Inception (Blu-ray) Testbericht

Inception-blu-ray-science-fiction-film
ab 6,72
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Auf yopi.de gelistet seit 10/2010
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von mima007

Thriller-Action mit Grips – auf einer Blu-Ray mit Mucken

Pro:

spannend, temporeich, genial ausgetüftelt, anrührende Liebesgeschichte, Humor, komplettes Making-of, Traum-Doku

Kontra:

erfordert möglicherweise mehrmaliges Anschauen, Überlänge (bes. „Extraktions-Modus“)

Empfehlung:

Ja

Leonardo di Caprio spielt einen ganz speziellen Industriespion: Er holt Geheimnisse aus dem Unterbewusstsein von Unternehmensbossen. Diesmal soll er er jedoch einen Wunsch in einen Verstand einpflanzen – das Risiko ist in mehrfacher Hinsicht auch eines für Cobb selbst…

Die Blu-Ray bringt sämtliche Making-of-Dokus auf besondere Weise: eingebettet in eine Spezialversion des Hauptfilms.

Filminfos
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O-Titel: Inception (USA 2010)
FSK: ab 12
Länge: ca. 148 Min.
Regisseur: Christopher Nolan
Produzent: Christopher Nolan, Emma Thomas
Drehbuch: Christopher Nolan
Musik: Hans Zimmer

Darsteller: Leonardo diCaprio (Dominic Cobb), Tom Berenger (Browning), Ken Watanabe (Saito), Michael Caine (Cobb senior), Cillian Murphy (Fischer), Marion Cotillard (Mal), Joseph Gordon-Levitt (Arthur), Ellen Page (Ariadne), Lukas Haas (Nash) u.a.

Handlung
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Dom Cobb und seine Truppe sind Spezialisten für ganz spezielle Diebstähle: Sie extrahieren Erinnerungen aus den Tiefen des Unterbewusstseins, das sich in Träumen manifestiert. Es ist eine besonders kunstvolle, aber auch gemeine Form des Raubs. Die geraubten Geheimnisse verhökert an seine Auftraggeber in aller Welt. Er betreibt Industriespionage auf höchstem Niveau. Doch der Preis für diese Art von Existenz ist hoch: Er wird auf der ganzen Welt gejagt und hat alles verloren, was er einst liebte: seine Frau Mal, die sich umbrachte, und seine beiden Kinder James und Philippa.

Angebot

Nachdem er bei Saito Industries seinen Auftrag um ein Haar vermasselt hätte – seine Exfrau Mal, die in seinen Erinnerungen lebendig ist, hat ihn verraten – bekommt er von Firmenchef Saito (Ken Watanabe) höchstpersönlich einen Hoffnungsfunken angeboten: Eine Rückkehr in die Vereinigten Staaten, um seine mutterlosen Kinder wiederzusehen. Denn seine Frau Mal (Cotillard) hat schon vor einiger Zeit das Zeitliche gesegnet…

Saito stellt allerdings eine schwierige Bedingung: nicht Extraktion eines Geheimnisses sei diesmal das Ziel, sondern „inception“, die Einpflanzung eines Wunsches. Sein todkranker Konkurrenz Fischer werde bald den Löffel abgeben und sein Energie-Imperium an seinen Sohn vererben. Dieser sei das Objekt des Angriffs: Fischer jr. soll sich wünschen, das Imperium seines Vaters aufzuteilen. So werde er geschwächt, was sowohl Saito zugutekäme als auch den Energieverbrauchern, die unter Fischers Quasi-Monopol Wucherpreise zahlten. Cobb schlägt ein: Inception habe er schon mal gemacht…

Akquisition

Mit einem Teil seines bewährten Teams beginnt Cobb das neue Unternehmen. Doch er braucht auch einen Fälscher, einen Chemiker und einen Architekten. Der Fälscher muss gewisse Bezugspersonen spielen, der Chemiker den potenten „Schlaftrunk“ mixen und der Architekt den Traum für die Zielperson entwerfen: ein Labyrinth. Wie sich herausstellt, findet sein Vater (Michael Caine) das Jobangebot nicht sehr verlockend: zu anstrengend. Aber seine junge Studentin – nomen est omen - Ariadne (Ellen Page) könnte ein Labyrinth entwerfen, das Störungsversuchen widerstehen könnte.

