Erfahrungsbericht von Hahn1
Teamgeist und Taktik, statt einfach nur Ballern
Pro:
starke Grafik, gute Hintergrüde, Spielspaß, große Karten, Fahrzeuge, Spielprinzip, beste Musik in einem Spiel seit langem
Kontra:
kein Singelplayer, man braucht am schnelles Internet
Empfehlung:
Ja
So, heute gibt es mal wieder einen Bericht und diesmal geht es um ein PC-Spiel, das in den letzten Wochen sehr hoch gelobt wurde, aber das von manchen Leuten auch wegen seiner Handlung und Gewalt kritisiert wird. Es geht nämlich um den Taktik-Shooter „Battlefield Vietnam“, der die Nachfolge des sehr erfolgreichen Vorgängers Battlefield 142 antreten soll. Das Spiel findet man seit Mitte März 2004 in den Läden und auch ich habe mich auf Grund von positiven Eindrücken und überzeugender Videos in Zeitschrift dafür entschlossen mir das Spiel zuzulegen. Mich reizten vor allen Dingen die Grafik und das Spielprinzip, das sich deutlich von einem einfachen Ego-Shooter, wie zum Beispiel Counter-Strike unterscheidet.
Wie gesagt kaufte ich es mir dann auch direkt an einem der ersten Tage nach der Veröffentlichung und guckte mir das Spiel erst mal grob in den ersten Zügen an. Leider war der Einstieg nicht gerade so einfach und ich lief erst mal etwas planlos rum, wenn ich auch das Spielprinzip schnell verstanden hatte, da es simpel und spannend war.
Aber bevor ich mir diese Gedanken überhaupt machen konnte, stand erst mal noch die Installation auf der Tagesordnung, die ja leider bei älteren PCs schon, dass Anfang vom Ende bedeuten kann. In meinem Fall verlief aber alles glatt und ich konnte die Systemvoraussetzungen erfüllen. Trotzdem sollte man vor dem Kauf unbedingt auf diese Voraussetzungen achten, da sie nicht gerade niedrig sind. Benötigt wir nämlich auf jeden Fall ein Betriebsystem von Windows (98 oder höher), sowie ein Prozessor ab Pentium 3 oder AMD Athlon mit mindestens 933 MHz, wobei zum flüssigen spielen etwas mehr besser wäre.
Weiterhin fordert das Spiel die inzwischen üblichen 256 MB RAM an Arbeitsspeicher, sowie 1.5 GB freien Festplattenspeicher. Alle anderen Anforderungen sind eigentlich standardmäßig und werden sehr wahrscheinlich, wie bei mir, keine Probleme bereiten.
Dann war aber die Installation auch vorbei und ich konnte mich endlich darauf freuen, das so hoch gelobte Spiel einmal zu testen. Da ich das Spiel jetzt schon einige Wochen habe, werde ich jetzt einmal etwas ausführlicher darüber berichten.
Als ich mich also zum ersten Mal durch das Menü klickte und mir erst mal den herrlich gelungen Intro anguckte, musste ich das bemerken, was sich mir in den Tests von Zeitschriften schon angedeutet hatte. Auf Grund von Zeitproblemen wurde nämlich der fast komplette Singelplayerteil von Battlefield Vietnam weggelassen und das Spiel konzentriert sich fast nur auf den Multiplayer. Das ist sicherlich damit zu begründen, das vor allen Dingen der Multiplayer des Vorgängers so gut ankam, aber ist für mich trotzdem sehr enttäuschend, da ein Singelplayer auch immer schon ein sehr gutes Training für den Multiplayer ist und somit meist auch sehr viel Spaß macht.
Naja, aber so musste ich, wie viele andere, damit leben und erkundete trotzdem erst mal die gegebenen Möglichkeiten um das Spiel alleine in Angriff zu nehmen. Dafür bietet sich in dem Spiel nämlich als einziges das Spielen mit Bots an. Diese sind computergesteuerte Gegner, die dann zusammen mit ihnen auf einer der vielen Karten spielen. Hierbei ist positiv zu erwähnen, dass sich die Bots direkt nach mehreren Kriterien in ihrer Stärke einstellen lassen, so dass man immer auf Gleichwertige Gegner stoßen kann. Allerdings ist die gesamte Bot-KI nicht ganz fehlerfrei und es kann unter umständen auch einmal vorkommen, das ein Gegner sie durch einen Hügel hindurch abschießen will, aber sonst verhalten sich die Bots sehr vorbildlich, was bei dem Spiel, wo es auch auf Teamarbeit ankommt, ja keine Selbstverständlichkeit ist.
