Hitman: Blood Money (Action PC Spiel) Testbericht
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Erfahrungsbericht von Vortax
Der Tod kommt schleichend
Pro:
Geniales Spielprinzip, Packende Missionen, große spielerische Freiheit
Kontra:
kleinere Grafikfehler, einzelne weniger gelungene Missionen
Empfehlung:
Ja
Mit Hitman Blood Money ist nun schon der vierte Teil der erfolgreichen Serie rund um Klonagent 47 erschienen. Wie in seinen 3 Vorgängern schleicht und mordet man sich dabei wieder durch verschiedenste Level, immer bemüht seine Idendität zu verbergen und möglichst lautlos vorzugehen. Dabei hat man erneut Zugriff auf ein noch umfangreicheres Waffenarsenal welches man auch in den einzelnen Levels noch weiter aufstocken kann.
---Das Spiel---
Zunächst erinnert in Blood Money alles an einen typischen Ego Shooter. Wahlweise steuert man Agent 47 aus der First Person Perspektive oder aus deiner Verfolgerperspektive direkt dahinter. Wer jedoch glaubt sich in bester Counter-Strike Manier durch die Levels ballern zu können der wird damit spätestens bei der zweiten Mission gnadenlos scheitern. Hitman ist nämlich weit mehr als ein klassisches Ballerspiel. Zwar geht es auch hier in jeder Mission vornehmlich darum lästige Zeugen, Drogenbosse und Brautväter ins Jenseits zu befördern, doch sollte man dies möglichst auf subtilere Art bewerkstelligen. Wer nur ballert hat nach 30 Sekunden Polizei, Millitär und Security auf dem Hals und da das Kahlköpfige Alterego nicht gerade viel aushält ist dies meistens auch der Punkt an dem die Mission neu gestartet werden muss.
---Die Level---
Die Level sind jeweils in einzelne Missionen unterteil wobei pro Level durchaus mehrere Aufträge zu erledigen sind. So sollen z.B. 2 Personen ausgeschaltet werden und gleichzeitig belastende Aufnahmen des Auftraggebers sichergestellt werden. Manchmal kommen im Laufe der Mission noch zusätzliche Aufgaben hinzu welche man dann ebenfalls erfüllen kann um zusätzliche Mittel zu erhalten. Wie man die Missionen angeht ist einem dabei selbst überlassen, denn in der Regel führen unzählige Varianten zum Ziel. Die einfachste Methode die dabei meistens funktioniert ist es in einer ruhigen Ecke eine einzelne Person niederzustrecken und ihre Identität anzunehmen. So kann man sich je nach Verkleidung relativ frei im Level bewegen und bis zur Zielperson vordringen. Dort wartet man einen günstigen Augenblick ab, liquidiert das ahnungslose Opfer und macht sich schleunigst davon bevor die Wachen auf den leblosen Körper aufmerksam werden. Alternativ kann sich aber natürlich auch einen geeigneten Platz suchen und mit dem Schwarfschützengewehr auf die Zielperson lauern, man kann Essen und Getränke vergiften und Vieles mehr. Besonders interessant ist dabei die Möglichkeit den Mord wie einen Unfall aussehen zu lassen. So löst sich ganz zufällig gerade dann die Aufhängung eines Konzertflügels wenn die Zielperson daruntersteht, das Opfer rutscht aus und fällt unglücklich über das Geländer mehrere 100 Meter in die Tiefe usw. Die Möglichkeiten sind dabei wirklich fast unbegrenzt und meist ist es so wirklich möglich die Misson zu beenden ohne sich selbst die Finger schmutzig zu machen und ohne, daß überhaupt Jemand Verdacht schöpft.
Die meisten Missionen sind sehr schön gestaltet und wurden mit viel Liebe zum Detail ausgeschmückt. Man hat meistens eine klare Vorstellung was man zu tun hat, geht in aller Ruhe erst einmal die Örtlichkeit ab und entwickelt langsam einen Plan. Da in den meisten Leveln kein Zeitdruck besteht kann man sich dafür auch so viel Zeit lassen wie man will. Es lohnt sich sogar ersteinmal in aller Ruhe durch alle Räume zu gehen und Personen zu belauschen, da man so zum Einen einige nützliche Hinweise erzählt zum Anderen würden einem aber sonst auch viele witzige Gimmicks entgehen.
