Doom 3 (PC Spiel Shooter) Testbericht

ab 17,53
Paid Ads from eBay.de & Amazon.de
Auf yopi.de gelistet seit 03/2008

5 Sterne
(20)
4 Sterne
(12)
3 Sterne
(3)
2 Sterne
(2)
1 Stern
(0)
0 Sterne
(0)

Erfahrungsbericht von Oculus

Ab in die Hölle.......

Pro:

sehr gelungene Optik selbst auf Mittelklasserechnern, viele gut inszeniert Schockmomente,

Kontra:

kein großer geistiger Anspruch, sehr viele Scripts, mäßige KI, mittelprächtige Story

Empfehlung:

Ja

Lang erwartet und nun endlich da: Doom 3!
Neben Far Cry soll Doom 3 einer DER Shooter des Jahres sein.
Was dran ist, und inwieweit Doom 3 mit der starken Konkurrenz
mithalten kann habe ich im folgenden Test mal unter die Lupe
genommen.

Dazu sei gesagt, dass dieser Test auf der amerikanischen Verkaufsversion
beruht und ich daher zur Qualität der deutschen Synchro(falls es eine geben wird)
nichts sagen kann, das gleiche gilt für die Qualität der Textübersetzung.
Allerdings ist es unwahrscheinlich das \"id\" an dieser Stelle rumpfuschen wird.

Äußerst wahrscheinlich ist hingegen, dass Doom 3 keine Jugendfreigabe
(also ab 18) bekommen wird, da es hierzulande ungeschnitten erscheinen soll.

<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
Gut geführt zur Hölle - das Handbuch
<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Sehr positiv fällt das Handbuch zu Doom3 auf.
Ordentlich sortiert wird ihnen schrittweise alles Nötige zum Bestreiten des
Abenteuers und noch etwas mehr geliefert.
So erhalten sie nebst Standardübersichten und Infos auch noch
interessante Fakten.
So sind mit \"Handschrift\" Tips zu Waffen, kleinere Kniffe zu Kämpfen sowie
interessante Informationen über das erste Doom auf dem Pc eingestreut.
Auch aufschlussreiche Zahlen zur Codelänge von Doom3 sowie die
stark erweiterte Spielzeit im Vergleich zum Vorgänger sollen den
Umfang und die Tragweite dieses enormen Projektes visualisieren.
Auch die grafische Aufmachung ist gelungen, es erinnert ein bisschen an
die Resi-Handbücher(Teil 1). Auf vereinzelten Seiten finden sich auch
Blutspritzer bzw. blutige Fingerabdrücke.

Zu Beginn des Heftes erhaltet ihr eine kurze Zusammenfassung über euch,
wer ihr seid und was eure Aufgabe sein wird.
Anschließend werden die Menüs im Spiel erklärt.
So kann man u.a. ein neues Spiel starten (wär ja auch schlimm wenns nicht so wär ;) ),
einen Spielstand laden, ein Multiplayerspiel starten (LAN oder Internet),
sich Updates runterladen, wenn dann welche verfügbar sind.
Außerdem lassen sich Mods suchen und spielen.
Schließlich und endlich wären da noch die \"Optionen\".
Hier könnt ihr einmal die Steuerungskonfiguration verändern,
einstellen welches Soundsystem ihr nutzt (Dolbi Surround o.ä.).
Weiterhin könnt ihr die Gesamtgrafikqualität einstellen, diese
reicht über 4 Stufen von \"niedriger Qualität\" bis zu \"sehr hoher Qualität\".
Bei den Extraoptionen könnt ihr Dinge wie Vertical-Synch, Bump Mapping,
Special Effects, Antialiasing einstellen.

