Kokowääh (DVD) Testbericht

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Kokowaeaeh-dvd-komoedie
ab 6,26
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5 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  hoch
  • Humor:  sehr humorvoll
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von SumSum1986

Vom Dauervögler zum Familienmenschen

5
  • Action:  wenig
  • Anspruch:  wenig anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  durchschnittlich
  • Altersgruppe:  ab 16 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  Kino-Version

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Kokowääh – ein Titel der mich, in Zusammenhang mit dem frechen Plakat, schon anzog. Obgleich ich mir nicht bewusst war, dass es sich hierbei um Coq au Vin – dem französischen Gericht handelte. Aber Til Schweiger, von dem der Titel stammt und der nicht nur das Drehbuch schrieb, sondern auch noch für Produktion und Regie zuständig war, ist ja bekannt für seine interessanten Filmtitel („Zweiohrküken“, „Keinohrhasen“).


Handlung
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In dem Film geht es um einen mittelmäßigen Drehbuchautor, dessen Serie abgesetzt werden soll; Henry (Til Schweiger) scheint nicht so recht zu wissen, wo er im Leben steht und seit der Trennung von seiner letzten Partnerin Katharina (Jasmin Gerat), versucht er dieses Problem mit One-Night-Stands zu kompensieren.
Eines Tages steht jedoch das kleine Mädchen Magdalena (Emma Schweiger) vor seiner Tür, mit einem Brief in der Hand und der Bitte, von ihrer Mutter Charlotte (Meret Becker), dass Henry sich um seine Tochter kümmern soll. - Seine Tochter? Henry konnte das kaum glauben, entstanden aus einer einzigen Nacht in Stockholm, ist er nun aber plötzlich Vater „über Nacht“ geworden.
Zudem bekommt er ein attraktives Angebot seiner Exfreundin, ihr bei der Fertigstellung eines Drehbuchs, zu ihrem eigens geschriebenen Buch, zu helfen. Ob Henry es schafft Karriere und das plötzliche Vatersein unter einen Hut zu bekommen?



Mein persönlicher Eindruck
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Kokowääh ist mit Sicherheit wieder ein Film, den sich überwiegend Frauen anschauen. Zumindest war dies bei uns eindeutig der Fall. Wer als Mann nicht gerade ein Fan von Til Schweiger und seinen „typischen“ Filmen ist, wird sich wohl kaum ins Kino wagen. Allerdings muss man ganz klar sagen, dass der Film sowohl für Mann & Frau als auch für die gesamte Familie durchaus geeignet ist.
Mit 126Minuten Spielzeit hatte ich zunächst die Befürchtung, dass der Film langatmig – ja vielleicht sogar langweilig – werden könne. Zumal ich schnell die Aufmerksamkeit verliere, wenn mich etwas nicht in den Bann zieht, wie es beim Schweigerischen Film „Zweiohrküken“ der Fall war.
Meine Erwartungen waren auch nicht besonders hoch, sondern habe auf seichte Unterhaltung gesetzt.
Kokowääh überzeugte mich aber durchaus von der ersten Minute an, da man mitten im Geschehen ist und den „lustlosen“ und „sich auf seinem äußersten Tiefpunkt befindenden“ Henry live miterlebt. Til Schweiger glänzt hier nicht nur als Drehbuchautor, Regisseur und Produzent, sondern ebenso als Hauptdarsteller. Er verkörpert die Rolle als Henry sehr gut und wirkt auf mich persönlich zu jeder Zeit sehr überzeugend. Besonders gut finde ich, dass der „Vögler“ Henry trotz seiner wechselnden Bekannschaften auf das Thema Verhütung achtet und immer – naja, bis auf die Nacht in Stockholm ;-) , Kondome besorgt. Dies bringt doch eine eindeutige, wenn auch unterschwellige Botschaft rüber.
Allerdings muss man ganz klar sagen, dass der eigentliche Star von Kokowääh seine eigene Tochter Emma Schweiger ist, die ihm eindeutig die Show stiehlt.
Die 8jährige überzeugt mit Witz und Charme. Ihre vorwitzige Art ist oftmals eine gelungene Auflockerung der doch etwas ernsteren Thematik („Kuckucks-Kind“, „Vatergefühle entdecken“, „Patchwork-Familie“) des Films. Auch bei den jüngeren Zuschauern wird sie Anklang finden, wobei ich nun bezweifel, dass bei 6jährigen Kinogängern allzu viel haften bleibt oder gar die Botschaft rüber kommt. Jedenfalls ist sie mit der Rolle als Magdalena sehr gut bedient und zeigt dem Ein oder Anderen wie man besser keine Spiegeleier zubereitet. - Da können selbst erwachsene Männer noch was lernen. ;-) Anleitungen wie man seine Eltern zur Weißglut treibt gibt die Kleine dennoch nicht.
Die Altersfreigabe von 6 Jahren finde ich absolut gerechtfertigt, da auf Sex-Szenen oder sonstiges glücklicherweise verzichtet wird. Die neu entdeckte Beziehung zwischen „Tochter & Vater + Vater“ steht im Vordergrund und überzeugt.

