Medal Of Honor: Allied Assault (Mac Software) Testbericht

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Erfahrungsbericht von Schejtan

Bericht von der Front...

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Korporal Nobbs erstattet Bericht, Sir! – Dann verschwenden Sie nicht meine Zeit mit Phrasen sondern kommen Sie zur Sache! Was haben unserer Aufklärungsflüge ergeben? – Der Feind hat ein neues Programm ins Leben gerufen. Es trägt den Namen „Medal of Honor – Allied Assault“ und es lässt die Teilhaber direkt am Geschehen des 2. Weltkrieges teilnehmen. Bisher erfolgreichster Teilnehmer ist Mike Powell. – Was erhofft sich der Feind davon? – Ich weiß nicht, Sir. Aber wir sollten dieses Programm weiter untersuchen, Sir. Der Feind verwendet alle seine Ressourcen dafür, da muss was dran sein. – Gut, Korporal. Sammeln Sie weitere Informationen über das äußere Erscheinungsbild dieses Programms. – Jawohl, Sir.

Sir, Colon ist soeben zurückgekehrt. Er hat neue Informationen über das „Medal of Honor“ – Projekt. – Dann soll er vortreten, aber schnell. – Jawohl, Sir. – Sir, Sergeant Colon meldet sich zum Bericht, Sir. – Dann fangen Sie auch endlich an und stehlen Sie mir nicht meine Zeit! – Jawohl, Sir. Ich werde mich kurz fassen: Das Erscheinungsbild des Projektes lässt keine Wünsche übrig. – Etwas genauer kann auch nicht schaden. – Natürlich, Sir, Verzeihung, Sir. Die visuelle Komponente des Projektes ist hervorragend. Die Schauplätze sehen sehr realistisch aus, egal ob es sich um eine zerstörte Stadt, einen verschneiten Wald oder den Strand von Omaha Beach handelt. Das gleiche kann man für die Gegner und Mitkämpfer sagen, die sehr detailliert ausgestattet sind. Auch die Waffen wurden gut nachgebildet, wenn sie einen auch nicht grade vom Hocker reißen, wenn Sie verstehen, was ich meine. – Wurden dort also keine Fehler gemacht? – Minimale. Selten treten die sogenannten Clipping – Fehler auf, ansonsten sind keine Fehler zu melden. – Und wie steht es mit der Akustik? – Auch hier haben die Entwickler beste Arbeit geleistet. Alles klingt sehr realistisch, die Waffen, Schritte, der Wind, Hunde...besonders bemerkenswert ist, dass sich die Darsteller der deutschen Soldaten auch in diesem amerikanischem Projekt auf deutsch unterhalten und rufen. Das lässt alles noch mal authentischer erscheinen. Insgesamt lässt die Technik das Programm sehr authentisch wirken und ist maßgeblich daran beteiligt, dass es eine stimmige und dichte Atmosphäre hat. – Dann sollten wir es als ernstes Problem betrachten. Oder fällt es den Teilnehmern schwer, sich bei diesem Projekt zu bewegen? – Ich fürchte nein, Sir. Die Entwickler haben darauf geachtet, dass man alle wichtigen Bewegungsmanöver ausführen kann. Alles geht ohne Probleme und sehr genau. – Dann schicken Sie Karotte, er soll Näheres herausfinden. – Jawohl, Sir!

Hauptmann Karotte erstattet Bericht, Sir! – Gut, Karotte. Was haben Sie herausgefunden? – Ich habe detaillierte Informationen über das Feindprojekt. Worüber wünschen Sie Informationen? – Wie sieht es mit ihrer Bewaffnung aus? – Sie sind mit Waffen aus dem zweiten Weltkrieg ausgerüstet. Dabei ist alles vertreten, was ein Soldat so haben kann. Pistole, auch mit Schalldämpfer, Gewehr, Maschinenpistole, sowohl deutsches als auch amerikanisches Modell und Granaten gehören zur Standardausrüstung. Außerdem haben sie noch Scharfschützengewehre und leichte Maschinengewehre, diese aber selten. Für Sondereinsätze stehen auch Bazookas und Schrotflinten zur Verfügung. Wie Sie sicherlich wissen, ist jede Waffe für andere Situationen geeignet, MPs und Schrotflinten eher auf kurze Distanz, Scharfschützengewehre auf weite. Insgesamt kann man die Waffenauswahl zwar nicht gerade als groß, aber als ausgeglichen betrachten. – Ha, aber gegen unsere Schmerzensstrahlen und Pestilenzschleudern haben die damit keine Chance! Denen werden wir es zeigen!

Sir, wenn Sie gestatten, würde ich gerne fortfahren. – Oh, natürlich, Hauptmann. Was wissen Sie über die Einsatzgebiete? – Originalschauplätze aus dem Zweiten Weltkrieg, Sir. Von einer afrikanischen Kleinstadt über einen norwegischen U – Boot – Bunker und einer geheimen Einrichtung in Deutschland ist alles dabei. Die Gebiete sind sehr abwechslungsreich und realitätsnah. Für Abwechslung sorgt zum Beispiel die Fahrt mit einem Panzer. Höhepunkt ist aber unbestritten die Landung in der Normandie, die atmosphärischer kaum sein könnte. Nervig dagegen die Stadt, die voller Scharfschützen ist. Mit 6 Einsatzgebieten ist das Programm nicht sehr umfangreich, auch wenn jeder Schauplatz in mehrere kleine unterteilt ist.

