Medal Of Honor: Allied Assault (Mac Software) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
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Erfahrungsbericht von chabo
3D Shooter der seines Gleichen sucht?
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Hi Community!
Möchte euch heute mal zur Abwechslung ein PC Spiel vorstellen. Das schon bei PS1 Spielern bekannte \"Medal of Honor\". Auf dem PC bekommt das Spiel aber noch den Anhang: \"Allied Assault\" und hat mit dem auf der PS1 storytechnisch nicht viel zu tun.
- Genre
- Story
- Gameplay
- Grafik
- Sound
- Steuerung
- KI
- Fazit
----------------------------
\"Medal of Honor\" ist zu vergleichen mit 3D Shootern wie \"Return to Castle Wolfenstein\" oder auch wie das schon sehr alte \"Half Life\". Mit Taktik hat dieses Spiel nicht unbedingt viel am Hut, was aber nicht unbedingt schlecht ist. Man muss sich nämlich nur um einen selbst kümmern und muss nicht auch noch die anderen Soldaten kommandieren.
Als Lieutenant Mike Powell, Spezialagent der OSS (Vorgänger der CIA), sabotiert man im Zweiten Weltkrieg Wehrmachtsstellungen hinter den feindlichen Linien, sucht nach U-Boot Basen der Wehrmacht in Norwegen, unterstützt US-Soldaten bei der Landung in der Normandie (Omaha-Beach - aus \"Der Soldat James Ryan\" bekannt) und fährt mit gekaperten Panzern quer durch Feindgebiet.
Bei \"Medal of Honor\" bestreitet man viele der insgesamt 26 Missionen einsam und allein hinter den feindlichen Linien. Bevor es losgeht kann man sich ordentlich mit Waffen eindecken, obwohl oftmals auch eine leisere Gangart empfehlenswert ist. Zur Verfügung stehen die Thompson Maschinenpistole, die deutsche MP-40, ein 45-er Colt, eine Schrottflinte oder die Bazooka(Panzerabwehrwaffe). Munition gibt es in Hülle und Fülle, so das man strahlend und mit einem glühendem Rohr quer durch die Botanik wandern kann.
Und schon geht es los in das Gefecht. Was nun bei einer Mission vonstatten geht, möchte ich anhand meiner Lieblingsmission beschreiben :
Die Aufgabe ist es eine Brücke in Nordfrankreich mit einem gekaperten Tiger-Panzer zu besetzen und vor den herannahenden feindlichen Truppen zu verteidigen.
Der Panzer ist relativ problemlos an den Mann gebracht und schon geht es los in das kleine verschlafene Städtchen. Kurz bevor man die Brücke erreicht stürmen mit einmal deutsche Soldaten aus ihren Verstecken und rennen auf die Brücke zu. Der Panzer mit seinem MG bringt zwar recht schnell wieder Ordnung und Überblick in die Situation, allerdings realisiert man jetzt das die Brücke vollgestopft ist mit TNT-Sprengstoff.
Also suche ich mir schleunigst einen guten Platz in einem Gebäude an der Brücke und knöpfe mir mit meinem Scharfschützengewehr die herannahenden Soldaten vor die eiligst versuchen die Brücke zu sprengen. Schön und gut soweit, bis zu dem Zeitpunkt als auch noch feindliche Panzer an der Brücke erscheinen und mir das Leben schwer machen. Zum Glück kann ich per Funk Luftunterstützung anfordern und die Zeit bis zum Eintreffen derselbigen mit meiner Bazooka die Panzer beschäftigen. Als nun endlich die Unterstützung da ist, springt die Tür hinter mir auf und vor mir stehen 5 Wehrmachtssoldaten, denen ich nun auch noch zeigen muss was eine Harke ist ;)...danach ist das Missionsziel erreicht und neue Aufgaben warten auf mich.
Man muss sich in insgesamt 6 verschiedenen Einsatzgebieten bewähren - Bretagne, Norwegen, Normandie, Siegfried Linie, Nordafrika und Omaha Beach.
