Medal Of Honor: Allied Assault (Mac Software) Testbericht

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ab 13,03
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Erfahrungsbericht von Bjoerner2001

In Deckung

Pro:

Tolle Story, Gute Atmosphäre, Macht Spaß im LAN, Ausgewogenes Gameplay

Kontra:

Ab und zu Grafikfehler, Cheaten über Gamespy möglich

Empfehlung:

Ja

Überall gehen Granaten hoch und Mörser schlagen ein, Maschinengewehrfeuer peitscht über die eigene Stellung und die Versorgungswege sind abgeschnitten. Aussichtlose Lage, so kann man es kurz und knapp beschreiben. In Medal of Honor Allied Assault (dt.) sieht es öfter so aus und der Spieler findet sich mittendrin wieder.


1. Story - Einzelspieler
2. Mehrspieler
3. Grafik/Sound/Steuerung
4. Fazit
5. Daten zum Spiel



1. Story - Einzelspieler
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Nach einem imponierendem Intro, in welchem noch einmal kurz auf den 2. Weltkrieg, in dem das Spiel zeitlich angesiedelt ist, eingegangen wird, wird die Frage in den Raum gestellt: „Can one man truly make a difference?“ (Kann ein Mann wirklich den Unterschiede machen?). Die Tatsache ob ein Mann den Krieg mit seinen Tugenden, die ebenso angesprochen werden, gewinnen kann, fügt sich nun nahtlos in die Rolle ein, die man selbst im Spiel einnimmt.
Der Spieler verkörpert den Soldaten Lieutenant Mike Powell und nimmt, nach eventuell gewünschtem Basic-Training, an verschiedenen Feldzügen der Alliierten gegen das von den Nationalsozialisten beherrschte Europa und Nordafrika teil.
Der erste Einsatz führt einen nach das zuletzt genannte Nordafrika. In mehreren kleinen Missionen, die die jeweilige Kampagne zusammenhalten, erlebt man verschiedene Aufträge. In Nordafrika beispielsweise muss man einen englischen Geheimagenten von seinen deutschen Peinigern befreien und zusammen mit ihm die dortigen Streitkräfte so gut es geht sabotieren. Unter anderem gilt es die Küstenbefestigung und Flakstellung zu zerstören um eine alliierte Landung zu ermöglichen. Ebenso steht ein deutscher Luftwaffenstützpunkt mitsamt Flugzeugen und Personal im Fokus.

Nach Nordafrika wartet Norwegen mit einem interessantem Einsatz auf in der man unter anderem eine U-Bootwerft infiltriert. Der meiner Meinung nach absolute Höhepunkt ist allerdings die Landung am 6.6.1944 am Omaha-Beach. Eindrucksvoll wird da in Szene gesetzt, was man aus Filmen wie „Saving Private Ryan“ kennt. Aber auch in der Bretagne und der späteren Normandy-Kampagne ist für reichlich Abwechslung gesorgt. Eine zerbombte Stadt von deutschen Scharfschützen zu befreien war wohl auch eine absolute Herausforderung, da jeder Schritt der letzte hätte sein können wie man eindrucksvoll an den ständigen Verlusten um sich herum bemerkt.

Zum großen Showdown geht es allerdings, wie sollte es anders sein, nach Deutschland. Man springt irgendwo mutterseelenallein über Feindesland ab und hat den Auftrag Flakgeschütze, die die alliierten Bomber an ihren Flügen hindern, zu zerstören und dann später in einer Waffenfabrik Gefangene zu befreien und das Spiel zu beenden.

