Battlefield: Vietnam (PC Spiel Shooter) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Eydtchris

Charlie, Charlie, Charlie

Pro:

gute Grafik, gutes Multiplayer, Atmosphäre

Kontra:

keine Solo - Kampagne

Empfehlung:

Ja

Ich schrieb bereits einen Bericht zu dem Spiel Vietcong, da ich den Hintergrund sehr interessant fand, also Vietnamkrieg und Guerilla - Taktiken......., heute möchte ich zu einem ähnlichen Spiel etwas schreiben, dabei handelt es sich um BATTLEFIELD VIETNAM.
Um sich besser zurecht zu finden, gebe ich erst mal eine kleine Inhaltsangabe:
1. Story
2. Gameplay
3. Grafik / Sound
4. Anforderungen
5. eigene Meinung

1.
In dem Spiel sind Sie ein amerikanischer GI in dem gefürchteten Vietnamdschungel - warum gefürchtet? ganz einfach, hier hat der Vietcong einfach strategische Vorteile und kann nach Belieben Überraschungsangriffe durchführen und Stolperfallen legen. Da das Spiel auf den Multiplayermodus ausgerichtet ist kann man natürlich auch Vietcong sein, wenn man sich nicht den amerikanischen GIs anschließen will, als Vietcong braucht man zwar keine Angst vor Überraschungsangriffen oder Stolperfallen zu haben, dafür muss man sich vor US - Kampfhubschraubern in Acht nehmen.
Natürlich ist der Hintergrund von BATTLEFIELD VIETNAM der Vietnamkrieg von 1968 bis 1973.
Um der Geschichte etwas näher zu kommen, gilt es, Camps zu beschützen, welche damals wirklich existiert haben, wie zum Beispiel das Camp Lang Vei oder die Stadt Hue..... zur Story gibt es da nicht mehr zu sagen, da ja - wie gesagt - der Multiplayer vordergründig ist...

