Khadi Pflanzenhaarfarbe Testbericht

Khadi-pflanzenhaarfarbe
ab 10,62
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Auf yopi.de gelistet seit 08/2010
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Summe aller Bewertungen
  • Handhabung & Komfort:  durchschnittlich
  • Einwirkzeit:  kurz
  • Farbintensität:  sehr gut
  • Verträglichkeit:  sehr gut
  • Haltbarkeit:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Jacqui01

Endlich - eine gute Haarfärbung ohne Chemie!

5
  • Handhabung & Komfort:  durchschnittlich
  • Einwirkzeit:  sehr kurz
  • Farbintensität:  sehr gut
  • Verträglichkeit:  sehr gut
  • Haltbarkeit:  sehr gut

Pro:

Farbergebnis, keine Haarschädigungen, keine Chemie, Kopfhautverträglichkeit, Pflegewirkung

Kontra:

Anwendung ist sehr aufwendig

Empfehlung:

Ja

Hallo, liebe Leser- und Leserinnen!


Vorigen Sonntag habe ich es noch mal gewagt – einen weiteren Versuch mit einer Pflanzenhaarfarbe. Welche es war und ob sich der Kauf lohnt, erfahrt Ihr im folgenden Bericht.


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1. Das Produkt – Herstellerinformationen
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Bei dem oben genannten Produkt handelt es sich um die:

Khadi Pflanzenhaarfarbe schwarz


Herstellerinformationen [Quelle: www.indien-produkte.de]
Diese Khadi Pflanzenhaarfarbe färbt die Haare Schwarz. Dabei wird die neue Haarfarbe von der natürlichen Haarfarbe mitbestimmt. Diese Pflanzenhaarfarbe enthält Indigo.
Feines Haar wird intensiver eingefärbt als kräftiges, auch die Einwirkzeit steigert die Intensität. Gibt dem Haar Fülle und Glanz.
Enthält keine chemischen Zusätze, keine Konservierungsstoffe oder künstliche Farben.


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2. Kaufentscheidung
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Nach meinem letzten Reinfall mit einer Pflanzenhaarfarbe von LOGONA hatte ich mir eigentlich geschworen, nie wieder so ein Zeug anzufassen, denn das Ergebnis war damals gleich Null. Durch Zufall las ich im Internet von dieser hier. Im Gegensatz zu den Farben von LOGONA enthalten sie reines Henna oder eben Indigo, also keine weiteren Stoffe, so dass ich der Annahme war, dass diese hier konzentrierter ist und somit auch stärker färbt, bzw. überhaupt färbt.
Meine Haare sind nämlich schon leicht strapaziert und da ich sie wachsen lassen will, möchte ich sie nicht unnötig mit Chemiebomben schädigen, denn im Gegensatz zu chemischen Haarfärbungen greifen Pflanzenfarben die Haare überhaupt nicht an – es gibt also keine Schädigung der Haarstruktur.


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3. Bezugsquellen + Preis
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In einem Onlineshop für indische Produkte (www.indische-naturprodukte.de] habe ich für die Färbung 5,95 EUR bezahlt. Als weitere Bezugsquelle kann ich Euch die Shops: www.indien-produkte.de und www.hautbalance.de benennen, sicher findet man auch noch weitere, wenn man bei Google sucht.


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4. Hersteller – Kontakt
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Khadi Naturprodukte GbR
Heinrich Jacob & Oliver Giese
Zur Weser 5
31737 Rinteln
Telefon: +49 05751-9238999
Fax: +49 05751 - 993493
E-Mail: [email protected]
Internet: www.indien-produkte.de


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5. Inhalt + Aussehen der Verpackung
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Das Färbepulver als solches befindet sich in einem transparenten Plastiktütchen, welches nochmals in ein goldfarbenes Tütchen eingeschweißt wurde. Dieses ist dann verpackt in einer rechteckigen, schwarzen Pappschachtel, die man auf der Abbildung sehen kann.
Auf dieser Schachtel findet man die wichtigsten Infos in Kurzform, ausführliche Produktinformationen kann man auf dem innen befindlichen Beipackzettel nachlesen.
Außerdem ist auch ein Paar Plastikhandschuhe enthalten.
Der Inhalt des Pulvers beträgt 100 g – ausreichend für schulterlange Haare.