Ariadne erweist sich als in mehrfacher Hinsicht wertvolle Ergänzung des Teams. Nicht nur reicht ihre Vorstellungskraft dafür aus, kurz mal Paris zu falten, sondern sie hat auch den weiblichen Riecher dafür, dass mit Cobb selbst etwas grundlegend nicht stimmt – und das bringt alle in Gefahr. Denn Cobb hat nicht nur Regeln dafür aufgestellt, was man in der Traumwelt auf keinen Fall tun soll – er hat auch sämtliche Regeln gebrochen. Angefangen mit der Vermischung von Erinnerungen mit der jeweiligen Traumwelt. Ariadne entdeckt eine Schicht in Cobbs gequälter Seele nach der anderen. Doch da ist es bereits zu spät, um dem Unheil zu entgehen.

Angriff

Fischer und das Cobb-Team begeben sich an Bord eines langen Transpazifikfluges – genug Zeit für ihren Angriff. Fischer junior jedoch ist kein harmloser Jungstift, ganz im Gegenteil: Cobbs Organisation von Extraktoren hat ihm ein Sicherheitstraining verpasst, das abwehrende Projektionen erzeugt. Das macht das Eindringen in seinen Verstand sowohl knifflig als auch riskant. Deshalb will Cobb ihm einen dreistufigen Traum verpassen, um auf allen Ebenen vordringen zu können. So weit hinunter hat sich bis jetzt noch niemand gewagt. Und wer durch die letzte Ebene fällt, landet im Limbus, dem reinen Chaos des Unterbewussten, für immer verloren…


Mein Eindruck
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„Inception“ hat mich schlichtweg begeistert zurückgelassen. Zwar muss man es auf der großen Kinoleinwand genießen, um die Räumlichkeit der virtuellen Welten voll erfassen zu können – doch auch auf einer kleinen Heimkino-Monitorfläche kann man dem Film noch jede Menge abgewinnen. Wie schon „Prestige“ ist dies ein Thriller mit Grips. Der Zuschauer muss mitdenken statt nur stauend zu glotzen, sonst verpasst er das Beste am ganzen Film.

Wie jeder packende Thriller besteht die Story aus zwei Ebenen: aus dem Heist-Movie einerseits, der Vorbereitung des großen Coups; und aus dem menschlichen Drama, das sich im Zuge von Ariadnes seelischer Ermittlung in Cobbs Kopf in immer tragischeren Dimensionen vor uns entfaltet. Dieses Drama wächst sich zu einem fortwährenden Hindernis für die Diurchführung des Coups aus, und deshalb kann der Coup nur vollständig gelingen, wenn auch Cobbs Heilung gelingt. Diese Heilung konfrontiert ihn schmerzhaft mit immer größerer Schuld gegenüber seiner geliebten, toten Frau Mal. Denn nicht ohne Grund verfügt Cobb bereits über Erfahrung mit „Inception“…

Zeitdehnung

Während die Technik wie üblich in keinster Weise erklärt wird, so erfahren wir doch alles Notwendige über die Vorgehensweise bei der „inception“. Der künstlich erzeugte Traum hat die Eigenschaft, die Zeit zu dehnen: Das Gehirn arbeitet um einen festgelegten Faktor schneller auf dieser Ebene. Deshalb ist es von größtem Zeitvorteil, dass der gesamte Traum nicht nur eine zweite Ebene besitzt, die noch mehr Zeit bereitstellt, sondern sogar eine dritte. Hier unten könnten die Figuren Jahre zur Verfügung haben, um ihren Job zu erledigen. Unter einer Voraussetzung: Die Realität bzw. die 1. Ebene muss sie einerseits in Ruhe lassen und zweitens einen „Kick“ bereitstellen, mit dessen Hilfe die Träumer wieder geweckt werden können. Allerdings muss der „Kick“ auf allen Ebenen synchron erfolgen.

In einer genialen Verschachtelung von Vorgängen erlebt der Zuschauer das Grande Finale des Coups: Während der Van mit den Träumer auf Ebene 1 in Zeitlupe auf eine Wasserfläche zu fällt, befinden sich dessen Insassen in Schwerelosigkeit – und folglich auch die Traumfiguren auf Ebene 2. Allein schon die Aufnahmen von dieser Ebene sind den Eintritt wert: So was habe ich noch nicht gesehen. Da wird nicht geschwebt, sondern schwebend ums Leben gekämpft (siehe dazu das Making-of). Und währenddessen erfolgt der Angriff auf Fischers „Festung“ auf Ebene 3. Mit einem fatalen Webfehler: Mal funkt dazwischen!