2.
Sowohl die Karten, die Waffen, als auch die Fahrzeuge sind nicht all zu sehr authentisch auf geschichtliche Hintergründe gestützt, sie sind hier auf Action ausgelegt.
Wie auch schon beim Vorgänger müssen zwei Teams versuchen, möglichst viele Flaggenstationen zu erobern, an denen bereits gefallene Kumpanen wieder auferstehen können. Neben der netten Wiederbelebungsfunktion stehen an solchen Fahnen meist Munitionskästen, Sani - Packen etc. rum.
Das Team, welches die wenigeren Flaggen kontrolliert, verliert kontinuierlich an Punkten, ist der Punktestand bei Null, so ist das Spiel vorbei. Das heißt, Sie müssen in BATTLEFIELD VIETNAM nicht nur Stellungen halten, sondern müssen auch neue erobern und dem Feind welche wegnehmen. Um eine Fahne für sich zu gewinnen, müssen mehr Spieler des eigenen Teams unter ihr stehen, als Spieler des gegnerischen Teams, dass heißt, je mehr Männer auf die Fahne zu stürmen, um so schneller wird sie erobert. Das einzigste Problem bei der Sache ist eine Granate, denn wenn sich viele Männer (oder Frauen) des gleichen Teams an der Fahne befinden, reicht ein kleiner Ball mit explosiven Material aus, um mal ein Massengrab auszuheben, diese Erfahrung musste ich auch schon machen. Dieses Eroberungsprinzip von Fahnen nennt man Conquest - Spielprinzip - klingt komisch, ist aber so ;-)
In BATTLEFIELD VIETNAM wurde dieses Spielprinzip etwas erneuert, wie zum Beispiel in den Assault - Levels. Hier starten die Vietcongs nur mit einer Fahne in ihrer Basis und müssen auf dem Weg zum amerikanischen Camp weitere erobern. Hier darf man den Punktezähler nicht vergessen, welcher ein Zeitlimit festlegt und damit die ganze Sache sehr schnell gehen muss...
Neben den Assault - Levels gibt es auch noch die Head - on - maps, bei diesen Karten beginnen beide Teams mit jeweils einer Basis, dann muss man bestimmte Punkte besetzen, wie zum Beispiel einen Tempel in der Kartenmitte, hat ein Team diesen Punkt erobert, werden dem anderen dafür dreimal so viele Punkte abgezogen, als normal, dass heißt, dass man sich echt beeilen muss, um nicht das Spiel zu verlieren. Natürlich gibt es auch den Häuserkampf in diesem Spiel, die Gebäude sind alle recht verwinkelt, so, dass man hinter der nächsten Ecke von dem Gegner schon erwartet werden kann. Der Kampf um wichtige Gebäude ist äußerst wichtig, zumal man sich beeilen muss, da ja die Punkte dreifach verringert werden. Neben dem Einzelkampf ist die Koordination der einzelnen Mitstreiter wichtig, so kann man seine Kameraden dazu verdonnern, dass sie zwischen einem Punkt A und einem Punkt B patrouillieren. Auf den Missionskarten sind die Basen sehr wichtig, denn hier gilt es, die feindliche Basis zu erobern, um die Angriffe schwieriger zu machen, liegen die Basen möglichst weit auseinander, meistens ist die eine Basis an einem Ende der Karte und die andere am anderen. Ist man jedoch in der Basis, kann man sie erobern, indem man die Fahnen tauscht, dies dauert hier länger, es dauert drei Minuten, bei einfachen Punkten dauert es nur dreißig Sekunden, aber bei den Basen halt drei Minuten. Obwohl der Vietnamkrieg ein Guerillakrieg war, spielen die Mitglieder des Teams eine sehr große Rolle, denn wie will man alleine eine Basis erobern -?
Falls ihre Basis kurz vor der Übernahme steht, werden sie per Funk gewarnt und in der Minikarte wird das Problem eingeblendet, so dass sie gleich wissen, wo sie hin müssen.
Wie bereits oben erwähnt sind alle Waffen, Fahrzeuge etc. auf Action ausgelegt, so ist es auch mit den meisten Spielmodi, denn die zum Beispiel eng gesetzten Flaggenpunkte sorgen für kurze Distanzen zwischen den einzelnen Punkten. Aber neben der zahlreichen Action darf man natürliche die taktischen Aspekte nicht vergessen, wie zum Beispiel sehr hohes Gras, welches für ausgezeichnete Deckung sorgt, damit kann man an den Feinden unbemerkt vorbei schleichen.
Wenn Sie eine Flagge färben (also einen Punkt erobern), werden ihre Feinde automatisch alarmiert und stürmen sofort zu diesem Punkt.
Wie oben erwähnt gibt es keine Einzelspielerkampagne, aber man hat die Möglichkeit, alle Karten mit bis zu 63 Bots zu spielen, nur leider ersetzt das nicht den Einzelspielermodus, es dient lediglich dazu, seine Reflexe, seine Schnelligkeit und sein Aufmerksamkeitsvermögen zu verbessern, es ist nur für Trainingszwecke gut.
Wie ich vorhin bereits erwähnt habe, ist das Team der strategisch wichtigste Punkt: es gibt vier Soldatenklassen , mit jeweils verschiedenen Aufgaben. Im Grunde sind die Aufgaben von der US - Army gleich denen der Vietcongs: normale Rekruten stürmen nach vorne, was das Zeug hält, Spezialisten für schweres Geschütz stoppen Panzer per Raketenwerfer oder unterstützen die anstürmenden Kameraden. Als Ingenieur muss man Fahrzeuge reparieren oder Mörser aufstellen und als Scout ist man in der Distanz am besten, denn der Scout nimmt die Gegner mit dem Scharfschützengewehr ins Visier und lässt es knallen. Die ersten beiden Klassen sind bestens für die Front geeignet, während die beiden letzten besser im Hintergrund agieren.
Für jeden \"Beruf\" stehen Kits zur Verfügung, dies sind vorgefertigte Ausrüstungssätze, dass heißt, wenn Sie die zweite Klasse der Amerikaner sind (Spezialist für schwere Waffen) wählen Sie zwischen Raketenwerfer oder schweres Maschinengewehr, natürlich ist die Wahl immer vom Kampfgebiet abhängig, denn auf manchen Karten ist der Feind fast nur mit Panzern unterwegs und da ist ein Raketenwerfer sinnvoller als eine automatische Bleispritze. In dem Spiel stehen sich verschiedene Kampfverbände gegenüber, dies ist von Karte zu Karte verschieden, mal kämpfen die US - Special - Forces gegen die NVA (nordvietnamesische Armee, nicht nationale Volksarmee!!!), mal kämpfen die Marines gegen die Vietcongs. Je nach Einheit wechseln dann Kleidungsstücke und bestimmte Teile im Kit.
Wie oben erwähnt gibt es die Aufteilung in vier Klassen und obwohl die nordvietnamesische Armee die gleiche Unterteilung hat, wie die USA, gibt es dennoch Unterschiede, wie zum Beispiel die Waffen.
Die Vietnamesen kämpfen mit gebrauchten, älteren russischen Waffen und spielen Verstecke auf Guerillaart, der Ingenieur hat die gleichen Fähigkeiten, wie der der Amerikaner, aber der vietnamesische kann zusätzlich noch Gruben basteln , wo einen dann angespitzte Stäbe erwarten. Der Techniker der Vietcongs vermint Fahrzeuge.
Für alle Klassen beider Seiten ist jedoch das Gesetz der Schwere gleich, denn die Ausrüstung beeinträchtigt die Bewegung des Charakters. Logischer Weise ist ein Scout schneller, als ein Panzerfaustträger.
Das Klassensystem wird erst richtig lustig, sobald mindestens fünf Mitglieder in einem Team sind..........
Natürlich hinterlässt der Krieg auch Opfer, stirbt ein Soldat, so hinterlässt er ein Grab und seine Bewaffnung, die Sie natürlich aufheben können. Dadurch haben Sie die Möglichkeit, Feindesgerät zu bekommen und die Klassen zu wechseln.

