Tom Clancy's Splinter Cell: Pandora Tomorrow (PC Spiel Shooter) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008
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Erfahrungsbericht von atrachte
Aus der Dunkelheit kommt er zu uns...
Pro:
schöne Grafik (besonders die Licht und Schatten Effekte), cooler Multiplayer, hilfreiche Items, relativ einfache Bedienung,
Kontra:
Spiel kommt auf 4 CDs, schwache Story,
Empfehlung:
Ja
Der erste Teil von Splinter Cell war vor ca.2 Jahren ein absoluter Überraschungserfolg auf der X-Box. Wenig später kam das Spiel auf dem PC raus und kassierte nur positive Wertungen ab. Kein ganzes Jahr ist vorbei und schon erscheint Teil 2. Als Fan des ersten Teils musste ich den neuen natürlich auch spielen. Ob „Pandora Tomorrow“ den ersten Teil schlägt werdet ihr jetzt erfahren. Viel Spaß beim Lesen.
Story:
Die U.S.A befinden sich wieder mal in einen Krieg. Der Rebellen Führer Sadono führt eine Gruppe von Rebellen an die die Unabhängigkeit von Indonesien fordern. Als die Amerikaner beginnen immer mehr Basen auf Indonesien zu bauen dringt Sadono mit seinen Männern in die U.S Botschaft ein und nimmt die Botschafter als Geiseln. Die Verhandlungen scheinen zu scheitern und so muss man auf einen Mann setzen. Sam Fisher. Sam Fisher ist ein ausgebildeter Geheimagent der als letztes Mittel eingesetzt wird. Sein Hauptziel ist allerdings zu erst einen alten bekannten von ihn zu befreien. Nachdem dieser, wie auch die Botschafter, in Sicherheit sind gelingt es Sadono zu fliehen. Auf der Welt häufen sich Anschläge gegen U.S Einrichtungen. Zudem scheinen die Rebellen im Besitz eines Pocken Virus zu sein. Nun muss Fisher Sadono ausfindig machen und seinen Terrorzug stoppen ehe alles zu spät ist.
Gameplay:
Ein Agent bereist die Welt:
Ob eine Leichenhalle in Paris, einen Wochenmarkt in Jerusalem oder ein Dorf im dichten Dsungel Indonesiens. Sam Fisher kommt in „Pandora Tomorrow“ ganz schön weit rum. Doch so abwechslungsreich die Umgebungen teilweise auch sind, die Missionen sind meistens gleich. Höre ein Gespräch ab, triff eine Kontaktperson oder finde irgendwelche Dokumente. Das bekommt man meistens von seinem vorgesetzten Lambert zu hören. Doch dank der schönen Umgebungen und dem knackigen Missionsdesign kommt in keiner Mission Langeweile auf. Und das finde ich an diesem Titel sehr zu schätzen. Insgesamt gibt es acht große Levels welche in mehrere Passagen unterteilt sind. In allen Levels kämpft man gegen Terroristen. Passanten die gelegentlich auch auftauchen darf man nicht töten. Aber manchmal darf man selbst die Terroristen nicht ausschalten und muss schleichen. Die Schleicheinlagen sind aber alles andere als Langweilig. Das Spiel kann man auf zwei Schwierigkeitsstufen spielen (Normal und Hart). Doch leider haben selbst Leute die sonst nicht so viel spielen, dass Spiel in knapp 15 Stunden durch. Geübte Zocker brauchen ledeglich 10 Stunden. Doch wie auch bei „Max Payne 2“ gilt: „Lieber kurz und spannend, als Lang und Langweilig.“
Die Waffen eines Agenten:
Wie auch im Vorgänger stehen dem Spieler ledeglich zwei Waffen zur Auswahl. Das ist zum einen die PP9 (eine 5.72mm Pistole) und die SC-20K (ein Maschinengewehr). Beide Waffen sind Schallgedämpft was sich in den Missionen als sehr hilfreich erweist. Kann man mit der PP9 ledeglich ein bisschen rumschießen lässt sich die SC-20K mit weiteren Tools erweitern. Da hätte man z.b einen Taser, Rauchgranaten und eine Haftkamera die per Sekundärfeuertaste benutzt werden können. Auch die PP9 hat eine Sekundärfunktion welcher aber nur ein Laser ist. Allerdings lässt sich der Laser gut einsetzen um die Gegner in die Irre zu führen. Es gibt zwar einige Leute die kritisieren das es in den „Splinter Cell“ Spielen nur zwei Waffen gibt aber ich finde das sehr gut denn „Splinter Cell“ ist kein „Doom 3“ sondern ein Stealth Action Spiel wo es drum geht zu schleichen und nicht zu ballern.
