Titan Quest (PC Rollenspiel) Testbericht




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Erfahrungsbericht von BOSS_DOG
Beerdigung von Diablo 2???
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Griechenland fürchtet sich. Im ganzen Land überfallen grimmige Satyre die Siedlungen und Städte der Menschen und sorgen für Chaos und Verwirrung. Wer könnte wohl dahinter stecken? Genau das soll ihr Recke herausfinden, weshalb er sich schnurstracks auf den Weg macht. Eine lange Reise durch Griechenland, Ägypten und den Orient steht ihm bevor, ehe er schlussendlich auf dem Olymp den großen Widersacher stellt. Horden von Satyren, Biestmenschen, Minotauren, Tigermenschen, Riesenspinnen, Dämonen, drei Telkine und massig andere Unholde auf eine gehörige Tracht Prügel...
Gameplay:
Spielerisch zeigt sich Titan Quest von einer erfreulich simplen Seite: Während man der Hauptquest folgt und nach dem Schuldigen für den ganzen Schlamassel sucht, ist man schwer damit beschäftigt, das Land von Monsterhorden zu säubern, deren Schätze einzusammeln und sie beim nächsten Händler in Bares umzusetzen, wovon man sich dann wiederum stärkere Rüstungen, Waffen, Accessoires und dergleichen leisten kann. Nebenbei erledigt man einen Haufen Nebenquests, die in der Regel recht einfach und lohnenswert sind und zusätzliche Erfahrungspunkte sowie unterschiedliche Zusatzbelohnungen bringen.
Obwohl sich die Quests wie auch der so ziemlich ganze Rest des Spiels darauf konzentrieren, Monster zu metzeln, so ist man doch beständig motiviert, den nächsten Level oder die nächste Stadt zu erreichen oder gerade noch soviel Gold zu sammeln, dass es für die nächstbessere Waffe reicht. Und obwohl sich Titan Quest alle Mühe gibt, den Spieler immer und immer wieder mit neuer, besserer Ausrüstung zu belohnen, so ist es angesichts des riesigen Angebots an allen möglichen Sachen manchmal fast zuviel - eine Schwäche, mit der auch das spielerisch sehr ähnliche Dungeon Siege II bereits zu kämpfen hatte. Und das viel zu kleine Inventar beschert einem hier noch wesentlich mehr Sorgenfalten.
Interessant wird es hingegen bei der Charaktererstellung, die während dem Spiel durch Level-Ups getätigt wird. Das innovative System lässt einen zunächst aus einer, ab Level 8 dann auch aus zwei Kategorien wählen, die den Typ des Charakters festlegen. Wer sich zunächst als Krieger auf den Weg macht, kann sich später auch als rüstiger Verteidiger etablieren, aber auch alles andere vom Schurken bis hin zum Geistermagier dazulernen. Zwar sind Krieger/Magier-Kombos nicht wirklich empfehlenswert, da die drei Werte Stärke (für kräftige Attacken), Intelligenz (für Zauber- und Spezialattacken-Mana) und Geschicklichkeit (für Offensiv- und Defensivboni) dann allesamt zu kurz kommen, aber das System lässt einem immer angenehm viel Spielraum bei der Wahl des Charakters.
Die Klassen bieten einem zudem einen großen Spielraum bei der Auswahl der Fertigkeiten: Wer seine raren Punkte wild auf passive Boni und anwählbare Spezial-Skills oder Zauber-Upgrades verteilt, bekommt lediglich einen schwachen Allrounder. Vielmehr lohnt es sich, sowohl seinen Klassenlevel und bestimmte Boni sowie Attacken oder Zauber mit Punkten zu versehen. Je höher der Level, desto mehr Skills stehen einem zur Verfügung, und je spezialisierter die Fertigkeiten und Angriffe, die man am ehesten benötigt und verwendet, desto erfolgreicher schlägt sich der Charakter in den teils sehr fordernden Gefechten.
