Fable III (Xbox 360 Spiel) Testbericht
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Erfahrungsbericht von JustRed
Werde zum Herrscher von Albion
Pro:
Gute Story, viele Entscheidungs- und Entwicklungsmöglichkeiten, tolles Rollenspiel
Kontra:
Mehr Drama und heftigere Entscheidungen, Fable 2 war einfach besser
Empfehlung:
Ja
Anforderungen
Bei Fable 3 handelt es sich um ein Rollenspiel, in dem man, wie bereits im Vorgänger, unter anderem auch gegen Monster, Banditen etc. kämpfen und diese besiegen muss. Eine gewisse Gewaltdarstellung ist in Fable 3 daher durchaus vorhanden, auch wenn alles recht unblutig von Statten geht. Da es sich ja aber um ein RPG handelt, ist das Kämpfen auch nicht der Hauptbestandteil des Games. Das Spiel hat daher eine Altersfreigabe ab 16 Jahren erhalten, so wie es auch bei Fable 2 der Fall war. Meiner Meinung nach ist das völlig in Ordnung.
Preis und Beschaffung
Wie einige vielleicht schon aus meinem Bericht über Fable 2 wissen, ist meinem Freund und mir der zweite Teil dieser Reihe bereits bekannt. Und ich muss gestehen, jetzt wo ich wieder gelesen habe, dass Fable 3 im Oktober 2010 erschienen ist, könnte dies sogar der Grund gewesen sein, wieso uns damals Fable 2 im Regal so günstig angelacht hat. Nun ja, Fable 3 kam also im Oktober 2010 und war, wie wäre es auch anders zu erwarten, erst einmal sehr teuer. Da wir jedoch noch ein wenig mit dem Vorgänger beschäftigt waren, war das erst einmal nicht weiter schlimm. Anfang 2011 war es dann soweit, dass wir nach dem tollen zweiten Teil auch die neue Fortsetzung spielen wollten.
Bei dem 3. Teil von Irgendwas bin ich da jedoch immer sehr skeptisch. Der 3. Film einer Reihe ist meist Mist und bei Spielen scheint das auch manchmal der Fall zu sein. Da Fable 3 zum Zeitpunkt unseres Kaufs auf ca. 30 Euro gefallen war, war das gut und schlecht zu gleich. Wenn es schlecht ist, haben wir immerhin nicht so viel Geld ausgegeben, aber gerade die Tatsache, dass der Preis schnell sank, sollte nichts Gutes verheißen. Mittlerweile bekommt man Fable 3 beispielsweise bei Amazon für ca. 20 Euro. Die Limited Edition hingegen kostet ungefähr das Dreifache.
Die Vorgänger - Die Sagen der Helden
Wie der Name Fable 3 schon verrät, gibt es zwei Vorgänger davon. Beide muss man nicht unbedingt gespielt haben, um den dritten Teil problemlos und mit viel Spaß durchstreifen zu können. Dennoch muss ich sagen, dass bei Rollenspielen doch oft gerade die Story interessant ist. So will ich euch zumindest einen groben Überblick über die Vorgeschichten geben. Wer mehr über die Story von Teil 2 lesen will, kann ja gerne in meinen dazugehörigen Bericht schauen ;-)
(Achtung, die folgenden beiden Abschnitte verraten trotz der Kürze sehr viel über die Story''' '''von Fable 1 und 2. Wer einen dieser Teile noch spielen und sich nicht schon die Spannung versauen will, sollte daher erst bei der Story vom aktuellen Fable Teil weiterlesen!)
In Fable 1 beginnt man als kleines Kind, muss einen Überfall und die Entführung der eigenen Schwester miterleben und beginnt dann die Suche nach ihr und den Verbrechern. Im Laufe der Geschichte entwickelt man sich zu einem bekannten und angesehenen Helden, von dem noch Jahrhunderte später Lieder gesungen werden.