Alles was ein Agenten Herz begehrt:
Wie ich bereits angesprochen habe gibt es in „Pandora Tomorrow“ einige Tools mit der man das Maschinengewehr erweitern kann. Doch man kann nicht nur sein Gewehr mit Haftkamera und Ablenkungssystem ausstatten, es gibt noch einige andere Items die im Spiel von großer Wichtigkeit sind. Das wichtigste Item ist das Sichtgerät. Lässt man es aus sieht man das Spiel normal. Doch kommt man mal in eine Situation wo es sehr dunkel ist (und in diese Situation kommt man oft) aktiviert man per Tastendruck einfach das Nachtsichtgerät. Im Nachtsichtmodus sieht man das Spiel in grau Tönen, was zwar nicht ganz so schön aus sieht wie ohne Nachtsichtmodus, im Spiel aber sehr weiter hilft. Doch nicht nur eine Nachtsichtfunktion hat das Sichtgerät sondern auch ein Wärmesichtgerät. Hat man dieses aktiviert erkennt man kaum etwas. Nur die Gegner oder andere Sachen die warm sind z.b Heizungsrohre, kann man dank bunter Farben gut erkennen. Die kalte Gegend wird dabei blau angezeigt. Ein anderes sehr nützliche Item ist der Dietrich mit dem man verschlossene Türen öffnen kann. Der Dietrich kommt zwar nicht allzu oft zum Einsatz aber er fehlt trotzdem in keiner Mission.
Sehr gelenkig dieser Fisher:
Ob einen Spagatsprung an eine Wand, eine schnelle Vorwärtsrolle oder unter einem Zug klettern. All das macht Sam Fisher mit links. Doch diese Akrobatischen Einlagen sind nicht einfach nur zum Spaß da sondern müssen in den Missionen oft eingesetzt werden um weiter zu kommen. Nehmen wir mal ein Beispiel das Anfangs Level. Es scheint keinen Weg zu geben. Man sieht nur Sackgassen. Doch wenn man in eine dieser Sackgassen geht und nach oben schaut erblickt man schon gleich einen Balkon. Glücklicherweise liegen die Seitenwände der Sackgasse sehr eng aneinander so dass man auf eine Wand zu läuft, die Sprungtaste drückt und eine Bewegungstaste (meinetwegen nach links). Und schon macht Sam einen schönen Spagatsprung und hängt in der Gasse. Um jedoch weiter hoch zu kommen muss man diese Aktion noch zwei mal machen. Mit Eleganz springt Sam von einer zur anderen Wand ab. Und schon hat man den Balkon erreicht und kann weiter spielen. Klingt zwar etwas kompliziert aber ist eigentlich ganz simpel.
