Command & Conquer 3: Tiberium Wars - Deluxe Edition (PC Strategiespiel) Testbericht


Auf yopi.de gelistet seit 06/2010
Erfahrungsbericht von BOSS_DOG
Kane is back
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
0. Übersicht
1. - Intro
1.1 - Mein System & Empfohlene Hardware
2. - Story und Neuerungen
3. - Lieferumfang und Verpackung
4. - Installation
5. - Startmenü und Konfiguration
6. - Gameplay
6.1 - Im Spiel
6.2 - Die Steuerung und das HUD
6.3 - Grafik und Sound
6.4 - Bugs und Ärgernisse
7. - Fazit
== (1) INTRO ==
Erinnerst du dich an Kane, den charismatischen wenngleich latent psychopatischen Anführer der Bruderschaft von Nod?
Hast auch du nie geglaubt, dass er wirklich tot sei, verschüttet unter den Trümmern des Tempels in Sarajevo?
Fühlst du noch den bebenden Boden unter den Ketten der schwerfälligen Mammutpanzer, hörst du die Explosionen in der Ferne, und spiegelt sich das glühende Tiberium in deinen Augen wieder?
Dann weißt du, was es heißt, Krieg zu führen, dann hast du dich auf die Seite der Globalen Defensiv Initiative oder der Bruderschaft von Nod geschlagen, und sie zum Sieg geführt, auch wenn er nur von kurzer Dauer war.
Als am 28. März der dritte Teil der "offiziellen" Command & Conquer Serie unter dem Namen "Tiberium Wars" erschien, war es klar, dass der Strahlenschutzanzug von S.T.A.L.K.E.R. ersteinmal an den Nagel gehängt werden würde, um den Krieg zu beenden, der 1995 mit dem ersten Teil begann.
Für rund 45€ erwarb ich das Spiel im hiesigen "geiz-ist-geil"-Markt.
1.1) MEIN SYSTEM & EMPFOHLENE HARDWARE
Mein System:
CPU: AMD Athlon 64 X2 4800+ (inkl. akt. Treiber und Core Optimizer)
RAM: 2048 Corsair XMS Kit PC3200 (@CL2)
GPU: EVGA 7800 GTX PCIe 512MB (akt. Forceware)
MB: Asus A8N-SLI Deluxe nForce4 SLI (akt. nForce)
OS: WinXP SP2
Herstellerangabe:
CPU: 2 GHz CPU, Dual-/Multicore unterstützt
RAM: 1GB
GPU: DirectX 9.0c kompatible 256 MB Grafikkarte
SOUND: DirectX 9.0c kompatible Soundkarte
OS: WinXP (Vista nur in 32-Bit Editionen)
HDD: Mind. 6 GB freier Speicherplatz
SONST.: DirectX 9.0c
Es sei an dieser Stelle darauf hingewiesen, dass die Anforderungen nicht dafür ausreichen, Command & Conquer 3 - Tiberium Wars auf maximalen Einstellungen zu spielen. Lese dazu bitte weiter unten: Lieferumfang und Verpackung.
== (2) STORY UND NEUERUNGEN ==
Mit der Explosion der Philadelphia, dem Hauptquartier der GDI, die im stabilen Orbit um die Erde kreist, wird der nächste Tiberiumkrieg eingeläutet, denn Kane, der Jahre zuvor unter den Trümmern des einstmaligen Tempels begraben wurde, ist wieder da, stärker als je zuvor und entschlossen, die Weltherrschaft zu erringen.
In zahlreichen Missionen gilt es, der Globalen Defensiv Initiative oder der Bruderschaft von Nod zum Sieg zu verhelfen - du musst also entscheiden, wessen Ziele zu für richtig erachtest.
Command & Conquer 3 - Tiberium Wars (kurz: C&C3) bietet alles, was man sich von einem modernen Echtzeitstrategiespiel wünschen kann. Nachdem der Urvater im Jahre 1995 das Zeitalter dieses Genres einläutete, und wegweisende Spielelemente aufbot, konnten es sich die Entwickler nicht nehmen lassen, erneut aus den Vollen zu schöpfen und dem Spieler ein erstklassiges Spiel zu präsentieren.
Soviel zur Theorie.
== (3) LIEFERUMFANG UND VERPACKUNG==
Die DVD Box enthält neben der Installations-DVD ein 60-seitiges Handbuch, das neben dem zur Installation notwendigen Key alle Informationen enthält, die man zum Spielen braucht.
Nach einer kurzen Einführung in die Geschichte widmet man sich hier den unterschiedlichen Gebäuden und Einheiten, Taktiken und Tastaturbefehlen - und auf den ersten Blick kann jeder Kenner der Command & Conquer Reihe erkennen, dass sich in punkto Spielbarkeit einiges getan hat.
