Medal Of Honor: Allied Assault (Mac Software) Testbericht

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ab 13,03
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Erfahrungsbericht von bomberman

Medal of Honor: Allied Assault

Pro:

atmosphere

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Auf der Ladefläche eines LKW´s verfolgen wir, wie in unserem Hinteren Fahrzeug bei der Passkontrolle unsere Tarnung auffliegt. Wir springen schnell aus dem LKW und schiessen uns den Weg bis zu den Stadttoren frei. Einer nach dem anderen aus unserem Team wird durch den Feindbeschuss erledigt so dass nur noch ich am Schluss übrig bleibe. Munition habe ich kaum noch und die Gesundheit geht auch mit jedem Treffer nach unten zur Nulllinie.



So ungefähr muss man sich den Beginn von Medal of Honor: Allied Assault vorstellen. In der Figur von Mike Powell ziehen sie als Amerikanischer US-Leutnant in den Krieg gegen das Deutsche Reich. Zu Beginn des Spieles geht es nach Algerien über Norwegen bis wir in der dritten Mission die Landung an Omaha Beach nachspielen. Die Entwickler haben sich hier wahrscheinlich den Film -Der Soldat James Rayne- intensiv angesehen da es täuschend echt abgeht und wir uns vom Landungsschiff bis hoch zu den Geschützbunkern vorkämpfen müssen. In der Normandie dann angekommen geht es in die Bretagne und zum Schluss ab nach Deutschland ins Herz des Deutschen Reiches. Das Spiel ist in 6 Missionen aufgeteilt. In diesen 6 Missionen sind insgesamt nochmals 26 Levels enthalten. Vor jedem Start in einen dieser Level wird man schriftlich eingewiesen und man weiss ungefähr worum es geht.



Im Spiel selbst wird man über einen Kompass von Missionsziel zu Missionsziel geführt so dass eine grosse Sucherei ausbleibt. Leider ist es jedoch auch so, dass die Level ziemlich Linear ablaufen und man sehr wenig Gelegenheit dazu hat die Karten gross zu erkunden und man immer auf dem richtigen Weg bleibt. Im Team muss man abundzu auch ran, was jedoch schwerer ist als es aussieht, da wir über die Jungs keinerlei Befehlsgewalt haben und sie sich gerne selbständig machen. Wenn es dann noch eine Mission ist wo man z.B. eine ganze Panzerbesatzung zu Ihrem Gefährt führen muss und diese nicht die Köpfe unten halten ist es sehr frustrierend wieder von vorne zu beginnen. Es kann jedoch zu jedem Zeitpunkt des Spieles gespeichert werden, so dass man an der letzten Position wieder beginnen kann. Als Missionsziele gelten überwiegend irgendwo irgendwelche Sprengsätze anbringen und dann schnellstmöglich zu verschwinden. Um jedoch an diese ranzukommen muss man erst viel aufräumen und das Gelände von Feinden säubern. Wenn Ihr wie z.B. am Omaha Beach auf die Schilder Vorsicht Minenfeld trefft dann nehmt dies bitte auch ernst. Man hört nämlich nur ein klacken und beim nächsten Schritt geht die Mine los.



Für Abwechslung sorgen auch die Level wo man z.B. auf einem fahrenden Jeep ein MG benutzt und den Weg freiräumt und z.B. auch Verfolgungsfahrzeuge ins Jenseits befördert. Höhepunkt des ganzen ist jedoch die Fahrt mit einem Panzer. Mit der Maus wird das Rohr gesteuert und mit den Pfeiltasten wird der Panzer fortbewegt. Dies benötigt jedoch ein wenig Fingerspitzengefühl. Die Gegner verhalten sich überaus intelligent. Sobald sie nachladen gehen sie in Deckung und rennen sogar weg. Oder manche gehen auch über haupt kein Risiko ein und halten nur Ihre Waffe aus der Deckung heraus und ballern wild um sich. In der 6. Mission ist sogar vorgekommen das der Gegner sich im Schrank versteckt hat und urplötzlich vor einem steht. Selbst in der einfachsten der 3 Schwierigkeitsstufen sind die Gegner mehr als Zielfreudig und vor allem die Scharfschützen verfehlen ihr Ziel selten. Solltet Ihr die Orientierung verloren haben oder nicht wissen aus welcher Richtung der Schuss kam wird bei einem Treffer der Kompass rot eingefärbt aus der Richtung aus der der Schuss kam. Dies ist vor allem beim Häuserkampf von grösster Wichtigkeit da man die Gegner hier fast überhaupt nicht wahrnimmt.



