadionleinwand zu sehen!). Der Sound zum Spiel hat sich auch verbessert. Mehre Songs muntern den User auf, wenn er z.B. Transfers durchzieht oder sich die Tabelle bzw. Statistiken anschaut. Die Details sind diesmal so beeindruckend, dass man es auf den Rängen der Stadien so richtig krachen hört (vor allem in den großen Stadien). „Einer geht noch“ oder „Auf Wiedersehen“ hört man ab und zu die Fans rufen (manchmal auch wenn das Ergebnis noch 0-0 ist!).
Fazit
FIFA 2004 ist ein außerordentlich gutes Spiel, was das Gameplay anbetrifft. Es macht so richtig Spaß, mit seiner Lieblingsmannschaft für den Erfolg zu kämpfen. Wenn diese dann noch der 2. Liga spielt und man ihren Aufstieg schaffen möchte, dann ist das eine besondere Herausforderung. Danach warten auf den Spieler die Partien der Championsleague, die vor allem nach dem Ende der Gruppenphase besonders schwierig werden. Die Neuerung mit dem Karrieremode hat mir sehr gefallen und gibt so zum ersten Mal in der Fifa-Reihe dem Spieler die Möglichkeit auch organisatorisch etwas für seine Mannschaft zu tun und sich länger des Spiels zu erfreuen. Allein schon deswegen ist das Spiel seine 50 Euro wert. Trotzdem muss man wieder einmal EA Sports für einige Sachen kritisieren, die auch dieses Mal mit Regelverstößen des internationalen Fußball, einigen Details, die das Spiel realitätsfern wirken lassen und der komplizierten Menüführung zu tun haben. Deshalb bin ich auch gezwungen einen Stern vom Gesamturteil abzuziehen.
Gameplay
Der Karrieremode ist eigentlich die Neuerung, mit der EA Sports im Vorfeld Werbung für FIFA 2004 gemacht hat. Der Versuch ein unterhaltsames Gameplay eines Fußballspiels, mit erweiterten Managerfunktionen des Users zu kombinieren ist durchaus gelungen. Meine vielen Stunden vor dem PC in den letzten Wochen bestätigen das. Der Karriemode ist auch dieser, der dem Spieler ermöglicht 5 Jahre nacheinander ein Team zu managen, es erfolgreich auf nationaler und internationaler Ebene glänzen zu lassen und gleichzeitig seinen eigenen Prestigewert zu steigern. Die Managerfunktion gibt dem Spieler die Freiheit mit einem angegebenen Budget in jeder Saison Spieler, die von anderen Mannschaften in ganz Europa zur Verfügung stehen, in seine Mannschaft, mit dem entsprechenden Geld natürlich (man kann sogar feilschen mit den anderen Clubs), zu holen. Nach den Transfers hat man dann genügend Zeit um seine Mannschaft für die neue Saison mit einfachem oder speziellem Fitnesstraining vorzubereiten. Als Manager muss man in jeder Saison einige Ziele unter Dach und Fach bringen, um Prestigepunkte zu sammeln. Die Erfolge werden natürlich in Meisterschaft-Pokal-Europokal am meisten gemessen, aber auch das Erzielen von z.B. 60 Toren in einer Saison oder wenn man 7 Spiele in Folge kein Tor kassiert, nicht absteigt etc. geben dem Manager wichtige Punkte. Ich finde den Karrieremode sehr interessant , denn so hat man eine größere Aufgabe, als lediglich „nur“ auf dem Rasen die Spiele auszutragen.
