TrackMania Sunrise (PC Rennspiel) Testbericht

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ab 18,71
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Erfahrungsbericht von Lindi

Der nachfolger des legendären Baukasten-Spielprinzip Rennspiels!

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Nach dem Motto “Erfrischend anders\" konnte TrackMania im Frühjahr 2004 im ansonsten sehr stark tuninggeschwängerten Renngenre kräftig Punkten. Doch Publisher Deep Silver (Koch Media) und der französische Entwickler Nadeo wollen jetzt erst so richtig die Sonne aufgehen lassen und bringen den lang erwarteten Nachfolger TrackMania Sunrise an den Start. Alles wird noch höher, weiter, bunter, schneller und auch noch besser?


Bekanntes Spielprinzip - neuer Look
Eines gleich vorweg: Echte Tür an Tür Duelle, weder im Solo- noch im Multiplayer-Modus, gibt es auch diesmal wieder nicht. Alle Gegnerfahrzeuge im Spiel erscheinen nach wie vor nur als Ghost. Auch die Wagenvielfalt wurde nicht erhöht. Drei neue Wagen und drei neue Landschaftsszenarien - das muss und wird wieder reichen um die Fans zu begeistern. Immerhin darf man diesmal mit einem Editor die Autos nach eigenem Geschmack lackieren, bekleben oder beschriften und so im Fuhrpark zumindest visuell für Abwechslung sorgen.
Dafür sehen die Wagen dank der neuen schicken Grafik-Engine aber auch richtig gut aus. Spiegelungen auf dem Lack, glaubwürdige Größenverhältnisse und schicke Fahranimationen lassen den etwas angestaubten Look des Vorgängers weit hinter sich. Auch die Szenarien wirken viel detailverliebter und vor allem weiträumiger. Nicht nur Dank der vier verschiedener Tages- und Nachtzeiten, sondern auch wegen der neuen Detailfülle am Streckenrand gibt es reichlich Abwechslung fürs Auge. Letzteres kann die Wagen übrigens in genretypischen Blickwinkeln, wie Verfolger (fern und nah) oder Stoßstange beim Fahren beobachten. Dabei können die Hände mit allen genretypischen Eingabegeräten, ob analog oder digital, die Fahrzeuge steuern. Vor- und Nachteile halten sich die Waage, so dass mit allen Geräten gute Ergebnisse möglich sind. Die Ohren werden allerdings etwas um ein optimales Sounderlebnisses betrogen. Hier gibt es nur durchschnittlichen Motorensound und No-Name-Musikstücke aus der Rock- und Popecke.


Drei Wagen, drei Landschaften
In drei neuen schicken Landschaftsszenarien sind die über 100 Levels abgesteckt. Das Streckendesign ist wieder sehr abwechslungsreich und zum Teil sehr fordernd.
Als echte Spielwiese für Extremtempo-Fanatiker entpuppt sich die palmenbestandene Insellandschaft. Hier wartet ein relativ gutmütiger Hochleistungsrennwagen auf den Spieler. Ohne große Probleme - quasi wie auf Schienen - lässt sich das Gefährt über die Strecken mit endlosen Riesensprüngen, weit ausladenden Kurven und vorbei an paradiesischen Traumstränden manövrieren.
Kaum weniger langsam bewegt sich der bullige SUV (Sport Utility Vehicle) im Landschaftstyp Bucht. Allerdings ist der Bolide, bautechnisch bedingt, auch viel nervöser zu steuern. Erschwerend kommt noch hinzu, das die „ Schaukelkiste“ durch enge Häuserschluchten mit unzähligen Rampen, Tunnels oder Loopings gefahren - ach was - gepresst werden muss.
Eine Überraschung erwartet den Spieler dann am Steuer eines, zumindest vom Aussehen her, sehr spritzigen Roadsters. Doch das Teil bewegt sich eher bedächtig vorwärts und will so gar nicht richtig zu den beiden andern Boliden passen. Der Grund dafür ist das fast schon simulationslastig ausgelegte Fahrverhalten. Im Gegensatz zu seinen vierrädrigen Kollegen muss hier vor Kurven sogar gefühlvoll gebremst werden, um die bestmöglichen Rundenzeiten in der schicken mediterranen Küstenlandschaft zu erzielen. Diese ist mit engen, kurvigen Küstenstraßen und einigen Sprüngen durchzogen.