Und so ist es auch ca. 500 Jahre später als die Geschichte von Fable 2 beginnt. Wieder startet man als Kind, mit seiner großen Schwester in Armut lebend. Zunächst dreht sich alles um eine mystische Spieluhr, die uns dann auch einen Besuch im Schloss des Lords beschert. Dieser hat jedoch nichts Gutes im Sinn, er erkennt, dass einer von uns ein Held sein muss und erschießt unsere Schwester als auch den Helden. Doch manches ist so schlimm, dass sogar der Tod Abstand hält, der Held überlebt und verbringt dann 10 Jahre in einem Zigeunerlager bei einer blinden Frau. Sie ist die vor über 500 Jahren verschleppte Schwester des ersten Helden aus Teil 1.
Die Story - Von Tyrannei, Verrat und Liebe
Alles beginnt mit einem Huhn. Ich weiß, ich schreibe manchmal komische Sachen in meinen Berichten, doch ihr lest hier schon richtig. Als erstes bekommt der Spieler ein kleines Filmintro gezeigt, dessen Hauptrolle von einem Huhn besetzt wird. Es steht wohl stellvertretend für die derzeitige Gesellschaft Albions, zeigt die Nöte und Probleme auf und versucht seinem Schicksal zu entrinnen...
Die eigentliche Geschichte von Fable 3, insbesondere die Anfangsgeschichte hat es dann aber wirklich in sich! Und zwar so sehr, dass ich es selbst schon fast gar nicht mehr spielen wollte, nachdem ich den Anfang bei meinem Freund schon gesehen hatte. Denn ich persönlich finde die Zwangslage und Entscheidung, die wir gleich zu Beginn treffen müssen echt sch....
Aber von vorne. Fable 3 spielt ungefähr 50 Jahre nach dem Ende von Fable 2. Der neue Protagonist ist Sohn oder Tochter des letzten Helden aus Teil 2, der König von Albion wurde. (Ich habe in Fable 2 zwar eine Frau gespielt, aber wayne?...) Man startet diesmal im schon heiratsfähigen Alter, die Eltern gibt es leider nicht mehr, allerdings hat man einen Bruder, der die Stelle des Königs von Albion eingenommen hat. Albion, wie man es aus Fable 2 kannte, existiert nicht mehr, es hat sich zu ei er Industrienation entwickelt, die immer mehr von Armut geprägt ist. Schuld daran ist unser Bruder, der eine absolut tyrannische Herrschaft über das Volk ausübt.
(Achtung, jetzt wird die erste dramatische Entscheidung verraten, wer das im Spiel lieber spannungsvoll selbst erleben will, sollte erst nach der Geschichte weiterlesen.)
Die ohnehin angespannte Situation im Schloss, sowie zwischen unserem Bruder und uns, bringt uns leider viel zu schnell zu einer irgendwie grausamen Entscheidung. Der Tyrann Albions hat ein paar Aufständige gefangen genommen, alles arme Leute, die am Rande ihrer Existenz ums Überleben kämpfen. Ihnen droht nun die Todesstrafe. Als dann noch der Partner bzw. die Partnerin des Protagonisten beim Belauschen festgenommen wird, droht auch dort ein Kopf zu rollen. Nun wird man von seinem korrupten König und Bruder zur ersten, folgeschweren Entscheidung genötigt. Folgt man dem Weg der Tyrannei und lässt die Aufständigen hinrichten, um das Leben des Partners zu retten oder entscheidet man sich gegen den eigenen Bruder, schenkt den armen Bürgern die Freiheit, lässt dafür aber den Kopf der eigenen Liebe rollen? Gleich wie man sich entscheidet, irgendwer wird durch unser Wort sterben. Sorry, aber wer zur Hölle hat sich diesen Mist überlegt?...