Wer die Grafikeinstellungen nicht selbst regulieren möchte, kann sein
Sytem scannen lassen (eine Sache von Sekunden) und das Spiel
wird dann die möglichst passenden Einstellungen vornehmen.
Mit etwas Feintuning, lässt sich jedoch ein bisschen bessere Performance
herausholen. Die Auflösung reicht sogar bis zu 1600x1200, was jedoch eine
gute Hardwarevorraussetzung fordert.
Alle EInstellungen lassen sich mittels \"Default\" wieder auf die Ursprungs-
einstellung zurückstellen.
Bei den \"Game Options\" könnt ihr einstellen ob ihr eure Waffe sehen wollt,
Auto-Reload, Freies umschauen (Free Look).

------------------------------
Euer Game-In Display
------------------------------

Als nächstes erörtert das Handbuch euer In-Game Display.
Den Bildschirm, den ihr während des Spielens seht, hier eine
kleine Zusammenfassung:
Links unten leuchten das Video-Disc bzw. PDA-Info Symbol auf, wenn
ihr entweder eine Video-Disc gefunden habt (die noch nicht angeschaut wurde),
oder wenn ihr neue Infos auf euren PDA runtergeladen habt.
Die Funktion des PDAs ist im Prinzip der in Splinter Cell ähnlich.
Nur etwas ausgebauter (später mehr dazu).

Ebenfalls unten links wird euer Rüstungswert(max 125) angezeigt,
eine Rüstung absorbiert einen Teil der Schüsse und Schläge.
Unterwegs werdet ihr immer mal wieder Rüstungen finden um eure
Anzeige aufzuladen.
Es folgt die Health Anzeige, deren Maximum bei 100 liegt.
Wie es dass Handbuch es so schon beschreibt, werden die Dämonen, sollte
dieses Anzeige bei Null ankommen, sich genüsslichen über euren leblosen
Körper hermachen...
Geheilt wird - wie immer mittels Medikits oder sog. Healt Stations.
Diese spenden euch in 10er Schritten neue Energie.
Blöd: hat man 99 HP und heilt sich, verliert die Station zwar 10 HP,
ihr bekommt aber nur einen HP (da 100 =max) regeneriert und verschenkt
somit 9HP.

Zur HP Anzeige gesellt sich die Ausdaueranzeige.
Diese leert sich wenn ihr rennt und füllt sich wieder wenn ihr normal geht.
Ist sie leer könnt ihr solange nicht rennen, bis sie sich wieder etwas
regeneriert hat.

Damit ihr auch immer wisst wo ihr seid, wird ebenfalls unten links der
Name des Abschnittes angezeigt in dem ihr euch befindet.
Eher bedeutungslos, da es keine Karte gibt und man somit
ohnehin keinen Gesamtüberblick hat.

Unten rechts ist das Wichtigste, eure Waffenanzeige.
Hier erfahrt ihr wieviel Schuss ihr momentan noch habt und wieviel Reserve
vorhanden ist. Durch eine blaue Punktleiste wird euch auch angezeigt welche
Waffe ihr gerade benutzt.

Schließlich und endlich euer \"kontextsensitiver\" Cursor.
Normalerweise zielt ihr mit ihm auf die Höllenbrut, richtet ihr eure
Waffe jedoch auf Menschen oder (bestimmte) Computer,
könnt ihr mit ihnen interagieren.
Bei Menschen heißt das mit ihnen sprechen und bei den Computern könnt
ihr Türen öffnen oder Daten auf euer PDA laden.

-----------------
Eure Waffen
-----------------

Weiter gehts mit den Waffen, insgesamt werden 4 vorgestellt, mit dem
Hinweis, dass es im Spiel noch mehr gibt.
Und zwar 9 (ohne Soul Cube).
Als erstes hätten wir da die Taschenlampe, mit euer wichtigstes Utensil.
Wer wahnsinnig genug ist, kann damit auch die Monster verprügeln, was
aber einem Selbsmordkommando gleich kommt.
Selbiges gilt für eure Fäuste.
Etwas nützlicher ist da schon eure Standardwaffe, die Pistole.
Eher schwachbrüstig aber für den Anfang reicht sie.
Durchschlagskräftiger, speziell im Nahkampf ist da schon die Shotgun,
welche jedoch nach jedem Schuss kurz nachladen muss.
Die Alternativ für Fernkämpfer ist die sehr präzise Mashine Gun,
mit einer schnellen Feuerrate.
Schließlich kommen wir zum Soul Cube, eine Art Artefakt, dass sobald
ihr 5 Dämonen erledigt habt, auf Knopfdruck einen mächtige Attacke
loslässt.

