Professor Layton und die verlorene Zukunft (Nintendo DS Spiel) Testbericht

Leider kein Preis
verfügbar
Auf yopi.de gelistet seit 08/2010
Summe aller Bewertungen
  • Grafik:  sehr gut
  • Sound:  gut
  • Bedienung:  einfach
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Suchtfaktor:  durchschnittlich
  • Spielanleitung:  gut

Erfahrungsbericht von Paukenfrosch

Eine Reise durch das London der Zukunft

Pro:

viele knifflige und abwechslungsreiche Rätsel; spannende Story etc.

Kontra:

evt. der Preis

Empfehlung:

Ja

Die ersten beiden Abenteuer von Professor Layton haben mir unheimlich gut gefallen. Logisch, dass ich bei amazon.de den dritten Teil bereits vor Erscheinen vorbestellt habe und das Eintreffen des Päckchens kaum erwarten konnte. Derweil habe ich das Spiel erfolgreich gemeistert. Grund genug, ein paar Worte zu folgendem Nintendo-DS-Spiel zu verlieren:

„Professor Layton und die verlorene Zukunft“

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Allgemeine Informationen
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„Professor Layton und die verlorene Zukunft“ ist ein One-Player-Game für den Nintendo DS und seine Nachfolger. Mit einigem Zubehör kann man auch Online-Funktionen nutzen, sich zum Beispiel zusätzliche Rätsel herunterladen.
Gekauft habe ich das Spiel bei amazon.de für 36,40 € Euro. Bei Toys“R“us habe ich es neulich für 39,95 € gesehen.

Laut USK gab es bei den ersten beiden Spielen keine Alterseinschränkung. „Die verlorene Zukunft“ ist jedoch erst ab 6 Jahren geeignet. Allerdings bedeutet das nicht, dass man dieses Spiel bereits mit 6 Jahren versteht und seine Rätsel lösen kann. Meine persönliche Altersempfehlung wären 12 Jahre, wobei es nach obenhin keine Grenze gibt.

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Rückseitige Cover-Information zum Spiel
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In einem mysteriösen Brief aus der Zukunft wird Professor Layton vor einer furchtbaren Bedrohung für London gewarnt! Ob das unerklärliche Verschwinden des Premierministers bei der Präsentation der Zeitmaschine damit in Zusammenhang steht?

Begleite Professor Layton und Luke auf ihrer sagenhaften und turbulenten Reise durch die Zeit, decke Geheimnisse aus der Vergangenheit des Professors auf und hilf ihm dabei, gegen seinen bisher anspruchsvollsten Gegner zu bestehen: sich selbst!

Mit mehr als 165 originellen Denkaufgaben, Rätseln und Logikknobeleien sowie drei neuen Minispielen wird Professor Layton und die verlorene Zukunft deine geistigen Fähigkeiten auf die Probe stellen wie noch nie zuvor: Die Zukunft Londons liegt in deinen Händen!

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Story (mit meinen Worten)
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Professor Layton und sein Assistent Luke werden im gegenwärtigen London Zeuge eines wissenschaftlichen Desasters. Kurz darauf erhält der Professor einen seltsamen Brief. Er ist aus der Zukunft vom zehn Jahre älteren Luke.

Mit einer Zeitmaschine ist es den beiden möglich, zwischen Zukunft und Gegenwart hin- und herzupendeln. Gemeinsam mit dem älteren Luke müssen sie unheimlich viele Rätsel lösen, um dem ganz großen Geheimnis auf die Spur zu kommen…

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Meine Spielerfahrungen
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Eine kleine Filmsequenz leitet den Spieler direkt ins Geschehen ein. Man erfährt von dem Brief aus der Zukunft und wird Zeuge vom Verschwinden des Premierministers und ist somit bereits nach wenigen Minuten ins Spiel integriert. Von Anfang an begeistert einen wieder mal die wunderschöne Grafik. Schön, dass auch in diesem Teil auf Deutsch gesprochen wird, das war beim ersten Abenteuer ja leider noch nicht der Fall.

Per Touchpen bewegt man sich durch Teile Londons, kann Orte besuchen, Häuser betreten, mit der U-Bahn fahren und natürlich auch mit den Menschen reden, auf die man trifft. Fast jeder Bewohner stellt einem Rätsel, die gelöst werden müssen, um im Spielgeschehen voranzukommen. Manche Rätsel muss man aber auch lösen, um die Minispiele freizuschalten.

RÄTSEL

Inklusive Bonusrätsel gibt es in diesem Spiel 168 Rätsel. Man muss aber nicht alle gefunden und gelöst zu haben, um das Geheimnis der Zukunft zu lüften. Da der Schwierigkeitsgrad diesmal nicht so hoch ist, wie bei den ersten beiden Spielen, habe ich es bereits beim ersten Spiel auf 166 gelöste Rätsel gebracht.