Die schweren Folgen der Entscheidung müssen wohl nicht weiter erläutert werden. Hat man sich von dem Schock erholt, verhilft Walter, der Trainer, dem Helden zur Flucht aus dem Schloss, zusammen mit Jasper, dem Butler. Und wer darf dabei natürlich auch nicht fehlen? Genau, der treue Hund des Protagonisten! Es wird jetzt Zeit den Tyrann seines Amtes zu entheben. Der namenlose Held will daher eine Revolution herbeiführen, wozu er jedoch einige Hilfe benötigt. Als Abenteurer streift man somit durch die Lande, um die Bewohner Albions auf seine Seite zu bringen und dann als neuer König den Thron zu besteigen. Ob man dann jedoch in die Fußstapfen seines Bruders tritt oder ein besserer Herrscher wird, ist hier noch offen und obliegt dem Helden.
Das Gameplay - Möglichkeiten und Entscheidungen zu Hauf
Ach ja, das mag ich so an Rollenspielen, eine packende Geschichte und total viele Möglichkeiten. Wie auch der Vorgänger hat Fable 3 vieles zu bieten, weswegen ich das Gameplay noch einmal unterteilen und auf einzelne Aspekte des Spiels näher eingehen will.
Entscheidungen - Held des Volks oder übler Tyrann
Bereits unsere aller erste Entscheidung hat natürlich große Auswirkungen. Lassen wir die Aufständigen töten, ist das Volk erst einmal nicht gut auf uns zu sprechen. Lässt man es zum Tod des Partners kommen, kann man diesen in einer späteren Quest logischer Weise nicht retten und heiraten. Derartig gewaltige Entscheidungen, obgleich sie nicht immer gleich über Leben und Tod entscheiden, muss man über das ganze Spiel hinweg fällen. Manchmal sind es kleinere Aktionen und Entscheidungen, die weit größere Folgen haben, als man es anfangs erahnen könnte.
Meiner Meinung nach ist es dabei im Vergleich zum Vorgänger gerade zum Ende hin bedeutend schwieriger geworden, sich gut zu entscheiden. So ist es nicht immer sicher, dass eine vermeintlich gute Entscheidung auch gute Folgen mit sich bringt. Es kann daher passieren, dass man am Ende zwar ein gutmütiger und großherziger Herrscher ist, der jedoch sein eigenes Volk auf dem Gewissen hat. Irgendwie birgt das für mich einen sehr bitteren Beigeschmack.
Um die gewollte Revolution anzetteln zu können, reicht es leider nicht, wenn der Held von vielen Mitmenschen bewundert oder gefürchtet wird. Er muss verschiedene Anführer für seine Sache gewinnen und dies geht am besten, indem man ihnen diverse Versprechungen macht, die es nach der Revolution einzulösen gilt. Ist man am Ende dann tatsächlich der König Albions, so werden diese Versprechen zur Einlösung vorliegen. Hält man sein Wort, so wird dies erhebliche Summen aus der Staatskasse kosten, die Bewohner jedoch glücklich stimmen.
Das wäre ja alles kein Problem, wenn man nicht gleichzeitig in Zeit- und Gold-Not wäre. Denn der Herrscher Albions hat nach seiner Krönung genau ein Jahr Zeit genügend Truppen zu besorgen, um eine Bedrohung zu bekämpfen, die noch viel schlimmer ist, als der tyrannische Bruder. Und wie man sich schon denken kann, bedarf eine große Armee viel Gold. Ist die Armee am entscheidenden Tag nicht stark genug, werden viele Bewohner sterben. Nun ja, tote Bürger sind eben tot, ganz gleich, ob man seine Versprechen gehalten hat oder nicht. Man sollte daher vorher genau bedenken, wann man wie reagiert und am besten immer viel Gold besitzen...
Questen - Alles für die Siegel, alles für das Gold!