Um das aber genauer zu verstehen sollte ich vielleicht aber erst mal das Spielprinzip erklären, damit das Spiel auch für Leute die es noch nicht kennen etwas klarer wird. Also, man spielt in Battlefield Vietnam je nach Auswahl auf der Seite der USA oder der Vietnamesen. Hierbei entstehen dann beim Spielen zwei Teams, die jeweils untereinander zusammenarbeiten und gegen das jeweils andere Team um Flaggpunkte kämpft. Diese Flagpunkte sind über die jeweils sehr großen Landschaften verteilt und können vom jeweilig anderen Team eingenommen werden, indem man lange genug an einer solchen Flagge verweilt. Praktisch dabei ist, dass die Zeit die man braucht je nach Anzahl der Soldaten die den Punkt einnehmen sinkt und somit auch hier Teamwork sehr hilfreich sein kann.
Erreichen tut man die Flaggpunkte auf den mehr als 15 Karten entweder per Luft in einem Helikopter oder Flugzeug, oder in Gefährten wie Schiffen, Panzern oder Geländewagen, was sich natürlich je nach Karte unterscheidet. Aber auch zu Fuß kann man sich natürlich bewegen, wenn es auch auf manchen Karten dann sehr lange dauert.
Das wirklich gut gemachte, ist allerdings, das alle Gefährte, 24 sind es, original aus der Zeit des Vietnam Kriegs entnommen sind und perfekt nachgebildet sind.
Aber auch darin sehen manche einen Nachteil, wenn sie meinen dass man einen solchen wirklich schrecklichen Krieg nicht auch noch nachbilden sollte. Besonders krass wird dieses Beispiel an den Napalmbombern, die es auch auf manchen Karten gibt. Ich halte das ganze allerdings für einiges weniger dramatisch, da das Spiel teilweise geschichtlich nicht ganz korrekt ist und weiterhin auch keine Zivilisten sterben. Außerdem gibt es bei jedem Laden von Karten einen interessanten Hintergrund, der über die Geschehnisse von damals informiert und keineswegs die schlimme Seite des Krieges verheimlich.
Außerdem bietet der Vietnamkrieg, so makaber es auch klingen mag, einfach ein gutes Szenario für das Spiel, da es einfach unglaublich spannend ist sich zum Beispiel durch gut versteckte Gänge oder durch den Dschungel zu pirschen.
Weiterhin ist auf diesen Karten in der vietnamesischen Landschaft auch Teamgeist gefragt, da man zum Beispiel mit einem Heli direkt mehrere Leute zu einem Punkt transportieren kann und es im Team mit Leuten die man kennt sehr viel Spaß macht. Daher bietet sich dieses Spiel auch sehr für Multigaming-Clans an, da es besonders wenn man gleichzeitig über ein externes Tool, wie Teamspeak miteinander spricht einfach spannend und sehr vielseitig ist.
Aber auch schon alleine ist es sehr spannend, wenn man auch auf die Hilfe der Bots oder eben der anderen Internetgegner hoffen muss.
Damit außerdem ein perfektes Teamplay entstehen kann sollte jedes Team sich in den Spielerklassen ungefähr ergänzen. Hierbei gibt es nämlich noch die Wahl zwischen zum Beispiel Angriffstruppen oder Ingenieuren. Alleine schon an dieser Anzahl an Aufzählungen sollte damit auch klar geworden sein, das man BF: Vietnam nicht als sinnlosen Ego-Shooter bezeichnen kann.
Da ich ja jetzt erst mal eigentlich alles über den Singelplayer beschrieben habe, sollte man vielleicht noch wissen, dass eben der Hauptteil des Spiels, der Multiplayer vom Prinzip natürlich genau wie das Spiel mit Bots abläuft. Hier muss man nur vorher noch zu einem beliebigen Internetserver connecten, was über das Spiel selbst und auch über GameSpy geht.
Insgesamt macht das Spiel aber eben tierisch viel Spaß und wird von den vielen verschiedenen Waffen, der exelenden Musik und der liebe zum Detail perfekt ergänzt. Für mich kann ich daher sagen das sich der Kauf des Spiels alle Male gelohnt hat, wenn es auch sicherlich etwas enttäuschend war, dass das Spielen alleine nur so begrenzt geht. Aber so ist Battlefield Vietnam halt ein reiner Multiplayer-Shooter geworden und ist damit leider auch nur für jemand mit einer anständigen Internetverbindung (möglichst DSL) richtig lohnenswert. Aber trotzdem hat mich das Spiel vor allen Dingen durch seinen Langzeitspaß und die große Abwechslung in den Karten überzeugt und ich werde noch lange Spaß dran haben. Als Bewertung bleibt mir also fast nur die Wahl zu 5 Sternen und einer Empfehlung die ich hiermit auch ausspreche, auch wenn mir der fehlende Singelplayer ein kleiner Dorn im Auge ist, aber wer noch überlegt ob er sich das Spiel kaufen soll, den ermutige ich hiermit dazu.
