Zerstört (Taschenbuch) / Karin Slaughter Testbericht

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ab 9,28
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Summe aller Bewertungen
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  durchschnittlich
  • Spannung:  hoch
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  ausschmückend

Erfahrungsbericht von Arinicia

Das Beste zum Schluss

3
  • Niveau:  anspruchsvoll
  • Unterhaltungswert:  durchschnittlich
  • Spannung:  hoch
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Stil:  nüchtern
  • Zielgruppe:  Männer

Pro:

siehe Text

Kontra:

siehe Text

Empfehlung:

Ja

Das Titelbild dieses Buches hatte mich vom ersten Augenblick an gefesselt. Es dauerte noch einige Wochen bis ich tatsächlich mit dem Lesen begann. Karin Slaughter ist für mich bisweilen die Schocker-Autorin schlechthin. Mit dem Buch „Vergiss mein nicht“ hatte sie mich hundertprozentig überzeugt. Spannend, abwechslungsreich, realistisch, fesselnd. Ich war also „heiß“ auf dieses neue Buch und stürzte mich nahezu darauf…
Karin Slaughter – Z E R S T Ö R T

Die Rückseite des Buches ist mit folgenden lobenden Worten geprägt:
„Die SPIEGEL-Bestsellerautorin in Höchstform: Karin Slaughter führt uns an dunkle, verborgene Orte, an die andere Autoren sich niemals wagen würden!“ (Terra Geritsen)

Im Internet liest man: "Der Höhepunkt wird Sie umwerfen!" (The Independent)
Auf der Bestsellerliste ist das Buch ganz oben mit dabei…

Und wer schreibt so gut???

K A R i N S L A U g H T E R

Karin Slaughter, Jg. 1971, stammt aus Atlanta, Georgia, wo sie bis heute lebt. Mit ihren 'Grant County'-Thrillern um die Gerichtsmedizinerin Sara Linton und den Polizeichef Jeffrey Tolliver hat sie sich in den Olymp der Thrillerautoren geschrieben. 2003 erschien ihr Debütroman 'Belladonna', der Karin Slaughter unmittelbar an die Spitze der internationalen Bestsellerlisten katapultierte. Ihre Bücher sind in 24 Sprachen übersetzt und haben bereits eine Gesamtauflage von mehr als 20 Millionen Exemplaren überschritten. Klaus Berr, geb. 1957 in Schongau, Studium der Germanistik und Anglistik in München, einjähriger Aufenthalt in Wales als 'Assistant Teacher', ist der Übersetzer von u.a. Lawrence Ferlinghetti, Tony Parsons, William Owen Roberts, Will Self .

H A R T E F A K T E N zum B U C H

Erschienen im blanvalet Verlag
511 Seiten

ISBN 978-3-442-37220-1
Kostenfaktor: 9,99 Euro
1. Auflage

Taschenbuchausgabe Dezember 2010 im blanvalet Verlag in München, basierend auf der Originalausgabe von Karin Slaughter, 2007 erschienen unter dem Titel „Beyond reach“ in New York.
Das wunderbar gelungene und extrem ansprechende Umschlagfoto wurde von Neril Guegan/Corbis gestaltet.

Deutsche Übersetzung: Klaus Beer
K L A P P E N T E X T

Endlich: der sechste Thriller mit Gerichtsmedizinerin Sara Linton und Chief Jeffrey Tolliver!
Was nur hat Lena Adams veranlasst, nach Reese, in ihre Heimatstadt, zurückzukehren, an der sie beinahe zerbrochen wäre? Sara Linton ist wütend. Ihr Mann, Chief Tolliver, lässt alles stehen und liegen, um Lena, seiner besten, aber gefährlich labilen Mitarbeiterin, die als Hauptverdächtige eines bizarren Mordes in Reese verhört wird, aus der Patsche zu helfen. Wieder einmal. Dabei hätte Sara selbst jede Unterstützung gerade bitter nötig. Doch sie begleitet den Chief in eine Stadt, in der Gewalt, Drogen und Lügen so alltäglich sind, dass es selbst die beiden erfahrenen Ermittler schockiert.

Und einer scheint hinter den Kulissen die Fäden zu ziehen: Lenas Ex-Freund Ethan Green. Seine Verbindungen reichen weit aus dem Gefängnis heraus - und weiter in ihr eigenes Leben hinein, als Sara und Jeffrey es sich in ihren schlimmsten Alpträumen hätten vorstellen können.
L E S E P R O B E

Zerstört von Karin Slaughter
Prolog

Was hatten sie ihr gegeben? Was hatten sie ihr mit dieser Nadel in die Venen gejagt? Die Augen konnte sie kaum offen halten, die Ohren waren dagegen überempfindlich. Durch ein lautes, durchdringendes Klingeln hindurch konnte sie einen Aussetzer des Automotors hören, das Parumpparump der Reifen auf unebenem Gelände. Der Mann, der neben ihr auf dem Rücksitz saß, sprach leise, fast als würde er einem Kind ein Schlaflied singen. Sein Tonfall hatte etwas Beruhigendes, und sie merkte, wie ihr der Kopf auf die Brust sank, während er redete, und sie ihn dann, bei Lenas knappen, schneidenden Erwiderungen, wieder hochriss.
ihre Schultern schmerzten, weil sie die Arme verkrampft auf dem Rücken hielt. Es war ein dumpfes Pochen, das dem Hämmern ihres Herzens entsprach. Sie versuchte, sich auf andere Dinge zu konzentrieren, auf das Gespräch zum Beispiel, das im Auto geführt wurde, oder wohin Lena das Auto steuerte. Stattdessen registrierte sie jedoch, dass sie sich fast wie eine Spirale in den eigenen Körper zurückzog, sich in jede neu aufkeimende Empfindung einhüllte wie ein kleines Kind in eine Kuscheldecke.