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6. Inhaltsstoffe
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* Indigofera Tinctoria (Indigo)
* Lawsonia Inermis (Henna)
* Emblica Officinalis (Amla)


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7. Aussehen des Pulvers
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Das Pulver ist grünlich, ich würde mal sagen, es ist ein helles olivgrün, also nicht besonders schön. Es ist sehr fein, so dass es staubt, wenn man nicht aufpasst.
Wenn man es mit dem warmen oder auch heißen Wasser anrührt und gut vermischt, entsteht ein zähflüssiger, dunkelgrüner Brei, der – auch hier wieder – wie Spinat aussieht und komischerweise auch so riecht. Aber chemische Färbungen stinken ja auch bestialisch, von daher…


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8. Anwendung + Warnhinweise
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Quelle: www.indien-produkte.de

Auch bei dieser Farbe wird empfohlen, vorher eine Probesträhne zu färben, um ganz sicher zu gehen.
Wie mischt man die Farbe?
Verrühren Sie die erforderliche Menge Pulver vorsichtig mit warmem Wasser zu einer geschmeidigen Paste (für schulterlanges Haar benötigen Sie etwa 80 – 100 g Pulver).
Achten Sie bitte darauf, dass sie keinen Pulverstaub einatmen!

Das Auftragen:
Tragen Sie die angerührte Paste möglichst warm Strähne für Strähne, am besten mit einem Färbepinsel auf. Beginnen Sie am Haaransatz und arbeiten Sie sich Strähne für Strähne in die Längen vor.
Wenn Sie Ihre Haare vor der Anwendung scheiteln und mit Klammern wegstecken, können Sie sicher jede Strähne einfärben.
Verteilen Sie Reste der Paste auf den Haaren, indem Sie sie mit den Fingern einmassieren. So wird ein gleichmäßiges Ergebnis auf Ihren Haaren gewährleistet.
Nach dem Auftragen der Pflanzenhaarfarbe setzen Sie bitte eine Duschhaube aus Kunststoff auf, damit sich ausreichend Wärme entwickeln kann. Achten Sie auch darauf, dass Schläfenbereiche und Nacken abgedeckt sind. Die Farbe sollte nirgendwo antrocknen.
Zur Unterstützung können Sie ein weiteres Handtuch als Turban um den Kopf wickeln (Sie können z.B. auch eine Wollmütze aufsetzen, welche ebenfalls für Wärme sorgt, oder eine elektrische Wärmehaube verwenden).
Je wärmer Sie die Paste halten, desto intensiver wird das Ergebnis.
Einwirkzeit
Wie bereits beschrieben, richtet sich die Einwirkzeit Ihrer Khadi Pflanzenhaarfarbe nach Ihren individuellen Wünschen, sowie Ihrer Haarstruktur.
Lassen Sie die Paste zwischen 30 Minuten (für eine leichte Färbung oder bei stark strapazierten Haaren) und 2 Stunden einwirken.

Nach der Färbung
Nach der Einwirkzeit spülen Sie Ihre Haare mit lauwarmem Wasser, bis alle Reste der Pflanzenhaarfarbe heraus gewaschen sind und das Wasser klar bleibt. Khadi Pflanzenhaarfarben lassen sich mühelos nur mit Wasser ausspülen.
Vermeiden Sie wenn möglich eine Shampoo-Wäsche und / oder Styling-Produkte für die nächsten 24 Stunden, damit die Farbe besser im Haar fixiert wird.
Am nächsten Tag können Sie problemlos Ihre Haare mit Shampoo waschen.
Auch eine Ölbehandlung mit unserem Khadi Amla Haaröl verhilft Ihnen zu einer besseren Haltbarkeit der Farbe.
Massieren Sie eine kleine Menge Haaröl am Tag nach der Färbung in die Haare und auf die Kopfhaut und lassen Sie es mindestens eine Stunde einwirken. Dann waschen Sie Ihre Haare wie gewohnt mit Shampoo.
Bitte beachten Sie, dass die Farbe eventuell noch etwas nachdunkeln kann.