Weiterhin gibt es u.a. noch Granaten, eine Kettensäge, eine Chain Gun(ich kenn mich mit
Waffen nicht so gut aus und hab dafür außer \"Kettengewehr\" keine bessere Übersetzung
: ) ....), das Plasmagewehr und Raketen.

---------------------------------
Der Multiplayer - Modus
---------------------------------

Insgesamt kommt Doom3 mit nur 4 Multiplayer-Modi daher, nicht gerade viel,
jedoch ist Doom3 primär auch auf den Solopart ausgelegt.

Neben \"Deathmatch\" (most kills im Zeitlimit), \"Team Deathmatch\" (als Team most kills im Zeitlimit)
sowie \"Last Man Standing\"(jeder hat best. Anzahl an Leben und wer als letzter noch lebt gewinnt)
gibt es noch den \"Tournament - Mode\". Hier kämpfen jeweils zwei in einer Kampfarena
gegeneinander, die anderen Stellen sich der Reihe nach an. Der Sieger bleibt so lange im
Ring stehen, bis er wiederum besiegt wird.
Es wird ausführlich darauf eingegangen was man braucht um Doom3 online oder im LAN
zu spielen (CD Key usw.), wie man in ein Spiel einsteigt und wie man selbst eins kreiert.
Beim letzteren gibt es umfangreiche Einstellungen:
Server Name, Server Typ (LAN oder Internet), Team Damage (friendly fire), Frag Limit
(wer\'s zuerst erreicht siegt), Zeitlimit, Max Spieler (es gehen maximal 4 !), Warmup(Ja oder Nein),
Zuschauer erlauben(die nicht aktiv am Spiel teilnehmen), Dedicated Server (Ja oder Nein) und
schließlich die gewünschte Game Map.

Ebenfalls lobenswert sind die detaillierten Angaben zum Support (Instruktionen, welche Daten man zur Problemanalyse braucht), bleibt nur zu hoffen, dass der Support auch praktisch funktioniert.

<<<<<<<<<<<
Soundgigant
<<<<<<<<<<<

Doom3 bietet den wohl besten Sound, den es je in einem Horrorspiel gab!
Knarrende, ächzende Wände und Böden, Rascheln, elektronische Geräusche von Maschienen
und Türen treiben einem den Angstschweiß auf die Stirn!
Besonders die unverwandt laut aufspringenden Türen haben mich regelmäßig einen Infark
erleiden lassen.
Schon im Vorfeld war klar was sich nun bestätigt hat, der Sound spielt in Doom3 eine ganz besondere Rolle und trägt wesentlich zur Horroratmosphäre bei, ja trägt diese sogar streckenweise.
Da man durch unterschwlliges Rascheln, Stöhnen und Grunzen das Gefühl hat ein Mutant säße einem direkt im Nacken. Besonders schlimm: man meint was gehört zu haben, dreht sich panisch um und...
Nichts....
Hier spielt einem die Fantasie stellenweise böse Streiche und man ertappt sich dabei wie man kurz innehält um zu checken, ob man wirklich etwas gehört hat oder nicht.

Sehr gelungen sind auch die Funksprüche, die man immer mal wieder hört.
In der Regel werden diese von Panik beherrscht und nicht selten hört man \"life\" mit wie eine
Marine Einheit von den Monstern der Hölle auseinander genommen wird.
Ebenfalls zu hören gibts Panikschreie und verzweifelte Hilferufe, die langsam in den
Gängen der Station verhallen.
Großes Lob für die (engl.) Synchro, die mir sehr positiv aufgefallen ist.
Die Sprecher machen ihren Job durch die Bank weg (soweit ich es gehört habe)
sehr gut.
Das kommt besonders in Gesprächen (zu Beginn)
zwischen den Arbeitern zur Geltung.