Die Gefechte laufen generell ohne viel Strategie ab. Krieger müssen in der Regel nur die Maustaste gedrückt halten und metzeln sich so durch die feindlichen Horden. Magier können Helfer beschwören, die Gegner in den Nahkampf verwickeln, und attackieren selbst aus der Ferne. Schurken konzentrieren sich am besten auf Hit & Run und legen den Verfolgern Fallen. Komfortabel ist die Steuerung jederzeit; Shortcuts sorgen für wenig Mühe. So reicht ein Druck auf Alt, um sich Gegenstände auf dem Boden und Schätze anzeigen zu lassen. Per Shift-Taste bleibt der Charakter stehen und rennt so nicht blindlings in die feindliche Meute.
Außerdem kann man jederzeit ein Portal erstellen, das einen zurück in bereits besuchte Städte bringt. Und wer stirbt, landet mit geringfügig weniger Erfahrungspunkten direkt wieder am letzten von vielen Wiederbelebungsbrunnen. Etwas unfair ist der zuweilen sehr einfache, dann jedoch plötzlich auch mal extrem hohe Schwierigkeitsgrad. Man sollte den nächsten Gegnerhaufen demnach nie unterschätzen und stets genügend Heiltränke mit sich führen.
Grafik:
Grafisch ist Titan Quest von der ersten Minute an entzückend. Die Animationen von Freund und Feind sind wundervoll und die Landschaften sehen prächtig aus - von kleineren, schwachen Gebieten wie den diversen Höhlen einmal abgesehen. Zudem sorgt eine Physikengine für wahre Augenschmankerl in den Gefechten, etwa wenn sie das nächstbeste Skelett mit einem wuchtigen Keulenhieb hoch in die Lüfte schleudern. Die Effekte gehören mit zum Besten, was man in aktuellen Rollenspiele beobachten kann. Atmosphärische Tag- und Nachtwechsel sorgen außerdem für Stimmung und ein realistisches Spielgefühl.
Schade hingegen, dass es keine Wettereffekte gibt und die Landschaften, so schön sie aussehen mögen, leider auch sehr steril und über weite Wege monoton sind. Auch belohnende Zwischensequenzen fehlen komplett. Dafür ist Titan Quest nicht allzu hardwarebedürftig - solange man auf die höchsten Einstellungen bei Schatten und Texturqualität verzichten kann. Doch auch mit mittleren Einstellungen kann sich die Grafik absolut sehen lassen.
Sound:
Einer der Schwachpunkte des Spiels zeigt sich hier. Musikalisch bietet Titan Quest äußerst sparsame und unbeeindruckende Unterhaltung - das schadet der Atmosphäre und schafft eher Langeweile als Motivation. Nur gelegentlich taucht die ein oder andere schöne Musik auf. Besser sieht es hingegen bei den Soundeffekten aus: Es kracht, scheppert und donnert an allen Ecken. Die Effekte sind über jeden Zweifel erhaben und untermalen die knallharten Gefechte adäquat.
Langzeitmotivation:
Titan Quest zieht viel Motivation aus der Hatz nach besseren Ausrüstungsgegenständen und natürlich will man auch all die schicken Orte und berühmten Personen besuchen, die eingebaut wurden. So befragt man in Griechenland das Orakel von Delphi und plaudert in China mit dem Kaiser, zudem erkundet man die Pyramiden, die Hängenden Gärten von Babylon oder die Große Mauer. An reiner Spielzeit ist man gute 40 Stunden unterwegs, wovon leider auch viel Zeit dafür drauf geht, sich per Portal zurück zum Händler zu begeben und sein Inventar zu leeren. Die Städte an sich sind nicht sehr interessant; NPCs gibts nur wenige und die verteilten Quests sind nicht sonderlich abwechslungsreich.
Wer Titan Quest durchgespielt hat, kann sich auf einen höheren Schwierigkeitsgrad freuen, bei welchem man seinen Charakter direkt wieder auf die Jagd nach noch besseren Gegenständen schicken darf, während die Gegner natürlich um einiges fordernder sind. Ein gelungener Koop-Modus sorgt im Multiplayerbereich für weitere Freuden, doch reicht ein einmaliges Durchspielen auf jeden Fall, sei es allein oder mit einem Gefährten an der Seite.