Darüber hinaus liegt ein dünner Werbeflyer bei, der für aktuelle Handyspiele wirbt und ungelesen im Papierkorb landet.
Die DVD Box selbst hat ein schickes Cover, das in der Mitte von Command & Conquer 3 - Tiberium Wars Schriftzug geteilt wird. Oben starrt einem Kane entgegen, die untere Szene könnte einem Schlachtfeld entspringen: 2 Schützen bahnen sich ihren Weg, dahinter bricht ein Mammutpanzer über eine Barrikade durch.
Die Rückseite enthält zwei Screenshots vom Schlachtfeld sowie zwei Ausschnitte aus den Videosequenzen. Darüber hinaus die üblichen Informationstexte und ziemlich verwirrende Systemanforderungs-Angaben. Anstatt in "Minimal" und "Optimal" zu unterscheiden werden hier einfach die oben aufgeführten Angaben gemacht. Aus Erfahrung kann ich sagen, dass diese Angaben vielleicht ausreichen, das Spiel überhaupt spielen zu können, gut aussehen wird es aber bestimmt nicht, geschweige denn flüssig laufen.
== (4) DIE INSTALLATION ==
Laut Herstellerangaben gilt es, rund 6 Gigabyte auf die Festplatte zu bannen, nach Abschluss der Installation befinden sich 6880 Megabyte auf meiner Festplatte - ein Glück, dass da noch genug Platz ist.
Die Installation ansich verläuft problemlos, nach Eingabe des Keys und Auswahl des Installationspfads dauert es fast 25 Minuten, bis alle Daten auf der Festplatte landen, dabei hört sich das Laufwerk an, als würde es jeden Moment aus dem Gehäuse springen.
Käufer der "normalen" Version können bei der Installation keine Sprache auswählen, wer die "Kane Edition" für rund 15€ mehr erworben hat, darf sich die englische Originalversion auf die Platte spielen.
== (5) STARTMENÜ UND KONFIGURATION ==
Nach einem tiberiumverseuchten EA-Logo und dem Anlegen eines Profils gelangt man ins hübsch animierte Startmenü. Übersichtlich gegliedert wird einem die Wahl gelassen, ein Einführungstutorial zu spielen, in die Kampagne einzusteigen, ein Gefecht zu starten (eine Art "Sofort-Kampf" gegen Computergegner), eine Multiplayerparty zu starten, die Profile zu verwalten und das Programm zu konfigurieren.
Natürlich kann man das Spiel auch gleich wieder verlassen, aber das will man wohl weniger.
Hinter dem Menüpunkt "Optionen" verbergen sich alle Einstellungsmöglichkeiten, die man für ein optimales Spielerlebnis braucht.
Im ersten Fenster können die Grafikeinstellungen vorgenommen werden, neben der Wahl der Auflösung, (800x600, 1024x768, 1152x864 und 1280x1024) können vier Voreinstellungen in Stufen von "Niedrig" bis "Hoch" gewählt, oder alle Einstellungen manuell geändert werden. Hier lässt einem C&C die Freiheit, wirklich alles einzustellen, was gut aussehen oder Performance bringen kann. Anti-Aliasing, Shader, Schatten, Decals - alles lässt sich in mindestens 2 Stufen problemlos einstellen.
Hinter den Audiooptionen versteckt sich sowohl die eigentliche Audioausgabe im Spiel, als auch die Einstellungen für Voice-over-IP im Multiplayer.
Unter "Hotkeys" können Tastenkürzel konfiguriert werden, auf die einzelnen Möglichkeiten genauer einzugehen wäre hier jedoch zu ausschweifend. Es sei jedoch gesagt, dass hier alles sehr übersichtlich und strukturiert vonstatten geht.
Unter Netzwerk versteckt sich die Auswahl verschiedener IPs (Online oder LAN) sowie die Portzuweisung und die Möglichkeit, die NAT zu aktualisieren.
Der Punkt Allgemein erlaubt die Einstellung der Scrollgeschwindigkeit und der Tooltips.
== (6) DAS GAMEPLAY ==
Bevor es losgeht, muss ich mich für eine Seite entscheiden. Obwohl für mich der Favorit feststeht, entscheide ich mich dennoch für die GDI-Kampagne, um mir das Beste für später aufzuheben.
Bei der Wahl des Schwierigkeitsgrads, der vor jeder Mission zwischen "leicht", "normal" und "schwer" gewählt werden kann, überlege ich es mir jedoch anders und teste für euch das Tutorial um zu überprüfen, wie einsteigerfreundlich C&C ist.
