Paranormal Activity 2 (DVD) Testbericht

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Paranormal-activity-2-dvd-horrorfilm
ab 6,49
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2011
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von LilithIbi

Teil 2 basiert auf Teil 1 basiert auf ähnlichen Begebenheiten.

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

So leid es mir mal wieder tut ~ doch ich persönlich kann eigentlich nur noch raten, welche Szenen innerhalb

Paranormal Activity 2 inmitten der '''erweiterten Filmfassung''' seinerzeit im Kino nicht zu sehen waren. '''Jener Extended cut dauert sage und schreibe 7 Minuten länger als das, was ich mir letztes Jahr anschaute''' ~ doch ohne beide Versionen unmittelbar nacheinander zu gucken, kann ich jenes mit Gewissheit nicht mehr so recht bestimmen. Meine Mutmaßungen jedoch tendierten gen „Papa verbrüht sich im Pool“ sowie kleineren Dialogen; Szenen, die meines Erachtens nach völlig zu Unrecht aus dem Endresultat herausgeschnitten und eben nun wieder hineingebastelt wurden.

Einen Blick wert sicherlich der '''einstige Werbetrailer der in einer einzelnen Aufnahme die Reaktionen des Kinopublikums auf den ersten Teil zeigt ~ wer mag, kann die vor dem Hauptfilm befindlichen, automatisch abgespielten und nicht (!) separat anwählbaren '''trailer zu drei anderen''' Werken noch schauen und sich daran erfreuen.
Was hingegen die knapp drei Minuten _„Gefundenes Material“ zu sagen versuchen... man weiß es nicht. '''Ich persönlich gehe sogar so weit zu behaupten, dass man sich hier schlicht und ergreifend mit der Titulierung vertan hat und das Ganze eher „entfernte Szenen“ hätte heißen müssen eben weil es sich hierbei um die gleichen Schauspieler handelt, die man inmitten des 87 bzw. 94 minütigen Sequels bewundern darf.

===Die Umsetzung=== unterscheidet sich zum ersten Teil nicht nur dahingehend, dass hier statt der direkten Aufnahmen der mysteriösen Vorgänge hin und wieder quasi „vorher-nachher“ Bilder dargeboten wurden. Weiterhin entscheiden sich die Macher dafür, die Handlung nicht lediglich auf zwei Personen zu beschränken, sondern darüber hinaus zwei wehrlose Opfer zu integrieren; sprich: der allseits beliebte Hund nebst einem noch hilfloseren Baby (bzw. im weiteren Verlauf Kleinkind) fanden ihren Platz, während nicht zuletzt der Zeitrahmen um einiges größer ist als in „Paranomal Activity“. So vergehen nicht nur wenige Tage, sondern tatsächlich Monate, in denen es im Haus der Familie immer gruseliger zugeht.

Während anfangs der Film mit manierlicher und fast schon handelsüblicher „Wackelbildkamera“ gedreht wurde, werden auch hier wenig später ~ nach einer nicht erklärbaren Verwüstung des Hauses ~ bereits feste Überwachungskameras installiert, die die vermeintlichen Vandalen bei einer eventuellen Wiederkehr identifizieren sollen. Auffällig ist, dass die Dialoge diffiziler unterbrochen werden; womöglich mit der Absicht, eine Art Privatgespräch zwischen den einzelnen Protagonisten zu erschaffen.
Wohlweislich stößt dieser Usus eher bei Randgruppen auf Gefallen oder gar begeisterte Zustimmung; jene gar, die hier tatsächlich einen „normalen Gruselstreifen mit Anfang, Hauptteil, Ende, Ausklang“ erwarten, werden schlussendlich mehr als entnervt und enttäuscht sein.

Schuld eigen, patzig gesagt.

Bei „Paranormal Activity“ muss man sich nicht nur mit beinahe absoluten Standbildern abfinden, in denen sich vereinzelt lediglich (aber immerhin urplötzlich) ein Windspiel trotz geschlossenem Fenster bewegt oder eine Bratpfanne heruntersaust, _sondern sollte solcherlei tatsächlich lieben._
_Und ja, ich liebe es._
Trotz des wiederholten Ansehens des Filmes bin ich nach wie vor angetan und von dem Umstand begeistert, dass hier nicht nur der Bogen zum ersten Teil geschaffen, sondern vielmehr „Paranormal Activity 2“ '''um den ersten herum fungiert und vor allem auch bravourös funktioniert'''. Dass der zweite Teil auf dem ersten basiert... das können sich vermutlich nur gewisse Filmmacher ausdenken, die ferner eben jenes als Hinweistext rigoros einblenden.

