Robin Hood (2010) (Blu-ray) Testbericht

ab 6,60
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  hoch
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von templerthomas

Gute Blu-ray, mässiger Film

Pro:

s.Bericht

Kontra:

s.Bericht

Empfehlung:

Ja

Zu Robin Hood gab es auf der einen Seite vernichtende Profi-Kritiken, auf der anderen Seite übertrieben jubelnde Amateur-Kritiken. Wieder einmal zeigte sich das die professionellen Kritiker Recht hatten. Robin Hood ist definitiv kein Meisterwerk.
Wirklich schlecht ist er aber auch nicht. Von einem Film in dem Russel Crowe, Cate Blanchett sowie William Hurt mitwirkten und ein gewisser Ridley Scott Regie führte, hätte ich mir aber auch mehr erwartet.

Am Wochenende hatten wir Männerabend und da kam ich in den doppelten Genuß von Robin Hood. Doppelt da ich ihn schon im Kino sah. Die Blu-ray ist wirklich spitze, Hammerton und 1A Bild. Da würde es alle STerne geben. Aber es geht auch um den Film.

===Inhalt:===
(da dieser hier ja immer öfter kopiert wird, die Inhaltsbeschreibung kommt auch von mir)

Wer sich nun die klassische Robin Hood Story erwartet wird schon zu Beginn enttäuscht werden. Robin Hood erzählt vielmehr die Vorgeschichte, was ich jedoch sehr gut fand.

Ein gewisser Robin Longstride (Russell Crowe) dient hier in der Armee von Richard Löwenherz (Danny Huston) der in Frankreich eine Burg belagert. Am Vorabend des entscheidenden Angriffs auf die Burg ist Longstride zu ehrlich zum König bzw. zu kritisch zu dessen Kriegsführung und kommt an den Pranger. Hier hat mir die Zeichnung von Löwenherz gut gefallen und auch mal die Erwähnung dass dieser so verklärte König auch nur ein Massenmörder war (sein Gegner Saladin übrigens auch, mit beiden war die Geschichsschreibung zu gnädig).
Während Longstride mit seinen Freunden am Pranger ist wird Löwenherz von einem Armbrustbolzen erwischt und stirbt.
Robin Longstride, Alan A'Dale, Will Scarlett, und Little John fliehen und beschließen auf eigene Faust nach England aufzubrechen. Dabei treffen sie auf gedungene Mörder die gerade in einem Hinterhalt den engsten Vertrauten des verstorbenen Königs, Robin Loxley, und seine Begleiter niedermachten. Longstride und sein Trupp zerstreuen die Wegelagerer unter dem Befehl von Sir Godfrey (Mark Strong). Longstride verspricht Loxley dessen Schwert an seinen Vater in Nottingham zurückzubringen und fährt auf dessen Schiff nach London.
Dazu übernimmt er die Identität von Loxley.

In Nottingham angekommen wird er von Loxleys Vater Sir Walter (Max von Sydow)adoptiert und erhält die Witwe von Loxley als Frau. Dies alles wirkt zuerst befremdlich wird im Laufe des Films aber noch etwas logischer. Etwas. Die Witwe Lady Marion (Cate Blanchett) ist darüber alles andere als erfreut. Mit der Zeit freunden sie sich aber an und

Währenddessen schafft es Sir Godfrey - in Wirklichkeit ein Spion und Handlanger des französischen Königs Philip Augustus - sich das Vertrauen des neuen Königs John zu erlangen. Er treibt mit seinen französischen Söldnern mit äußerster Härte Steuern ein. Jedoch nicht um John reich zu machen sondern um einen Bürgerkrieg zu provozieren. Dies gelingt - mehrere Adelige revoltieren gegen John, als die Franzosen an der südenglischen Küste landen. John erkennt das doppelte Spiel Godfreys aber es erscheint nun zu spät.

Da kommt aber Robin wieder ins Spiel....


=== Eigene Meinung ===

Der erste Abschnitt von Robin Hood war sehr überzeugend. Die actionreiche, realitätsnahe Belagerung der Burg, Löwenherz mal nicht als strahlender Gutmensch und sein Ende durch den Armbrustbolzen. Dazu eine erstklassige Kameraführung mit viel Bewegung. Dazu kommen historisch korrekte Kostüme und sogar Lieder (ganz interessant mal alte englische Schlachtlieder zu hören).