Ganz davon ab und unter uns: Die Story ist sowieso viiieeel zu spannend, als dass ich sie an dieser Stelle weiter anreißen möchte, da müsst ihr euch schon selbst in die Schlacht stürzen ;-)
6.1) IM SPIEL
Das Tutorial beginnt mit den Grundlagen des Spiels. Überblick über Steuerung und Menüs gewinnen, grundlegende Befehle erlernen.
Ich befinde mich mit zwei Zone-Trooper Einheiten auf einer Art Trainingsgelände, ein deutscher Sprecher weist mich in die verschiedenen Übersichtsfelder ein. An allen Ecken und Enden blinkt etwas, überall befinden sich Schaltflächen - und im ersten Moment bin ich verwirrt.
Also gut, ich habe es so gewollt, und irgendwie ist es auch gut so.
Der Sprecher weist mich zuerst an, die Kamerasteuerung mit der Maus zu testen, dann geht es an die Bewegung der Einheiten. Gruppenbildung, Marschziel angeben, Feind angreifen steht auf dem Plan, darüber hinaus werde ich in die Besonderheiten der Zone-Trooper, die Sprungstiefel, eingewiesen.
Bis ich das Ende des Tutorials erreicht habe, werden mir so Schritt für Schritt die wichtigsten Möglichkeiten erklärt, Teile jedoch, wie taktische Gruppierungen oder Verhaltensvorgaben (offensiv, defensiv, defensiv-verfolgend...) werden nicht angesprochen, um den Einsteiger nicht zu überfordern.
6.2) DIE STEUERUNG UND DAS HUD
Wer einmal ein Strategiespiel gespielt hat, kennt den Aufbau: In einer Ecke befindet sich die Übersichtskarte, Menüs sind an den Bildschirmrändern verteilt.
Die Steuerung besteht primär aus Mausbefehlen, Einheiten werden mit einem Linksklick ausgewählt, mit einem Rechtsklick setzen sie sich in Bewegung oder greifen den Feind an. Rahmen ziehen ermöglicht das Zusammenfassen mehrerer Einheiten.
Shortcuts helfen dabei, in brenzligen Situationen ohne viel Aufwand die wichtigsten Befehle ausführen zu können und erleichtern das Spiel ungemein - wenn man sie erst herausgefunden hat.
Verweilt der Cursor für kurze Zeit über einer Einheit oder einem Menüpunkt, werden Informationen eingeblendet, die beispielsweise die genaue Funktion eines Gebäudes oder einen ganzen Produktionszweig erläutern.
Anzeigen für Geld und Energie befinden sich umrahmend um die Karte, darüber sind, übersichtlich angeordnet, die Knöpfe zum Reparieren, Verkaufen und zur Stromversorgung von Gebäuden.
Wer bereits einen Teil von Command & Conquer gespielt hat, wird sich hier schnell zurechtfinden, im Vergleich zum letzten Teil der Serie gibt es hier nur wenige wirklich große Neuerungen.
6.3) GRAFIK UND SOUND
Der ein oder andere kann sich vielleicht noch an den Skandal erinnern, als 1999 vor Veröffentlichung von "Command & Conquer - Tiberium Sun" Screenshots gezeigt wurden, welche die angebliche Grafikpracht des Spiels demonstrieren sollten. Spielemagazine und Fansites erzeugten einen unglaublichen Hype, bis sich bei Veröffentlichung des Spiels herausstellte, dass die Screenshots nachbearbeitet waren.
Diesmal ist alles echt, hochauflösende Texturen, fein gearbeitete Modelle und Grafikeffekte der aktuellsten Generation vereinen sich zusammen zu einem Grafikspektakel, dass seines gleichen sucht.
Man kann kaum in Worte fassen, was hier an Grafikpracht auf einen einprasselt: Strömender Regen fällt über der zertrümmerten Stadt, brennende Panzer rumpeln über die Straßen, Spuren und Qualm hinter sich herziehend, während hellbunte Laserstrahlen die graue Tristesse durchschneiden und dampfend im Ziel einschlagen.
Hier wurden alle Register gezogen, nichts ist geschönt, alles sieht top aus - die entsprechende Hardware vorausgesetzt.
Besitzer älterer Rechner können bedenkenlos ein, zwei Details zurückschalten, Schattenwürfe sehen zwar schön aus, fressen aber auch Rechenleistung. Wer darauf verzichten kann, hat in größeren Schlachten gleich 5-8 Frames pro Sekunde gewonnen.
