Empire Earth (PC Strategiespiel) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2010
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Erfahrungsbericht von dubidai
Macht aber echt Spass!!
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
\"Die Pikeniere vor, die gegnerische Kavallerie greift an! Verstärkt die Flanken mit 40 berittenen Lanzenkämpfern, damit die Schurken keine Bresche in unsere Verteidigung schlagen!? ?Zu befehl, Napoleon...\"
So oder ähnlich könnte eine von vielen Schlachten aus dem Echtzeit-Strategiespiel Empire Earth ausschauen. Sie wählen eine von ?? Parteien (z.B. die Deutschen oder Russen) und lenken die Geschicke ihrer Nation vom Prähistorischen Zeitalter bis in die ferne Zukunft, in das sogenannte Nanozeitalter. Dabei müssen sie anfangs die Wirtschaft ankurbeln, damit ihre Neandertaler fleißig den Technologiebaum abklappern können.
Wenn sie genug Rohstoffe gesammelt haben, schreiten sie in die nächste Epoche. Dort angekommen, entwickeln sie ihren Stamm weiter, so dass z.B. der Holzabbau effizienter vonstatten geht. Dieses Spielchen treiben sie von der Steinzeit über das Mittelalter bis in das Industriezeitalter, die beiden Weltkriege und schließlich in die Moderne und die Zukunft. Auf diese Weise durchschreiten sie ganze zwölf Epochen, beim Genrekönig Age of Empires 2 sind es gerade mal vier.
Der Hauptblickwinkel liegt aber auf den 192 (!) verschiedenen Einheiten des Spiels, die sie mittels \"Stein-Schere-Papier-Prinzip\" in die Schlacht werfen. So ziehen Reiter gegen Pikeniere auch in Überzahl schnell den Kürzeren, aber im Kampf gegen kurzschwertige Infanterie suchen die Pikenträger schnell das Weite. Die Kollegen im Sattel aber besiegen die Schwertkämpfer mit Leichtigkeit. Bogenschützen sind gefürchtete Kämpfer, sind aber machtlos gegen die Berittenen, da diese die Distanz schnell überbrückt haben.
So weit, so gut. Wenn man sich allerdings dieses von den Programmierern sehr gut umgesetzte Prinzip in der Zukunft anschaut, wo eventuell ein Dutzend verschiedene Kampfroboter und -mechs aufeinander treffen, so sieht die Sache schon etwas komplizierter aus: \"Ares schlägt Poseidon, wobei er gegen Apollon und Triton verliert, allerdings besiegt letzterer alle drei und unterliegt Angriffen aus der Luft,...\" Dieses vor allem im späteren Spielverlauf sehr komplizierte System wird Gott-sei-dank im sehr vorbildlichen, 200 Seiten starken Handbuch exzellent erklärt, so dass auch Anfänger bald durchblicken. Eher werden sie an der teils sehr gut aufspielenden Gegner-KI verzweifeln, die auch auf den unteren Schwierigkeitsgraden fordert.
Die Kampagnen und die Einzelspielerkarten sind sehr gut Von den Designern gestaltet worden. So kämpfen sie an der Seite von Napoleon quer durch Europa und spielen den Amerikanischen Bürgerkrieg nach.
Die Grafik ist eher Durchschnitt, aber teils sehr hübsch anzuschauen. Die Bäume wiegen im Wind, Pferdeherden laufen vor ihren Jägern weg und die Wellen kräuseln sich im Wasser. Auch die Truppen sind hervorragend animiert, die sich dank der 3D-Engine stufenlos drehen. Die Kamera selber dürfen sie aber nicht bewegen, nur zoomen darf man. Während manch einer sich wünschen wird, weiter rausfahren zu können, um gerade in den großen Schlachten den Überblick wahren zu können, sind die Einheiten aus der Nahansicht potthässlich. Wenn aber 100 Einheiten auf dem Feld stehen, die Musketiere ihre erste Salve schießen und die Rauchwolken des verschossenen Pulvers die Kampfszene beschatten, dann möchte man am liebsten mit dem Rechner zusammenwachsen.
Die Beschallung gewinnt zwar sicher keinen Grammy, ist jedoch gelungen. Die Hintergrundmusik ist passend (Sie kriegen in der Renaissance keine Technoklänge zu hören) und die Geräusche der Spielwelt sind realistisch. Das Meer rauscht, während ein U-Boot in Schleichfahrt vorbeitaucht und der Marinesoldat quittiert ihren Marschbefehl mit einem kernigen ?Jawohl, Sir!?.
Die Bedienung ist standardmäßig gehalten, alte Strategieveteranen fühlen sich sofort zu Hause. Einen Kritikpunkt gibt es aber noch: die Flugzeugsteuerung ist unnötig kompliziert, warum fliegt ein Flugzeug überhaupt los, wenn es von vornherein weiß, dass ihm unterwegs der Sprit ausgehen wird? Auf diese Weise werden ihre Flieger unnötig eventuellem Flakfeuer ausgeliefert.
Der Multiplayer-Modus ist hingegen der Hammer. Bis zu acht Spieler, sei es im LAN oder im Internet, können miteinander, gegeneinander oder in Teams zocken. Die Mehrspielerkarten sind hervorragend ausbalanciert und spielen sich großartig. Wenn der Gegner plötzlich hilflos meiner Streitmacht gegenübersteht und blöd aus der Wäsche guckt, dann will ich gar nicht mehr aufhören.
