Railroad Tycoon 3 (Management PC Spiel) Testbericht

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ab 15,01
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2008

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Erfahrungsbericht von frorgy

Meine Bahn kommt immer pünktlich!

Pro:

einfache Bedienung trotz komplexem Wirtschaftssystem; schöne Grafik

Kontra:

Schienenbau manchmal mühsam; keine Story

Empfehlung:

Ja

Mögt ihr Country-Music?
Dann seid ihr bei Railroad Tycoon schon einmal gut aufgehoben!

Im Vorspann werdet ihr von einer Maus empfangen, die sich neugierig über eine Münze hermacht, die auf einem Eisenbahngleis liegt. Der Film begleitet die Münze weiter zu einem kleinen Jungen, der fasziniert von Lokomotiven ist. Aus der gefundenen Münze und seiner Leidenschaft für Eisenbahnen macht er schließlich ein Vermögen und wird zum Railroad Tycoon.

Und genau das ist auch eure Aufgabe in diesem Spiel!

Spielprinzip

Beginnend mit wenig Geld in der Tasche überzeugt ihr zunächst ein paar mutige Investoren von eurem unternehmerischen Geschick und bringt sie dazu, euch das Geld für die Gründung einer Eisenbahngesellschaft zu geben. Die Überzeugungsarbeit ist übrigens recht einfach: Ein Mausklick auf den Button „Gesellschaft gründen“ genügt...
Nun legt ihr die Route für eure erste Bahnlinie fest und baut die dazugehörigen Bahnhöfe und Gleise. Dann noch schnell eine schicke Lok gekauft, und der Transport von Gütern und Passagieren kann beginnen. Nur allzu schnell ist das Geld der mutigen Investoren verpraßt. Nun beginnt das geduldige Warten darauf, daß die Fracht ihren Bestimmungsort erreicht, denn erst dann fließt Geld in die Kassen. Das Geld investiert ihr dann in den Ausbau eures Schienenetzes, neue Bahnhöfe und Lokomotiven sowie Wartungshallen an der Strecke.
Außerdem könnt ihr euch Gedanken über die Anschaffung von Hotels, Schaffarmen, Raffinerien oder anderer Industrieunternehmen machen, um euer Budget zu verbessern.

Während des Spiels könnt ihr den Bargeldbestand eures Unternehmens durch Ausgabe von Unternehmens-Anleihen und neuen Aktien erhöhen.

Das Wirtschaftssystem ist einigermaßen komplex, bereitet aber spielerisch nur wenig Kopfzerbrechen. Die Züge laden automatisch die ertragreichste Fracht, was in den meisten Fällen ja auch das beste ist. Ihr könnt jedoch auch vorgeben, welche Fracht transportiert werden soll. Sie wird jedoch grundsätzlich nur dann geladen, wenn sie im Bahnhof verfügbar ist (logisch!) UND wenn der Abnahmepreis am Zielbahnhof höher ist als der Kaufpreis am Startbahnhof. In einigen Szenarien besteht die Aufgabe darin, bestimmte Waren zu transportieren, da kann das ganz schön knifflig werden, weil ihr nicht nur darauf achten müßt, wo die Fracht verfügbar ist, sondern auch den jeweiligen Preis im Auge behalten müßt.

Die jeweilige Konjunkturlage beeinflußt sowohl die Preise für die Fracht als auch den Aktienkurs. Die Konjunktur bewegt sich in der Regel zyklisch, wenn eine Gesellschaft also während einer Depression oder Rezession noch Gewinne erwirtschaftet, könnt ihr bedenkenlos bei deren Aktien zuschlagen – sobald sich die Wirtschaft wieder erholt, ist eine Kursexplosion abzusehen.

Neben dem Firmenvermögen verfügt ihr auch über ein Privatvermögen, mit dem ihr Aktien der eigenen Gesellschaft oder der von den Gegnern geführten Gesellschaft kaufen könnt. Letzteres ist vor allem dann wichtig, wenn ihr eine „Fusion“ plant (die schlicht und ergreifend in einer Übernahme besteht – etwaige Ähnlichkeiten mit dem realen Wirtschaftsleben sind natürlich rein zufällig).