Neben Til & Emma Schweiger spielen allerdings noch Jasmin Gerat (Katharina, Expartnerin Henrys) und Samuel Finzi (Tristan, Magdalenas Vater – jedoch nicht Erzeuger- ) eine Rolle.
Ich muss gestehen, dass Samuel Finzis schauspielerische Qualitäten von Anfang an sehr gut waren, ich ihn in seiner Rolle „Tristan“ jedoch nicht mochte. Zumindest anfangs ertappte ich mich dabei, wie ich sofort eine Antipathie entwickelte. Diese wandelte sich jedoch im Laufe des Films und gegen Ende entwickelte ich sogar schon fast eine Symapthie für die Figur „Tristan“.
Jasmin Gerat nahm eigentlich keine unwesentliche Rolle ein. Jedoch muss ich ganz klar sagen, dass die einzige weibliche Darstellerin, die mich mitriss, die kleine Emma war & ich somit fast garkein Auge für Jasmin hatte. Nichtsdestotrotz überzeugt auch sie mit einer soliden Leistung. Lediglich etwas blass fand ich Meret Becker (Charlotte), was aber vermutlich eher an der Rolle als an ihr selber lag.
Alles in Allem lässt sich festhalten, dass die Schauspieler in Kokowääh sehr natürlich und keineswegs überspielt rüber kamen.
Mitunter auch ein Grund, wieso die 126 Minuten zu keinem Zeitpunkt langweilig wurden. Der Film war gespickt von ernsten und nachdenklichen Situationen – ich ertappte mich, wie ich mir zwischendrin dachte, wie ich mich wohl fühlen oder wie ich wohl handeln würde – aber auch von Momenten, wo man einfach nur herzhaft lachen (Adieu Wimperntusche^^) konnte. Szenen, die einem vielleicht selber oder im Bekanntenkreis schon passiert sind. Aber auch zwischendrin gabs immer wieder Stellen an denen man kurzzeitig ein Lachen im Saal vernehmen konnte. Höhepunkte gab es in diesem Film allemal.

Was aber nicht nur an den Protagonisten, sondern auch an der musikalischen Untermalung lag. Ich empfand die Musik als sehr gut gewählt. Szenen wurden so etwas „realistisch“, in Form von Gefühlen, die für den Zuschauer aufgrund der Musik nochmals besser rüber kamen. Da wundert es auch kaum, wie schon bei „Keinohrhasen“ bzw. „Zweiohrküken“, dass One Republic mit ihrem Song „Say – All I need“ vertreten waren. Ebenso aber auch die mittlerweile bekanntere Band Hurts mit „Stay“ oder Angel & Airwaves („Epic Holiday“) ; Natalie Imbruglia mit ihrem Song „Torn“ gab weckte in der ausgewählten Szene ein Gänsehautfeeling bei mir.


(Dieser Bericht erschien bereits auf einer anderen Plattform unter selben Namen)

36 Bewertungen, 8 Kommentare

  • austin77

    15.02.2011, 20:19 Uhr von austin77
    Bewertung: besonders wertvoll

    ein guter Bericht. würde mich über deine Gegenlesung freuen. Liebe Grüße

  • catmum68

    15.02.2011, 12:57 Uhr von catmum68
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreicher Bericht, LG

  • anonym

    15.02.2011, 12:57 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    viele grüße vom niederrhein, willi+gisela

  • cleo1

    15.02.2011, 11:46 Uhr von cleo1
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG cleo1

  • sigrid9979

    15.02.2011, 09:59 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gut gemacht...Lg Sigi

  • katjafranke

    15.02.2011, 09:20 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen lieben Gruß, KATJA

  • uhlig_simone@t-online.de

    15.02.2011, 09:15 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße v. simone

  • Lale

    15.02.2011, 09:05 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    muss ich sehen ;-) Allerbesten Gruß *~*