3.
Die Grafik ist sehr gut, besser als beim Vorgänger, man erkennt die Gesichter gut, die einzelnen Waffen sind erkennbar, auch wenn sie nicht all zu realistisch sind, man sieht das Mündungsfeuer und die Bäume und Sträucher sind auch klasse geworden. Neben den Fahrzeugen sieht man auch die tückischen Fallen der Vietcongs, welche echt gut geworden sind. Man erkennt auch sehr deutlich die einzelnen Uniformen und somit ist maximaler Spielspaß garantiert.
Die Umgebung ist auch super, die Gebäude, Ruinen und riesigen Bäume, alles wirkt echt realistisch.
Der Sound ist auch gut, man hört die Schüsse, Explosionen und die Schreie getroffener Soldaten., natürlich hört man auch das Anrollen eines Panzers und seine Kanonen.

4.
OS: Windows 98/2000/Me/XP
Prozessor: 933 MHz (Pentium 3, oder AMD Athlon)
Speicher: 256 MB RAM
Festplatte: 1,5 GB
CD-/DVD-ROM-Laufwerk: 16 Fach
Grafikkarte: 64 MB Direct 3D (nur PCI/AGP)
Soundkarte: DirectX 9.0b kompatibel
DirectX: Version 9.0b
Multiplayer: 1 CD pro PC
Netzwerk: TCP/IP-kompatibel (2-32 Spieler)
Internet: Breitband (2-32 Spieler)
Eingabegerät: Tastatur, Maus

5.
Ich finde dieses Spiel gut, es hat einen wirklich sehr guten Multiplayer, ich find es nur schade, dass es keine Einzelspielermissionen gibt, aber was der Multiplayer zu bieten hat ist echt cool. Das beliebte Flaggenspielchen, obwohl diese Variante schon etwas älter ist, bei diesem Spiel ist wird es nie langweilig. Die Grafik ist wirklich gut und das verleiht auch das Realismusgefühl. Die Anforderungen sind nicht zu hoch und somit ist dieses Spiel empfehlenswert !!!!

4 Bewertungen