Es ist sicherlich klar, dass man Doom3 am besten mit Surround Anlage genießt.
Hat man keine ist das jedoch auch nicht weiter tragisch.
So merkwürdig es sich anhört, aber hat man richtig gute Kopfhörer sollte man es
auch mal damit probieren. Denn hat man die vielen Geräusche direkt am Ohr
gibt das der Horrorstimmung nochmal nen kleinen Schub.

Insgesamt wird durch den Sound eine verstörte Atmosphäre erschaffen, die sich
über die Grafik weiter trägt bis hin zum Gameplay.
Doom3 wäre ohne Sound nur halb so schockend.
Wer will kann das mal testen, indem er seine Boxen runterdreht, der Effekt ist gleich
ein ganz Anderer.


<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
Ein optisches Vergnügen
<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Früh war klar, dass Doom3 nicht nur in akustischer Hinsicht, sondern auch in visueller
eine Menge bieten würde.
Und es wurde keineswegs übertrieben.
Auch wenn vielen zuerst vor den enormen Hardwareanforderungen graute, stellen
diese sich nun als recht moderat heraus.
Laut Packungsangabe sollte man mindestens einen P1,5 GHz besitzen, sowie
knapp über 300 MB Ram, doch dies bildet das absolut Minimum und beschneidet
Doom3 um einige schöne grafische Effekte.
Gute Mittelklasse hingegen bietet ein Athlon XP 2,6 mit 512 MB Ram und einer Radeon
9800. Eine DirektX-9 - Karte ist übrigens Pflicht!
Die neueste DirektX Version (9.0b) liegt dem Spiel bei.
Auf der Festplatte beansprucht Doom3 geschätzte 1,5 GB und zum spielen muss
die erste der insgesamt 3 CDs im Laufwerk liegen.

Mit oben genannten Vorraussetzungen kann man das Spiel bei mittler Qualität,
1024x768 Pixeln und fast allen Schikanen wie Bump Mapping. High Quality Special Effect,
jedoch besser ohne Antialiasing genießen.
Leider ergeben sich hier schon sehr vereinzelt kleinere Ruckler, die jedoch nicht weiter auffallen.
Doom3 unterstützt allerdings Auflösungen bis zu 1600x1200 Pixel!
Jedoch macht Doom3 bereits auf mittleren Einstellungen eine sehr gute Figur und stellt so
einiges, bisher dagewesenes in den Schatten.
Kann man sich hardwarebedingt die höchsten Qualitätseinsellungen leisten, erwarten einen
ansehnliches Bump-Mapping, Reflexionen und Spiegelungen(z.Bsp. auf der Waffe) sowie
athemberaubende Special Effects und spektakuläre Explosionen.
Hübsche Effekte wie aus kaputten Rohren austretendes Gas, welches die Umgebung verzerrt
gibts bereits auf niedrigeren Stufen.
Ein optisches Highlight bietet Feuer, was durch seine enorme Wärmeabgabe die Umgebung wabern lässt, wodurch die Umgebung surreal, wie in einem Traum (Max Payne 2-Traumsequenz) erscheint.
Von der Decke tropfender Schleim, Funken sprühende, technische Geräte sowie geräuschvoll arbeitende Maschienen beleben die Umgebung.


