Devil (DVD) Testbericht

D
Devil-dvd-horrorfilm
ab 5,81
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2011
5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  sehr spannend

Erfahrungsbericht von LilithIbi

Verantwortung. Vergebung.

4
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  sehr niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  spannend
  • Altersgruppe:  ab 16 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  Kino-Version

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Schon lange war für mich persönlich klar, dass ich mir M. Night Shyamalan neuestes Werk und obendrein Anfang einer Themen-Trilogie

===Devil=== nicht entgehen lassen wollte. Nachdem jedoch stets etwas dazwischen kam und man obendrein bereits die entsprechende DVD importieren lassen kann, konnte ich meinen Kinobesuch erst dann glauben, als ich tatsächlich im recht gut gefüllten Saal hockte.

Obschon der Film eine Längere Anlaufzeit brauchte, um auf das zuzusteuern, was im Trailer gezeigt wurde, war ich persönlich bereits von den ersten gesprochenen Sätzen („Die Geschichten meiner Mutter begannen immer auf die gleiche Weise: am Anfang steht ein Selbstmord... am Ende sterben alle“) recht angetan. Während es im Clip so aussah, als ginge es beinahe ausschließlich um 5 Personen, die gemeinsam im Fahrstuhl stecken bleiben und sich nach einem kurzen Stromausfall gegenseitig beschuldigen, für die Verletzungen der jüngsten Anwesenden (Bojana Novakovic) verantwortlich zu sein, darf man auch bei diesem Werk Shyamalan's ~ wie schon bei „The Village“ ~ den Titel durchaus aus Hinweis verstehen. Ebenfalls scheint es eine Marotte Shyamalan's zu sein, schlussendlich etwas völlig anderes darzubieten, als die zusammengeschnittene Szenenauswahl via Trailer dem Zuschauer vormacht. Jenes muss man zum einen natürlich mögen; zum anderen kann eben jenes auf mannigfaltige Art und Weise nach hinten los gehen.

Tatsächlich beginnt die _Handlung mit einem Suizidenten und die damit verbundenen Ermittlungen seitens Detective Bowden (Chris Messina); während mehr oder minder gleichzeitig 5 Personen den gleichen Fahrstuhl besteigen. Jener bleibt urplötzlich stecken; der alarmierte Techniker (Logan Marshall-Green) versucht, den Schaden zu beheben, während zwei Männer vom Sicherheitspersonal beruhigend auf die eingeschlossenen einzuwirken versuchen.

Indes erfährt der Zuschauer von Bowdens Alkoholproblem; seit einigen Monaten ist er nun trocken, nachdem er den Unfalltod seiner kleinen Familie nicht verkraften konnte. Jener Umstand hat nicht nur im Alkohol seine Spuren hinterlassen; auch glaubt er scheinbar nicht an die Existenz des ultimativ Bösen ~ er weiß, dass Menschen selbst die Verantwortung tragen. Der panischen Aussage seitens Ramirez (Jacob Vagras), der zwischen zwei Bildern einer Überwachungskamera den Teufel gesehen zu haben glaubt, begegnet er somit mit Missachtung.

Tatsächlich jedoch fragen sich über kurz oder lang alle beteiligten, was im Fahrstuhl vor sich geht ~ nach mehreren kurzen Stromausfällen scheint nämlich einer nach dem anderen ermordet zu werden... und so groß ist die Auswahl der Verdächtigen bekanntlich nicht.

===Die Umsetzung=== versteht es, abwechslungsreich darzubieten, was innerhalb und gleichzeitig außerhalb des Aufzuges vor sich geht. Insbesondere die Szenerien inmitten des Fahrstuhles beschreibe ich gerne salopp als „Blair witchig“; eben weil man oftmals nicht sieht, was passiert, auf eine dunkle Leinwand blickt, krude Geräusche nebst panische Schreien hört und es immer wieder für winzigste Momente hell wird. Wie auch die Beteiligten im Film weiß der Zuschauer nicht, was er nun eigentlich gesehen hat ~ sodann wird’s im Fahrstuhl wieder hell, und tada, liegt sie da, die erste Leiche.
Und ja, es funktioniert.

Einen winzigen Deut weniger verhält es sich bezüglich des Spannungsfeldes außerhalb des klaustrophobisch-geschlossenen Raumes: zwar mag man Ramirez in seiner Panik durchaus für voll nehmen, '''doch die unnötigste Szene des gesamten Filmes stellt meines Erachtens zweifellos jene da, in der dieser ein Marmeladenbrot zu Boden fallen lässt, um zu beweisen, dass der Teufel im Haus ist.'''
Ähm...ja. Dabei war das damit verbundene anfängliche Monologsfragment gar nicht mal so krude anzuhören, es hatte sogar etwas faszinierend-spannendes für sich...bis zum Fall des Brotes. Die Äußerung des dienstälteren Kollegen (Bokeem Woodbine), er möge bitte nicht albern werden, darf man sich an dieser Stelle getrost anschließen.

Schon an dieser Stelle mag ich an für sich nichts weiteres zu den Geschehnissen sagen, um möglichst wenig vorweg zu nehmen ~ die Anmerkung, dass das Ganze ein wenig der Saw II-Philosophie folgt, kann ich mir hingegen nicht verkneifen. Was im Grunde ja auch nichts schlechtes ist; eben weil bis zum Abschluss des dritten Teil der ursprünglich (ebenfalls?) als Trilogie geplanten Jigsaw-Reihe meine persönliche Fanwelt mehr als in Ordnung war.