Realismus Pur:
Das im Spiel sehr viel Wert auf Realismus gelegt wurde, merkt man ab der ersten Minute Spielzeit. Nicht umsonst haben die Entwickler den Autor Tom Clancy gebeten die Geschichte zum Spiel zu schreiben. Tom Clancy sollte vielen bekannt sein als Autor von „The Sum of all Fears“ oder „Jagd auf Roter Oktober“. Schon bei diesen Büchern bzw. Filmen hat man gemerkt das es sich um Politische Auseinander Setzungen verschiedener Staaten und Terrorismus handelt. Dieses Szenario wurde im ersten „Splinter Cell“ Teil behandelt und auch im zweiten Teil ist die Story geprägt von Terrorismus. Von der Story her kommt vollstes Gefühl für Realismus rüber. Was ich auch gut finde ist das die Story nicht zu Patriotistisch ist so wie man es teilweise von Tom Clancy gewohnt ist. Auch der Spielverlauf selbst zeigt viel Realismus. Besonders gut gemacht find ich das es vor jeder Mission einen Zusammenschnitt von Nachrichtensendungen gibt. Die Cutscenes sehen dank der schön geränderten Grafik übrigens fantastisch aus. Doch im Spiel schleichen sich leider einige Logikfehler ein. Zum eine die Sache mit dem Sichtgerät. Auf diesem erkennt man nämlich drei grüne Lichter. Doch wenn man im dunklen steht und der Gegner etwas abseits in die Richtung von Sam Fisher guckt, kann der Gegner Sam nicht erkennen obwohl die grünen Lichter nicht zu übersehen sein sollten. Richtig schlimm finde ich das aber nicht. Ein paar Logikfehler sind ja gestattet. Und so muss ich sagen das dass Spiel wirklich sehr realistisch ist und den Spieler in seinen Bann zieht. Die kleinen Logikfehler sind da völlig egal.
Spaß zu viert:
Die größte Änderung zum Vorgänger ist das es in „Pandora Tomorrow“ einen Multiplayer Modus gibt. Und der ist nicht nur sau gut sondern auch sehr Innovativ. Auf einem Server können bis zu vier Spieler gleichzeitig antreten. Vier Spieler klingt nach wenig aber ist meiner Meinung nach genug. Ich erkläre es mal. Es gibt im Multiplayer Modus zwei Klassen. Einmal die Agenten und die Söldner. Am besten ist es wenn jede Klasse zwei Spieler hat. Also zwei Agenten gegen zwei Söldner. Die Aufgabe der Agenten ist es meist in irgendein Gebäude einzudringen, dort Dokumente zu klauen und etwas zu zerstören. Bei den Agenten kommt es auf viel Teamplay an. Man sollte am besten immer zu zweit unterwegs sein. Die Agenten spiel man aus der Third – Person Ansicht (wie man es aus dem Singleplayer kennt). Die Aufgabe der Söldner ist es die Agenten ausfindig zu machen und ihre Ziele zu verhindern. Bei den Söldnern ist Teamplay nicht dringend nötig. Die Söldner spielt man allerdings nicht aus der Third – Person Perspektive sondern aus der Ego – Perspektive. Nach beenden des Singleplayer Modus empfinde ich den Multiplayer Modus als Pflicht. Auch wenn vier Spielern nach wenig klingt ist es genau die richtige Anzahl der Spieler.
Technik:
Grafik:
Zwar sieht die Grafik nicht so gut aus wie in „Doom 3“ aber dank einer weiterentwickelten Version der Unreal Warfare Engine überzeugt „Pandora Tomorrow“ voll und ganz im Optischen Bereich. Die Umgebungen und die Playermodels wirken sehr schön gestaltet. Das Leckerbissen sind natürlich die schönen Licht- und Schatteneffekte die viel besser aussehen als im Vorgänger. Doch was vielleicht nicht so fort ins Auge fällt sind die teils sehr hübschen Fotorealistischentexturen die fast so gut aussehen wie die in „Max Payne 2“.
Sound:
Wie auch bei der Grafik wirken die Sounds sehr realistisch. Die Waffensounds sind sehr gut gelungen und auch die Umgebungssounds z.b im Indonesischen Dsungel sorgen für eine schöne Atmosphäre. Doch wie auch bei der Grafik legten die Entwickler viel Wert im Detail. Läuft unser Protagonist über Glasscherben so knacksen diese wie im echten leben. Läuft Sam über morsches Holz knirscht dieses wie im echten Leben. Die Liebe zum Detail ist wirklich sehr groß. Doch die deutsche Sprachausgabe setzt dem ganzen noch einen drauf. Sam Fisher wird übrigens von der Synchronstimme von Nicolas Cage gesprochen.