Traumwelten

Mit modernster Technik hat Christopher Nolan, Produzent und Regisseur des Films, die künstlichen Welten im Computer erschaffen lassen, aber auch viele Modelle gebaut, die mitunter an Kubricks „2001“ erinnern. Dabei zeigt er nicht die üblichen Hollywood-Gimmicks wie nachgemachte Explosionen, sondern treibt sein Spiel mit den optischen Oberflächen auf richtig kreative Weise.

Hochhäuser krachen in die Brandung der See, als hätte Roland Emmerich sie entworfen. Ariadne faltet, wie gesagt, Pariser Straßenviertel auf sich selbst wie eine Quarkrolle. Eine Bergfestung wird nach allen Regeln der Kunst zerlegt. Und Cobb erschafft mit seiner Mal ihrer beider Welt, 50 subjektive Traum-Jahre lang, bis sie gar nicht mehr weg wollen. Und damit beginnt Cobbs Problem. (Mehr darf nicht verraten werden.)

Schauspieler

Als Dominic Cobb hat mir Leonardo di Caprio nicht nur richtig gut gefallen, sondern regelrecht imponiert. Ihm allein ist es zu verdanken, dass das Traum-Drama so glaubwürdig, packend und anrührend auf den Zuschauer wirkt. Denn Mal ist lediglich seine Gegenspielerin, die immer wieder dazwischenfunkt, und Ariadne ist lediglich „the spy in the house of love“, wie Jim Morrison formulierte: Sie kommt Cobbs moralischem Verbrechen auf die Spur, das er an Mal begangen hat. Die Figur der Ariadne wird von Ellen page jedoch überzeugend, mit Verve und einfallsreich gespielt. Gleiches lässt sich für Marion Cotillard in der Rolle der Mal sagen. Überzeugt hat mich auch Cillian Murphy als Sohn im Clinch mit seinem Vater. Ihn durften wir schon in „Batman Begins“ als Oberschurken bewundern.

Alle anderen Schauspieler sind zwar auch sehr beachtlich, aber im Verhältnis zu Cobb lediglich Wasserträger, Handlanger und nützliche Nebenfiguren. Dazu gehören auch die Alt-Stars Tom Berenger, dem wir kein einziges Mal in die blauen Augen schauen dürfen, und Michael Caine, der wie schon in „Prestige“ den guten Onkel spielt.

Action und Effekte

Jeder Fan, dem „The Dark Knight“ und „Batman Begins“ gefallen, dürfte hier actionmäßig ebenfalls voll auf seine Kosten kommen. Verfolgungsjagden zu Fuß und in Autos, mit Schneemobilen sind erst der Anfang. Ein Güterzug auf der Stadtautobahn ist ein ungewöhnliches Gefährt – wo, bitte, ist hier die Vorfahrt? Explosionen kommen wohldosiert zum Einsatz, vorzugsweise erst am Schluss. Das war schon in „Batman Begins“ so.

Nolan ist kein Fan des Effekt-Overkills. Das war bereits in „Prestige“ zu sehen, wo Bühnenzauberer jede Menge Gelegenheiten dazu geboten hätten. Und auch wenn die Action nach einem Effektegewitter klingt, so eifert er doch weder „The Fountain“ noch Robin Williams „Das wunderbare Land“ nach, sondern bleibt auf dem Teppich: Die alte Designer-Maxime „Form folgt Funktion“ bedeutet für Nolan, dass Effekte nur dann berechtigt sind, wenn sie eine Aussage tragen und notwendig sind. Das ist einer der Hauptgründe, warum ich mir in diesem mehrschichtigen Film nie verloren vorkam, sondern trotz des schnellen Ebenenwechsels stets wusste, wo ich mich befand.

Die Blu-Ray
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Technische Infos

Bildformate: 2,40:1
Tonformate: DD 5.1, Englisch in DTS-HD Master Audio 5.1
Sprachen: D, Englisch, F, I
Untertitel: NL, F; Dt. in den Extras

Extras:
- Siehe unten.