Wie schon der Vorgänger, so hat auch Fable 3 viele Quests zu bieten. Die eigentliche Hauptquest, in der es um das Werben für die Revolution und die Herbeiführung selbiger geht, ist eigentlich recht schnell erledigt, wenn man sich nicht ständig von den ganzen anderen Nebenquests ablenken lassen würde. Meiner Meinung nach hat die Hauptquest hier sehr an Gewichtung verloren. Im Vorgänger habe ich die Nebenquests als kleines Beiwerk wahrgenommen, während sie hier eher wie eine Kompensation der Hauptquest wirken. Die Nebenquests sind dafür allerdings größtenteils sehr schön, lustig und auch abwechslungsreich gestaltet.
Von Fable 2 erhalten geblieben, ist der optionale, goldene Pfad, den man sich einblenden lassen kann, um einer Quest quer über die Karte zu folgen. Was sich geändert hat, sind die Questbelohnungen. In Fable 2 gab es nur für das Besiegen von Gegnern eine Art Erfahrung, die sich daran orientiert hat, wie man das Gegenüber bezwungen hat. Hier gibt es nun "Erfahrung" auch für das Erledigen von Quests und zwar in Form von Gildensiegeln. Dazu jedoch später mehr.
Kämpfen - Von alt Bewährtem und neu Gemachtem
Das Kämpfen ist grundsätzlich erst einmal sehr ähnlich zu Fable 2. Man kann entweder im Nahkampf oder Fernkampf oder mit Magie gegen seine Feinde antreten. Dazu verwendet man logischer Weise die Nahkampf - oder Fernkampfwaffe seiner Wahl. Bei der Magie hat sich das etwas verändert. Während man vorher einfach zaubern konnte, was man jeweils gelernt hatte, so bedarf es in Fable 3 einem Zauberhandschuh. Als erstes wird sich unser Held mit dem Feuerhandschuh auseinander setzen und folglich Feuerzauber wirken. Wieder gibt es hier einen Unterschied. Durch den Handschuh kann man direkt alle Arten dieser Magie, also Flächenzauber, kurze und schwache Feuerkugeln oder aufgeladene, starke. Verbessert man seine Magiefähigkeiten, sinkt lediglich die Aufladezeit und die Zauber werden stärker.
Doch wofür hat der Mensch zwei Hände? Für zwei Handschuhe natürlich! Der Held hat daher die Möglichkeit weitere Handschuhe mit anderen Magiearten zu finden etc. und kann somit unterschiedliche Magien miteinander kombinieren. Ich muss schon sagen, das ist doch eine coole Idee!
Das Ganze ist aber nicht nur cool, sondern auch ganz sinnvoll. Denn im Laufe des Spiels stellt sich Albions zukünftiger König unterschiedlichen Gegnern, die wiederum unterschiedliche Fähigkeiten, Anfälligkeiten oder Stärken haben. Ein guter Mix aus verschiedenen Angriffen, den richtigen Techniken etc. ist daher nicht unwichtig, um gut aus Kämpfen herauszukommen.
Hier ist es vielleicht noch interessant zu erwähnen, dass der Held keine Lebensanzeige mehr hat. Stattdessen ergraut der Bildschirm langsam und die Ränder werden rot, wenn man zu viel Gesundheit verliert. Bei Shootern ist das ja ok, da bin ich so auf alles andere fixiert, dass ich nicht immer ordentlich auf die HP-Anzeige schaue, aber hier hätte mir persönlich die gute alte Lebensanzeige besser gefallen.
Verbessern - Wie der Held zum König wird
Wie oben schon kurz angerissen, wurde das Erfahrungssystem komplett überarbeitet. So muss der Held auf seinem Weg nun Gildensiegel sammeln, um sich zu verbessern. Diese erhält er wie gewohnt, durch das Besiegen von Gegnern. Darüber hinaus gibt es diese Siegel auch für das Erledigen von Quests, sowie für Interaktionen mit anderen Charakteren. Das Tanzen mit einem kleinen Kind oder das Einschüchtern eines Arbeiters kann daher dem Vorankommen zuträglich sein.