Nettes Detail: über manche Bildschirme der Station laufen Animationn wie DNA Stränge, Frequenzmessungen und dynamische Blockstatistiken.
Die Korridore, in denen man sich im ersten Teil des Spiels bewegt sind äußerst detailliert
ausgestaltet, verlieren jedoch noch einiger Zeit ihren anfänglichen Reiz.
Glücklicherweise haben die Entwickler noch die Kurve bekommen, so dass man im späteren
Spielverlauf u.a. auch durch eine lavagetränkte, rote Umgebung \"spazieren\" darf.
An roter Farbe haben die Entwickler definitiv nicht gespart.
So zerplatzen einige Monster mit einem rot versprühenden Splattereffekt.
Es \"begegnen\" euch dann und wann riesige, rote Blutlachen, die in der Regel nichts
Gutes ahnen lassen, gleiches gilt für die dezent platzierten blutroten Handabdrücke.
Sowie partiell rotgefärbte Wände - und hier wurde bestimmt nicht gestrichen....
Ebenfalls beeindruckend sind die Schattenspiele, der fahle Schein eurer kleinen
Funzel wandert über Objekte, welche ihrerseits dann. je nach Einfallswinkel andere
Schatten werfen.
Athemberaubend sind auch eure Opponenten, die der sauber texturierten,
detailreichen Umgebung in nichts nachstehen.
So makaber es klingt, nehmt euch einmal die Zeit erlegte Wiedersacher genauer mit
der Taschenlampe zu untersuchen, abgesehen von individuellen Schattenwürfen
erkennt ihr auch die unglaublich genaue Darstellung der Gesichter, inklusive Mutationen
wie zugenähten Augen oder blutverschmierten \"Mündern\".
Nur einige Gegner, wie die Babyspinnen, wirken etwas steril.

In die Reihe der positiven Aspekte reiht sich auch die Animation der Monster ein.
Je nach Statur schlurfen sie, oder springen euch ganz agil entgegen, neben schwerfälligen
Zombies gibt es somit agile Marine Soldaten Zombies, feuerballwerfende Monster, Babykopfspinnen, die mit ihren dürren Beinen ebenfalls höllisch flink sind und weitere abscheuliche Höllenkreaturen.
Hiermit ein großes Lob an die Entwickler für ihren zweifelhaften Einfallsreichtum ;).
Auf jeden Fall ist Doom3 nichts für zartbesaitete: abgefetzte Oberkiefer,Gedärme zum Vorschein bringende Bäuche , zerfledderte, herumliegende
Körperteile und aufgerissene, in bester \"Soldiers of Fortune 2\" Manier (ich mein die russische Version)
und darüber hinaus sind definitiv Geschmackssache.

Allerdings finden sich auf bei Doom kleinere Mankos.
So konnte ich einen Laptop(dank gut funktionierender Physikengine) vom Tisch stoßen
und ihn in ein, von der Decke hängendes Rohr schieben. Was im Endeffekt so aussah, als
würd das Rohr den Laptop direkt in der Mitte des Bildschirmes durchbohren.
Dies sind jedoch nur kleine, eher unwichtige Detailfehler. Und wer sich die Mühe nicht
macht solche Spielereien zu veranstalten, dem wird es weder auffalen noch stören.
Mit Laptops kann man übrigens noch mehr anstellen.
Haut man beispielsweise mit der Taschenlampe auf einen rauf, geht er aus :).


<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
Alles unter Controlle - dank gewohnter Steuerung
<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Doom3 ist ein Egoshooter und hat im Prinzip die gleiche Steuerung wie
alle Egoshooter.
Dem Spiel liegt zusätzlich eine \"Keyboard Reference\" bei (faltbar).
Ob das bei der dt. Version auch der Fall ist weiß ich nicht, ist aber
anzunehmen.
Auf dieser Übersicht ist eine Tastatur abgedruckt und die Tasten ja nach
Funktionsart farbig markiert und beschriftet.
Beispielsweise sind Tasten für Bewegung grün, Waffentasten sind rot usw..
Sehr hilfreich um eine komplette Übersicht zu haben, jedoch
eher nutzlich falls man die Steuerungsbelegung manuell ändert.
Wie gewohnt liegen somit die Waffen auf den tasten 1 bis 0.
\"w,a,s,d\" sind die Richtungstasten, \"f\" ist eure Taschenlampe.
Hat man eine Wheel-Mouse, kann man mittels Mausrad zwischen
den Waffen wechseln. Wie üblich dient die linke Maustaste
zum feuern. Die Mittlere (oder \"z\") ermöglicht das Zoomen,
mittels der rechten Maustaste springt ihr.
Gekrochen wird mit \"c\", so glangt ihr an versteckte Munition oder
Medikits.
Besonders wichtig ist die Quicksave-Funktion auf \"F5\".
Praktisch ist auch das Quickload auf \"F9\", welches euch
langes herumkramen im Menü erspart.