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9. Das Produkt im Test
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Die Vorbereitung
Nachdem ich also meine Haare gewaschen hatte, habe ich mir alles zurechtgelegt, was ich brauche – eine alte Tischdecke zum Schutz des Badezimmer-Fußbodens, eine Zeitung für die Waschmaschine, auf der ich alles ablegen kann (Kamm, Färbepinsel, Schale usw.) und zu guter Letzt eine aufgeschnittene Gefriertüte, die später als Wärmehaube fungieren sollte.
Dann habe ich das Pulver mit 300 ml kochendem Wasser in einer alten Plastikschale gemischt und kräftig verrührt.
Im Bad habe ich mir dann die Handschuhe übergestreift und…

Los geht’s…
Aufgrund der zähflüssigen, aber nicht zu festen Konsistenz lässt sich der Brei gut auf die handtuchtrockenen Haare auftragen, ohne herunter zu krümeln – vorerst, denn sobald man die Haare kämmt, krümelt es doch, das lässt sich leider nicht verhindern. Aber dennoch war ich erstaunt, dass selbst dieser Brei eine ähnliche Konsistenz, wie herkömmliche Farbe entwickelt hatte, denn das Auftragen als solches war schon nervig genug. Für meine schulterlangen Haare habe ich gut 40 Minuten gebraucht, denn ich versuche, die Farbe immer ganz genau, also Scheitel für Scheitel aufzutragen und auch die Ansätze richtig mitzufärben, nicht dass es nachher scheckig aussieht. :) Wie bereits erwähnt, lassen sich die Haare immer schwerer durchkämmen, umso mehr von der Paste im Haar ist, aber das ist ja klar, wenn man quasi Krümel in den Haaren hat.
Nach der langen Prozedur war ich nass geschwitzt und froh, endlich fertig zu sein. Und zu meiner großen Überraschung stellte ich fest, dass beinahe die Hälfte des Breis übrig geblieben war, also würde ich mal ganz frech behaupten, dass die Menge von 100 g sogar auch für längere Haare ausreichen sollte – ergiebig ist das Zeug also auch noch!
Jedenfalls stülpte ich mir die „Wärmehaube“ und ein Handtuch drüber und ließ die Farbe nun wirken. Aber entspannen konnte ich noch nicht, denn jetzt hieß es erstmal…
Farbspuren entfernen
Erstaunlicherweise geht das ganz leicht, klares Wasser genügt schon, um die Spuren aus dem Waschbecken zu entfernen. Die alte Oma-Tischdecke habe ich nur zusammengeknüllt und weggeworfen, die nehmen wir eh nicht mehr. Und so lassen sich die Teile mit jeder Färbung klammheimlich entsorgen. *lol*
Auf der Haut hatte ich nur ganz wenige Spuren, weil ich so vorsichtig war – und die ließen sich mühelos mit einem Feuchttuch abwischen, meinen Farb-Ex brauchte ich noch nicht mal dafür.
Das machte mich dann allerdings ein bisschen stutzig, denn wenn sich die Farbe so leicht abwischen lässt, wer weiß, wie lange sie im Haar hält – oder ob sie überhaupt hält…? Nach knappen 2 Stunden habe ich die Farbe ausgewaschen, was wider Erwarten sehr schnell ging – und die Farbreste ließen sich tatsächlich ohne Shampoo auswaschen!
Dann konnte ich endlich

Das Ergebnis betrachten.
Nach einem kurzen Blick in den Spiegel dachte ich zunächst, toll, man sieht wieder nichts. Aber als ich dann genauer hinsah und meine Haare durchkämmte, konnte ich tatsächlich einen Unterschied zu der Farbe von LOGONA erkennen. Meine leicht blass-schwarzen Haare waren wesentlich dunkler geworden. Es war zwar kein Tiefschwarz, wie ich es erhofft hatte, aber immerhin ein sichtbares Ergebnis, so dass sich die ganze Zeit und Mühe diesmal doch gelohnt hatte.
Weiterhin positiv aufgefallen ist mir die leichte Kämmbarkeit der Haare – ich hätte nämlich eher erwartet, dass sie strohig sind, aber dem war nicht so, sie ließen sich problemlos kämmen – klasse!
Wie es der Hersteller empfiehlt, habe ich keinerlei Stylingprodukte benutzt, lediglich ein Spitzenfluid habe ich in meine Haarspitzen massiert, weil ich das immer mache.
Später dann, im trockenen Zustand habe ich meine Haare gekämmt und war wieder überrascht – ohne Schaumfestiger hatten sie eine schöne Fülle und einen kräftigen Glanz. So gesehen hat die Pflanzenfärbung also auch noch einen positiven Nebeneffekt, nämlich die Pflegewirkung!