Man hat jetzt eine Menge an tollen Gildensiegeln gesammelt und nun? Mit dem Voranschreiten der Hauptquest, kommt man auch auf der so genannten Siegesstraße immer weiter vorwärts. Hierbei handelt es sich um einen langen Weg, der durch mehrere, zunächst verschlossene Tore, in verschiedene Abschnitte geteilt ist. In jedem Abschnitt befinden sich diverse Truhen, an die wir natürlich erst heran kommen, wenn wir das entsprechende Tor geöffnet haben. Mit jedem Erreichen eines wichtigen Abschnitts der Hauptquest kommen wir so ein Tor näher an das Schloss, aus dem wir anfangs geflohen sind. Am Ende der Straße angelangt, werden wir zum König.
Doch was hat das jetzt mit dem ganzen Siegeln und dem Verbessern des Charakters zu tun? Nun, hat man ein Tor geöffnet, so bedeutet das nicht, dass man einfach alle dort stehenden Truhen öffnen kann. Jede Truhe hat ihren Preis und zwar in Gildensiegeln. Und sie enthält nicht irgendwelche Gegenstände, sondern Fähigkeiten. Durch das Öffnen einer Truhe gegen die geforderten Siegel kann man somit seine Nahkampf-Fähigkeiten verbessern oder neue Gesten lernen oder sich in den Berufen verbessern oder oder oder. Jedem sollte klar sein, dass es nicht so viele Siegel gibt, wie man sie gebrauchen könnte. Die Truhen sollten daher mit Bedacht gewählt werden.
Berufe - Das Spiel im Spiel
Wie schon in Fable 2, so gibt es auch in Fable 3 wieder drei verschiedene Berufe, denen der Held aushilfsweise nachgehen kann. So hat man die Möglichkeit, sich als Musikant, Bäcker oder Schmied etwas dazu zu verdienen. Dies geschieht dann als eine Art Minispiel, in welchem man zur richtigen Zeit den richtigen Knopf drücken muss. Gerade beim Musiker kann das schon recht lustig werden, da der Held bei der falschen Reaktion wirklich krumm und schief spielt. Das Prinzip ist jedoch bei allen drei Berufen dasselbe und mit der Zeit doch irgendwie langweilig. Wenn es ja nicht so viel Geld dafür gäbe.
Je mehr Werkstücke oder richtige Töne man in Folge schafft, umso höher wird der Goldmultiplikator. Leider kann dieser im Gegensatz zum Vorgänger nicht mehr über 10 hinaus ansteigen. Auch das Verbessern eines Berufes geht jetzt nicht mehr so leicht über das lange Ausüben des Berufes, sondern über die die Truhen in der Siegesstraße.
Der Unterschlupf - Wenn der Held seine Ruhe will
Wie es sich für einen Revoluzzer gehört, so hat auch der Held Albions einen geheimen Unterschlupf. Dieser ersetzt in Fable 3 so ziemlich das Inventar, da er eine eigene Waffenkammer beinhaltet, in der man sich diese anschauen, Infos anzeigen lassen und sich neu ausrüsten kann. Dann gibt es einen Ankleideraum, in welchem man seine ganzen Kleidungsstücke, Kostüme und auch Verkleidungen lagern kann. Für manche Quests ist es auch durchaus nötig, sich in ein anderes Gewand zu werfen. Dann gibt es da noch einen Platz für die ganzen, von der Bevölkerung eintreffenden Geschenke, die darauf warten, von uns geöffnet zu werden. Darüber hinaus gibt es eine große Karte, die alle Quests und Ziele anzeigt und Schnellreiseoptionen zur Verfügung stellt.
Waffen, Kleidung, Sonstiges - Mein Equipment mutiert!