<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
Wie intelligent ist die Hölle?
<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Mutanten und Zombies glänzen normalerweise nicht durch ihre bestechende Intelligenz,
was auch bei Doom3 der Fall ist.
Lediglich die Marine Zombies schaffen es mal sich stylisch zur Seite zur rollen oder hinter
einer Kiste Deckung zu suchen.
Doch sobald man auf sie schießt und vor ihnen flüchtet vergessen sie ihre Deckung
und rennen ganz arglos ballernd auf einen zu.
Somit ist die KI nicht so ausgetüftelt wie in \"Far Cry\", andererseits, was will man von einer
Horde Untoter erwarten?
Immerhin beherrschen viele der Höllenwesen verschiedene Angriffsmonster.
So wirft ein agiler Dämon beispielsweise Feuerbälle wenn ihr weiter von ihm
entfernt seid, kommt ihr jedoch zu nah an ihn heran (oder umgekehrt), traktiert
er euch mit seinen starken Nahkampfangriffen.

Was sehr doll auffällt ist der sehr häufige Scripteinsatz.
So lassen sich Schockmomente sehr gut planen:
Decken stürzen auf Kommando ein, Monster brechen durch Wände wenn man
einen bestimmten Punkt übertritt, werden euch in den Rücken gebeamt und fallen
euch von hinten an oder springen von der Decke aus auf euch nieder.
Später im Spiel gibt es in fast jedem Raum ein gescriptetes Ereigniss,
besipielsweise erhebt sich ein Zombie vom Operationstisch beim Öffnen
der Raumtür und steuert auf euch zu.
Habt ihr ihn erledigt und geht wieder Richtung Tür stürmt euch plötzlich ein
Zombie Soldat entgegen.
Durch die Häufigkeit ist man dann eher überrascht wenn mal nichts passiert.
Das hat natürlich den Vorteil, das Spannung aufgebaut wird, da man stets
mit dem gefühl rumläuft, dass ja gleich was passieren könnte.
Allerdings wird das Spiel bei zu vielen Scripten berechenbar, das kommt
besonders dann zum tragen, wenn man den Löffel abgibt und die gleiche Stelle
nochmal spielen muss. Dann weißt man bereits was passieren wird und kann
sich darauf einrichten.
Trotzdem ist das mit den Scripten in Doom noch okay. Es ist wohl eine
sichere Methode um Angst zu erzeugen und euch auf Trab zu halten.


<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<
Die Ankunft auf dem Mars
<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<<

Als ihr an der Marsstation andockt seid ihr noch nicht ganz im Bilde über die dortige
Situatuion (es sei denn ihr habt das Handbuch gelesen).
Doch schnell wird klar, dass hier etwas nicht stimmt.
Ihr seid ein Marine, als Verstärkung angefordert und werdet zu Beginn durch die
Station geschickt um eure Befehle abzuholen.
Ein Abstecher in der Cafeteria lässt euch ein interessantes Gespräch
zwischen zwei anderen Marines mithören.
Einige Räume später erhaltet ihr euren PDA.
Dieser ist übersichtlich gestaltet und bietet viele Informationen.
Hier werden eure Missionsdaten gespeichert, ihr könnt eure Emails abrufen und
Videodisks (die ihr zuvor eingesammelt habt) anschauen. Diese enthalten
oft hilfreiche Tips.