Fazit:
Titan Quest ist nicht ganz der Diablo-Killer geworden, den sich die Macher wohl gewünscht haben; dafür finden sich noch zuviele kleinere Ungereimtheiten im Spiel. Mehr Abwechslung und Atmosphäre bei der Optik, Musik und den Quests sowie ein größeres Inventar, weniger herausragende Items und etwas mehr Balance wäre wünschenswert gewesen. Dafür überzeugen das intelligente Charaktersystem, die legendären Szenarien, die Gefechte (vor allem mit den teils riesigen Zwischengegnern) und die leicht von der Hand gehende Steuerung. Außerdem schafft es das Spiel eben auch permanent, einen Stunde um Stunde vor dem Monitor zu fesseln, um noch die nächste Quest zu machen, den nächsten Level zu erreichen oder sich die nächstbeste Waffe zu kaufen - für Hack & Slay-Fans also genau das Richtige.
Systemvoraussetzungen:
* Windows XP
* DirectX 9.x
* Pentium-IV 1800 MHz
* 512 MB freier Hauptspeicher
* NVIDIA GeForce 3/ATI Radeon 8500 mit 64 MB RAM
* 5 GB freier Festplattenplatz
* DVD-ROM-Laufwerk, Soundkarte
63 Bewertungen, 25 Kommentare
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18.03.2007, 18:04 Uhr von AndreaBln
Bewertung: sehr hilfreich***sh***LG Andrea
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17.03.2007, 19:04 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße ;o)
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15.03.2007, 20:11 Uhr von Sabate
Bewertung: sehr hilfreichlg Todd
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14.03.2007, 23:55 Uhr von MrWinters
Bewertung: sehr hilfreichhört sich doch gut an
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14.03.2007, 22:27 Uhr von echodelta
Bewertung: sehr hilfreichJa auch das kommt demnächst auf meinen Rechner! VG KAI
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09.03.2007, 19:38 Uhr von Baby1
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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08.03.2007, 09:07 Uhr von mikel_X_24
Bewertung: sehr hilfreichLg Mikel
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07.03.2007, 23:44 Uhr von paula2
Bewertung: sehr hilfreichliebe Grüße
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07.03.2007, 20:18 Uhr von anundka_ki
Bewertung: sehr hilfreich"sh" - :-)
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07.03.2007, 20:09 Uhr von oxalife
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Oxalife
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07.03.2007, 15:00 Uhr von doelau
Bewertung: sehr hilfreichEin ganz toller Bericht. Gruß doelau
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07.03.2007, 14:17 Uhr von steevea
Bewertung: sehr hilfreichSh Greetz&peace Stefan
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07.03.2007, 01:50 Uhr von sudden23
Bewertung: sehr hilfreichlg Martin
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07.03.2007, 00:29 Uhr von Puenktchen3844
Bewertung: sehr hilfreich(•¿•) Liebe Grüße
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06.03.2007, 23:17 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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06.03.2007, 19:22 Uhr von mercury24
Bewertung: sehr hilfreichSh und liebe Grüße ! Micha
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06.03.2007, 19:15 Uhr von Gesine76
Bewertung: sehr hilfreichlg!
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06.03.2007, 01:44 Uhr von LadySimara
Bewertung: sehr hilfreich~°~Lieben Gruß Steffi~°~
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05.03.2007, 14:36 Uhr von evafl
Bewertung: sehr hilfreich********************* sh! lg Eva *********************
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05.03.2007, 11:25 Uhr von panico
Bewertung: sehr hilfreichlg panico:-)
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05.03.2007, 10:23 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichEin klares sh von mir.LG Bernd
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05.03.2007, 08:54 Uhr von wolframo
Bewertung: sehr hilfreichGruß Wolfram
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05.03.2007, 07:17 Uhr von sandrad198
Bewertung: sehr hilfreich** sh + lg ** Sandra :o)
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05.03.2007, 04:33 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichSh & lG von Diana (c;
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05.03.2007, 03:35 Uhr von Gozo-Bernie
Bewertung: sehr hilfreichGruss aus Catania - bernie
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