In Fable 3 gibt es viel zu entdecken, auch was Kleidung und Waffen angeht! Zur Kleidung habe ich ja schon ein paar Worte gesagt. Wichtig wäre noch zu wissen, dass das, was man am Körper trägt, keine Rüstungswerte oder ähnliches besitzt. Die Kleidung dient entweder dem Zweck der Verkleidung oder dem besseren Auftreten bei der Bevölkerung. Oder man kleidet sich einfach so, wie man es schön findet.
Viel spannender ist es jedoch bei den Waffen. Während sich in Fable 2 der Held je nachdem, ob er gut oder böse, rein oder verdorben war, im Laufe des Spiels optisch verändert hat, so verändern sich in Fable 3 nun die Waffen. Der Held allerdings nicht mehr... Das ständige Kaufen und Verkaufen von neuen Waffen gehört daher größtenteils der Vergangenheit an, denn die Waffen ändern sich nicht nur äußerlich, sondern auch von ihrem Können her. Jede einzelne bringt eine Art Quests mit, die zu den Veränderungen beitragen. Sammelt man beispielsweise viel Gold oder öffnet viele Truhen, so kann dies durchaus Einfluss auf die Optik mancher Waffen haben. Ebenso gibt es Waffen, die beispielsweise bei Tag effektiver werden, wenn man damit bereits eine gewisse Anzahl an Gegnern bei Tageslicht getötet hat und so weiter. Definitiv eine nette Idee, aber mir hat Fable 2 da besser gefallen.
Neben Waffen und Kleidung gibt es natürlich noch jede Menge anderes, mehr oder minder nützliches Zeug. Es gibt Tränke, die ganz verschiedene Wirkungen haben, Bücher mit deren Hilfe man Neues erlernen kann und auch jede Menge an Geschenken. Wie schon in Fable 2 kann der Held einzelne Personen mit einer Kette, einem Spiegel, Edelsteinen oder anderem Beschenken.
Die Menschen - Willst du mit mir Händchen halten?
Um eine Revolution herbeizuführen, brauch man eine breite Masse, die man mobilisieren kann. Dies sollte im gepeinigten Albion nicht allzu schwer sein. Für den Helden ist es daher wichtig, sich Anerkennung beim Volk zu verdienen. Dies kann sowohl auf einem guten, als auch auf dem bösen Weg passieren. Nun, erstaunlicher Weise kann Albions zukünftiger König, im Gegensatz zu seinem Vater aus Teil 2, sprechen! Da will man meinen, dass er dies auch mit den Bewohnern Albions praktizieren wird, oder? Aber nein, er setzt weiterhin auf Gesten wie Tanzen, Rülpsen und Händchen halten. Sicherlich fand ich es bei genauerem Nachdenken in Teil 2 schon irgendwie komisch, wenn auch sicher nicht schlimm, dass der Held nur gestikuliert. Die Situation im aktuellen Teil ist dann aber doch noch seltsamer...
Generell funktioniert das System wie auch bei Fable 2. Am Anfang kann der Welt nur einige wenige Gestiken. Über Bücher, sowie die Truhen auf der Siegesstraße kann er jedoch weitere erlernen, um das Volk noch besser beeindrucken zu können. Jeder Mensch ist dabei anders. Das erkennt man, wenn man sich die Informationen zu diversen Leuten anzeigen lässt. Man erfährt etwas über ihre Vorlieben und Abneigungen, sowie über ihre sexuelle Orientierung. Somit kann man den einen mehr mit einem Tänzchen verzaubern, während der andere lieber ein Kompliment hören möchte.
Die Gestiken wurden dabei größtenteils von Fable 2 übernommen, mit ein paar Ausnahmen und Änderungen, wie beispielsweise dem Händchen halten. Hier geht der Held tatsächlich hin, packt sich die Hand seines Gegenübers und schleppt ihn durch die Welt, bis man ihn wieder los lässt. Wenn man mit einem kleinen Kind durch die vollen Straßen läuft oder mit seinem Liebsten in eine ruhige Ecke verschwinden will, ist das ja ganz passend. Dass man allerdings für Eskortierungs-Quests so einen Händler an die Hand nehmen und ihn über die halbe Karte ziehen muss, fand ich dann doch irgendwie recht affig.