Kommen wir nun zum Wichtigsten, Hauptmann. Wie sieht dieses Projekt genau aus? Was machen die Teilnehmer? Müssen Sie sich durch große Feindesmengen kämpfen oder müssen Sie heimlich und leise vorgehen? – Sir, das ist eine große Stärke des Programms. Es verlangt alles vom Soldaten. – Wie soll ich das verstehen, Hauptmann. – Das Projekt vereint alles, was bisherige Projekte ähnlicher Art verlangten. Mal muss man leise vorgehen und sollte möglichst nicht entdeckt werden, aber dann muss man sich durch nicht enden wollende Feindesscharen schlagen, ohne Rücksicht auf Verluste. Beides verlangt alles und macht auf seine Weise Spaß, wenn Sie diesen Ausdruck gestatten. Das eine ist spannend, das andere ist einfach voller Action und schnörkellos. Hinzu kommen noch Passagen, in denen man mit sehr viel Taktik vorgehen muss, was sowohl das Gehirn, als auch einen schnellen Finger und ein genaues Auge erfordert. Manchmal ist auch eine Maskerade von Nöten. Und dann sind da ja noch die Stellen, die sich nicht genau einordnen lassen, wie die Panzerfahrt oder die Scharfschützenstadt. Insgesamt weist das Projekt eine gute Mischung von Action, Spannung und Taktik auf. Es spielt sich daher sehr abwechslungsreich. – Mh, das hört sich tatsächlich nach einer ernsthaften Bedrohung an. Gibt es sonst noch was zu berichten? – Zu erwähnen wäre vielleicht noch, dass sich jeder Teilnehmer für einen von dreien Schwierigkeitsgraden entscheiden muss. Und dann wäre da noch die unglaublich dichte Atmosphäre. Man fühlt sich wirklich zu diesen Schauplätzen versetzt. Besonders deutlich wird dies bei der Landung am Omaha Beach, bei dem einem die Kugeln um die Ohren pfeifen, während um einen herum die Kameraden reihenweise fallen und direkt vor einem ein Mörser einschlägt. Ein derart intensives Erlebnis hat es wohl noch nie gegeben, Sir!

Haben Sie denn keine Schwächen gefunden, Hauptmann? – Minimale, Sir. Das Projekt ist recht kurz, auf dem mittleren Schwierigkeitsgrad lässt es sich ohne Probleme an einem Wochenende absolvieren. Außerdem ist es stellenweise unfair, zum Beispiel in der Stadt mit den Scharfschützen, in der man diese häufig minutenlang suchen muss. Außerdem haben Gegner die Angewohnheit immer im falschen Moment aufzutauchen. Irgendwie tauchen sie immer genau dann auf, wenn man nachlädt, auch wenn man vorher gewartet hat, um eben nicht nachzuladen, während ein Gegner vor einem steht. Solche Situationen kommen so häufig vor, dass man fast schon nicht mehr von Zufall reden möchte. Aber ansonsten keine Schwächen zu erkennen, Sir.

Also, Hauptmann, wenn ich das richtig verstanden habe, verfügt das gegnerische Projekt über hervorragende technischer Voraussetzungen, ist abwechslungsreich, mal spannend, mal actionreich und ist zudem noch sehr atmosphärisch. – Sir, genau, Sir! – Also ist es für jeden, der derlei Programmen mag [eine Stimme aus dem Off sagt: Ego - Shooter] quasi ein Muss? – Jawohl, Sir! – Dann müssen wir sofort zum Angriff übergehen. – Sir, ich fürchte, das geht nicht, Sir! – Wieso nicht, Hauptmann? – Die Männer sind alle zum Feind übergelaufen. Und wenn ich ehrlich bin, Sir, ich habe es auch vor. – Was höre ich da, Hauptmann. Sie wollen desertieren? – Wissen Sie, Sir, dieses Projekt verspricht einfach mehr. Ich mein, hier müssen wir immer nur unsere Stiefel putzen. – Hauptmann, ein Soldat muss seinem Land dienen! – Aber Sir, Togo ist nicht mein Heimatland. – Was reden Sie da? – Ich komme aus Gelsenkirchen, deshalb habe ich auch mein Gewehr königsblau bemalt [Wieder die Stimme aus dem Off: Und wir haben den Pokal, Halleluja!]. Und ich bin auch kein Soldat, sondern nur ein Gamer, der mal einen etwas anderen Bericht schreiben wollte. Deshalb, Sir, gehe ich jetzt. – Das wird Ihnen noch leid tun, Hauptmann. Sie werden schon sehen, wie ich Sie im Multiplayer – Modus abziehen werde! Mist, jetzt hab ich’s verraten...

13 Bewertungen, 1 Kommentar

  • kasmodiah

    13.05.2002, 21:08 Uhr von kasmodiah
    Bewertung: sehr hilfreich

    cool geschrieben!