Train (DVD) Testbericht

Train-dvd-horrorfilm
ab 713,64
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Erfahrungsbericht von das-christian

Terror Train

Pro:

Splädda, Darsteller

Kontra:

Story, Logiklöcher

Empfehlung:

Ja

Neue Regisseure, denen durch Mund- und Internet-Propaganda ein gewisses Talent zugesprochen wird, findet man so oft, wie Akne im Gesicht eines 17jährigen. Gideon Raff ist einer der zig Milliarden Regisseure, die mal wieder als neuer Stern am Regiehimmel heraufbeschworen wurden. In Train war er als Regisseur und Drehbuchautor tätig. Was eigentlich zu einem Remake von Terror Train aus dem Jahr 1980 werden sollte, hat sich zu einem weiteren Torture Porn-Streifen entwickelt, der eher mit Hostel zu vergleichen ist.


Kritik
Zuerst das Positive: der Film ist qualitativ hochwertig, insbesondere die Darsteller, allen voran Thora Birch, zeigen eine starke Leistung. Es gelingt auch schnell Sympathien zu den Darstellern zu entwickeln, man leidet mit, wenn die Teens misshandelt oder getötet werden. Wirklich langatmige Phasen gibt es nicht, die Charaktere werden schnell vorgestellt, es handelt sich um eine Ringertruppe, die gerade in Osteuropa ein paar Turniere abhalten. Nach einer durchzechten Nacht mit Diskoschlägerei geht es dann auch schon los mit der Folter im Zug und dem dezimieren der Teenies.

Natürlich müssen unsere osteuropäischen Freunde einmal mehr als menschliche Viehzüchter und –Vernichter herhalten, dass aber einige Amis und Nicht-Amis wirklich annehmen könnten, dass in den osteuropäischen Ländern nur meuchelnde, zahnlose und zurückgebliebene Glatzköpfe hausen, wird wohl hauptsächlich die Tourismusbranche spüren. Eine Empfehlung für den nächsten Sommerurlaub ist der Film jedenfalls nicht.
Das Drehbuch erweist sich dann als ziemlicher Reinfall. In Hostel war die ganze Chose ja noch akzeptabel, auch wenn sie weit hergeholt war. Hier gibt es nun einen organisierten Organhandel in Zügen, mit amerikanischen Opfern + Patienten inklusive. Aber ist natürlich auch ein Riesenzufall, dass die Amis in diesen Zug steigen, fragt sich bloß, wer die unfreiwilligen Organspender geworden wären, wenn kein amerikanisches Kanonenfutter den Zug betreten hätte. Thora Birch, die scheinbar neben ihrer Ringer-Karriere auf eine Superagentenschule im James Bond-Stil geht (bei der aber keinerlei Logik oder Denkvermögen beigebracht wird) findet die passende Idee, um in ein verschlossenes Bahnabteil zu kommen: sie klettert außen am fahrenden Zug entlang, schlägt die Scheibe mit einer Metallstange ein und schlüpft dann hindurch. Wie gesagt, zwischen James Bond und doofen amerikanischen Teenies wird hier kein Unterschied gemacht, außer dass die Teens halt doof sind. Auch die paar restlichen Zug-Insassen gucken strunzdämlich dabei zu, wie a.) eine amerikanische Tussi von ein paar notgeilen Armee-Hoschis weggeschleppt wird und sich dabei die Kehle aus dem Leib schreit und b.) Thora Birch sich vor den zähnefletschenden Glatzköpfen ergeben muss, als wäre das Normalität in diesem Land. Im letzten Drittel kann man sich dann zusammenreimen, dass die Insassen die Angehörigen der Patienten sind, aber ist schon alles ziemlich primitiv gestrickt, was insbesondere die Verhaltensmuster in diesem Film angeht.

Brutal geht es auch zu, somit ist es schwer anzunehmen, dass der Film Uncut in die deutschen Videotheken kommt. Qualitativ ist der Film natürlich hochwertig, neben Schauspielern, Bild und Aufmachung ist auch der Splatter richtig derbe und realistisch. Kein CGI aber auch keine penetrante Knetmasse, alles kommt so realistisch rüber, dass die deutsche Zensur ein hartes Stück Arbeit vor sich haben wird. Spätestens wenn die Bauchdecke geöffnet oder der Lullimatz abgeschnitten wird, hält man sich ans eigene Gemächt, weil es im wahrsten Sinne des Wortes an die Eier geht. Neben dem ganzen Splädda gibt es auch noch eine angedeutete Vergewaltigung ein sexuelles Vergehen an einer Leiche zu sehen.

DVD

Ich hatte die englischsprachige Version von Lionsgate vor mir liegen, auf eine deutsche DVD muss man sich noch etwas gedulden. Der Film war Uncut und beinhaltete vier Trailer. Bild- und Tonqualität waren gut.

Fazit

Eigentlich ein ordentlicher Torture Porn, der zusammen mit Filmen wie Hostel oder Turistas genannt werden darf, wäre da nicht das Drehbuch. Selbst für eingefleischte Trash-, Folter-, und Slasher-Fans, die solche Drehbücher gewohnt sind, ist das eine Beleidigung. Daher meine Bitte: gebt Gideon Riff NIE WIEDER den Auftrag für ein Drehbuch ins Pfötchen.

29 Bewertungen, 7 Kommentare

  • tina08

    27.10.2010, 21:17 Uhr von tina08
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße .... Tina

  • XXLALF

    27.10.2010, 20:56 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    und ganz liebe grüße

  • katjafranke

    27.10.2010, 20:51 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße KATJA.....

  • KaTaRaGiRl

    27.10.2010, 20:46 Uhr von KaTaRaGiRl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich würde mich sehr über Gegenlesungen freuen. glg

  • morla

    27.10.2010, 20:22 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^^petra

  • topware2002

    27.10.2010, 19:39 Uhr von topware2002
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und einen schönen Abend noch

  • Lanch999

    27.10.2010, 19:06 Uhr von Lanch999
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht! LG von Lanch999 Würd mich freuen wenn du bei meinen Berichten vorbeischaust! :D