Unser Hund - Noch immer Wautzi 1.0
Einige werden den treuen Gefährten aus dem letzten Teil schon kennen und vor allem seine Spürnase zu schätzen wissen. So kann der Hund auch in Fable 3 wieder vergrabene Schätze erschnüffeln, an denen der Held nur doch den Spaten ansetzen muss. Ebenso kann er weiterhin versteckte Truhen oder Schlüssel finden und uns darauf aufmerksam machen. Darüber hinaus kann er noch immer Feinde beißen, die am Boden liegen.
Seine anfangs nicht so stark ausgeprägten Fähigkeiten kann man, ebenso wie weitere Hunde-Gesten, über diverse Bücher erlernen. Hm, wo war doch gleich das Bücherregal im Unterschlupf? Gibt es gar nicht... Man muss den kleinen Hund zu sich rufen und ihm das die Kenntnisse dann per Steuerkreuz vermitteln. Das war es dann auch leider mit dem haarigen Begleiter, er ist bezüglich Neuerungen oder Verbesserungen leider leer ausgegangen, was ich schade, aber nicht schlimm finde.
Das Leben - Alles bleibt beim Alten
Da das "restliche" Leben, das so ein Revolutionär und angehender König neben diesen Aufgaben noch so besitzt, eher klein ausfällt, will ich es auch recht kurz halten. Zunächst zu den Finanzen. Der Held kann sich Immobilien kaufen, Häuser, Läden, Stände etc. Diese kann er selbst gestalten und ummöblieren, natürlich wieder gegen bare Münze und sie dann entweder selbst nutzen oder vermieten. Die Miete kann man dabei selbst bestimmen. Alle fünf Minuten erhält man daher diverse Mieteinnahmen, was meiner Meinung nach doch einen sehr hohen Anteil der Goldeinnahmen darstellt.
Dann gibt es da ja noch die Liebe. Wie schon in Fable 2 kann unser Held dafür sorgen, dass andere Menschen ihn nicht nur mögen, sondern sich auch in ihn verlieben. Je nach Charakter der betreffenden Person kann man mit dieser dann etwas intimer werden, heiraten, Kinder bekommen oder sich scheiden lassen.
Der Multiplayer - Mehr Helden brauch das Land!
Der Multiplayer, wie man ihn von Fable 2 kennt, ist mit dem Nachfolger weiter ausgebaut worden. Man kann mit anderen Helden das Abenteuer zusammen bestehen (der Host gibt die Regeln vor), mit ihnen Gegenstände tauschen und sogar eine Beziehung mit ihnen anfangen. Dies kann entweder eine Geschäftsbeziehung sein, was bedeutet, dass sich die beiden Parteien die Ausgaben für Immobilien, als auch deren Einnahmen teilen. Oder es kann eine Liebesbeziehung sein, die alle Möglichkeiten bietet, wie auch die Beziehung zu einem NPC, was bedeutet, dass man heiraten, rummachen, Kinder bekommen und sich scheiden lassen kann. Letzteres kann natürlich bei Spielern, wie auch bei den KI-Charakteren sehr teuer werden.
Grafik - Industrie von ihrer schönen Seite
Die Grafik von Fable 3 gefällt mir recht gut. Sicherlich mag sie in der PC-Variante nochmal etwas mehr hermachen, für einen Xbox Spieler ist das in der Regel aber kein Problem, man kennt es ja nicht anders ;-) Dennoch muss man sagen, dass das Spiel nun auch wieder etwas mehr als zwei Jahre auf dem Buckel hat und die Grafik somit nicht mit aktuelleren Titeln mithalten kann.
