The Resident (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 02/2011
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Erfahrungsbericht von LilithIbi
"Ich bin nicht sehr kontaktfreudig."
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Filme, die mehr oder minder an „The 13th floor“ erinnern respektive irgendetwas mit Nachbarschaftsargwohnitäten zu tun haben, üben einen intensiven Reiz auf mich aus. Der rückseitige DVD-Text zu dem 88minütigen Thriller
===“The Resident“=== klang ebenfalls sehr verführerisch, wenngleich es sicherlich kaum noch jemanden überraschen sollte, dass man diesen nicht allzu wörtlich nehmen darf. Während auf eben diesem von „unangenehmen Annäherungsversuchen“ seitens des Vermieters Max (Jeffrey Dean Morgan) gesprochen wird, ist es schlussendlich eher Juliet (Hilary Swank), die den anknutschenden Schritt auf jene Person zu macht.
Und, so krudes es klingt, so sehr kann ich Max'ens Empörung über ihr lapidares Getue, als ob nie etwas gewesen wäre, durchaus verstehen.
Fakt ist: die story von _„The Resident“_ ist a-typisch und generell nicht sonderlich überraschend oder gar wendungsreich. Die junge Ärztin Juliet trennte sich von ihrem Freund Jack (Lee Pace), sucht eine neue Wohnung, mokiert sich eingangs über ein 1Z-Appartement mit „echtem New Yorker Lebensgefühl“ und landet schließlich in einer Hütte, die zu einem Mietpreis von 3.800 Dollar im Monat offenkundig günstig zu sein scheint. Juliet erhält direkt bei der knappen Besichtigung den Wohnungsschlüssel, ohne das der vor Ort renovierende Vermieter Max auch nur einen Verdienstnachweis sehen möchte.
Ich persönlich wäre an dieser Stelle ja durchaus skeptisch gestimmt... doch selbst, als die Protagonistin wenig später auf den etwas merkwürdigen Vater Albert (Christopher Lee) stößt und sich durchgehend irgendwie beobachtet fühlt, hindert es diese nicht daran, zig ausgedehnte Nacktszenen zu präsentieren, die aller Unterstellung nach eben nur dazu dienlich sind, den Zuschauer wach zu halten.
Obschon die recht früh einsetzende Rückblende die (An)Spannung zuspitzt, der durchweg liebenswert-fürsorgliche Max sodann in einem vollkommen anderen Licht erkennbar ist, kann ich diesbezüglich nicht sagen, dass mich jene Offenbarung sonderlich überrascht hätte. Jene Details sind zwar raffinierter Natur, dementgegen hingegen nichtsdestotrotz auf der Hand liegend ~ Filme, die so anfangen, wie _„The Resident“_ es zelebriert, verlaufen nur in den seltensten Fällen unvorhersehbar.
Über den ein oder anderem Moment darf man sich durchaus wundern; was meines Empfindens nach im weiteren Kontext jedoch eher eine Art Manko darstellt:
Gibt es wirklich so dumme Frauen, die Tage später nach einem ansatzweisigen Paarungsritual ein
_„Danke, dass du so ein guter Freund bist“_
äußern? Über den Dialog
~ _„Es ist irgendwie verwirrend für mich, weil du mich zuerst geküsst hast._ _Du hast den ersten Schritt gemacht. Du hast mich zuerst geküsst._ _Und jetzt tust du so, als wäre nichts gewesen.“_
~ _„Es tut mir leid. Wir hatten uns gerade kennengelernt und wollten sehen ob es was werden könnte oder nicht. Weißt du, so machen Menschen das.“_
_~ „Ich tue sowas nicht. Und du solltest es auch nicht tun“_
grübele ich indes immer noch. Ich meine: Recht hat er! So wirklich mitbangen kann ich generell mit Juliet nicht; ein Aspekt, dem man der Darstellerin selbst nicht vorwerfen kann. Hillary Swank holt wie die übrigen Schauspieler das Möglichste aus Ihrer Rolle heraus, wenngleich sie selbst von den etlichen „ich lauf nochmal nackisch durch die Bude“ Szenarien irritiert zu sein scheint.