Ihr könnt euch auch Profile die ihr findet auf eure PDA laden.
Somit habt ihr Zugriff auf die Emails und Audio-Botschaften dieser Personen.
Die Audiobotschaften enthalten meist den Code für ein Türschloss,
der natürlich erst GANZ am Ende jeder Botschaft genannt wird.
Ist aber halb so schlimm, denn bis auf wenige Ausnahmen sind die Audi-Aufzeichnungen
interessant und unterhaltsam.
Leider täuschen auch sie nicht über die eher durchschnittliche Story hinweg:
Durch das Spielen mit mysteriösen Artefakten öffnet sich das Tor
zur Hölle - auf dem Mars.
Naja, doch wen interessiert hier schon die Story?
Schließlich will Doom3 nicht durch erzählerische Tief sondern durch
gepflegten Horror glänzen!
Die \"Missionen\" sind daher eher belanglos und schicken euch von A nach B.
Wo ihr unterwegs eventuell noch einen Überlebenden einsammelt oder sucht.
Im Prinzip geht es ohnehin nur in eine Richtung, nämlich immer durch
die nächste Tür.

Seid ihr beim Kommendeur angekommen,erhaltet ihr auch schon euren ersten
echten Auftrag und ihr bekommt endlich eine Waffe.
Zwar nur eine kleine Pistole, aber besser als nichts.
Ein eingebautes Tutorial wie in \"Unreal 2\" gibt\'s nicht, dafür werdet ihr zu Beginn,
was die Wiedersacher angeht noch geschont, dazu kommt der regulierbare
Schwierigkeitsgrad. Wer sich unsicher ist spielt halt als \"Anfänger\".
Auf eurem Weg nach unten zum Kommunikationszentrum
trefft ihr auf schwer beschäftigte Arbeiter, die nicht gerade einen
besonders fröhlichen Eindruck machen.
Nachdem euch ein düsterer Geselle auch noch durch seine bösen
Vorahnungen Angst eingejagt hat gehts tiefer nach unten.....
Obwohl ihr noch nicht angegriffen werdet (denn noch ist das
Höllentor ja verschlossen) tun schaurige Geräusche und
die dunklen Gänge ihr Übriges.

Nach kurzer Zeit verlasst ihr \"Mars City\" und musst durch eine Schleuse
ein kurzes Stück über eine offene Brücke gehen.
Gottseidank erhaltet ihr eine Sauerstoffflasche.
Sobald ihr mit der \"Marsluft\" in Berührung kommt läuft ein
Countdown runter, ist dieser bei Null angekommen ist euer
Sauerstoffvorrat aufgebraucht.
Das Zeitlimit ist jedoch mehr als großzügig angesetzt und man
dürfte keine Probleme haben das andere Ende rechtzeitig
zu erreichen.
Und tiefer gehts in die Station hinein. Nachdem ihr im Kommunikationszentrum
angekommen seid steht ihr einem aufgeregten Wissenschaftler gegenüber,
der offensichtlich panische Angst hat.

Wenn der wüsste WIE begründet seine Angst ist...
Denn nur wenige Sekunden später öffnet sich das Tor zur Hölle....
Und ihr seid live dabei!
Unverhofft mutiert der Wissenschaftler in einen Zombie und will
euch postwendend an die Halsschlagader!
Ein paar gezielte Schüsse und der Kumpel ist Gschichte.
Habt ihr euch den Weg freigeschossen erhaltet ihr euren nächsten
Auftrag: Zurück zur Station!
Um in der Dunkelheit den Überblick zu behalten leuchtet ihr mit eurer
kleinen Funzel vorraus.
Allerdings könnt ihr nicht gleichzeitig schießen
und leuchten. Was oft zu Blindschüssen führt die regelmäßig ins Leere
treffen.