Im Gameplay hat sich im Vergleich zu vorherigen Fifa-Ausgaben recht wenig verändert. Bei der Steuerung des Spiels ist alles beim alten geblieben, was bedeutet dass Schuss- Pass-, Flanken- oder Foultasten die gleichen geblieben sind. Auch die Schwierigkeitsgrade sind an der Anzahl bei vier geblieben. Meine Empfehlung gilt den anfänglichen Fortgeschrittenenmodus sofort auf den Anfängermodus runterzustellen, denn man macht sich vor allem so in den ersten Spielen das Leben leichter. Aufgefallen ist mir jedoch, dass in den letzten Spielen einer Saison, vor allem wenn man an der Spitze einer Liga ist, der Schwierigkeitsmode, auch wenn bei „Anfänger“ eingestellt, automatisch schwieriger wird. Das merkt man daran, dass die Tore nicht mehr so leicht fallen und die Gegner den eigenen Strafraum recht leichter betreten. Auch die Halbzeitstandartseinstellung von 6 Minuten ist anfangs zu viel. Ich spiele insgesamt in 8 Minuten eine Partie (also 4 Minuten pro Halbzeit), denn vor allem im Karrieremode, wo man mehr als 40 Spiele (mit Europa inbegriffen) in einer Saison bewerkstelligen muss, würde das enorm viel Zeit kosten. Wer wiederum irgendwann etwas die Lust verliert oder ein Rückspiel, nach einem klaren Erfolg im Hinspiel nicht bestreiten möchte, kann auf den Spielplan gehen und dort die gewünschten Spiele simulieren (wobei dies von EA Sports nicht besonders geschickt gemacht wurde).
Besonders gut finde ich, dass man diesmal auch die zweiten Ligen vieler Länder mit ins Spiel einbezogen hat. So kann man in drei verschiedenen Ligen Englands oder in zwei Ligen Frankreichs spielen. Damit habe ich die Möglichkeit z.B. mit meiner einzigen Sympathie auf der Insel, Derby County, anzutreten. Die 2. Bundesliga ist auch mit von der Partie Ich habe mich da für meine Heimmannschaft, den KSC entschieden. Mit ihm konnte ich ihm Karrieremode als drittplatzierter den Aufstieg bereits im ersten Jahr als Manager erreichen und im zweiten Jahr sogar einen Championsleagueplatz und den deutschen Pokal sichern. Was die Spieler selbst angeht, so hat EA Sports den meisten auch die Funktionen verteilt, wie sie auch in Wirklichkeit vorhanden sind. So wird z.B. ein Butt, wenn Leverkusen einen Strafstoss gewinnt, den Elfmeter ausführen oder ein Ballack tritt den Freistoss für seine Mannschaft an. Persönlich habe ich nun schon einige Erfahrungen mit dem Spiel gesammelt, so dass das Toreschießen mittlerweile besser klappt. Lediglich bei den europäischen Spielen, sieht die Sache schwieriger aus. Wenn ich z.B. bei Valencia in Spanien spiele, dann ist es sehr schwierig den gegnerischen Strafraum zu betreten. Bei Braunschweig dagegen trifft man aus 40 Metern Entfernung ins Tor, wenn man die richtige Position mit seinem Spieler erreicht hat. Auch aus rein fußballtechnischer Sicht sind Neuerungen zu erkennen. So wird man z.B. bei einer Mauer mit seinen Spielern nach oben springen können, um den Ball eventuell abzuwehren. Bei der Ecke hat man zwischen vier verschiedenen Ausführungsvarianten die Möglichkeiten (man kann z.B. die Ecke hereingezogen zum kurzen oder langen Pfosten ausführen).
Nachteile des Spiels
Die Überschrift meines Berichts ist eigentlich eindeutig und daraus geht hervor, dass EA Sports wieder einige Fehler unterlaufen sind, die einen großen Teil der Realität aus dem Game herausnehmen. Ich werde versuchen auf alle Punkte, meistens mit Beispielen, einzugehen.
- Ich spiele eines meiner ersten Spiele mit Schalke. In meiner Partie in Hamburg verliere ich das Spiel mit 3-2 vom HSV. Die Spieler des HSV jubeln, aber siehe da: es jubelt auch einer von meinen Jungs! Moment mal, wir haben doch verloren, warum jubelt der, frage ich mich? Nun, er ist Spieler des Tages geworden, mit welchen Kriterien auch immer das System von Fifa 2004 das entscheidet. Mein Spieler setzt also seinen persönlichen Erfolg über die Niederlage der Mannschaft. Sehr realitätsnah oder? Aber wenn es das nur wäre!