Trotzdem gibt es aber leider auch einige wenige Level die mich nicht so richtig überzeugen konnten. Hier ist vor Allem die Misson zu nennen wo man ein Attentat verhindern und die Attentäter töten soll. Das Ganze spiel während eines großen Straßenfestes und ist auch sehr nett in Szene gesetzt. Leider ist die Szenerie aber auch völlig überladen und man hat zunächst überhaupt keine Ahnung was man jetzt tun soll. Dies führt im Endeffekt dazu, daß man einfach umherläuft und wartet, daß man auf der Karte die Attentäter angezeigt bekommt welche dann einfach bei der erstbesten Gelegenheit erschossen werden. Eine packende Mission sieht anders aus. Dies ist auch allgemein das Problem das Blood Money manchmal hat - man steht am Eingang eines Levels und fragt sich erstmal "was nun?". Zum Glück kommt dies aber eher selten vor und man wird wieder sehr schnell von der Story mitgerissen.
Hat man eine Mission erfolgreich abgeschlossen gilt es möglichst unerkannt zu fliehen. Danach wird einem auf mehreren Seiten eine Bilanz der gerade durchgeführten Mission präsentiert. Man erfährt wie gut oder wie schlecht man vorgegangen ist, wieviele Tötungen man vorgenommen hat, ob man dabei gesehen wurde und vieles mehr. Je nachdem wie lautlos und diskret man vorgegangen ist erhält man Boni oder Abzüge auf die Belohnung mit der man sicher wiederum neue Ausrüstung kaufen bzw. die bestehende verbssern kann. War man zu auffällig sollte man außerdem darüber nachdenken Zeugen oder die Polizei zu bestechen. Tut man dies nicht steigt mit der Zeit das Bekanntheitslevel von Agent 47 und man wird in späteren Missionen früher von Polizei oder Security erkannt. Besonders spaßig ist dabei der Zeitungsartikel passend zum Auftrag den man danach immer zu lesen bekommt. Darin wird beleuchtet wieviele Tote es gab, ob der Täter gesehen wurde und vieles mehr.
---Der Steuerung---
Die Steuerung erfolgt ganz klassisch per Maus und Tastatur. Dabei sind die Tasten frei belegbar, die vorgegebene Steuerung rund um die wasd Tasten ist aber schon recht gut gewählt. Für Neulinge der Serie dürfte es dennoch eine gewisse Einarbeitungszeit brauchen bis man immer das tut was man auch gerade will. Die Aktionstasten sind "e", "g" und "leer" wobei man je nach Situation verschiedene Aktionen auf diesen Tasten durchführt. So passiert es schonmal, daß man versehentlich die Kleidung eines Opfers anlegt obwohl man eigentlich nur schnellstmöglich den Körper verschwinden lassen wollte. Hat man aber erst einmal verinnerlicht welche Aktionen auf welcher Taste liegen läuft die Steuerung butterzart und man hat immer die Kontrolle über alle Aktionen. Einzig an Leitern, Geländern und ähnlichen Dingen an denen man Klettern kann verzweifelt man manchmal ein wenig da man oft wieder auf die Leiter steigt obwohl man einfach nur weglaufen wollte. Hier wäre ein Anwählen per Aktionstaste komfortabler gewesen. Ingesamt stört dies aber auch nur wenig, nur wenn es mal wieder darauf ankommt genau im richtigen Moment ein Rohr hochzuklettern kann dies schonmal recht frustrierend sein.
Gezielt und Geschossen wird frei mit der Maus wobei die Waffen je nach Feuerrate sehr stark verziehen. Erfahrene Egoshooterspieler werden dabei mit der automatischen Pistole vom Typ Silverballer wohl am besten zurecht kommen, da diese recht präzise ist und trotzdem schnell feuert. Damit verteilt man dann auch recht schnell sehr zuverlässig einen Kopfschuss nach dem Anderen.
---Der Schwierigkeitsgrad---
In einem Spiel wie Hitman ist es natürlich besonders schwer die Missionen ordentlich zu balancen. Macht man es zuleicht läuft der Spieler einfach die Vordertür rein, ballert wild um sich und geht wieder. Macht man es zu schwer führt jeder kleinste Fehler zum Neustart des Levels was natürlich sehr schnell Frust erzeugt. Um möglichst viele Spieler angebracht zu fordern kann man vor jeder Mission zwischen 4 Schwierigkeitsgraden wählen die auch wirklich enormen Einfluss auf das Spielgeschehen haben. Während auf der einfachsten Stufe schonmal Schüsse überhört werden und sich auch Niemand so richtig wundert was da in dem großen Koffer drin sein könnte den Agent 47 mit sich trägt muss man auf der höchsten Stufe wirklich schon verdammt vorsichtig sein wohin man geht und wo man seine Ziele ausschaltet da auch kleine Unachtsamkeiten schnell zu einem Fiasko führen.