Die Rätsel selbst fand ich sehr gut und unterhaltsam. Sie waren abwechslungsreich und knifflig und somit auch kurzweilig. Manche Rätsel habe ich vorerst zurückgestellt, um sie später zu lösen, doch unlösbar waren bis auf zwei für mich keine. Ich brauchte zwar unterschiedlich lang für die Rätsel, über manche Rätsel muss man auch erst kurz nachdenken, aber wer gern logisch um die Ecke denkt und noch einiges aus dem Mathematikunterricht behalten hat, der dürfte ebenso großen Spaß an Professor Laytons Zukunft haben, wie ich.

Uhren- und Zeiträtsel, verschiedenste Labyrinthe, Mathematikaufgaben mit versteckt logischem Hintergrund, aber auch Scherzfragen, Puzzle und Schieberätsel erwarten den Spieler in diesem Abenteuer. Diese Rätsel bringen das Köpfchen auf Trab. Da sie niedlich verpackt sind, macht dies auch wirklich großen Spaß.

Zum Lösen der Rätsel hat man unbegrenzt Zeit und unendlich viele Versuche. Allerdings erreicht man die höchste Punktzahl nur, wenn man das Rätsel beim ersten Anlauf löst.

MÜNZEN & HINWEISE

Wer beim Lösen der Rätsel Hinweise benötigt, der kann sich zu jedem Rätsel bis zu vier Hinweise anzeigen lassen. Das kostet jedoch entsprechende Hinweismünzen, die man an versteckten Orten und Plätzen finden kann. Da so manches Rätsel wirklich eines oder mehrerer Hinweise bedarf, sind diese Münzen sehr nützlich, sollten aber dennoch sparsam eingesetzt werden, da sie nur begrenzt zur Verfügung stehen.

MINISPIELE

Durch das Lösen einiger Rätsel bekommt man Minispiele freigeschaltet, die einen neben dem Hauptspiel ebenfalls bestens unterhalten. Recht gut fand ich das

Bilderbuch

Bei diesem Minispiel gilt es, eine bereits vorgefasste Bilderbuchgeschichte zu ergänzen. Dazu muss man Figuren oder Gegenstände, die man durch Lösen bestimmter Rätsel erhält, in die Textlücken der Geschichte einfügen. Hat man dies erfolgreich gemeistert, wird die zweite Geschichte freigeschaltet, die wegen der Anzahl der zu füllenden Lücken kniffliger ist, als die erste. Insgesamt gibt es drei Bilderbuchgeschichten.
Während des Hauptspiel bekommt Luke ein

Spielzeugauto

und hin und wieder Karten, auf denen ein Spielbrett zu sehen ist, auf welchem Start- und Zielort des Autos sowie Hindernisse aufgezeigt sind. Anbei gibt es unterschiedlich viele Pfeile für die vier Hauptrichtungen, die nun so auf dem Spielbrett platziert werden müssen, dass das Auto ungehindert zum Ziel fahren kann.

Dieses Minispiel hat mir am besten gefallen. Es ist witzig und erfordert logisches Vorausdenken. Der Schwierigkeitsgrad steigt von Karte zu Karte, doch leider gibt es derer bloß 10.
Das dritte Minispiel beschert uns ein

Papagei,

der insgesamt 12 Lieferflüge erledigen muss. Er muss von der Startplattform zur Zielplattform fliegen, da er jedoch unterschiedlich beladen ist, kann er stets nur kleine Strecken fliegen. Mit Hilfe von Seilen, die man zwischen bestimmten Punkten spannen muss, kann man ihm dabei helfen.

Dieses Spiel sagte mir nicht so sehr zu, da es nur bedingt logisch ist. Man gut, dass meine Tochter die Ausdauer besaß, die Seile immer wieder neu zu spannen, bis der Papagei endlich sein Ziel erreicht hatte.

PERSONEN

Überall in London trifft man auf unterschiedlich charakterisierte Personen. Man sollte sie alle ansprechen, denn fast alle haben Rätsel parat. Einige Personen muss man mehrmals ansprechen, denn sie haben neben weiteren Rätseln auch Informationen, die das Spielgeschehen betreffen oder aber sogar weitere Rätsel.
Das Lösen der Rätsel selbst bringt Punkte. Doch hin und wieder gibt es auch weitere Utensilien für die Minispiele. Man sollte also stets kommunikativ sein.

ORTE

Das Spiel verläuft insgesamt grob linear, was die einzelnen Kapitel betrifft, in die die Geschichte aufgeteilt ist. Innerhalb der Kapitel ist jedoch keine bestimmte Spielreihenfolge vorgeschrieben. Vieles kann man parallel erledigen, manches ergibt sich daraus von selbst. Man kann also mehr oder weniger selbst entscheiden, wohin man geht und mit wem man spricht. An einige Rätsel kommt man jedoch nur heran, wenn man bereits vorher ein bestimmtes gelöst hat, was aber ausschließlich auf ein und dieselbe Person zutrifft, die dann stets 2 bis 3 Rätsel gleicher Art, jedoch in erhöhtem Schwierigkeitsgrad zu bieten hat.