- Dass EA Sports noch nie besonders auf die Regeln des internationalen Fußballs geachtet hat, wissen wir schon seit langem. Zwar hat man einiges verbessert, aber wichtige Details sind immer noch so, wie bei früheren Ausgaben (einige haben sich auch verschlechtert). So das Beispiel der nacheinaderfolgenden Auswärtsspiele einer Mannschaft. Mehr als zwei solcher aufeinanderfolgenden Auswärtsspiele finden in keiner Fußballliga der Welt statt. Bei FIFA 2004 wird man bis zu 5 Mal nacheinander fern von seinem Stadion spielen. Es ist unglaublich, wie oberflächlich hier wieder programmiert wurde.
- Spiele ich mit der Borussia aus Dortmund im Karrieremode in der Championsleague, so ist es im zweiten Jahr durchaus möglich, dass ich bereits in der ersten Gruppenrunde gegen Schalke antreten muss. Das ist mir vor wenigen Tagen auch bereits passiert. Ein weiterer Regelverstoß, denn niemals treten zwei Mannschaften aus dem gleichen Land gegeneinander in der ersten Gruppenphase der Championsleague an. Zur Geschichte: ich habe Dortmund im ersten Match 3-2 siegen lassen, im zweiten Schalke mit 3-2, damit dann beide Teams gute Möglichkeiten hatten, weiterzukommen, was auch geschehen ist. Ich mag ja beide Teams ganz besonders!
- Doch die Regelverstöße haben kein Ende. So wird man z.B., wenn man im Pokal mit einem deutschen Zweiligisten antritt durchaus im Stadion einer Mannschaft, die in der 1. Bundesliga spielt, das Match bewerkstelligen müssen. Jedes Kind weiß, dass man im Pokal als Mannschaft der 1. Liga zu Gast bei der Mannschaft aus der 2. Liga spielt, damit es fairer ist. Auch das wird von EA Sports ignoriert.
- In einem anderen Match trete ich mit meinem KSC gegen Aachen an. Ein Eckball wird ausgeführt, der Schuss von Hassa und der Ball geht ins Tor. Aber Moment mal! Der Ball ist im Tor, aber kommt von der anderen Seite des Netzes wieder raus! Das Tor zählt zwar, aber hat EA Sports da vielleicht undichte Netze aufgestellt? Da muss der Schiedsrichter wohl vor der Partie zusammen mit seinen Gehilfen (die man niemals im Spiel von EA Sports sehen wird) geschlafen haben oder? Wieder ein rein technischer Fehler von EA Sports.
- Der Schiedsrichter ist wieder einmal ein Kapitel für sich bei dieser Fifa-Ausgabe. Seine Entscheidungen sind meistens nicht zu verstehen. Der Höhepunkt jedoch der Unfairness kam vor wenigen Tagen: ich begehe mit einem meiner Spieler ein Foul im Mittelfeld. Der Schiedsrichter ruft sowohl meinen Spieler, als auch den Gegner zu sich. Erst beredet er mit ihnen die Sache, dann gibt er, laut seiner Gesten, den Spielern den Rat fairer zu spielen. Da sind wir noch mal gut davongekommen, dachte ich. Auf einmal zeigt er meinem Spieler die rote Karte. Das gibt es doch nicht, denke ich. Kein Schiedsrichter auf der Welt diskutiert mit zwei Spielern, verhält sich so diskutabel, um dann einen der beiden Spieler des Platzes zu verweisen. Wieder typisch Pfuscherei made bei EA Sports.
- Als Nachteil ist auch zum ersten Mal die Menügestaltung bei einem Fifa-Spiel zu kritisieren. Vor allem in den ersten Stunden im Spiel, wird man nicht gut damit auskommen. Die ganzen Funktionen des Karrieremodes, mit dem eine ganze Liga durchspielen oder die einzelnen anderen Veranstaltungen die man auswählen kann, sind etwas userunfreundlich dargestellt. Wenn man z.B. den Karrieremode auswählt, muss man eine ganze Prozedur durchmachen, bis man endlich die Bundesligatabelle gefunden hat! Da ich niemals auf Handbücher einen besonderen Wert lege, sondern sofort zur Praxis rüberschreite, habe ich da schon etwas länger gebraucht, um mich mit den ganzen Details zurechtzufinden.