KI:
Die KI im ersten Teil war eigentlich ganz gut. Doch es gab manchmal kleine Aussetzer. Doch in „Pandora Tomorrow“ wurden diese Aussetzer überarbeitet und die KI noch ein bisschen intelligenter gemacht. Die KI ist sicherlich nicht der Oberhammer aber trotzdem gibt es einige Situationen wo man sich an ihr die Zähne ausbeißt. Doch ich vermisse das die Gegner z.b auf den Schatten von Sam reagieren wenn sie diesen sehen. Diese Details sollen übrigens im nächsten Teil mit Untertitel „Chaos Theory“ kommen.
Animationen:
Wenn man diese Animationen sieht glaubt man gar nicht das sie von Hand gemacht sind. In den meisten Spielen ist es heute Standart das die Animationen per Motion Capturing Verfahren aufgenommen werden damit sie im Spiel realistischer wirken. Auch wenn die Animationen in „Pandora Tomorrow“ nicht mit Motion Capturing gemacht sind, wirken sie in kaum einem anderen Spiel so realistisch.
Steuerung:
Die Steuerung ist wie im Vorgänger zwar etwas schwer zu erlernen aber dennoch recht simpel. Neulinge brauchen ca. 15 Minuten bis sie das wichtigste beherrschen. Nur bei manchen Spagatsprüngen kommt es schon mal zu hakigen Situationen. Ansonsten ist die Steuerung sehr gut gelöst. Besonders gut finde ich noch heute das man mit dem Mausrad die Laufgeschwindigkeit von Sam Fisher steuern kann.
Systemanforderungen:
Um „Pandora Tomorrow“ flüssig zu spielen empfehle ich einen Computer mit Windows 98/ME/2000/XP. Einen Prozessor ab 2,4 Ghz und eine Radeon 9600 XT oder ähnlichem. 256 MB RAM sollte man mindestens im Rechner haben. Mit dieser Hardware wird man das Spiel in hoher Auflösung absolut flüssig spielen können. Natürlich kann man das Spiel auch mit niedrigerer Hardware zocken muss dann aber wahrscheinlich auf mittlere Details stellen um dass Spiel mit mehr als 20 Frames zocken zu können.
Kritik:
Das Spiel selbst hat zwar kleine Schwächen (z.b die Story) aber es ist ansonsten besser als sein Vorgänger. Was mich am meisten nervt ist das „Pandora Tomorrow“ wieder mal zu den Spielen gehört die auf zig CDs (4 CDs) rauskommen. Ich denke das mittlerweile jeder ein normales DVD Laufwerk hat.
Wertung in Prozent:
Story: 84%
Grafik: 91%
Sound: 91%
Atmosphäre: 88%
Steuerung: 92%
Innovation: 88%
Langzeitmotivation: 89%
Singleplayer: 92%
Multiplayer: 90%
Gesamt Prozentzahl des Spieles: 91%
Fazit:
„Pandora Tomorrow“ schneidet in allen Punkten besser ab als sein grandioser Vorgänger. Doch eine Schwäche hat „Pandora Tomorrow“ leider von seinem Vorgänger übernommen. Nämlich die dünne Story. Die Story Idee ist eigentlich ganz gut und man hätte mehr draus machen können. Aber die Chance wurde leider vertan. Von der rein Technischen Seite ist das Spiel sehr überzeugend. Besonders schön sind die Schatteneffekte anzusehen. Auch dass Spiel selber fesselt in der ersten Minute. Leider dauert es nicht allzu lange bis man dass Spiel durchgezockt hat. Die größte Überraschung ist allerdings der Multiplayer Modus. Dieser ist den Entwicklern perfekt gelungen. Im großen und ganzen kann man „Splinter Cell: Pandora Tomorrow“ als eines der Action Highlights 2004 bezeichnen. Jeder der den ersten Teil mochte wird schon längst „Pandora Tomorrow“ spielen. Ansonsten empfehle ich jedem das Spiel der gerne ein bisschen Nachdenkt aber trotzdem nicht auf Action verzichten will.