Puzzeln, Pauken und Rasen
In der Solo-Kampagne stehen diesmal vier Modi zur Verfügung, in denen sogenannte Challenges mit mehreren Aufgaben (Cups) erfolgreich abgeschlossen werden müssen um weitere Events freizuschalten.
Altbekannt und kräftig mit neuen Teilen aufgepeppt: Der beliebte Puzzle-Modus. Nach wie vor startet man hier mit einer Handvoll Streckenteile (Blocks) auf einer halbfertigen Strecke, die es dann sinnvoll zusammenzupuzzeln gilt. Unter zu Hilfenahme sämtlichen Gehirnschmalzes gelingt dies meist ohne größere Probleme, um jedoch wirkliche Bestzeiten zu erzielen muss man meist etwas um die Ecke denken.
Die klassischen Rennen gegen die vorgegebenen Bestzeiten sind ebenfalls wieder mit von der Partie. Ohne echte Tür an Tür Duelle fährt man hier auf zum Teil halsbrecherischen Strecken gegen die Ghostfahrzeuge mit den drei besten vorgegebenen Zeiten. Um Topzeiten zu erringen sollte man sich hier nach der einen oder anderen Abkürzung oder Alternativstrecke umsehen.
Zumindest ohne Zeitdruck kann man den neuen Plattformmodus angehen. Hier gilt es lediglich eine Reihe Checkpoints abzuklappern ohne das Auto von der Strecke abkommen zu lassen. Klingt simpel ist es aber bei weitem nicht, da man die Fahrzeuge nur einige Male bis gar nicht zurücksetzen darf. Die Strecken sind hier so mit unübersichtlichen Sprüngen und schwindelerregenden Loopings gespickt das einem Hören und Sehen vergeht. Zu allem übel muss die Überwindung diese Hindernisse exakt getimet werden um nicht von der Piste abzukommen. Vielmals springt man ohne den Landepunkt zu sehen einfach aufs Geradewohl von Rampe A nach B und muss in der Luft auch noch richtig dosiert abbremsen. Hier hilft nur pauken um die Kurse perfekt intus zu haben. Allerdings sollte man dafür gehörig Zeit einplanen, da die Aufgaben zum Ende extrem fordernd und lang werden.
Vierter im Bunde ist der neue Crazymodus. Hier brettert man auf ziemlich abgedrehten meist sehr kurzen Strecken gegen gleich mehrere Ghostgegner, die man alle nacheinander - der letzte fliegt - aus dem Rennen werfen muss.


Bronze, Silber und Gold
In den Solomodi gibt es nach wie vor drei vorgegebene Zeiten (Ergebnisse) für die Bronze-, Silber- und Goldmedaille die es zu knacken gilt. Bronze ist mit reichlich Übung meist auch für Anfänger drin. Die Silber- aber ganz besonders die Goldmedaillen hängen diesmal allerdings ziemlich weit oben - will sagen: der Schwierigkeitsgrad wird in diesem Bereich ziemlich heftig. So gilt es in den Rennen perfekt auf der Ideallinie zu blieben oder im Plattformmodus ja keinen Fehler zu machen um Gold einzufahren. Zwar gibt es drei Schwierigkeitsstufen, diese beeinflussen allerdings nur die Medaillenvorgaben für das Freischalten der nächsten Rennen, jedoch nicht die knackigen Zeitvorgaben. Wer für dauernde Rennneustarts und beständiges Training auf immer denselben Kursen keine Engelsgeduld aufbringen kann, wird schnell vor Wut und Frust ins Lenkrad beißen.
Es sei denn man baut sich mit mächtigen im Spiel integrierten Editoren eigene (leichtere) Strecken oder gar ganze Kampagnen zusammen. Bedingung ist allerdings wieder ein gehöriger Vorrat an Coppers (spieleigene Währung) die man sich durch gute Platzierungen im Solomodus verdient. Mit diesen bezahlt man dann die zirka 400 Bauteile mit denen man die eigenen Strecken zusammensetzen kann. Mit im Programm ist von Steilkurven über Tunnel und Brücken bis hin zu Dekoelementen wie Bäumen oder ganzen Häusern alles was das Bastlerherz begehrt. Das beste daran: Man kann sofort im Editor per Knopfdruck mit dem Auto die selbstgebastelten Strecken auf Herz und Nieren testen.
Integriert im Streckeneditor ist der neue Mediatracker, ein mächtiges Tool das den Spieler praktisch zum Regisseur des Spiels macht. Hier können die Kameraführung für die Rennen eingestellt, Intros bearbeitet, Texte eingefügt, Grafikeffekte hinzugefügt und Sounds geändert werden. Auch die gespeicherten Replays lassen sich mit einer Art Videoeditor kräftig aufpeppen. Abgerundet wird das Editorpaket mit dem schon erwähnten Fahrzeugeditor. Rundum ein Paket an Tools das insbesondere die große Community erfreuen und für reichlich Nachschub an Strecken, Fahrzeugskins oder Kampagnen sorgen wird. Der Austausch (u.a. Online per P2P) und das Einspielen selbstgebastelter Objekte wurde übrigens so spielerfreundlich und einfach wie nur möglich gehalten.


Spaß und Spannung ohne Lackschaden
Trotz der fehlenden Kollisionen erfreute sich bereits der Multiplayer-Part des Vorgängers einer großen Beliebtheit. Dies wird sich ganz sicher auch bei TrackMania Sunrise nicht ändern, da man wieder per Hot-Seat, LAN und Online gegen menschliche Spieler sein Können unter Beweis stellen kann.
Die bekannten Modi sind alle wieder mit an Bord. So kann sich im Runden-Rennen der als Sieger fühlen, der als erster eine bestimmte Anzahl Runden absolviert hat. Um das gleiche Ziel geht es auch im beliebten Modus „Team“. Hierbei gebührt aber nur der homogensten Mannschaft der Sieg. Im Modus „Zeitfahren“ steht jedem Fahrer die Rennstrecke eine bestimmte Zeit lang zur Verfügung. Hier kann man jederzeit die Runde abbrechen um einen neuen Anlauf auf die Bestzeit zu nehmen. Sieger ist am Ende der Zeit der Spieler, der die schnellste Rundezeit auf dem Tableau hat. Im klassischen Turnier-Modus geht es auf einer oder mehreren Strecken darum die meisten Rennen zu gewinnen und damit Punktsieger zu werden.

9 Bewertungen, 1 Kommentar

  • RudiRe

    30.07.2005, 22:50 Uhr von RudiRe
    Bewertung: nicht hilfreich

    HIER DAS ORIGINAL: http://www.gamecaptain.de/page.php?plat=PC&flap=2&r=11&file=showTest.php&id=1907