Der Realismusgrad hält sich bei \"Medal of Honor\" in Grenzen. Während man bei vergleichbaren Spielen wie \"Operation Flashpoint\" maximal 2 mal getroffen werden darf,um das Laden des alten Spielstandes zu vermeiden, steckt das virtuelle Alter Ego in \"Medal of Honor\" wesentlich mehr weg. So passiert es auch das man die Missionen in gut 25 Stunden (1 Wochenende) durchgespielt hat und man sich fragt, ob dies jetzt 45 Euro wert waren. Dazu aber später noch mehr.
Hier kommen wir zu einem kleinen Schwachpunkt des Spiels.
Zum Zuge kommt hier die Quake3-Engine. Von der grafischen Stimmung ist es in etwa mit \"Return to Castle Wolfenstein\" zu vergleichen. Die Hintergründe sind meist neblich gehalten und vermitteln dabei einen schönen Tiefeneindruck beim Spielen. Auch die Bäume, Gebäude sowie die Gegner haben eine wesentlich höhere Polygonanzahl als bei üblichen anderen Ego-Shootern und sehen dadurch nicht ganz so eckig aus.
Auch wenn aus ein paar Berichten die ich gelesen habe, viele die \"sauberen und blassen\" Texturen und die damit steril wirkenden Umgebung kritisieren, finde ich die Grafik längst nicht nur \"mäßig\". Im Gegenteil. Ich finde sie wirklich gut und vor allen Dingen passend zum gesamten Spiel.
Der Sound ist der grosse Pluspunkt von \"Medal of Honor\". Die Klangkulisse lässt nichts zu wünschen übrig. Angefangen bei den realistischen Waffengeräuschen über die einwandfreie Sprachausgabe bis zu dem filmreifen Soundtrack, der einem den Adrenalinwert hochschnellen lässt.
In keinem anderem Spiel hatte ich bisher diese bedrückende Stimmung wenn man neben sich die Einschüsse von feindlichem Feuer in die Mauer einschlagen hört.
Dazu gibt es realtiv wenig zu bemerken. Die Steuerung hält sich weitestgehend an die Standards in anderen Ego-Shootern und ist frei konfigurierbar. Der einzige neagtive Punkt ist, das man seine Gefolgsleute nicht \"herumkommandieren\" kann. Dies macht aber die vortrefflich gelungene KI-Steuerung
wieder gut.
Ki, steht als Synonym für Künstliche Intelligenz und beschreibt das Verhalten der computergesteurten Gegner. Hier ist den Tüftlern des Entwicklerteams ein wahres Meisterwerk gelungen. Niemals zuvor waren die Verhaltensweisen der Gegner so realistisch. Wenn man beispielsweise eine Granate in einen Bunker wirft, springen die Soldaten aus dem Bunker heraus und ausser reichweite, oder noch besser, schmeissen die Granate einfach wieder zurück zu mir. Auch wenn man seine Gegner beschiesst bleiben sie nicht plump stehen, sondern nehmen die nächst mögliche Gelegenheit zur Deckung wahr und feuern dann aus der Sicherheit zurück.
Mit \"Medal of Honor\" ist Electronic Arts ein Meilenstein in der Geschichte der Egoshooter gelungen. Selbst wenn man die beiden grössten Kritikpunkte (mässige Grafik und zu schnelles Durchspielen der Missionen) betrachtet, komme ich nicht drum herum dem Spiel die vollen 5 Sterne zu geben, aufgrund der wahnsinnig dichten Atmossphäre und dem wahrlich packenden Sound.
mindestens :
Pentium2 500 Mhz
128 Megabyte RAM
Festplatte 800 Megabyte
empfohlen :
Pentium3 1000 Mhz
256 Megabyte RAM
Festplatte 1,2 Gigabyte
- 6 Szenarien unterteilt in 26 Kapitel
- 11 Mehrspielerkarten
- 4 Mehrspielermodi
- 14 Waffen
- Einsatzbeschreibungen als Videosequenz
- keine Nazi-Symbole in der deutschen Version
- Aussenareale und Stadtlevels
Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Bericht,
CHABO
Möchte euch heute mal zur Abwechslung ein PC Spiel vorstellen. Das schon bei PS1 Spielern bekannte \"Medal of Honor\". Auf dem PC bekommt das Spiel aber noch den Anhang: \"Allied Assault\" und hat mit dem auf der PS1 storytechnisch nicht viel zu tun.