Alles in Allem ist Empire Earth ein sehr gutes Strategiespiel, dem auch bei längeren Spielen nicht die Luft ausgeht und somit eine sehr gute Langzeitmotivation besitzt. Vor allem zu mehrt eine echte Empfehlung.
So oder ähnlich könnte eine von vielen Schlachten aus dem Echtzeit-Strategiespiel Empire Earth ausschauen. Sie wählen eine von ?? Parteien (z.B. die Deutschen oder Russen) und lenken die Geschicke ihrer Nation vom Prähistorischen Zeitalter bis in die ferne Zukunft, in das sogenannte Nanozeitalter. Dabei müssen sie anfangs die Wirtschaft ankurbeln, damit ihre Neandertaler fleißig den Technologiebaum abklappern können.
Wenn sie genug Rohstoffe gesammelt haben, schreiten sie in die nächste Epoche. Dort angekommen, entwickeln sie ihren Stamm weiter, so dass z.B. der Holzabbau effizienter vonstatten geht. Dieses Spielchen treiben sie von der Steinzeit über das Mittelalter bis in das Industriezeitalter, die beiden Weltkriege und schließlich in die Moderne und die Zukunft. Auf diese Weise durchschreiten sie ganze zwölf Epochen, beim Genrekönig Age of Empires 2 sind es gerade mal vier.
Der Hauptblickwinkel liegt aber auf den 192 (!) verschiedenen Einheiten des Spiels, die sie mittels \"Stein-Schere-Papier-Prinzip\" in die Schlacht werfen. So ziehen Reiter gegen Pikeniere auch in Überzahl schnell den Kürzeren, aber im Kampf gegen kurzschwertige Infanterie suchen die Pikenträger schnell das Weite. Die Kollegen im Sattel aber besiegen die Schwertkämpfer mit Leichtigkeit. Bogenschützen sind gefürchtete Kämpfer, sind aber machtlos gegen die Berittenen, da diese die Distanz schnell überbrückt haben.
So weit, so gut. Wenn man sich allerdings dieses von den Programmierern sehr gut umgesetzte Prinzip in der Zukunft anschaut, wo eventuell ein Dutzend verschiedene Kampfroboter und -mechs aufeinander treffen, so sieht die Sache schon etwas komplizierter aus: \"Ares schlägt Poseidon, wobei er gegen Apollon und Triton verliert, allerdings besiegt letzterer alle drei und unterliegt Angriffen aus der Luft,...\" Dieses vor allem im späteren Spielverlauf sehr komplizierte System wird Gott-sei-dank im sehr vorbildlichen, 200 Seiten starken Handbuch exzellent erklärt, so dass auch Anfänger bald durchblicken. Eher werden sie an der teils sehr gut aufspielenden Gegner-KI verzweifeln, die auch auf den unteren Schwierigkeitsgraden fordert.
Die Kampagnen und die Einzelspielerkarten sind sehr gut Von den Designern gestaltet worden. So kämpfen sie an der Seite von Napoleon quer durch Europa und spielen den Amerikanischen Bürgerkrieg nach.
Die Grafik ist eher Durchschnitt, aber teils sehr hübsch anzuschauen. Die Bäume wiegen im Wind, Pferdeherden laufen vor ihren Jägern weg und die Wellen kräuseln sich im Wasser. Auch die Truppen sind hervorragend animiert, die sich dank der 3D-Engine stufenlos drehen. Die Kamera selber dürfen sie aber nicht bewegen, nur zoomen darf man. Während manch einer sich wünschen wird, weiter rausfahren zu können, um gerade in den großen Schlachten den Überblick wahren zu können, sind die Einheiten aus der Nahansicht potthässlich. Wenn aber 100 Einheiten auf dem Feld stehen, die Musketiere ihre erste Salve schießen und die Rauchwolken des verschossenen Pulvers die Kampfszene beschatten, dann möchte man am liebsten mit dem Rechner zusammenwachsen.
Die Beschallung gewinnt zwar sicher keinen Grammy, ist jedoch gelungen. Die Hintergrundmusik ist passend (Sie kriegen in der Renaissance keine Technoklänge zu hören) und die Geräusche der Spielwelt sind realistisch. Das Meer rauscht, während ein U-Boot in Schleichfahrt vorbeitaucht und der Marinesoldat quittiert ihren Marschbefehl mit einem kernigen ?Jawohl, Sir!?.
Die Bedienung ist standardmäßig gehalten, alte Strategieveteranen fühlen sich sofort zu Hause. Einen Kritikpunkt gibt es aber noch: die Flugzeugsteuerung ist unnötig kompliziert, warum fliegt ein Flugzeug überhaupt los, wenn es von vornherein weiß, dass ihm unterwegs der Sprit ausgehen wird? Auf diese Weise werden ihre Flieger unnötig eventuellem Flakfeuer ausgeliefert.
Der Multiplayer-Modus ist hingegen der Hammer. Bis zu acht Spieler, sei es im LAN oder im Internet, können miteinander, gegeneinander oder in Teams zocken. Die Mehrspielerkarten sind hervorragend ausbalanciert und spielen sich großartig. Wenn der Gegner plötzlich hilflos meiner Streitmacht gegenübersteht und blöd aus der Wäsche guckt, dann will ich gar nicht mehr aufhören.
Alles in Allem ist Empire Earth ein sehr gutes Strategiespiel, dem auch bei längeren Spielen nicht die Luft ausgeht und somit eine sehr gute Langzeitmotivation besitzt. Vor allem zu mehrt eine echte Empfehlung.
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