Die Rückseiten ihrer Schenkel brannten vom Leder des Autositzes, aber sie wusste nicht, warum. Draußen war es kühl. Im Nacken spürte sie sogar einen Zug. Sie erinnerte sich noch, wie sie einmal während einer langen Fahrt nach Florida in der Chevette ihres Vaters saß. Das Auto hatte keine Klimaanlage, und es war Mitte August. Alle vier Fenster waren geöffnet, doch die Hitze blieb unerträglich. Das Radio knisterte. Es lief keine Musik, denn es gab keinen Sender, auf den sie sich alle hätten einigen können. Vorne stritten sich die Eltern über die Fahrtroute, die Benzinkosten, ob sie zu schnell fuhren oder auch nicht. Hinter Opelika sagte dann ihre Mutter zu ihrem Vater, er solle an einem Laden anhalten, damit sie sich eisgekühltes Coke und Orangenkekse kaufen konnten. Dann erschraken alle, als sie aussteigen wollten, denn die Haut ihrer Arme und Beine klebte an den Sitzen, als hätte die Hitze ihre Körper mit dem Vinyl verschmolzen.

Jetzt spürte sie, wie das Auto ruckelte, als Lena die Automatikschaltung auf Parken stellte. Der Motor lief noch, und das leise Surren vibrierte in ihren Ohren. Da war noch etwas – nicht im Auto, sondern weiter entfernt. Der Wagen stand auf einem Sportplatz. Sie erkannte die Anzeigentafel, riesige Buchstaben schrien: »GO, MUSTANGS!« Lena hatte sich umgedreht und starrte sie beide an. Der Mann neben ihr bewegte sich. er steckte seine Waffe in den Bund seiner Hose. Er trug eine Skimaske, wie man sie aus Horrorfilmen kennt, nur die Augen und der Mund waren zu sehen. Doch das reichte aus. Sie kannte ihn, könnte seinen Namen sagen, wenn nur ihr Mund sich bewegen würde.

L E S E P R O B E * E N D E


Und was gibt es nun zum Buch zu sagen? Ich habe es während meinem Aufenthalt im Krankenhaus gelesen, weil mir dann nämlich endlich die Zeit dafür blieb (traurig, traurig- lasst es niemals so weit kommen!!!). Obwohl im Thriller unheimlich viel passiert und die Auswahl an Akteuren einen nicht den Überblick verlieren lässt, wirkt die gesamte Story als alleinstehende Geschichte etwas zu dünn. Gerettet wird das Ganze letztendlich von einem wahrlich grandiosen Schluss, den ich euch natürlich nicht verraten werde.

Der Sprachstil ist okay, die Sprache ist flüssig und leicht verständlich, aber es gibt unheimliche viele Rechtschreibfehler im Buch, die mich sehr gestört haben. Es gibt immer wieder spannende Situationen, Highlights, Überraschungen, aber das Salz in der Suppe fehlte mir. Ich denke es war eine ordentliche Portion die mir fehlte. Hätte auch schwarzhumorig sein können, aber so todernst?! Kein Lachfältchen beim Lesen, deprimiert bei 511 Seiten durchaus.

Eine sehr ernste Episode, eine sehr reflektierte, tiefgehende, problembehaftete und emotional gewichtete Geschichte, die einen das Glück im Leben vermissen lässt. Mir persönlich war es eine runde zu ernst, ganz klar.

Der Schluss ist grandios, aber die 509 Seiten davor schleppen sich. Es ist nicht Karin Slaughters bestes Buch…eindeutig…

Von mir gibt es 3 Sterne und ein lesenswert!
Ein Stern Abzug wegen meiner Kritik am inhaltlichen Endzeit-Geplätschere und ein Stern wegen der unmöglichen Rechtschreibfehler und der meiner Meinung nach eher qualitativ minderwertigen Übersetzung ins Deutsche.

In diesem Sinne,
der Schluss ist wirklich gut!

Liebe Grüße und viel Sonnenschein!
Arinicia

36 Bewertungen, 7 Kommentare

  • Frederica_20

    01.09.2011, 17:42 Uhr von Frederica_20
    Bewertung: sehr hilfreich

    Grüße von Frederica_20

  • Miraculix1967

    23.07.2011, 19:17 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönes Wochenende und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967

  • Luna2010

    23.07.2011, 11:30 Uhr von Luna2010
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ein wunderschönes Wochenende! Ich freu mich ebenfalls über Gegenlesungen =)

  • anonym

    23.07.2011, 02:36 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    Prima vorgestellt - würd mich sehr über eine Gegenlesung von dir freuen. LG

  • morla

    23.07.2011, 01:31 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    schönes wochenende lg. petra

  • Lale

    23.07.2011, 01:16 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß *~*

  • katjafranke

    23.07.2011, 01:15 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen lieben Gruß. KATJA