Die Story an sich ist packend und man spielt begeistert, bis plötzlich Schluss ist. Sicherlich ist der Schluss etwas überraschend und man hatte sich eigentlich gerade erst warm gespielt und da muss man schon wieder aufhören, aber die Entwickler wollten sich noch etwas für das Zusatzpaket aufsparen. Außerdem lockt der Mehrspielermodus nach durchspielen des Einzelspielermodus. Letztlich kann man sich noch einmal seine gesammelten Orden in einem kleinen Kästchen anschauen und schauen wofür man sie denn überhaupt bekommen hat. Für das Stehlen eines deutschen Manifestes in Trondheim bekommt man beispielsweise einen Orden. Oder für außerordentlich heroischen Einsatz bei der Einfahrt in Fort Schmerzen in der man unter schwerem Feindesbeschuss gegnerische Scharfschützen und Wachposten ausschaltete und damit eigene Verluste minimierte. Insgesamt eine tolle Idee mit den Orden, die auch Hand in Hand mit der Story geht.


2. Mehrspieler
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Hier möchte ich gleich eine Einschränkung machen. Ich habe übers Internet nie den Mehrspielermodus getestet, da ich mit GameSpy (braucht man dazu) auf Kriegsfuß stehe und auch nicht so auf Cheater stehe, und mich daher nur auf’s Netzwerkspiel bei LAN-Veranstaltungen beschränkt.
Es gibt verschiedene Modi um mehreren menschlichen Spielern Spaß und Motivation zu bieten. Zum einem kann man das obligatorische Deathmatch, in dem jeder gegen jeden kämpft, spielen. Zum anderen ist das ganze auch per Team-Deathmatch möglich in dem 2 Teams (hier Deutsch und Alliierte) aufeinander losgehen. Beendet werden beide Partien jeweils nach der erreichten Anzahl an Abschüssen oder nach Ablauf einer vorher festgelegten Zeit.
Des weiteren gibt es einen Modus, der dem „Assault-Modus“ aus Unreal Tournament ähnelt oder an das Counter-Strike-Prinzip angelehnt ist. Es gilt, für die eine Partei verschiedene Bomben anzubringen, und für die andere genau dies zu verhindern. Wie gewohnt ist der Spieler nach einem Abschuss erst nach Ende der Runde wieder mit von der Partie.

Alles in allem bietet der Mehrspielermodus nach beendigen der Einzelspielerkampagne sehr viel Abwechslung und sehr viel Spaß. Dank einiger fleißiger Menschen gibt es unzählige Karten, auf denen Alliierte und Deutsche gegeneinander kämpfen zum Download. Beim Spielen im Internet soll es allerdings aufgrund häufig vorkommender Cheater zu Spielspaßabbrüchen kommen, daher bewege ich mich mit Medal of Honor nur im LAN. Das ist zum einem sicherer und man sieht zumeist auch die Wutausbrüche der Gegner wenn man wieder mal besser ist...


3. Grafik/Sound/Steuerung
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Grafik: Medal of Honor benutzt die Quake 3 Engine, von id Software. Eine nicht unbedingt schlechte Entscheidung, wie das Ergebnis zeigt. Die Welten sehen recht gelungen aus und man bekommt ein wenig Atmosphäre mit auf den Weg, die Spielermodelle bewegen sich ganz gut, wobei die Gesichtszüge noch nicht so ausgereift sind, aber das Spiel ist ja auch nicht mehr das Neueste. Was allerdings das Auge etwas trübt sind die ab und an auftretenden Grafikfehler. Es kommt hin und wieder vor, dass man die Maschinenpistole eines Gegners durch eine geschlossene Tür sehen kann, oder dass man nahe Fenstern den Gegner plötzlich auch hinter der Mauer sieht.
Die Waffen selbst sind ganz ok. Zwar nicht unbedingt detailgetreu, aber man kann erkennen worum es sich handelt. Einschläge von Granaten und Geschossen sehen mitunter ganz passabel aus und runden das ganz gute Aussehen ab.