Mein Eindruck: die DVD
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Das Bild ist in High Density natürlich von herausragender Qualität. Da es sich um das 2,4:1-Format handelt, sieht man oben und unten schwarze Streifen, aber das ist OK. Nach einer Weile bemerkt man sie gar nicht mehr. Die Schwarzwerte sind in alle Szenen sehr gut. Besonders freute mich, dass die Übertragung vom Master auf andere Tonspuren ebenfalls einwandfrei gelungen ist – das war ja in der deutschen BluRay-Kinofassung von „Robin Hood“ in die Hose gegangen (siehe meinen Bericht). Dort bekam man in Halbschatten ein Gegriesel vorgesetzt, als wäre Schnee gefallen. Zum Glück nur selten.

Ton

Ist der Sound der Blechbläser schon auf der deutschen Tonspur mächtig, so kommen im englischsprachigen DTS Sound des Master Audio noch gewaltige Bässe mit erheblicher Dynamik hinzu. Überhaupt hat mir der englische Sound viel besser gefallen: Er ist satter und runder. Seltsam finde ich, dass es nur französische und niederländische Untertitel gibt. Im Extraktionsmodus habe ich keine Untertitel zugeschaltet – ein Versäumnis.

EXTRAS
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Disc #1

1) Extraktions-Modus (3:10:10 min)
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Im Extraktionsmodus erhält der Zuschauer die komplette englische Version in DTS-Sound. Sie ist ist deswegen 48 Minuten länger, weil sämtliche Bestandteile des Making-ofs in sie eingebettet sind. (Aud der DVD sind lediglich ein paar Segmente des Making-ofs zu finden.) Jedes Segment ist der besprochenen Szene zugeordnet und wird von einer speziellen Grafikanimation eingeleitet.

Die Segmente des Making-ofs sind sehr aufschlussreich, so verblüffte mich etwa die Auskunft, dass zahlreiche Effekte gar nicht aus dem Computer stammen, sondern als Modelle gebaut wurden („on camera“). Das stellte das Produktionsdesign, die Visuellen-Effekte- und die Spezialeffekte-Leute vor knifflige Herausforderungen. Entsprechend einfallsreich waren ihre Lösungen.

So wurden die Schwebe-Effekte und der Kampf im Freien Fall in einer mal waagrecht, mal senkrecfht gestellte Zentrifuge gefilmt. Joseph Gordon-Levitt, der in beiden Arenen agiert, berichtet, dass dies ganz schön anstrengend gewesen sei. Auch auf der Kippbühne, auf der das Café von „Mister Charles“ steht, waren nicht alle Statisten körperlich vorbereitet: Wenn sich die Welt um 35 Grad neigt, dann hält das nicht jeder Magen aus.

Die Bergfestung wurde nahe Calgary in den kanadischen Rockies erbaut, aus Holz. Leider stürzte sie nicht wie geplant bei ihrer Sprengung ein. Daher wurde ein kleineres Modell über einem Parkplatz in Los Angeles errichtet. Auch dieses stürzte nicht wie geplant ein. Dumm gelaufen. Stets gibt auch der Regisseur, der zehn Jahre an der Realisierung arbeitete, seine Kommentare dazu ab.

Ein abschließendes Special ist Hans Zimmers Musik gewidmet. Er stellte ungefähr das größte Blechbläser-Ensemble zusammen, das man in einem Studio bis dahin gesehen hatte. Zimmer berichtet von der physischen Wucht des damit erzeugten Sounds. Zusätzlich engagierte er einen meisterlichen E-Gitarristen. Wenn ich alles richtig (ohne Untertitel) verstanden habe, spielt er bei den Smiths und soll richtig gut sein.

Disc #2

Alle Extras der 2. Disc verfügen über mehr als zehn Untertitel, aber nur eine Orignalsprache: Englisch.

2) Doku „Träume: Kino des Unterbewusstseins“ (ca. 59 min)
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Dies ist eine Doku im klassischen Sinne: eine Stunde zu einem bestimmten Thema, gedreht von Roko Belic. Joseph Gordon-Levitt, der „Arthur“-Darsteller führt uns durch die faszinierende Welt der Träume. Experten zeigen verschiedene Aspekte der Träume, des Schlafes, der verschiedenen Bewusstseinszustände und Aktivitäten auf. Außerdem zeigen sie auf, was sich daraus ergibt. So wurde ein Schlafwandler, der sich der Polizei stellte, von einem Doppelmord, den er verübt haben KÖNNTE, freigesprochen, da er ja seines Willens beraubt war. Das sind die gruseligeren Seiten.