Insbesondere Jack bleibt arg blass; die Figur von Max' Vater Albert wirkt generell etwas verloren und umständlich als halbherziger Erklärungsversuch in die Story hineingepresst. So richtig geht mir inmitten _„The Resident“_ eigentlich lediglich dahingehend das Herz auf, wie putzig Hund Amelie umhertrapst. Die Frage, wo Hundilein eigentlich urplötzlich abgeblieben ist, darf man allerdings genausowenig stellen wie sich ernsthaft damit zu befassen zu mögen, warum um alles in der Welt Juliet überhaupt auf die Idee kommt, ihre Wohnung mit einer Kameraüberwachungsanlage ausstatten zu lassen.
Die Begründung, sie höre nachts merkwürdige Geräusche, mag ich persönlich ihr nicht abnehmen, steht/liegt/läuft dafür Max viel zu oft viel zu nah unentdeckt in ihrer und/oder Jacks unmittelbaren Nähe.
Ein wenig veralbert fühlt man sich somit durchgehend, gesellen sich doch nicht minder viele Logiklöcher der story hinzu, um ferner in einer gewissen Langatmigkeit unterzugehen. Zwei bis drei Schreckensmomente sind positiv verkündbar; doch insgesamt plätschert die Laufzeit eher dahin, als dass sich eine rigoros-fesselnde Atmosphäre aufbauen würde. Das quasi-Finale stolpert ein wenig über sich selbst, bedient sich gängiger Verfolgungsjagds-Klischees und macht vor einem etwas abstrus-offenen Ausgang keinen Halt.
Der Fairness halber muss ich an dieser Stelle allerdings hinzfügen, dass „alles, was danach kommt“ genauso uninteressant gewesen wäre wie die (zum Großteil) eigentlich überflüssigen Szenen an Juliets Arbeitsplatz.
Die DVD selbst passt sich dem ('tschuldigung) dahingerotzten Zustand an; gibt es hier fürwahr lediglich den Trailer nebst ein paar Texttafeln zu bestaunen, die sich meiner Unterstellung nach an für sich niemand ernsthaft angucken wollen wird.
===Summa summarum=== kann man _„The Resident“_ gut und gerne mal gucken, wenn einem alles andere mal wieder zu kompliziert ist. Tiefgang vermisst man hier, sobald man sich auf die Oberflächlichkeit der Darbietung einmal eingestellt hat, an für sich nicht einmal wirklich ~ stattdessen bleibt der fromme Wunsch nach etwas personenbezogener Emotion nebst Handlungsstraffung. Viel zu schnell liegen die Karten komplett auf dem Tisch, wiederholen sich manche Taten nebst imaginären Fragezeichen über den Kopf des Zuschauers. Die Obsession, auf die _„The Resident“_ hinaus will, kommt trotz psychisch ausgebuffter Momente nur bedingt aus sich heraus, ist man doch viel zu sehr mit dem Rätsel beschäftigt, wieso um alles in der Welt eigentlich jeder sofort und ohne Umschweife einen Schlüssel zu der viel zu schnell viel zu perfekt eingerichteten Wohnung haben kann.
Ergo des Ergos: als Free-TV-Gedöns ganz nett, definitiv aber kein Muss. Drei Sterne für die grundsätzliche Idee, die erotisierenden Momente _(ob nun Hillary unter der Dusche,_ _in der Wanne oder eben der nicht allzu schlecht gebaute Jeffrey Dean für die Gucker, die Männer favorisieren)_, dem putzigen Hündchen _(bei sowas bin ich schrullig)_ und wenigen, aber dafür gelungenen buhu-Stellen.
Eine aufrechte Empfehlung gibt’s für den Durchschnittkram von Regisseur und zugleich Drehbuchautoren Antti Jokinen allerdings nicht.