Links zum Spiel:
Homepage des Spieles:
http://www.splintercell.com/
Homepage vom Publisher und Entwickler:
http://www.ubi.com/DE
Screenshots:
http://www.ciao.de/opinion_images_view.php/OpinionId/2867398
Story:
Die U.S.A befinden sich wieder mal in einen Krieg. Der Rebellen Führer Sadono führt eine Gruppe von Rebellen an die die Unabhängigkeit von Indonesien fordern. Als die Amerikaner beginnen immer mehr Basen auf Indonesien zu bauen dringt Sadono mit seinen Männern in die U.S Botschaft ein und nimmt die Botschafter als Geiseln. Die Verhandlungen scheinen zu scheitern und so muss man auf einen Mann setzen. Sam Fisher. Sam Fisher ist ein ausgebildeter Geheimagent der als letztes Mittel eingesetzt wird. Sein Hauptziel ist allerdings zu erst einen alten bekannten von ihn zu befreien. Nachdem dieser, wie auch die Botschafter, in Sicherheit sind gelingt es Sadono zu fliehen. Auf der Welt häufen sich Anschläge gegen U.S Einrichtungen. Zudem scheinen die Rebellen im Besitz eines Pocken Virus zu sein. Nun muss Fisher Sadono ausfindig machen und seinen Terrorzug stoppen ehe alles zu spät ist.
Gameplay:
Ein Agent bereist die Welt:
Ob eine Leichenhalle in Paris, einen Wochenmarkt in Jerusalem oder ein Dorf im dichten Dsungel Indonesiens. Sam Fisher kommt in „Pandora Tomorrow“ ganz schön weit rum. Doch so abwechslungsreich die Umgebungen teilweise auch sind, die Missionen sind meistens gleich. Höre ein Gespräch ab, triff eine Kontaktperson oder finde irgendwelche Dokumente. Das bekommt man meistens von seinem vorgesetzten Lambert zu hören. Doch dank der schönen Umgebungen und dem knackigen Missionsdesign kommt in keiner Mission Langeweile auf. Und das finde ich an diesem Titel sehr zu schätzen. Insgesamt gibt es acht große Levels welche in mehrere Passagen unterteilt sind. In allen Levels kämpft man gegen Terroristen. Passanten die gelegentlich auch auftauchen darf man nicht töten. Aber manchmal darf man selbst die Terroristen nicht ausschalten und muss schleichen. Die Schleicheinlagen sind aber alles andere als Langweilig. Das Spiel kann man auf zwei Schwierigkeitsstufen spielen (Normal und Hart). Doch leider haben selbst Leute die sonst nicht so viel spielen, dass Spiel in knapp 15 Stunden durch. Geübte Zocker brauchen ledeglich 10 Stunden. Doch wie auch bei „Max Payne 2“ gilt: „Lieber kurz und spannend, als Lang und Langweilig.“
Die Waffen eines Agenten:
Wie auch im Vorgänger stehen dem Spieler ledeglich zwei Waffen zur Auswahl. Das ist zum einen die PP9 (eine 5.72mm Pistole) und die SC-20K (ein Maschinengewehr). Beide Waffen sind Schallgedämpft was sich in den Missionen als sehr hilfreich erweist. Kann man mit der PP9 ledeglich ein bisschen rumschießen lässt sich die SC-20K mit weiteren Tools erweitern. Da hätte man z.b einen Taser, Rauchgranaten und eine Haftkamera die per Sekundärfeuertaste benutzt werden können. Auch die PP9 hat eine Sekundärfunktion welcher aber nur ein Laser ist. Allerdings lässt sich der Laser gut einsetzen um die Gegner in die Irre zu führen. Es gibt zwar einige Leute die kritisieren das es in den „Splinter Cell“ Spielen nur zwei Waffen gibt aber ich finde das sehr gut denn „Splinter Cell“ ist kein „Doom 3“ sondern ein Stealth Action Spiel wo es drum geht zu schleichen und nicht zu ballern.