Außerdem hoffe ich, dass ich euch mit dem Bericht etwas weiterhelfen konnte und bedanke mich schon mal im Voraus fürs Lesen, für eure Bewertungen und für einen eventuellen Kommentar.
© Hahn1 bzw. Janni@games
Wie gesagt kaufte ich es mir dann auch direkt an einem der ersten Tage nach der Veröffentlichung und guckte mir das Spiel erst mal grob in den ersten Zügen an. Leider war der Einstieg nicht gerade so einfach und ich lief erst mal etwas planlos rum, wenn ich auch das Spielprinzip schnell verstanden hatte, da es simpel und spannend war.
Aber bevor ich mir diese Gedanken überhaupt machen konnte, stand erst mal noch die Installation auf der Tagesordnung, die ja leider bei älteren PCs schon, dass Anfang vom Ende bedeuten kann. In meinem Fall verlief aber alles glatt und ich konnte die Systemvoraussetzungen erfüllen. Trotzdem sollte man vor dem Kauf unbedingt auf diese Voraussetzungen achten, da sie nicht gerade niedrig sind. Benötigt wir nämlich auf jeden Fall ein Betriebsystem von Windows (98 oder höher), sowie ein Prozessor ab Pentium 3 oder AMD Athlon mit mindestens 933 MHz, wobei zum flüssigen spielen etwas mehr besser wäre.
Weiterhin fordert das Spiel die inzwischen üblichen 256 MB RAM an Arbeitsspeicher, sowie 1.5 GB freien Festplattenspeicher. Alle anderen Anforderungen sind eigentlich standardmäßig und werden sehr wahrscheinlich, wie bei mir, keine Probleme bereiten.
Dann war aber die Installation auch vorbei und ich konnte mich endlich darauf freuen, das so hoch gelobte Spiel einmal zu testen. Da ich das Spiel jetzt schon einige Wochen habe, werde ich jetzt einmal etwas ausführlicher darüber berichten.
Als ich mich also zum ersten Mal durch das Menü klickte und mir erst mal den herrlich gelungen Intro anguckte, musste ich das bemerken, was sich mir in den Tests von Zeitschriften schon angedeutet hatte. Auf Grund von Zeitproblemen wurde nämlich der fast komplette Singelplayerteil von Battlefield Vietnam weggelassen und das Spiel konzentriert sich fast nur auf den Multiplayer. Das ist sicherlich damit zu begründen, das vor allen Dingen der Multiplayer des Vorgängers so gut ankam, aber ist für mich trotzdem sehr enttäuschend, da ein Singelplayer auch immer schon ein sehr gutes Training für den Multiplayer ist und somit meist auch sehr viel Spaß macht.
Naja, aber so musste ich, wie viele andere, damit leben und erkundete trotzdem erst mal die gegebenen Möglichkeiten um das Spiel alleine in Angriff zu nehmen. Dafür bietet sich in dem Spiel nämlich als einziges das Spielen mit Bots an. Diese sind computergesteuerte Gegner, die dann zusammen mit ihnen auf einer der vielen Karten spielen. Hierbei ist positiv zu erwähnen, dass sich die Bots direkt nach mehreren Kriterien in ihrer Stärke einstellen lassen, so dass man immer auf Gleichwertige Gegner stoßen kann. Allerdings ist die gesamte Bot-KI nicht ganz fehlerfrei und es kann unter umständen auch einmal vorkommen, das ein Gegner sie durch einen Hügel hindurch abschießen will, aber sonst verhalten sich die Bots sehr vorbildlich, was bei dem Spiel, wo es auch auf Teamarbeit ankommt, ja keine Selbstverständlichkeit ist.
Um das aber genauer zu verstehen sollte ich vielleicht aber erst mal das Spielprinzip erklären, damit das Spiel auch für Leute die es noch nicht kennen etwas klarer wird. Also, man spielt in Battlefield Vietnam je nach Auswahl auf der Seite der USA oder der Vietnamesen. Hierbei entstehen dann beim Spielen zwei Teams, die jeweils untereinander zusammenarbeiten und gegen das jeweils andere Team um Flaggpunkte kämpft. Diese Flagpunkte sind über die jeweils sehr großen Landschaften verteilt und können vom jeweilig anderen Team eingenommen werden, indem man lange genug an einer solchen Flagge verweilt. Praktisch dabei ist, dass die Zeit die man braucht je nach Anzahl der Soldaten die den Punkt einnehmen sinkt und somit auch hier Teamwork sehr hilfreich sein kann.