===“The Resident“=== klang ebenfalls sehr verführerisch, wenngleich es sicherlich kaum noch jemanden überraschen sollte, dass man diesen nicht allzu wörtlich nehmen darf. Während auf eben diesem von „unangenehmen Annäherungsversuchen“ seitens des Vermieters Max (Jeffrey Dean Morgan) gesprochen wird, ist es schlussendlich eher Juliet (Hilary Swank), die den anknutschenden Schritt auf jene Person zu macht.
Und, so krudes es klingt, so sehr kann ich Max'ens Empörung über ihr lapidares Getue, als ob nie etwas gewesen wäre, durchaus verstehen.
Fakt ist: die story von _„The Resident“_ ist a-typisch und generell nicht sonderlich überraschend oder gar wendungsreich. Die junge Ärztin Juliet trennte sich von ihrem Freund Jack (Lee Pace), sucht eine neue Wohnung, mokiert sich eingangs über ein 1Z-Appartement mit „echtem New Yorker Lebensgefühl“ und landet schließlich in einer Hütte, die zu einem Mietpreis von 3.800 Dollar im Monat offenkundig günstig zu sein scheint. Juliet erhält direkt bei der knappen Besichtigung den Wohnungsschlüssel, ohne das der vor Ort renovierende Vermieter Max auch nur einen Verdienstnachweis sehen möchte.
Ich persönlich wäre an dieser Stelle ja durchaus skeptisch gestimmt... doch selbst, als die Protagonistin wenig später auf den etwas merkwürdigen Vater Albert (Christopher Lee) stößt und sich durchgehend irgendwie beobachtet fühlt, hindert es diese nicht daran, zig ausgedehnte Nacktszenen zu präsentieren, die aller Unterstellung nach eben nur dazu dienlich sind, den Zuschauer wach zu halten.
Obschon die recht früh einsetzende Rückblende die (An)Spannung zuspitzt, der durchweg liebenswert-fürsorgliche Max sodann in einem vollkommen anderen Licht erkennbar ist, kann ich diesbezüglich nicht sagen, dass mich jene Offenbarung sonderlich überrascht hätte. Jene Details sind zwar raffinierter Natur, dementgegen hingegen nichtsdestotrotz auf der Hand liegend ~ Filme, die so anfangen, wie _„The Resident“_ es zelebriert, verlaufen nur in den seltensten Fällen unvorhersehbar.
Über den ein oder anderem Moment darf man sich durchaus wundern; was meines Empfindens nach im weiteren Kontext jedoch eher eine Art Manko darstellt:
Gibt es wirklich so dumme Frauen, die Tage später nach einem ansatzweisigen Paarungsritual ein
_„Danke, dass du so ein guter Freund bist“_
äußern? Über den Dialog
~ _„Es ist irgendwie verwirrend für mich, weil du mich zuerst geküsst hast._ _Du hast den ersten Schritt gemacht. Du hast mich zuerst geküsst._ _Und jetzt tust du so, als wäre nichts gewesen.“_
~ _„Es tut mir leid. Wir hatten uns gerade kennengelernt und wollten sehen ob es was werden könnte oder nicht. Weißt du, so machen Menschen das.“_
_~ „Ich tue sowas nicht. Und du solltest es auch nicht tun“_
grübele ich indes immer noch. Ich meine: Recht hat er! So wirklich mitbangen kann ich generell mit Juliet nicht; ein Aspekt, dem man der Darstellerin selbst nicht vorwerfen kann. Hillary Swank holt wie die übrigen Schauspieler das Möglichste aus Ihrer Rolle heraus, wenngleich sie selbst von den etlichen „ich lauf nochmal nackisch durch die Bude“ Szenarien irritiert zu sein scheint.
Insbesondere Jack bleibt arg blass; die Figur von Max' Vater Albert wirkt generell etwas verloren und umständlich als halbherziger Erklärungsversuch in die Story hineingepresst. So richtig geht mir inmitten _„The Resident“_ eigentlich lediglich dahingehend das Herz auf, wie putzig Hund Amelie umhertrapst. Die Frage, wo Hundilein eigentlich urplötzlich abgeblieben ist, darf man allerdings genausowenig stellen wie sich ernsthaft damit zu befassen zu mögen, warum um alles in der Welt Juliet überhaupt auf die Idee kommt, ihre Wohnung mit einer Kameraüberwachungsanlage ausstatten zu lassen.