Grafik und Sound
Grafisch hat sich EA Sports diesmal einiges einfallen lassen, um die Fifa-Reihe zu verbessern. So hat man diesmal auf viele Details geachtet. Die meisten Spieler wurden grafisch realitätsnah nachgestellt. So erkennt man einen Kuranyi von Stuttgart oder einen Thierry Henry von Arsenal sofort. Zwar konnte man nicht jeden Spieler optisch nachstellen, wie man es z.B. bei einem Charisteas von Werder Bremen feststellt, aber immerhin sind die, die nachgestellt wurden, perfekt gemacht worden. 3D-Grafik ist diesmal nur bei Nahszenen angesagt und die kommen seltener vor (wenn z.B. der Schiedsrichter einen Spieler ermahnt oder am Ende der Partie). Besonderen Wert hat man auf die grafischen Feinheiten, was die Spieler im Stadion angeht, gelegt. So kann man Ziffern und Namen der Spieler leicht erkennen. Auch die Sponsoren sind gut für den Spieler sichtbar. Des weiteren wurde vor den zwei Toren der Rasen etwas brauner gefärbt (matschiger, wegen des Regens), was auch der Realität entspricht. Beeindruckend ist auch, wenn ein Spieler nach einem Foul zu Boden geht. Steht er wieder auf, sind seine Shorts bräunlich gefärbt, was wiederum den Matsch im Stadion wiederspiegelt. Keinen Wert dagegen hat man auf die Anzeigetafel der Stadien gelegt und so kann man das Ergebnis oder die Mannschaft nicht an solch einer Tafel ablesen. Das war früher schon mal besser entwickelt worden (bei der Fifa 1997 Ausgabe war das Ergebnis und die Teams auf der Stadionleinwand zu sehen!). Der Sound zum Spiel hat sich auch verbessert. Mehre Songs muntern den User auf, wenn er z.B. Transfers durchzieht oder sich die Tabelle bzw. Statistiken anschaut. Die Details sind diesmal so beeindruckend, dass man es auf den Rängen der Stadien so richtig krachen hört (vor allem in den großen Stadien). „Einer geht noch“ oder „Auf Wiedersehen“ hört man ab und zu die Fans rufen (manchmal auch wenn das Ergebnis noch 0-0 ist!).
Fazit
FIFA 2004 ist ein außerordentlich gutes Spiel, was das Gameplay anbetrifft. Es macht so richtig Spaß, mit seiner Lieblingsmannschaft für den Erfolg zu kämpfen. Wenn diese dann noch der 2. Liga spielt und man ihren Aufstieg schaffen möchte, dann ist das eine besondere Herausforderung. Danach warten auf den Spieler die Partien der Championsleague, die vor allem nach dem Ende der Gruppenphase besonders schwierig werden. Die Neuerung mit dem Karrieremode hat mir sehr gefallen und gibt so zum ersten Mal in der Fifa-Reihe dem Spieler die Möglichkeit auch organisatorisch etwas für seine Mannschaft zu tun und sich länger des Spiels zu erfreuen. Allein schon deswegen ist das Spiel seine 50 Euro wert. Trotzdem muss man wieder einmal EA Sports für einige Sachen kritisieren, die auch dieses Mal mit Regelverstößen des internationalen Fußball, einigen Details, die das Spiel realitätsfern wirken lassen und der komplizierten Menüführung zu tun haben. Deshalb bin ich auch gezwungen einen Stern vom Gesamturteil abzuziehen.
42 Bewertungen, 1 Kommentar
-
04.06.2004, 16:59 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichHallo Theo, den Kommentar habe ich ja bereits bei ciao verfaßt ... Na ja, jubelnde Spieler sind immer schön und Rote Karten auch, besonders, wenn der Schiri so nett ist :) ... Viele Grüße, Sven (Zoobremia) P.S.: Bei EA-Sports NHL kenn
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