Trotzdem finde ich, dass sich die Entwickler hier wirklich viel Mühe gegeben haben. Die Umgebung ist sehr schön und abwechslungsreich gestaltet, so dass man von Wald, Grünflächen, Schnee bedeckten Landschaften und Steppen alles gezeigt bekommt. Die Charaktere sind ebenfalls wieder recht gut gestaltet worden und zeigen durch die immer wieder unterschiedlichen Details und die Vielfalt an Kleidung eine gewisse Individualität. Insgesamt wird mit der Grafik eine tolle, stimmungsvolle Atmosphäre geschaffen!
Sound - Die passende Untermalung
Auch am Sound von Fable 3 kann ich absolut nichts aussetzen. Sowohl die Musik im Hintergrund, die uns das Abenteuer untermalt und versüßt, als auch die verschiedenen Stimmen und andere Geräusche sind wirklich gut gemacht und sorgen für eine harmonische Atmosphäre, wie man sie von Fable gewohnt ist.
Fazit - Manchmal ist weniger mehr
Bei Fable 3 handelt es sich meiner Meinung nach um ein wirklich gutes und gelungenes Rollenspiel, das nach wie vor durch seine vielen Entscheidungsmöglichkeiten und seine ganze Vielfalt glänzt. Die Story ist packend, auch wenn ich den Start bescheiden finde und leider nicht so toll, wie bei Fable 2. Die wichtigsten und auch Fable typischen Elemente sind beibehalten worden und garantieren viel Spielspaß!
Dennoch konnte man im Verlauf meines Berichtes immer mal wieder merken, dass ich nicht mit allen Neuerungen und Änderungen so glücklich bin. Hier muss ich wohl zugeben, wäre ich nicht schon durch Fable 2 "vorbelastet", hätte dieser Teil wohl fünf Sterne erhalten. Doch gerade im direkten Vergleich zum Vorgänger muss ich schon sagen, dass ich den zweiten Teil einfach besser fand. Fable 3 empfinde ich etwas schwerer und mit einem leicht bitteren Beigeschmack bei den Entscheidungen, so gut nicht mehr gut sein muss.
Ich vergebe daher aber gute 4 von 5 Sternen und kann den Kauf von Fable 3 durchaus empfehlen!
Vielen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren!
Meine Berichte veröffentliche ich auch bei Ciao unter gleichem Namen.
JustRed
20 Bewertungen, 12 Kommentare
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24.09.2013, 19:54 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollBW...Liebe Grüße Edith und Claus
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24.09.2013, 13:01 Uhr von anonym
bw folgt
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23.09.2013, 18:16 Uhr von Gi22Fr
Bewertung: besonders wertvollLiebe Grüße Gitte
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23.09.2013, 15:39 Uhr von sweetpea77
Bewertung: sehr hilfreichSuper! Vielen Dank!
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23.09.2013, 07:04 Uhr von VWCorrado2012
Bewertung: besonders wertvollTop! BW und glg.
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22.09.2013, 21:52 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollAllerbesten Gruß *~*
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22.09.2013, 17:32 Uhr von KatzeLucy
Bewertung: besonders wertvolloh wow, das ist aber guter Bericht
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22.09.2013, 16:44 Uhr von minasteini
Bewertung: besonders wertvollBw und einen schönen Sonntagabend. Über Gegenlesung würde ich michsehr freuen. LG Marina
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22.09.2013, 15:46 Uhr von Little-Peach
Bewertung: besonders wertvollbw :))
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22.09.2013, 12:01 Uhr von mausi1972
Bewertung: sehr hilfreichGruß Marion.
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22.09.2013, 11:41 Uhr von monagirl
Bewertung: sehr hilfreichMona lässt dir liebe Grüße da
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22.09.2013, 11:13 Uhr von Juri1877
Bewertung: sehr hilfreichund noch ein sehr lieber Gruß von mir
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