Zwischen den einzelnen Missionen erwartet den Spieler etwas, auf das er lange Zeit verzichten musste. Ganz in der Tradition des 1995 erschienenen Debüts gibt es erneut gefilmte Zwischensequenzen mit echten Schauspielern - in hochauflösender HD-Qualität. Im Vergleich zu anderen Vertretern des Genres wurde hier nicht gespart, namhafte Schauspieler wie Michael Ironside ("Starship Troopers"), Josh Holloway ("Lost") und Jennifer Morrison ("Dr. House") schlüpfen in die Rollen der Protagonisten - nicht zu vergessen Kane, der erneut von Joseph D. Kucan gespielt wird, dem ein oder anderen noch aus "Blade Runner" bekannt.
Bei so einem Werk darf natürlich auch der Sound nicht zu kurz kommen - tut er auch nicht, soviel sei gleich einmal verraten.
Passender Ambiente-Sound unterstreicht das Geschehen auf dem Schlachtfeld, die Sounds der Einheiten sind glaubwürdig und tragen gehörig zur Stimmung mit bei.
Sehr schön gelunge, Hut ab!
6.4) BUGS UND ÄRGERNISSE
Alles ist nicht besser geworden, im Vergleich zum "Ur-"Command & Conquer. während sich damals die Programmierfehler noch in Grenzen hielten, haben sich im neusten Sproß der C&C Serie die Fehlerteufel breitgemacht.
Dies erkannten auch die Entwickler und spendierten bereits einen Tag vor dem offiziellen Verkaufsstart den ersten Patch - am heutigen Tag, dem 02.04.2007, ist der dritte erschienen.
Fehler gibt es in vielen Bereichen, manche Texte sind falsche übersetzt, Grafikfehler sorgen für schwebende Infanteristen und der Multiplayer bereitet so große Probleme, dass es vielen gar nicht erst möglich ist, mit anderen Spielern Kontakt aufzunehmen.
Ärgerlicher sind jedoch Fehler im Spieldesign - so sucht sich der Mammutpanzer, die stärkste Einheit im Spiel, immer den direktesten Weg. Das ist zwar nicht schlecht, kann er schließlich auch Bäume oder Zäune niederwalzen, vor größeren Felsen oder Flüssen muss jedoch auch er kapitulieren. Und bleibt einfach stehen, auch wenn der Weg zum Ziel nur eine Handbreit daneben liegt.
In Gefechten kommt es immer wieder zu "Kommunikationsfehlern": Versucht man, eine Truppe von 20 Panzern durch ein Tor in eine Basis zu schicken, passiert öfter folgendes: Ein Drittel nimmt den direkten Weg, ein Drittel fährt einen Umweg um die komplette Basis herum, um von der anderen Seite durch einen schwerbewachten Eingang zu fahren, und ein Drittel bleibt einfach stehen.
Somit lösen sich Taktiken und Überraschungsmanöver im Nichts auf, Frust macht sich breit.
Weitere Patchs sind jedoch in Arbeit und werden hoffentlich irgendwann dafür sorgen, dass das Spiel einwandfrei funktioniert.
== (7) FAZIT ==
Trotz der mehr oder minder ärgerlichen Fehler ist Command & Conquer - Tiberium Wars ein erstklassiges Strategiespiel geworden.
Grafik und Story schaffen es, einfach zu überzeugen, so dass kleinere Ärgernisse vor dem Hintergrund der fesselnden Geschichte einfach verblassen.
28 Bewertungen, 14 Kommentare
-
11.12.2007, 10:14 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
-
09.12.2007, 17:15 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSH LG Pet
-
09.12.2007, 17:00 Uhr von doelau
Bewertung: sehr hilfreichsh von Gegenleser doelau
-
09.05.2007, 17:01 Uhr von whiskyfan
Bewertung: sehr hilfreichKlasse Bericht!
-
21.04.2007, 13:22 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh!
-
21.04.2007, 03:03 Uhr von engelsbrief
Bewertung: sehr hilfreichsh - liebe Grüsse
-
21.04.2007, 00:32 Uhr von LittleSparko
Bewertung: sehr hilfreichlg, daniela
-
20.04.2007, 21:15 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG Damaris
-
20.04.2007, 21:03 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichsh, LG Biggi
-
20.04.2007, 20:27 Uhr von Sabate
Bewertung: sehr hilfreichGrüsse aus Berlin...Todd
-
20.04.2007, 18:07 Uhr von LilaLisa
Bewertung: sehr hilfreichTOP BERICHT! VIELE liebe Grüße Lisa ;-)
-
20.04.2007, 17:08 Uhr von sandrad198
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüsse!!!
-
20.04.2007, 15:02 Uhr von TheLick
Bewertung: sehr hilfreichsh + LG TheLick
-
20.04.2007, 14:35 Uhr von angi3000
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüsse!
Bewerten / Kommentar schreiben