Bewertung

Ich habe mir Railroad Tycoon 3 vor einigen Monaten zugelegt (damaliger Preis: 29,90 Euro). Da ich die ersten beiden Teile nicht kenne, kann ich da nicht so gut vergleichen. (Neu sind wohl die Möglichkeit, Brücken und Tunnel zu bauen, was sich als wahrer Segen erweist.) Mir gefällt das Spiel ganz gut.
Die Grafik ist nett anzusehen, knuffige Loks und eine hübsche Landschaft (u.a. mit Tag-/Nacht-Effekten, unterschiedlichem Wetter), jedoch bei weitem nicht so spektakulär wie in guten 3D-Rollen- oder Actionspielen.
Die Kampagnen sind einigermaßen abwechslungsreich (mal geht es darum, in einer vorgegebenen Zeit eine bestimmte Verbindung von A nach B zu legen, dann darum, viel Geld zu scheffeln, oder eine bestimmte Fracht zu transportieren). Die einzelnen Szenarien einer Kampagne sind jedoch nicht inhaltlich verknüpft. Man kann zwischen drei Schwierigkeitsgraden wählen.
Der Soundtrack besteht – wie oben schon angedeutet – aus verschiedenen Country-Melodien, die nacheinander abgespielt werden und keinerlei Bezug zum Spielinhalt haben. Spätestens wenn man sich durch die Savannen Kenias oder die Gebirgszüge der Alpen schlägt, erscheint die Musikuntermalung doch eher unpassend. Dazu gibt es ein paar Soundeffekte durch die Geräusche fahrender Züge und das Klingeln in der Kasse, wenn eine Ladung angekommen ist.
Das Spiel wird komplett mit der Maus gesteuert. Die Steuerung ist grundsätzlich recht einfach; etwas schwierig gestaltet sich lediglich der Schienenbau. Da das Spiel nicht automatisch die günstigste Streckenführung für eine Verbindung aussucht, muß man „von Hand“ kleine Teilstücke errichten. Da die Kurvenradien recht groß sind (klar, eine Eisenbahn fährt nun mal nicht um eine Haarnadelkurve), gestaltet sich das in bergigem Gelände oft recht „fisselig“, besonders wenn Brücken oder Tunnel im Spiel sind.

Railroad Tycoon 3 ist ein typisches Wirtschaftssimulation-Aufbaustrategiespiel: Anfangs kämpft man zäh um die Finanzierung jeder einzelnen Meile Gleis, wenn das Schienennetz erst mal steht, kann man sich zurücklehnen, seinen Zügen zuschauen und ihnen hin und wieder eine modernere Lok spendieren. Durch die unterschiedliche Aufgabentypen und die begrenzte Zeit der Szenarien wird das Spiel nicht langweilig. Trotzdem flaut der Spielspaß regelmäßig ab, wenn die Infrastruktur aufgebaut ist und man im Grunde nur noch darauf wartet, daß das Szenarien-Ziel erfüllt ist. Das ist aber keine spezielle Kritik an diesem Spiel, das ist ein genre-typisches Problem.

Systemanforderungen

Zum Schluß noch ein paar technische Daten:
Die Systemanforderungen sind moderat:
400 MHz-Prozessor, Windows ab Version 98, 128 MB RAM, 1200 MB
Festplattenspeicher, 3D-Grafikkarte mit 16 MB, 4xCD-ROM, Maus, Tastatur,
Soundkarte mit Direct-X-Unterstützung.
Den Multiplayer-Modus für bis zu vier Mitspieler (über LAN oder Internet) habe ich nicht getestet.

34 Bewertungen, 6 Kommentare

  • Meyerhoffsche

    12.11.2008, 13:16 Uhr von Meyerhoffsche
    Bewertung: sehr hilfreich

    Goldene Herbstgrüße von der Meyerhoffschen :)

  • Jerry525

    04.11.2008, 16:55 Uhr von Jerry525
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super beschrieben lg vom Jerry

  • manu63

    03.07.2008, 00:47 Uhr von manu63
    Bewertung: sehr hilfreich

    viele Grüße von manu63

  • morla

    18.06.2008, 13:11 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    wünsche dir einen sonnigen mittwoch lg. petra

  • ingoa09

    03.06.2008, 14:26 Uhr von ingoa09
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr ansprechender Bericht! Gruß Ingo

  • Tris.

    09.06.2004, 16:49 Uhr von Tris.
    Bewertung: sehr hilfreich

    Klasse Bericht.