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10. Gesamturteil
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Diesmal bin ich zu dem Ergebnis gekommen, dass der ganze Aufwand sich gelohnt hat. Immerhin wurden meine Haare sichtbar dunkler und das ohne jegliche Haarschädigung. Außerdem werden die Haare mit Hilfe dieser Färbung auch noch gepflegt und bekommen einen tollen Glanz.
Nicht zu vergessen die hohe Ergiebigkeit, denn wie man an meinem Beispiel sieht, reicht ein Tütchen (100 g) locker für lange Haare, ich musste ja die Hälfte entsorgen, weil ich sie nicht mehr auf meinem Kopf unterbringen konnte. :)
Insgesamt also konnte ich nichts Negatives finden und insofern vergebe ich auch die volle Punktzahl und spreche eine Empfehlung aus, denn wer seine Haare schonend und ohne Chemie färben möchte, ist mit diesem Produkt bestens bedient – es gibt ja auch noch andere Farben! :)

Danke fürs Lesen, Bewerten und ggf. Kommentieren!
Eure Jacqui

68 Bewertungen, 15 Kommentare

  • plastik@sacae.de

    02.09.2010, 19:38 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr ausführlich! Ich habe ebenfalls negative Erfahrungen mit Logona gemacht und werde nächstes Mal wohl auch zu Khadi greifen.

  • anonym

    05.08.2010, 00:24 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöne Grüsse, Talulah

  • Tweety30

    04.08.2010, 18:15 Uhr von Tweety30
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW und einen schönen Mittwoch!

  • trullilu

    04.08.2010, 15:51 Uhr von trullilu
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöne Grüße schickt dir trullilu !!!

  • Powerdiddl

    04.08.2010, 14:59 Uhr von Powerdiddl
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG und einen schönen Tag, Heidi

  • giselamaria

    04.08.2010, 14:10 Uhr von giselamaria
    Bewertung: besonders wertvoll

    oh, ein super ausführlicher und excellenter Bericht!! - Ich habe auch früher diese Farben benutzt; nur ist das bei längerem Haar grauenhaft :-) - mit Pflanzenfarben zu färben klappt, wenn man dunklere Farbe möchte. Aber z.b. Hellerfärben (meistens zwei Arbeitsschritte) geht kaum. Ich habe nach Jahren wieder zu den normalen Haarfarben - mit Chemie - gegriffen. - Den Grundton eines Haars kann frau nunmal nur mit Chemie verändern ;-))) - und die Nutzung ist halt toll, mit Flasche auftragen, durchkämmen, einwirken lassen, ausspülen - ist alles bei Pflanzenfarben schwieriger - Mit der Chemie, naja, wenn nicht grade noch eine Dauerwelle zum Färben kommt, verträgt ein Haar das schon gut - LG gisela

  • XXLALF

    04.08.2010, 09:47 Uhr von XXLALF
    Bewertung: besonders wertvoll

    und ganz liebe grüße

  • ronald65

    03.08.2010, 21:29 Uhr von ronald65
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg

  • Striker1981

    03.08.2010, 17:50 Uhr von Striker1981
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und Liebe Grüße vom STRIKER ;)

  • morla

    03.08.2010, 17:36 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^petra

  • Iris1979

    03.08.2010, 17:28 Uhr von Iris1979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht. LG Iris

  • Miss_Piper

    03.08.2010, 16:02 Uhr von Miss_Piper
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich hatte Khadi Rot, jetzt färbe ich aber doch wieder mit Chemie, da ich mit Henna zu dunkel werde, leider.

  • sigrid9979

    03.08.2010, 15:14 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht....Lg Sigi

  • cleo1

    03.08.2010, 12:59 Uhr von cleo1
    Bewertung: besonders wertvoll

    Schöner Bericht. Einen schönen Dienstag und LG cleo1

  • anonym

    03.08.2010, 12:24 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH, für dein guten Bericht.LG Bernd