- Genre
- Story
- Gameplay
- Grafik
- Sound
- Steuerung
- KI
- Fazit
----------------------------
\"Medal of Honor\" ist zu vergleichen mit 3D Shootern wie \"Return to Castle Wolfenstein\" oder auch wie das schon sehr alte \"Half Life\". Mit Taktik hat dieses Spiel nicht unbedingt viel am Hut, was aber nicht unbedingt schlecht ist. Man muss sich nämlich nur um einen selbst kümmern und muss nicht auch noch die anderen Soldaten kommandieren.
Als Lieutenant Mike Powell, Spezialagent der OSS (Vorgänger der CIA), sabotiert man im Zweiten Weltkrieg Wehrmachtsstellungen hinter den feindlichen Linien, sucht nach U-Boot Basen der Wehrmacht in Norwegen, unterstützt US-Soldaten bei der Landung in der Normandie (Omaha-Beach - aus \"Der Soldat James Ryan\" bekannt) und fährt mit gekaperten Panzern quer durch Feindgebiet.
Bei \"Medal of Honor\" bestreitet man viele der insgesamt 26 Missionen einsam und allein hinter den feindlichen Linien. Bevor es losgeht kann man sich ordentlich mit Waffen eindecken, obwohl oftmals auch eine leisere Gangart empfehlenswert ist. Zur Verfügung stehen die Thompson Maschinenpistole, die deutsche MP-40, ein 45-er Colt, eine Schrottflinte oder die Bazooka(Panzerabwehrwaffe). Munition gibt es in Hülle und Fülle, so das man strahlend und mit einem glühendem Rohr quer durch die Botanik wandern kann.
Und schon geht es los in das Gefecht. Was nun bei einer Mission vonstatten geht, möchte ich anhand meiner Lieblingsmission beschreiben :
Die Aufgabe ist es eine Brücke in Nordfrankreich mit einem gekaperten Tiger-Panzer zu besetzen und vor den herannahenden feindlichen Truppen zu verteidigen.
Der Panzer ist relativ problemlos an den Mann gebracht und schon geht es los in das kleine verschlafene Städtchen. Kurz bevor man die Brücke erreicht stürmen mit einmal deutsche Soldaten aus ihren Verstecken und rennen auf die Brücke zu. Der Panzer mit seinem MG bringt zwar recht schnell wieder Ordnung und Überblick in die Situation, allerdings realisiert man jetzt das die Brücke vollgestopft ist mit TNT-Sprengstoff.
Also suche ich mir schleunigst einen guten Platz in einem Gebäude an der Brücke und knöpfe mir mit meinem Scharfschützengewehr die herannahenden Soldaten vor die eiligst versuchen die Brücke zu sprengen. Schön und gut soweit, bis zu dem Zeitpunkt als auch noch feindliche Panzer an der Brücke erscheinen und mir das Leben schwer machen. Zum Glück kann ich per Funk Luftunterstützung anfordern und die Zeit bis zum Eintreffen derselbigen mit meiner Bazooka die Panzer beschäftigen. Als nun endlich die Unterstützung da ist, springt die Tür hinter mir auf und vor mir stehen 5 Wehrmachtssoldaten, denen ich nun auch noch zeigen muss was eine Harke ist ;)...danach ist das Missionsziel erreicht und neue Aufgaben warten auf mich.
Man muss sich in insgesamt 6 verschiedenen Einsatzgebieten bewähren - Bretagne, Norwegen, Normandie, Siegfried Linie, Nordafrika und Omaha Beach.