Die Begründung, sie höre nachts merkwürdige Geräusche, mag ich persönlich ihr nicht abnehmen, steht/liegt/läuft dafür Max viel zu oft viel zu nah unentdeckt in ihrer und/oder Jacks unmittelbaren Nähe.
Ein wenig veralbert fühlt man sich somit durchgehend, gesellen sich doch nicht minder viele Logiklöcher der story hinzu, um ferner in einer gewissen Langatmigkeit unterzugehen. Zwei bis drei Schreckensmomente sind positiv verkündbar; doch insgesamt plätschert die Laufzeit eher dahin, als dass sich eine rigoros-fesselnde Atmosphäre aufbauen würde. Das quasi-Finale stolpert ein wenig über sich selbst, bedient sich gängiger Verfolgungsjagds-Klischees und macht vor einem etwas abstrus-offenen Ausgang keinen Halt.
Der Fairness halber muss ich an dieser Stelle allerdings hinzfügen, dass „alles, was danach kommt“ genauso uninteressant gewesen wäre wie die (zum Großteil) eigentlich überflüssigen Szenen an Juliets Arbeitsplatz.
Die DVD selbst passt sich dem ('tschuldigung) dahingerotzten Zustand an; gibt es hier fürwahr lediglich den Trailer nebst ein paar Texttafeln zu bestaunen, die sich meiner Unterstellung nach an für sich niemand ernsthaft angucken wollen wird.
===Summa summarum=== kann man _„The Resident“_ gut und gerne mal gucken, wenn einem alles andere mal wieder zu kompliziert ist. Tiefgang vermisst man hier, sobald man sich auf die Oberflächlichkeit der Darbietung einmal eingestellt hat, an für sich nicht einmal wirklich ~ stattdessen bleibt der fromme Wunsch nach etwas personenbezogener Emotion nebst Handlungsstraffung. Viel zu schnell liegen die Karten komplett auf dem Tisch, wiederholen sich manche Taten nebst imaginären Fragezeichen über den Kopf des Zuschauers. Die Obsession, auf die _„The Resident“_ hinaus will, kommt trotz psychisch ausgebuffter Momente nur bedingt aus sich heraus, ist man doch viel zu sehr mit dem Rätsel beschäftigt, wieso um alles in der Welt eigentlich jeder sofort und ohne Umschweife einen Schlüssel zu der viel zu schnell viel zu perfekt eingerichteten Wohnung haben kann.
Ergo des Ergos: als Free-TV-Gedöns ganz nett, definitiv aber kein Muss. Drei Sterne für die grundsätzliche Idee, die erotisierenden Momente _(ob nun Hillary unter der Dusche,_ _in der Wanne oder eben der nicht allzu schlecht gebaute Jeffrey Dean für die Gucker, die Männer favorisieren)_, dem putzigen Hündchen _(bei sowas bin ich schrullig)_ und wenigen, aber dafür gelungenen buhu-Stellen.
Eine aufrechte Empfehlung gibt’s für den Durchschnittkram von Regisseur und zugleich Drehbuchautoren Antti Jokinen allerdings nicht.
32 Bewertungen, 5 Kommentare
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03.01.2012, 22:22 Uhr von goat
Bewertung: besonders wertvollHier kommt mein versprochenes BW. Frohes neues Jahr. LG Melanie
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30.12.2011, 22:33 Uhr von sirikit06
Bewertung: sehr hilfreichWünsche Dir einen guten Rutsch! LG
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30.12.2011, 22:00 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichwünsche dir einen guten rutsch ins jahr 2012. lg. petra
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30.12.2011, 21:17 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichEinen Guten Rutsch wünscht Talulah. Aber OHNE BÖLLER bitte, wegen meiner Sing-Piepmätz im Garten! :-)
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30.12.2011, 21:16 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß *~*
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