Kaum ist Robin in England geht es mit dem Film aber bergab.

Die Darstellung des Robin Hood (wobei er eigentlich nur die letzten 5 Minuten ein richtiger Robin Hood ist) als harten Kämpfers finde ich sehr gelungen. Die Langbogenschützen waren definitiv keine Schmusetypen wie der eklige Robin Hood von Supersoftie Costner. Crowe spielt ganz gut. Allerdings geht seine ausführliche Charakterzeichung auf Kosten der Nebencharaktere wie Little John oder Bruder Tuck. Die haben im Film viel zu wenig Raum und gehen komplett unter.

Mehr Platz erhält Marian aber dies verschlechtert den Film mehr als es ihm nützt.
Cate Blanchett als Action-Marian? Zwar war die Entscheidung von Scott Sienna Miller (27) als zu jung für die Verkörperung der Lady Marian abzukanzeln durchaus in Ordnung. Aber Blanchett die einen englischen Langbogen wie ein Meisterschütze bedient und in der Schlacht kämpft wie zwei Männer... na ja das ist dann doch sehr unglaubwürdig.

König John, Johann ohne Land, ist mal wieder ein despotischer Tyrann der sein Wort bricht und keinerlei Charisma besitzt. John war sicherlich kein beliebter König dem im Film gezeigten Charakter entsprach er aber sicher auch nicht. Der John im Film ist mehr ein orientalischer Despot, südländischer Typ - das hat mit dem realen Johann ohne Land nichts zu tun. Der wäre schon mal einen "ehrlichen" Film wert, auch die wirklichen Konflikte der damaligen Zeit. Aber mitdenken wollte Scott seine Zuschauer nicht lassen.

Der Schluss zerstört den Film komplett. Schon Marians Bedrängnis mit anschließender Befreiung durch Robin wirkt nicht sehr glaubwürdig. Ebenso wie der Einschub der Magna Charta und der Wandlung des desillusionierten Robin in einen staatstragenden Kämpfer für bürgerlische Rechte. Vor allem aber was sollen Soldat James Ryan in diesem Film? Die Hauptszene in der französische Soldaten per 2. Weltkriegslandungsbotte an der südenglischen Küste ankommen ist komplett lächerlich.
Diese Invasion gab es nicht, das "ob" ist hier aber nicht das Problem - sondern das "wie". Alles wirkt wie bei Spielberg. Aber Landungsboote mit Heckklappe im Mittelalter das ist wie wenn er im Gladiator Hubrschrauber verwendet hätte.
Abgesehen davon das die Franzosen nicht so dumm gewesen wären unter einem Felsen auf englische Langbogenschützen zu warten.
Zuletzt ist auch die pompös-patriotische Parabel störend. Das Thema Arm gegen Reich hat auch heute nicht ausgedient und hätte durchaus erneuert werden können.

Insgesamt 2,5 Sterne für einen soliden Film der zwar über gewisse Strecken unterhalten kann aber insgesamt enttäuscht.

51 Bewertungen, 11 Kommentare

  • julinchen1979

    08.01.2011, 20:38 Uhr von julinchen1979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Leider kein bw mehr...

  • Powerdiddl

    04.11.2010, 09:06 Uhr von Powerdiddl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Und einen lieben Gruß

  • senora

    04.11.2010, 07:40 Uhr von senora
    Bewertung: sehr hilfreich

    Die Verfilmung fand ich blöd

  • morla

    03.11.2010, 22:28 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^petra

  • katjafranke

    03.11.2010, 21:49 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße und SH KATJA

  • Iris1979

    03.11.2010, 20:48 Uhr von Iris1979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht. Liebe Grüße Iris

  • XXLALF

    03.11.2010, 19:03 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    und ganz liebe grüße

  • topware2002

    03.11.2010, 16:33 Uhr von topware2002
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH

  • KaTaRaGiRl

    03.11.2010, 15:49 Uhr von KaTaRaGiRl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ausführlicher Bericht. glg und freue mich natürlich über Gegenlesungen meiner Berichte. Laura

  • tina08

    03.11.2010, 14:38 Uhr von tina08
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße .... Tina

  • mmlstars

    03.11.2010, 13:30 Uhr von mmlstars
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sonnige Grüße von der Küste, Melanie