Bestimmte Dinge kann man erst bei einem bestimmten Rätselstand tun bzw. kann man dann erst bestimmte Orte aufsuchen oder betreten. Auch muss man einige bestimmte Aufgaben erledigt haben, bevor man in das nächste Kapitel einsteigen kann. Rückwärts geht es dann nämlich nicht mehr. Die Rätsel betreffend ist das nicht weiter schlimm, denn man nimmt sie mit ins nächste Level und kann sie später lösen.

Die Darstellung der einzelnen Orte finde ich sehr gelungen. Von nett, einladend und freundlich geht es hin bis zu geheimnisvoll und düster. Erkunden sollte man sie alle.

PUNKTE

Wie bereits erwähnt, gibt es für das Lösen der Rätsel Punkte. Pro Rätsel gibt es unterschiedlich viele. Löst man ein Rätsel erst beim zweiten oder dritten Mal, gibt es weniger Punkte. Ab einer bestimmten Punktzahl werden im Bonus-Teil Sonderrätsel freigeschaltet.

GRAFIK & SOUND

Gut gefallen hat mir die Grafik des Spiels. Klare Bilder, angenehme Farben und ein schöner Zeichenstil, so wie man es von japanischen Zeichentrickfilmen gewohnt ist. Auch die einzelnen Filmsequenzen, die immer mal wieder eingespielt werden, sind sehr schön gemacht.

Angenehme Musik untermalt die gesamte Story. Mal ein Ping, wenn man eine Münze findet, dann knarrende Türen, aber auch andere Sounds sorgen für die Untermalung der jeweiligen Stimmung. Das ist ganz niedlich gemacht.

BEDIENUNG

Das Spiel ist sehr leicht zu bedienen. Man benötigt nur den Touch-Pen, um in eine bestimmte Richtung zu gehen, Örtlichkeiten aufzusuchen oder mit den Personen zu sprechen.
Man kann auch stets in „Professor Laytons Koffer“ blicken. Hier sind die aktuellen Spielstände verzeichnet, so dass man nachsehen kann, wieviele Rätsel man bereits gefunden und gelöst, wieviele Punkte man gesammelt und auch, wie viele Hinweismünzen man gefunden hat. Ebenso kann man hier in Laytons Spielnotizen nachlesen, die Minispiele spielen oder aber den aktuellen Spielstand speichern.

SPEICHERN

Es gibt besondere Etappen im Spiel, bei denen man direkt zum Speichern des Spielstandes aufgefordert wird. Man kann aber auch selbst nach jedem gelösten Rätsel den Spielstand speichern.

Schaltet man das Gerät ab und beginnt das Spiel später erneut, dann gibt es eine kurze Zusammenfassung des bisher Geschehenen und alsbald steigt man wieder ins Spiel ein. Das geht sehr schnell und einfach.
Insgesamt kann man drei Spielstände speichern. Das erlaubt drei Personen parallel zu spielen.

SPIELDAUER

Beim ersten Spielen habe ich knapp 20 Stunden bis zum Ziel gebraucht. Beim zweiten Durchlauf waren es nur noch 13 Stunden, denn durch die teilweise langen Dialoge habe ich mich ungelesen durchgeklickt, ich konnte aber auch einige Rätsel nun schneller lösen, da mir so mancher logische Dreh noch im Gedächtnis geblieben ist.

Der Spielspaß lässt also mit jedem weiteren Spielen nach. Man sollte zwischendurch schon ein wenig Zeit vergehen lassen, um sich dem Spiel erneut zu widmen

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Fazit
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„Professor Layton und die verlorene Zukunft“ ist sehr unterhaltsam. Es gibt viele logische und knifflige Rätsel zu lösen, die in einer interessanten Geschichte eingebettet sind. Das Köpfchen wird gefordert, aber in einem angenehmen Grad, denn unlösbar sind die Rätsel nicht, man muss sich nur anstrengen.

Toll sind auch wieder die Minispiele, wobei mir das Autospiel am besten gefallen hat.

Grafik, Sound und Aufmachung sind wirklich gelungen, so dass der Spielspaß groß ist, wenn er auch von Spiel zu Spiel nachlässt.

Ich freue mich schon auf das vierte Layton-Abenteuer, möchte aber sein drittes bis dahin mit 4 Sternen empfehlen…


( Mein bericht erschien bereits auf Ciao am 14. November 2010 )

38 Bewertungen, 7 Kommentare

  • Mondlicht1957

    21.12.2010, 13:32 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und weihnachtliche Grüsse

  • Powerdiddl

    20.11.2010, 09:32 Uhr von Powerdiddl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wünsche dir einen schönen Samstag, lg

  • XXLALF

    19.11.2010, 21:06 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    und ein wunderschönes wochenende

  • anonym

    19.11.2010, 21:01 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Toll beschrieben - LG und ein schönes Wochenende :)

  • morla

    19.11.2010, 14:57 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    schönes wochenende lg. petra

  • ronald65

    19.11.2010, 14:07 Uhr von ronald65
    Bewertung: besonders wertvoll

    lg

  • katjafranke

    19.11.2010, 11:08 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße KATJA....