Alles was ein Agenten Herz begehrt:
Wie ich bereits angesprochen habe gibt es in „Pandora Tomorrow“ einige Tools mit der man das Maschinengewehr erweitern kann. Doch man kann nicht nur sein Gewehr mit Haftkamera und Ablenkungssystem ausstatten, es gibt noch einige andere Items die im Spiel von großer Wichtigkeit sind. Das wichtigste Item ist das Sichtgerät. Lässt man es aus sieht man das Spiel normal. Doch kommt man mal in eine Situation wo es sehr dunkel ist (und in diese Situation kommt man oft) aktiviert man per Tastendruck einfach das Nachtsichtgerät. Im Nachtsichtmodus sieht man das Spiel in grau Tönen, was zwar nicht ganz so schön aus sieht wie ohne Nachtsichtmodus, im Spiel aber sehr weiter hilft. Doch nicht nur eine Nachtsichtfunktion hat das Sichtgerät sondern auch ein Wärmesichtgerät. Hat man dieses aktiviert erkennt man kaum etwas. Nur die Gegner oder andere Sachen die warm sind z.b Heizungsrohre, kann man dank bunter Farben gut erkennen. Die kalte Gegend wird dabei blau angezeigt. Ein anderes sehr nützliche Item ist der Dietrich mit dem man verschlossene Türen öffnen kann. Der Dietrich kommt zwar nicht allzu oft zum Einsatz aber er fehlt trotzdem in keiner Mission.
Sehr gelenkig dieser Fisher:
Ob einen Spagatsprung an eine Wand, eine schnelle Vorwärtsrolle oder unter einem Zug klettern. All das macht Sam Fisher mit links. Doch diese Akrobatischen Einlagen sind nicht einfach nur zum Spaß da sondern müssen in den Missionen oft eingesetzt werden um weiter zu kommen. Nehmen wir mal ein Beispiel das Anfangs Level. Es scheint keinen Weg zu geben. Man sieht nur Sackgassen. Doch wenn man in eine dieser Sackgassen geht und nach oben schaut erblickt man schon gleich einen Balkon. Glücklicherweise liegen die Seitenwände der Sackgasse sehr eng aneinander so dass man auf eine Wand zu läuft, die Sprungtaste drückt und eine Bewegungstaste (meinetwegen nach links). Und schon macht Sam einen schönen Spagatsprung und hängt in der Gasse. Um jedoch weiter hoch zu kommen muss man diese Aktion noch zwei mal machen. Mit Eleganz springt Sam von einer zur anderen Wand ab. Und schon hat man den Balkon erreicht und kann weiter spielen. Klingt zwar etwas kompliziert aber ist eigentlich ganz simpel.
Realismus Pur:
Das im Spiel sehr viel Wert auf Realismus gelegt wurde, merkt man ab der ersten Minute Spielzeit. Nicht umsonst haben die Entwickler den Autor Tom Clancy gebeten die Geschichte zum Spiel zu schreiben. Tom Clancy sollte vielen bekannt sein als Autor von „The Sum of all Fears“ oder „Jagd auf Roter Oktober“. Schon bei diesen Büchern bzw. Filmen hat man gemerkt das es sich um Politische Auseinander Setzungen verschiedener Staaten und Terrorismus handelt. Dieses Szenario wurde im ersten „Splinter Cell“ Teil behandelt und auch im zweiten Teil ist die Story geprägt von Terrorismus. Von der Story her kommt vollstes Gefühl für Realismus rüber. Was ich auch gut finde ist das die Story nicht zu Patriotistisch ist so wie man es teilweise von Tom Clancy gewohnt ist. Auch der Spielverlauf selbst zeigt viel Realismus. Besonders gut gemacht find ich das es vor jeder Mission einen Zusammenschnitt von Nachrichtensendungen gibt. Die Cutscenes sehen dank der schön geränderten Grafik übrigens fantastisch aus. Doch im Spiel schleichen sich leider einige Logikfehler ein. Zum eine die Sache mit dem Sichtgerät. Auf diesem erkennt man nämlich drei grüne Lichter. Doch wenn man im dunklen steht und der Gegner etwas abseits in die Richtung von Sam Fisher guckt, kann der Gegner Sam nicht erkennen obwohl die grünen Lichter nicht zu übersehen sein sollten. Richtig schlimm finde ich das aber nicht. Ein paar Logikfehler sind ja gestattet. Und so muss ich sagen das dass Spiel wirklich sehr realistisch ist und den Spieler in seinen Bann zieht. Die kleinen Logikfehler sind da völlig egal.