Sehr schön gelungen sind die grafischen Veranschaulichungen des Themas. In witzigen Spielszenen treten Gordon-Levitt und seine Partnerin in einem Ambiente des 19. Jahrhunderts auf. Auch Christopher Nolan und Leonardi diCaprio treten auf, aber nicht verkleidet, sondern um Statements abzugeben. Nolan lässt sich vor allem über den Zusammenhang zwischen Traum und Kino aus: Sein Film soll die unbegrenzten Möglichkeiten des träumenden Bewusstseins verdeutlichen. Recht witzig ist die Andeutung, dass sich Träume teilen lassen. Vielleicht träumen wir alle gerade den gleichen Traum.

3) „Inception: Der Cobol-Job“ (14:30 min)
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Dieser Beitrag von Ian Kirby ist kein Animationsfilm, sondern ein Comic mit Sprechblasen und deutschen Untertitel sowie der Musik von Hans Zimmer. Inhaltlich zeigt der Comic die Ereignisse, die zum Anfang des Hauptfilms geführt haben, also zum Einbruch in Saitos Haus. Keine Ahnung, warum der Titel sich auf Cobol bezieht, eine alte Programmiersprache, die bis heute bei Großrechnern im Einsatz ist.

4) Inception-Soundtrack: Auszüge aus dem Score von Hans Zimmer in DD 5.1 (38:30 min)
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Hier findet der Musikfan zehn Auszüge aus dem Score von Hans Zimmer, dargeboten in toller Akustik mit 5.1-Kanal-Sound. Vielleicht schafft man es ja, mit der Option „Alle abspielen“ die Blechbläser wie die „Posaunen von Jericho“ zum Einsatz zu bringen…

5) Grafik-Galerien: „EXTRAS“
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a) Konzeptskizzen: eine Galerie mit rund 30 vierfarbig gestalteten Skizzen für Schlüsselszenen und Schauplätze.

b) Promotion Artwork: eine Galerie mit rund 15 Entwürfen für die Poster von „Inception“

6) Trailer & TV-Spots
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Hier sind drei Kino-Trailer unterschiedlicher Länge sowie exakt 10 TV-Spots zu finden.

Unterm Strich
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Wenn du morgens aufwachst, nimmst du einfach an, es handle sich immer noch um die gleiche Welt, die du am Abend zuvor verlassen hast. Aber stimmt das denn? Was sagt dir denn, dass du nicht im Traum irgendeines anderen gelandet bist? Nur die Wahrscheinlichkeit. Und in diesem Film geht diese gegen Null. Nolan macht hier einige Aussagen über die Natur der Wirklichkeit: Sie ist nur unsere Vorstellung und Wahrnehmung davon. Das Gehirn redigiert die Eindrücke ständig und manipuliert die Erinnerungen endlos, wie Cobb an einer Stelle erklärt. Wie soll da noch der sogenannten „Realität“ trauen können?

Mythisch

Der Plot verweist mehrfach auf den Mythos von Theseus und dem Minotaurus. Okay, wir haben: a) ein Labyrinth, das wie eine Festung gebaut ist, b) einen Helden (Cobb) und c) eine Helferin im Labyrinth, die sogar wie ihr Vorbild heißt: Ariadne. Aber wer ist der Minotaurus? Es kann sich nur um die Zielperson handeln, also in diesem Fall um Fischer junior, oder vielmehr um seinen Verstand.

Und der Rote Faden, der zur Rückkehr unbedingt notwendig ist, ist auf nicht weniger als drei Ebenen verteilt. Und wir können ebensowenig wie Cobb sicher sein, dass bei der Rückkehr wieder die „Realität“ erreicht ist. Denn Cobbs Realität ist unser Traum – in Zelluloidform… Wir wünschen Cobb Erfolg, und deshalb muss seine Heldenfahrt in einem Märchen enden, nicht wie in unserer Realität. Was doch einiges über das Wesen und die Aufgabe des Unterhaltungskinos aussagt – und über unsere Bedürfnisse, wenn wir es konsumieren.

Wir haben zwar das Potential, ganze Welten zu bauen, wie es Cobb und Mal tun, aber wir geben uns mit Ersatzdrogen zufrieden: mit Filmen. Es ist auch ein Ausblick: Die Virtuelle Technik im Computer bietet uns die Möglichkeit, Kreativität maximal auszuleben. Nun ist es an uns, dieses Weltenbauen für die richtigen Zwecke einzusetzen. Cobb hat auf dieser Ebene ein Verbrechen begangen. Wir sollten nicht den gleichen Fehler begehen.