„Devil“ beansprucht das Mitdenkvermögen des potentiellen Zuschauers nicht minder; wie so oft im Leben mag man fröhlich mit-raten oder gar schlussfolgern, wer es nun gewesen ist, der da im Aufzug vor sich hinmeuchelt. Ein wenig stellt sich die Geschichte mit dem Aspekt „der Teufel sorgt dafür“ zwar wieder ein Beinchen; versucht sich gleichzeitig mit der eingeschobenen Erklärung „er taucht in der Gestalt eines Menschen auf“ selbst zu retten. So richtig weiß somit allerdings keiner, ob es nun überhaupt Sinn macht, sich für einen „Schuldigen“ zu entscheiden ~ wenn's ja doch der Fürst der Finsternis ist, der allerhand Zaubertricks parat hat, ist es müßig, zu überlegen, ob die Erstverletzte vielleicht doch selbst Hand an sich legte.

Darüber hinaus stellt es sich als ebenfalls leicht-tragisch dar, dass die Beteiligten beinahe allesamt ausschließlich oberflächlich betrachtet werden. Man darf natürlich nicht erwarten, mit den gesamten privaten Umständen versorgt zu werden; doch wenn der Handlungsspielraum ohnehin ähnlich (bzw. noch) begrenzt(er) ist als es beispielsweise bei „Cube“der Fall ist, so hätte man den Eingeschlossenen zumindest einen Namen gegönnt.
Über kurz oder lang werden zwar wahrlich ein paar Namen genannt, aber so richtig überzeugend ist jenes an dieser Stelle dann auch nicht mehr. Sprich: es stellt fast schon eine weitere Herausforderung an den Zuschauer dar, Sympathie für die ein oder andere Lift-Figur zu entwickeln; während immerhin ebenfalls kein definitiver Verdächtiger von Anfang an im buchstäblichen Raume steht.

Szenen, in denen man fröhlich zusammenzucken kann, gibt es meiner Erfahrung nach insgesamt drei ~ zumindest stellt dies die im-Sessel-hoch-hüpf-Bewegung meines direkten Sitznachbarn ermittelte Zahl dar.

Über den Ausgang darf man wahrlich diskutieren, debattieren oder gar philosophieren ~ zum einen befinde selbst ich die die „Erlösungs-Auflösung“ hier als etwas zu banal; dementgegen konnte mich das divers interpretierbare Ende wieder ein wenig versöhnen.

===Summa summarum=== gibt es von mir trotz meiner vorgemerkten „will ich in meinem Schrank“ Notiz lediglich 4 Sterne. Regisseur John Erick Dowdle mag sein Bestes gegeben haben; doch durchgehend oder gar hochspannend ist „Devil“ tragischerweise nicht.
Zu viele Szenen gibt es, bei denen man sich fragen muss, ob das mitunter Gezeigte tatsächlich ernst gemeint sein soll oder absichtlich amüsiert ~ darüber hinaus fehlt der explizite Entscheidungsweg, in welche Richtung „Devil“ nun letztendlich gehen sollte. Zum einen erfährt man nach und nach etwas über die Personen, zum anderen gleichzeitig hingegen wieder zu wenig, um wirklich auf diese Art und Weise mitfiebern zu können.

Besonders hervorzuheben unabstreitbar der zum Teil außergewöhnliche Kamerastil: solcherlei nehme ich sonstig eher am Rande wahr und weiß die Arbeit vermutlich generell viel zu wenig zu würdigen ~ Tak Fujimoto erschuf allerdings nicht durch eine einzelne kongeniale Aufnahme das „mittendrin statt nur dabei“ Gefühl. Das letzte mal, dass ich derartig authentisch vor einem Bildschirm fühlte_ beinahe von einem Hochhaus gestürzt zu sein, hockte ich mit knapp 10 im Phantasialand.

Potential in vielerlei Hinsicht versteht „Devil“ durchaus zu bieten ~ nur in der Umsetzung hapert es vereinzelt hier und dort ein wenig. Nichtsdestotrotz halte ich das Gesamtwerk durchaus für gelungen und spreche für all jene eine Empfehlung aus, deren Filmauswahlkriterium sich nicht nach dem Blutgehalt richtet. Wer hingegen schon bei„The Village“ das eigentliche dramaturgische Genre verpasst hat, der darf getrost einen Bogen um „Devil“ schlagen.

33 Bewertungen, 7 Kommentare

  • kleiner_engel

    02.05.2011, 23:08 Uhr von kleiner_engel
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche dir einen schönen Montagabend! LG

  • yeppton

    02.05.2011, 17:18 Uhr von yeppton
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr schoen berichtet, Lg Markus

  • lin1204

    02.05.2011, 16:56 Uhr von lin1204
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöner Bericht, liebe Grüße

  • Lale

    02.05.2011, 15:12 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß *~*

  • morla

    02.05.2011, 15:10 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    einen guten wochenstart lg. petra

  • katjafranke

    02.05.2011, 13:37 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße von der Katja

  • sigrid9979

    02.05.2011, 12:23 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche einen schönen Wochenstart..