Spaß zu viert:
Die größte Änderung zum Vorgänger ist das es in „Pandora Tomorrow“ einen Multiplayer Modus gibt. Und der ist nicht nur sau gut sondern auch sehr Innovativ. Auf einem Server können bis zu vier Spieler gleichzeitig antreten. Vier Spieler klingt nach wenig aber ist meiner Meinung nach genug. Ich erkläre es mal. Es gibt im Multiplayer Modus zwei Klassen. Einmal die Agenten und die Söldner. Am besten ist es wenn jede Klasse zwei Spieler hat. Also zwei Agenten gegen zwei Söldner. Die Aufgabe der Agenten ist es meist in irgendein Gebäude einzudringen, dort Dokumente zu klauen und etwas zu zerstören. Bei den Agenten kommt es auf viel Teamplay an. Man sollte am besten immer zu zweit unterwegs sein. Die Agenten spiel man aus der Third – Person Ansicht (wie man es aus dem Singleplayer kennt). Die Aufgabe der Söldner ist es die Agenten ausfindig zu machen und ihre Ziele zu verhindern. Bei den Söldnern ist Teamplay nicht dringend nötig. Die Söldner spielt man allerdings nicht aus der Third – Person Perspektive sondern aus der Ego – Perspektive. Nach beenden des Singleplayer Modus empfinde ich den Multiplayer Modus als Pflicht. Auch wenn vier Spielern nach wenig klingt ist es genau die richtige Anzahl der Spieler.
Technik:
Grafik:
Zwar sieht die Grafik nicht so gut aus wie in „Doom 3“ aber dank einer weiterentwickelten Version der Unreal Warfare Engine überzeugt „Pandora Tomorrow“ voll und ganz im Optischen Bereich. Die Umgebungen und die Playermodels wirken sehr schön gestaltet. Das Leckerbissen sind natürlich die schönen Licht- und Schatteneffekte die viel besser aussehen als im Vorgänger. Doch was vielleicht nicht so fort ins Auge fällt sind die teils sehr hübschen Fotorealistischentexturen die fast so gut aussehen wie die in „Max Payne 2“.
Sound:
Wie auch bei der Grafik wirken die Sounds sehr realistisch. Die Waffensounds sind sehr gut gelungen und auch die Umgebungssounds z.b im Indonesischen Dsungel sorgen für eine schöne Atmosphäre. Doch wie auch bei der Grafik legten die Entwickler viel Wert im Detail. Läuft unser Protagonist über Glasscherben so knacksen diese wie im echten leben. Läuft Sam über morsches Holz knirscht dieses wie im echten Leben. Die Liebe zum Detail ist wirklich sehr groß. Doch die deutsche Sprachausgabe setzt dem ganzen noch einen drauf. Sam Fisher wird übrigens von der Synchronstimme von Nicolas Cage gesprochen.
KI:
Die KI im ersten Teil war eigentlich ganz gut. Doch es gab manchmal kleine Aussetzer. Doch in „Pandora Tomorrow“ wurden diese Aussetzer überarbeitet und die KI noch ein bisschen intelligenter gemacht. Die KI ist sicherlich nicht der Oberhammer aber trotzdem gibt es einige Situationen wo man sich an ihr die Zähne ausbeißt. Doch ich vermisse das die Gegner z.b auf den Schatten von Sam reagieren wenn sie diesen sehen. Diese Details sollen übrigens im nächsten Teil mit Untertitel „Chaos Theory“ kommen.