Der Realismusgrad hält sich bei \"Medal of Honor\" in Grenzen. Während man bei vergleichbaren Spielen wie \"Operation Flashpoint\" maximal 2 mal getroffen werden darf,um das Laden des alten Spielstandes zu vermeiden, steckt das virtuelle Alter Ego in \"Medal of Honor\" wesentlich mehr weg. So passiert es auch das man die Missionen in gut 25 Stunden (1 Wochenende) durchgespielt hat und man sich fragt, ob dies jetzt 45 Euro wert waren. Dazu aber später noch mehr.
Hier kommen wir zu einem kleinen Schwachpunkt des Spiels.
Zum Zuge kommt hier die Quake3-Engine. Von der grafischen Stimmung ist es in etwa mit \"Return to Castle Wolfenstein\" zu vergleichen. Die Hintergründe sind meist neblich gehalten und vermitteln dabei einen schönen Tiefeneindruck beim Spielen. Auch die Bäume, Gebäude sowie die Gegner haben eine wesentlich höhere Polygonanzahl als bei üblichen anderen Ego-Shootern und sehen dadurch nicht ganz so eckig aus.
Auch wenn aus ein paar Berichten die ich gelesen habe, viele die \"sauberen und blassen\" Texturen und die damit steril wirkenden Umgebung kritisieren, finde ich die Grafik längst nicht nur \"mäßig\". Im Gegenteil. Ich finde sie wirklich gut und vor allen Dingen passend zum gesamten Spiel.
Der Sound ist der grosse Pluspunkt von \"Medal of Honor\". Die Klangkulisse lässt nichts zu wünschen übrig. Angefangen bei den realistischen Waffengeräuschen über die einwandfreie Sprachausgabe bis zu dem filmreifen Soundtrack, der einem den Adrenalinwert hochschnellen lässt.
In keinem anderem Spiel hatte ich bisher diese bedrückende Stimmung wenn man neben sich die Einschüsse von feindlichem Feuer in die Mauer einschlagen hört.
Dazu gibt es realtiv wenig zu bemerken. Die Steuerung hält sich weitestgehend an die Standards in anderen Ego-Shootern und ist frei konfigurierbar. Der einzige neagtive Punkt ist, das man seine Gefolgsleute nicht \"herumkommandieren\" kann. Dies macht aber die vortrefflich gelungene KI-Steuerung
wieder gut.
Ki, steht als Synonym für Künstliche Intelligenz und beschreibt das Verhalten der computergesteurten Gegner. Hier ist den Tüftlern des Entwicklerteams ein wahres Meisterwerk gelungen. Niemals zuvor waren die Verhaltensweisen der Gegner so realistisch. Wenn man beispielsweise eine Granate in einen Bunker wirft, springen die Soldaten aus dem Bunker heraus und ausser reichweite, oder noch besser, schmeissen die Granate einfach wieder zurück zu mir. Auch wenn man seine Gegner beschiesst bleiben sie nicht plump stehen, sondern nehmen die nächst mögliche Gelegenheit zur Deckung wahr und feuern dann aus der Sicherheit zurück.
Mit \"Medal of Honor\" ist Electronic Arts ein Meilenstein in der Geschichte der Egoshooter gelungen. Selbst wenn man die beiden grössten Kritikpunkte (mässige Grafik und zu schnelles Durchspielen der Missionen) betrachtet, komme ich nicht drum herum dem Spiel die vollen 5 Sterne zu geben, aufgrund der wahnsinnig dichten Atmossphäre und dem wahrlich packenden Sound.
mindestens :
Pentium2 500 Mhz
128 Megabyte RAM
Festplatte 800 Megabyte
empfohlen :
Pentium3 1000 Mhz
256 Megabyte RAM
Festplatte 1,2 Gigabyte
- 6 Szenarien unterteilt in 26 Kapitel
- 11 Mehrspielerkarten
- 4 Mehrspielermodi
- 14 Waffen
- Einsatzbeschreibungen als Videosequenz
- keine Nazi-Symbole in der deutschen Version
- Aussenareale und Stadtlevels
Vielen Dank fürs Lesen und bis zum nächsten Bericht,
CHABO
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