Wie dem aber auch sein mag: es findet eine definitive Wiederbegegnung mit Micah (Micah Sloat) und Katie (Katie) Featherston statt. „Paranormal Activity 2“ beginnt quasi 60 Tage vor dem Tod des Erstgenannten, welchen man in „Paranormal Activity“ in der Schlussequenz mehr oder minder zu Gesicht bekam. Absolut gelungen meines Erachtens nach, dass der Fortsetzungsfilm sodann überdies ebenso zusätzlich nach dem Ende des ersten Teiles weitergeht, neue Details hinzufügt, alte Fragen beantwortet und wiederum neue aufwirft.

Erwähnenswert an dieser Stelle, '''dass man den ersten Teil nicht unbedingt kennen muss um den zweiten für sich zu verstehen ~ '''und doch würde ich empfehlen, sich beide anzugucken, um ein paar Verknüpfungsdetails (wie bspw. das Foto, was im ersten Teil auf dem Dachboden gefunden wird) überhaupt als solche erkennen zu können.'''
Völlig ob dieses Umstandes überzeugt der zweite Teil ebenso für sich alleine ~ natürlich wiederholen sich gewisse Dinge; wieder ist es der Mann, der nicht an das Übersinnliche glauben mag; selbst das Haus, in dem nun das Ehepaar Kristi (Sprague Grayden) und Daniel Rey (Brian Boland) mitsamt Säugling Hunter (William Juan in Abswechslung mit Jackson Xenia Prieto), älterer Tochter Ally (Molly Ephraim) und nicht zuletzt Schäferhund Abby (der sich selbst spielt) wohnt, sieht dem aus dem ersten Teil nahezu verblüffend ähnlich.

Ebenso findet hier, wie bereits zuvor (bzw. dann ja eigentlich danach) eine Art Geisterbeschwörung statt, die allerdings eindeutig weniger Raum einnimmt als im vorangegangenen Film und mitsamt der Haushälterin Martine (Vivis Cortez) regelrecht aus dem Geschehen hinauskomplimentiert wird.

Unabstreitbar lässt sich „Paranormal Activity 2“ Zeit, um den Zuschauer mit denkwürdigen Ereignissen zu konfrontieren. Dank der festinstallierten Kameras im Haushalt sieht man die Geschehnisse stetig aus den selben Blickwinkeln, bekommt nicht einmal das komplette Haus zu Gesicht und muss sich somit eben auch gefallen lassen, mehrfach das Bildchen „der Pool bei Nacht“ betrachten zu dürfen. Nur wenige Zuschauer werden überhaupt etwas spannendes oder gar ungewöhnliches an den ersten nächtlichen Aufnahmen zu beobachten meinen, wodurch es somit für wahr Sinn macht, sich den Film nicht nur ein einziges Mal anzusehen.

'''Geschickter Schachzug der Macher zweifelsohne dass in einer Szene gezeigt wird, wie Hütehund Abby das Reinigungsgerät aus dem Pool zu zerren versucht ~ dann scheint ja alles in Ordnung, was vorrangig Familienvater Daniel stetig zu betonen weiß. Selbst bei der Nachkontrolle der entsprechenden Aufnahmen, wie das Gerät wie von Geisterhand aus dem Pool heraus“hüpft“, tut er jenes mit einem sarkastischen Spruch

_„Er hat wohl genug geschwommen. (…) Vielleicht strebt er eine Karriere als Terassenreiniger an?“_

ab. Die Besorgnis Kristi's, dass Hunter stetig ins Nichts blickt und überdies vereinzelt nicht auf seine Mutter reagiert, quittiert er hingegen wie folgt:

_„Er ist ein Säugling ~ die haben die Aufmerksamkeitsspanne eines Goldfisches!“_

Auflockernder Humor wird de facto alles andere als kleingeschrieben; wurde jedoch in bewusst-sparsamer Menge dosiert und zieht das Ganze '''keinesfalls''' ins lächerliche. Über ein-zwei Szenen mag man sich streiten können, ob sie tatsächlich gruselig sind oder eher unfreiwillig komisch ~ '''nichtsdestotrotz jedoch sind manche Szenarien nichts für schwache Nerven.'''
Gerade dadurch, dass mitten in einer absolut stillen Aufnahme unverhofft-urplötzlich eine Tür knallt, zuckt der ein oder andere Zuschauer regelrecht zusammen ~ mache Dinge reizen sich tatsächlich nicht aus und sorgen anhaltend für Atmosphäre.

Spannend ist der Film meiner Ansicht nach bis zum Schluss; wobei selbst die anhaltende Fast-Stille inmitten eines schwarzen Bildschirmes, bis sodann der Abspann beginnt für eine gewisse Atmosphäre sorgt. Nicht zuletzt lässt die zuvor eingeblendete Schrift die Spekulation auf einen weiteren Teil offen ~ den ich persönlich jedoch nicht unbedingt „brauchen“ würde.