Animationen:
Wenn man diese Animationen sieht glaubt man gar nicht das sie von Hand gemacht sind. In den meisten Spielen ist es heute Standart das die Animationen per Motion Capturing Verfahren aufgenommen werden damit sie im Spiel realistischer wirken. Auch wenn die Animationen in „Pandora Tomorrow“ nicht mit Motion Capturing gemacht sind, wirken sie in kaum einem anderen Spiel so realistisch.
Steuerung:
Die Steuerung ist wie im Vorgänger zwar etwas schwer zu erlernen aber dennoch recht simpel. Neulinge brauchen ca. 15 Minuten bis sie das wichtigste beherrschen. Nur bei manchen Spagatsprüngen kommt es schon mal zu hakigen Situationen. Ansonsten ist die Steuerung sehr gut gelöst. Besonders gut finde ich noch heute das man mit dem Mausrad die Laufgeschwindigkeit von Sam Fisher steuern kann.
Systemanforderungen:
Um „Pandora Tomorrow“ flüssig zu spielen empfehle ich einen Computer mit Windows 98/ME/2000/XP. Einen Prozessor ab 2,4 Ghz und eine Radeon 9600 XT oder ähnlichem. 256 MB RAM sollte man mindestens im Rechner haben. Mit dieser Hardware wird man das Spiel in hoher Auflösung absolut flüssig spielen können. Natürlich kann man das Spiel auch mit niedrigerer Hardware zocken muss dann aber wahrscheinlich auf mittlere Details stellen um dass Spiel mit mehr als 20 Frames zocken zu können.
Kritik:
Das Spiel selbst hat zwar kleine Schwächen (z.b die Story) aber es ist ansonsten besser als sein Vorgänger. Was mich am meisten nervt ist das „Pandora Tomorrow“ wieder mal zu den Spielen gehört die auf zig CDs (4 CDs) rauskommen. Ich denke das mittlerweile jeder ein normales DVD Laufwerk hat.
Wertung in Prozent:
Story: 84%
Grafik: 91%
Sound: 91%
Atmosphäre: 88%
Steuerung: 92%
Innovation: 88%
Langzeitmotivation: 89%
Singleplayer: 92%
Multiplayer: 90%
Gesamt Prozentzahl des Spieles: 91%
Fazit:
„Pandora Tomorrow“ schneidet in allen Punkten besser ab als sein grandioser Vorgänger. Doch eine Schwäche hat „Pandora Tomorrow“ leider von seinem Vorgänger übernommen. Nämlich die dünne Story. Die Story Idee ist eigentlich ganz gut und man hätte mehr draus machen können. Aber die Chance wurde leider vertan. Von der rein Technischen Seite ist das Spiel sehr überzeugend. Besonders schön sind die Schatteneffekte anzusehen. Auch dass Spiel selber fesselt in der ersten Minute. Leider dauert es nicht allzu lange bis man dass Spiel durchgezockt hat. Die größte Überraschung ist allerdings der Multiplayer Modus. Dieser ist den Entwicklern perfekt gelungen. Im großen und ganzen kann man „Splinter Cell: Pandora Tomorrow“ als eines der Action Highlights 2004 bezeichnen. Jeder der den ersten Teil mochte wird schon längst „Pandora Tomorrow“ spielen. Ansonsten empfehle ich jedem das Spiel der gerne ein bisschen Nachdenkt aber trotzdem nicht auf Action verzichten will.
Links zum Spiel:
Homepage des Spieles:
http://www.splintercell.com/
Homepage vom Publisher und Entwickler:
http://www.ubi.com/DE
Screenshots:
http://www.ciao.de/opinion_images_view.php/OpinionId/2867398
38 Bewertungen, 1 Kommentar
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20.03.2007, 07:17 Uhr von hjid55
Bewertung: sehr hilfreichSh & lg Sarah
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