Erreichen tut man die Flaggpunkte auf den mehr als 15 Karten entweder per Luft in einem Helikopter oder Flugzeug, oder in Gefährten wie Schiffen, Panzern oder Geländewagen, was sich natürlich je nach Karte unterscheidet. Aber auch zu Fuß kann man sich natürlich bewegen, wenn es auch auf manchen Karten dann sehr lange dauert.
Das wirklich gut gemachte, ist allerdings, das alle Gefährte, 24 sind es, original aus der Zeit des Vietnam Kriegs entnommen sind und perfekt nachgebildet sind.
Aber auch darin sehen manche einen Nachteil, wenn sie meinen dass man einen solchen wirklich schrecklichen Krieg nicht auch noch nachbilden sollte. Besonders krass wird dieses Beispiel an den Napalmbombern, die es auch auf manchen Karten gibt. Ich halte das ganze allerdings für einiges weniger dramatisch, da das Spiel teilweise geschichtlich nicht ganz korrekt ist und weiterhin auch keine Zivilisten sterben. Außerdem gibt es bei jedem Laden von Karten einen interessanten Hintergrund, der über die Geschehnisse von damals informiert und keineswegs die schlimme Seite des Krieges verheimlich.
Außerdem bietet der Vietnamkrieg, so makaber es auch klingen mag, einfach ein gutes Szenario für das Spiel, da es einfach unglaublich spannend ist sich zum Beispiel durch gut versteckte Gänge oder durch den Dschungel zu pirschen.
Weiterhin ist auf diesen Karten in der vietnamesischen Landschaft auch Teamgeist gefragt, da man zum Beispiel mit einem Heli direkt mehrere Leute zu einem Punkt transportieren kann und es im Team mit Leuten die man kennt sehr viel Spaß macht. Daher bietet sich dieses Spiel auch sehr für Multigaming-Clans an, da es besonders wenn man gleichzeitig über ein externes Tool, wie Teamspeak miteinander spricht einfach spannend und sehr vielseitig ist.
Aber auch schon alleine ist es sehr spannend, wenn man auch auf die Hilfe der Bots oder eben der anderen Internetgegner hoffen muss.
Damit außerdem ein perfektes Teamplay entstehen kann sollte jedes Team sich in den Spielerklassen ungefähr ergänzen. Hierbei gibt es nämlich noch die Wahl zwischen zum Beispiel Angriffstruppen oder Ingenieuren. Alleine schon an dieser Anzahl an Aufzählungen sollte damit auch klar geworden sein, das man BF: Vietnam nicht als sinnlosen Ego-Shooter bezeichnen kann.
Da ich ja jetzt erst mal eigentlich alles über den Singelplayer beschrieben habe, sollte man vielleicht noch wissen, dass eben der Hauptteil des Spiels, der Multiplayer vom Prinzip natürlich genau wie das Spiel mit Bots abläuft. Hier muss man nur vorher noch zu einem beliebigen Internetserver connecten, was über das Spiel selbst und auch über GameSpy geht.
Insgesamt macht das Spiel aber eben tierisch viel Spaß und wird von den vielen verschiedenen Waffen, der exelenden Musik und der liebe zum Detail perfekt ergänzt. Für mich kann ich daher sagen das sich der Kauf des Spiels alle Male gelohnt hat, wenn es auch sicherlich etwas enttäuschend war, dass das Spielen alleine nur so begrenzt geht. Aber so ist Battlefield Vietnam halt ein reiner Multiplayer-Shooter geworden und ist damit leider auch nur für jemand mit einer anständigen Internetverbindung (möglichst DSL) richtig lohnenswert. Aber trotzdem hat mich das Spiel vor allen Dingen durch seinen Langzeitspaß und die große Abwechslung in den Karten überzeugt und ich werde noch lange Spaß dran haben. Als Bewertung bleibt mir also fast nur die Wahl zu 5 Sternen und einer Empfehlung die ich hiermit auch ausspreche, auch wenn mir der fehlende Singelplayer ein kleiner Dorn im Auge ist, aber wer noch überlegt ob er sich das Spiel kaufen soll, den ermutige ich hiermit dazu.
Außerdem hoffe ich, dass ich euch mit dem Bericht etwas weiterhelfen konnte und bedanke mich schon mal im Voraus fürs Lesen, für eure Bewertungen und für einen eventuellen Kommentar.
© Hahn1 bzw. Janni@games
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