Insgesamt ist der Schwierigkeitsgrad in meinen Augen aber meistens angemessen, auf der zweiten der 4 Stufen lässt es sich meistens sehr gut spielen. Man fühlt sich gefordert aber nie überfordert. Lediglich in mancher Mission wundert man sich doch manchmal wie einfach das jetzt war. So soll man z.B. einen Kronzeugen ermorden dessen Haus komplett von Bundesagenten abgeriegel wurde. Schaltet man jedoch mit vergifteten Donuts die Agenten im Überwachungswagen aus und schnappt sich deren Bekleidung kann man in aller Seelenruhe im ganzen Haus umherlaufen und warten, daß die Zielperson alleine in ein Zimmer geht. Dort wird sie kuzerhand stranguliert und schon ist die Mission geschafft.
---Grafik&Sound---
Grafisch ist Hitman Blood Money durchaus gelungen. Die einzelnen Levels sind optisch sehr ansprechend gestaltet und auch die Personen wirken sehr lebensecht. Trotzdem merkt man dem Titel natürlich an, daß er auch gleichzeitig für Spielekonsolen erschienen ist. So gibt es doch öfter kleinere Texturfehler und ingesamt schöpft die Engine natürlich lange nicht das aus, was heute auf modernen Rechnern möglich ist. Umgekehrt führt das natürlich dazu, daß das Spiel auch auf etwas älteren Rechnern noch gut läuft und ordentlich aussieht.
Zusammengehalten werden die Missionen von sehr ordentlichen Videosequenzen die die Story weiterspinnen. Diese zollen ebenfalls der Konsolenherkunft ihren Tribut und sind lange nicht so fein wie z.B. Videos aus dem Hause Blizzard, sehen aber immernoch recht gut aus
Was den Sound angeht so ist Hitman Blood Money absolut fantastisch. Alle Szenen werden mit passender Musik und Geräuschkulisse unterlegt und während man herumläuft fängt man immer wieder verschiedene Gesprächsfetzen auf. Es ist sogar möglich die Gespräche anderer Personen durch Türen und dünne Wände zu belauschen. Zusammen sorgen Grafik und Sound dafür, daß man sich immer wie mitten im Geschehen fühlt.
---Fazit---
Hitman Blood Money ist nach einiger Zeit man wieder ein Actionspiel welches ich absolut empfehlen kann. Endlich gibt es mal wieder mehr als nur stumpfes Geballer. Wer das will kann sich zwar auch damit versuchen, mit Köpfchen und Verstand kommt man aber sehr viel weiter. Wer bereit ist etwas mehr Zeit pro Mission zu investieren wird sehr lange auf sehr hohem Niveau unterhalten werden. Die wenigen nicht so gelungenen Missionen sind leicht zu verschmerzen, dafür wird man andere Missionen immer und immer wieder spielen um seinen Plan noch weiter zu perfektionieren.
Ich vergebe daher die vollen 5 Sterne und spreche eine klare Kaufempfehlung aus!
31 Bewertungen, 10 Kommentare
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05.06.2006, 01:45 Uhr von Emotion
Bewertung: sehr hilfreichsh und lg Claudi
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03.06.2006, 17:20 Uhr von topware2002
Bewertung: sehr hilfreich***** SH *****
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03.06.2006, 16:41 Uhr von hagbardceline
Bewertung: sehr hilfreichsehr schöner bericht, gruß hagbard
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03.06.2006, 16:18 Uhr von topfmops
Bewertung: weniger hilfreichIch frage mich immer wieder, welch kranke Hirne sich so etwas ausdenken und welche noch viel kränkere Hirne das dann auch noch gut finden. Ein ungelöstes Rätsel.
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03.06.2006, 15:14 Uhr von Vicky
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich - Vic
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03.06.2006, 14:44 Uhr von blackangel63
Bewertung: sehr hilfreich(•¿•)›…..SH - LG Anja......‹(•¿•)› & schöne Pfingsten !
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03.06.2006, 14:41 Uhr von Estha
Bewertung: sehr hilfreich.•:*¨¨*:•. ... sh ... .•:*¨¨*:•.
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03.06.2006, 14:40 Uhr von SuicideToday
Bewertung: sehr hilfreichsh und lg
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03.06.2006, 14:23 Uhr von iii
Bewertung: sehr hilfreich+++ sehr hilfreich +++
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03.06.2006, 14:21 Uhr von SORTs_Diener
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreich
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