Fazit

„Inception“ ist ein Action-Thriller mit Tempo, Verstand und viel Gefühl. Man sollte den Film – wie schon „Prestige“ - mehrmals sehen, um alle Verbindungen aufzuspüren und die vielen Bedeutungsnuancen aufzudecken, die die vielschichtige Handlung dem Zuschauer anbietet. Der Film ist möglicherweise selbst ein Labyrinth, in das sich der Zuschauer wie weiland Theseus begeben kann, um den verborgenen Schatz zu finden.

Die Blu-Ray

Die Silberscheibe bringt zwar satten Sound und einwandfreie Bildqualität, hat aber auch ihre Mucken. Die Untertitel des Hauptfilms liegen nicht in Englisch und Deutsch vor, die der Extras aber schon. Wer sich das komplette Making-of mit 48 Minuten Länge reinziehen will, muss sich in den Extraktions-Modus begeben, denn separat liegt der Werkstattbericht nicht vor – er wurde in den Hauptfilm integriert (s.o.).

Wer, wie ich, zu ungeduldig ist, um sämtliche 3 Stunden und 10 Minuten abzusitzen, der zappt von Making-of-Segment zu Segment, indem er mit dem Schnellvorlauf operiert. Das ist zwar ein wenig anstrengend (und auch nicht viel anders als die Funktion „U-Control“ auf der Robin-Hood-BluRay), aber dafür wesentlich zeitsparender als das komplette Ansehen des Films.

Die Traum-Doku fand ich wirklich erhellend, denn sie bringt einige Aspekte zur Sprache, die man von Trämen nicht erwarten würde: gesteuerte und geteilte Träume etwa. Den Comic kann man sich echt ins Haar schmieren: Er sieht nicht besonders gut aus und liefert lediglich die Vorgeschichte zum Filmanfang, ist also wenig eigenständig.

Wegen der angeführten Mängel gibt es Punktabzug.

Fazit: vier von fünf Sternen.

Michael Matzer (c) 2010ff

56 Bewertungen, 17 Kommentare

  • hexi5

    28.01.2011, 09:13 Uhr von hexi5
    Bewertung: sehr hilfreich

    lieben Gruß und noch einen schönen Wochenstart^^

  • topfmops

    18.01.2011, 16:22 Uhr von topfmops
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW!! Was sonst?? Und schon im vergangenen Jahr angekommen.

  • catmum68

    08.01.2011, 00:23 Uhr von catmum68
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreicher Bericht, LG

  • Powerdiddl

    02.01.2011, 11:32 Uhr von Powerdiddl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wünsche dir ein schönes 2011, lg Heidi

  • bigmama

    02.01.2011, 02:08 Uhr von bigmama
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Anett und Frohes Neues Jahr!

  • XXLALF

    30.12.2010, 18:19 Uhr von XXLALF
    Bewertung: besonders wertvoll

    und ganz liebe grüße

  • goat

    30.12.2010, 18:04 Uhr von goat
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wünsche Dir einen guten Rutsch ins Neue Jahr!

  • austin77

    30.12.2010, 16:39 Uhr von austin77
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich lese bei dir und du bei mir, so macht yopi Spaß.Liebe Grüße und einen guten Rutsch ins neue Jahr

  • Tweety30

    30.12.2010, 15:23 Uhr von Tweety30
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW und liebe Grüße!

  • Miraculix1967

    30.12.2010, 14:06 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super gemacht - BW von mir! Guten Rutsch wünscht der olle Druide Miraculix1967 aus dem gallischen Dorf

  • Sommergirl

    30.12.2010, 12:47 Uhr von Sommergirl
    Bewertung: besonders wertvoll

    den hab ich noch auf der Warteliste....

  • rainbow90

    30.12.2010, 12:06 Uhr von rainbow90
    Bewertung: besonders wertvoll

    Guten Rutsch ins Neue Jahr. LG

  • minasteini

    30.12.2010, 11:51 Uhr von minasteini
    Bewertung: besonders wertvoll

    Ich wünsche einen guten Rutsch ins Jahr 2011. LG Marina

  • anonym

    30.12.2010, 11:46 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guten Rutsch ins Neue Jahr.

  • michiprimel

    30.12.2010, 11:20 Uhr von michiprimel
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guten Rutsch ins Neue Jahr wünscht michi

  • Lale

    30.12.2010, 11:10 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    Allerbesten Gruß *~*

  • katjafranke

    30.12.2010, 11:03 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und LG von der KATJA