Von nun an seid ihr vor Nichts mehr sicher. Monster brechen durch Wände,
Treppen, überfallen euch von hinten und machen gnadenlos Jagd auf euch.
Werdet ihr in diesen Gefechten einmal verletzt ist das nicht so tragisch.
Unterwegs findet ihr gut verteilte Medipacks sowie Health Stationen.
Auch Rüstungen und Munitionen liegen auf der Station herum.
Gottseidank findet ihr später auch noch eine durchschlagkräftige Shotgun.
Mit der könnt ihr euch die Dämonen und Mutanten besser vom Hals halten
als mit der kleinen Pistole.
Auf dem Weg durch die Station hört man plötzlich Schritte, man dreht sich
um, doch Niemand ist da. Beim Fortsetzen des Wegs steht plötzlich ein
gigantischer Mutant vor uns!
Nach einem ersten Schreckmoment und den Wiedererlangen der Fassung
strecken ein paar Schüsse das Untier zu Boden.

Beim Fortsetzen des Weges hören wir plötzlich ein paar Hilfeschreie,
gutmütig, wie wir sind wollen wir dem Armen helfen und nähern uns
dem Schacht aus dem die Schreie kommen.
Zu spät erkennen wir die über den Boden zerstreuten, menschlichen
Körperteile, ein wendiger Mutant springt aus dem Schacht und
schleudert uns eine Ladung Feuerbälle entgegen.
Als wir später an einem Fahrstuhl ankommen öffnet dieser sich
plötzlich und ein wild um sich schießender Zombie Marine
springt uns entgegen.
Trotz der vielen Schockmomente bleibt der Frustfaktor
erstaunlich gering.
Als wir später in einem engen, dunklen Schacht langkrauchen
und wir an dessen Ende gezwungen sind
ins Ungewisse zu springen wartet eine hübsche Überraschung auf uns.
Mehr will ich hier mal nicht verraten ;).

Es gilt die Gegner immer auf Distanz zu halten, denn einige
eurer Wiedersacher richten im Nahkampf verheerenden
Schaden an. Die Zielfähigkeit einiger Gegner ist durchwachsen.
Mit etwas Glück könnt ihr euch so hinter einer Ecke verstecken,
dass ihr den Gegner zwar seht und auch auf ihn schießen
könnt, er euch aber nicht trifft.

Eine Begegnung der besonder gewichtigen Art verschafft uns ein
etwas überernährter Zombie, dem wir kurzerhand mit der Shotgun das
Licht ausblasen, gruseliges Detail:
als wir ihn näher unter die lupe nehmen um uns seines Todes zu
vergewissern sehen wir, dass der gesamte Bauchraum offenliegt....
Als wir auf die Audiodateien von einem Doctor Caeson stoßen sind wir
alles andere als überrascht, laut seinen Untersuchungen litten vor dem
Ausbruch des Chaos rund 40% der Stationbeschäftigten an psychischen
Störungen, ob wir ebenfalls zu den 40% gehören? Nach diesem Horrortrip
ist das durchaus wahrscheinlich!
Wer seine Nerven testen will muss darauf nicht mehr lange warten, denn
Mitte bis Ende August soll Doom³ bereits in den deutschen Läden stehen.
Alles die nicht warten wollen, besorgen sich die US Version beim
Videospielhändler ihres Vertrauens.

Fazit: Doom 3 hat es definitiv zum Horror-Schocker des Jahres geschafft.
Und trotz kleinerer Schnitzer ist die Atmosphäre die durch Sound und Grafik
erschaffen wird unglaublich.
Auch die Action kommt definitiv nicht zu kurz. Somit steht uns das erwartete
Horror-Actions-Spektakel ins Haus!
Wer allerdings ohnehin nicht auf Shooter steht, den wird auch Doom wahrscheinlich
nicht bekehren können.

Danke fürs Lesen!
Euer Matthias

14 Bewertungen, 1 Kommentar

  • glowhand

    17.03.2005, 21:49 Uhr von glowhand
    Bewertung: sehr hilfreich

    hi! gelungener bericht, gibt ein sehr nützlich von mir :o) ;)...! schönen gruß und viel spaß noch bei yopi. mfg, glowhand