Die Grafik beruht wie bei fast allen Shootern momentan auf der Quake 3-Engine und sie sieht wirklich super aus. Alle Animationen sind flüssig und wirken nicht plastisch. Es fliegen Mücken um Laternen, der Schnee klitzert im Lampenlicht und wenn man einen Gegner vom Balkon abschiesst fällt dieser elegant über die Brüstung nach unten. Der Sound ist vom aller feinsten. Man könnte fast meinen die Jungs hätten Hans Zimmer (Pearl Harbor-Soundtrack) verpflichtet. Der Sound ist immer passend und zu keiner Zeit nervig. Auch die überarbeitete Sprachausgabe ist super gelungen. Vor allem der Spruch -Dieser arrogante Ami- hat mir gut gefallen. Die Waffen hören sich auch sehr gut an. Vor allem der Hall des Präzesionsgewehres ist super dargestellt. Als Waffen kommt die ganze Palette zum Zuge. Von der Schallgedämpften Pistole bishin zu einer Schrottflinte ist alles vertreten. Handgranaten sowie Stillhandgranaten sind auch mit von der Partie.



Die Waffen werden zu Beginn einer jeden Mission vorgegeben und es können auch keine anderen aufgenommen werden, ausser in der Mission, in der man das StG 44-Maschinengewehr stehlen muss und es dann auch einsetzen darf. Der Panzerschreck (Panzerfaust) gibt es auch nur in den Missionen in denen es gilt einen oder mehrere Panzer auszuschalten. Wenn man einen Gegner erledigt hat kann man seine Munition in unseren Bestand aufnehmen, was manchmal auch bitter notwendig ist. Man sollte jeden Schuss bedenken da das nachladen immer eine Zeit dauert und dies in hektischen Momenten sehr hinterlich ist. MG-Stellungen können nach säubern der Gegner auch eingenommen werden und das MG hilft einem dann bei weiterem säubern des Terrains. Nur komischerweise ist hier am Realismus gespart worden, da das MG wohl unendlich Munition inne hat. Um die Gesundheit aufzufrischen kann man in den Räumen eine Art Verbandskasten aufnehmen. Manchmal hinterlassen auch getötete Gegner eine Flasche mit einem Roten Kreuz darauf, diese Flasche dient ebenfalls zur Genesung. Solltet Ihr jedoch im Genuss eines Sanitäters sein, vor allem in Omaha Beach sehr nützlich, dann wird er Euch versorgen und Eure Wunden pflegen.



Fazit

Medal of Honor: Allied Assault ist nach Return to Castle Wolfenstein wieder ein Perle die in keiner Shooter-Sammlung fehlen sollte. Die packende Story, eine super Grafik, ein immer Stimmungsvoller Sound und zuguterletzt eine superausgefeilte Gameengine runden dieses fast perfekt wirkende Spiel ab. Bis auf ein paar klitzeklein Kleinigkeiten ist Medal of Honor: Allied Assault unbedingt zu empfehlen und künftige Shooter werden es schwer haben an die Qualität ranzukommen. Einziger Wermutstropfen jedoch bleibt, wie auch bei Ghost Recon, die kurze Spielzeit von maximal 10 - 12 Stunden. Aber dafür gibt es ja noch den Multiplayermodus und ein Add-On wird garantiert auch noch kommen.

20 Bewertungen