Nicht, weil mir die Lust auf solcherlei vergangen wäre, sondern vielmehr aus der reinen Befürchtung heraus, dass in „Saw“-ähnlicher Manier dank etwaiger Fortsetzungen die bisherige Faszination mehr und mehr zunichte gemacht werden könnte.

===Summa summarum=== steht „Paranormal Activity 2“ dem Ursprungsfilm in Nichts nach; reiht sich vielmehr nahezu perfektiös nahtlos an diesen an und knüpft kongeniale Verbindungen, die im weiteren Zusammenhang richtig Lust machen, sich baldmöglichst beide Teile noch einmal hintereinander anzusehen. Der Umstand, dass hier ein anderer Regisseur ~ Tod Williams ~ zu Werke ging, fällt keineswegs auf oder gar ins Gewicht. Die Machweise wurde quasi 1:1 übernommen, vereinzelt etwas ausgeschmückt und bietet für mich keinerlei Anlass für ernstgemeinte Kritik.

'''Filmgucker hingegen, die Wert darauf legen, jedes Detail zu Gesicht und vor allem''' (am besten durch eine Art greifbaren Poltergeist oder „nur Menschen“) '''abschließend nachvollziehbar aufgedröselt zu bekommen, werden vermutlich über Langatmigkeit und Unschlüssigkeit klagen.''' Zwar kann man oberflächlich betrachtet tatsächlich sagen, dass in den ersten 30Minuten so gut wie nichts passiert ~ doch im Grunde genommen trifft dies auf den gesamten Film zu.

Eine eigentliche, herkömmliche Handlung, wie man sie vergleichsweise von „Boogeyman“ gewöhnt ist, bleibt hier selbstredend aus ~ „Paranormal Activity“ richtet sein Augenmerk hauptsächlich auf die Geschehnisse innerhalb des Hauses bzw. des grundstücksansäßigen Pools.
Der Spannungsaufbau ist in solchen Genres ein völlig anderer; wer hingegen schon mit dem immer noch passendsten Vergleichswerk „Blair witch Project“ nicht sonderlich viel anfangen konnte, sollte sich nach einer Alternative umsehen.

Jene hingegen, die lediglich bedauerlich finden, dass auf den üblichen Usus, den einzelnen Darstellern in ihrer jeweiligen Rolle ihren eigenen Namen zu geben, in diesem Fall zum Großteil verzichtet wurde, werden auch den kleinen Vorhang-technischen Filmfehler in „Paranormal Activity 2“ verzeihen können.
Für mich persönlich lediglich ein wenig ungalant, wie viel von der einstigen Kinoleinwand-Wirkung, bei der man naturgemäß gar nicht weiß, in welche Ecke man zuerst hinschauen soll, durch mein „alles in einem Blick einsehbar“ heimeliges Fernsehapparätchen zunichte gemacht wird.

Besitzer eines 47cm Bildschirms sollten sich somit bewusst sein, dass „Paranormal activity“ auf Großleinwand um einiges mehr schockt und erschreckt ~ solcherlei kann ich aber kaum ernsthaft dem Film selbst ankreiden; eben weil selbst die „Titanic“ bei mir wie eine etwas imposantere Nussschale daherschwamm bzw. absoff.
Zu guter letzt bleibt zu erwähnen, dass Werke wie „Paranormal Activity“ einer gewissen Bereitschaft sowie Ernsthaftigkeit des Zuschauers bedürfen, um abschließend tatsächlich dafür Sorge zu tragen, dass der Gucker anschließend in seinem eigenen zu Hause ein wenig überempfindlich reagieren wird.
Ergo des Ergos: für Liebhaber des anders Anderen die volle Punktzahl nebst die meinige immense Vorfreude auf immer wieder neue Wackelbildfilmchen.

29 Bewertungen, 7 Kommentare

  • kleiner_engel

    11.05.2011, 15:01 Uhr von kleiner_engel
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche einen sonnigen Mittwoch !!

  • morla

    10.05.2011, 23:41 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^^petra

  • sigrid9979

    10.05.2011, 21:26 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche noch einen schönen Abend

  • Miraculix1967

    10.05.2011, 19:11 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sonnige Frühlingsgrüße aus dem gallischen Dorf vom ollen Druiden Miraculix1967

  • anonym

    10.05.2011, 19:01 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich war hier :-) LG Erik

  • yeppton

    10.05.2011, 18:32 Uhr von yeppton
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW berichtet, Mfg Markus

  • XArniTimeX

    10.05.2011, 18:24 Uhr von XArniTimeX
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße, XArniTimeX