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Sound: Am Sound gibt’s nicht wirklich viel zu mäkeln. Meiner Meinung nach sehr gut gelungen, da sehr zur Atmosphäre beitragend. Die Musik, allein schon im Intro bzw. später im Hauptmenü macht einiges her. Zeitweilen wird auch im Spiel selbst bei kritischen oder besonderen Situationen etwas eingespielt, was sich irgendwie ganz gut macht. Als nächstes wäre die Sprachausgabe positiv zu erwähnen. Amerikaner sprechen wie gewohnt etwas mit Slang, aber dennoch klingt es sehr ausgewogen. Deutsche verfügen ebenfalls über eine gute Sprachausgabe und die wahrscheinlich deutschen Sprecher haben sich dafür allemal gelohnt.
Zuletzt wären noch ein paar Worte über die Soundkulisse im Allgemeinen bzw. der Sound der Waffen zu verlieren. Pistolen, Maschinenpistolen, Maschinengewehre, Scharfschützengewehre und was es nicht noch alles gibt, klingen durchaus gut. Manches ist zwar nicht unbedingt realistisch, aber in Filmen ist das ja auch nicht unbedingt der Fall. Explosionen hören sich teilweise gewaltig an, sofern sie nicht von „normalen“ Granaten kommen. Einschläge von Mörsern oder größeren Geschützen lassen einen, bei einer richtigen Soundanlage, richtig zusammenzucken. Ebenfalls spitze sind die Umgebungsgeräusche. Wenn’s regnet klingt das einwandfrei, der Wind pfeift durch die Baumwipfel, Vögel zwitschern oder Wölfe heulen. Einfach toll!

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Steuerung: Gesteuert wird mit einer handelsüblichen Tastatur und einer normalen 2-Tasten-Maus. Ein Mausrad zum Waffenwechsel kann sein, muss aber nicht. Es lässt sich auch bequem per Tastatur umschalten. Für Egoshooter gebräuchlich steuert die linke Hand mittels Tastatur die Figur und die rechte zielt mittels Maus. Insgesamt gesehen, werden alle Befehle ohne zu mucken umgesetzt und man findet schnell Spaß daran sich durch die Schlachtfelder zu bewegen. Einzig und allein die nicht vorhandene Funktion sich hinzulegen, sondern nur zu hocken, hat mich etwas gestört, ansonsten war ich gewohnt zufrieden.


4. Fazit
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Schon über 2 Jahre alt, aber dennoch ein heute noch tolles und gut spielbares Spiel. In den letzten Jahren wurde der Markt mit Weltkriegsshootern geradezu geflutet, aber Medal of Honor Allied Assault (kurz MOHAA) hebt sich, meiner Meinung nach, aufgrund der starken Story doch etwas ab. Hand in Hand mit dem Multiplayermodus hat man sehr viele Stunden Spaß vor dem Bildschirm. Ich muss ja zugeben, dass es mehr ein Zufall war, dass ich es gespielt habe, aber wie das Schicksal nun manchmal so ist, hat es mir hier wirklich viel Freude beschert.
Sicherlich steht die Thematik und die Rolle die man im Spiel einnimmt bei manchen nicht gerade hoch im Kurs, aus was für Gründen auch immer, aber es MOHAA lässt einfach kein anderes als ein gutes Ergebnis zu. Grundsolide und mit teilweise tollen Ideen (Orden für besondere Leistungen etc.) hat es mich fasziniert und sicherlich auch viele andere wie die stets rege Beteiligung an Onlinematches und Berichterstattung darüber zeigt.


5. Daten zum Spiel
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Preis: zwischen 10 und 20 €

Systemanforderungen:
benötigt: Pentium III mit 500 MHz, 128 MB RAM, 16 MB 3D Grafikkarte sowie 1,2GB HDD
empfohlen: Pentium III mit 933 MHz, 128 MB RAM, 64 MB 3D Grafikkarte sowie 1,2 GB HDD

Für’s Internetspiel empfiehlt sich für Shooter im Allgemeinen nur DSL oder schneller. Leute mit 56K-Modem, ISDN oder einer akuten Gamespy-Allergie sollten besser zur LAN-Alternative übergehen.



© 2004 by Bjoerner2001

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