Machete (DVD) Testbericht
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Erfahrungsbericht von atrachte
Don´t fuck with this Mexican
Pro:
Pro: siehe Bericht,
Kontra:
Pro: siehe Bericht,
Empfehlung:
Ja
Die Tage als Beamter des mexikanischen Polizeiorgans liegen für Machete (Danny Trejo) schon lange zurück. Mittlerweile arbeitet er, wie viele seiner Landsleute, in Texas für wenig Geld als Tagelöhner. Derweil kämpft der texanische Senator McLaughlin (Robert De Niro), ein Hardliner der übelsten Sorte, um seine Wiederwahl und macht auch keinen Halt vor Ultrarechten Thesen über die mexikanischen Immigranten. Eines Tages tritt ein Mann namens Booth (Jeff Fahey) an Machete heran, welcher diesem 150.000 Dollar anbietet wenn er McLaughlin tötet. Machete sagt zu, nichts ahnend das er in eine Falle läuft. Denn tatsächlich ist Booth einer von McLaughlins Wahlkampfunterstützern, der ganz eigene Interessen verfolgt und der den Erzkonservativen unbedingt weiter an der Macht sehen will. Und was würde bessere Wahlergebnisse einfahren, als der fehlgeschlagene Attentatsversuch eines Mexikaners an McLaughlin? Als Machete schließlich Wind von der Sache bekommt hat es bereits der halbe Staat Texas auf ihn abgesehen. Doch was Booth nicht ahnen konnte, als er Machete beauftragt hat ist, das dieser wirklich etwas von seinem Handwerk versteht und nun nicht ruhen wird, bis er seine blutige Rache bekommen hat...
Wer Robert Rodriguez und sein Schaffen etwas besser kennt, der wird wissen das die Grundidee zu „Machete“ schon seit Jahren im Kopf des Regisseurs herum geistert. Allerdings wurde der Film immer wieder nach hinten verschoben um anderen Projekten Platz zu machen, ähnlich wie es bei Tarantino mit dessen schon ewig angekündigten, aber wohl nie erscheinenden Prequel zu „Pulp Fiction“ der Fall ist. Im Falle von „Machete“ kann man allerdings sagen, das sich das warten der Fanboys auf dieses kurzweilige Stück Trash-Explotation durchaus gelohnt hat auch wenn der Film keinesfalls das erwünschte Highlight dieser Kino-Saison geworden ist, das es aber definitiv hätte werden können.
Nun kann man Rodriguez keinesfalls absprechen, dass er Ahnung von dem hat, was er fabriziert, denn Charme, eine Grundsubstanz die für das Funktionieren eines Trashfilms schlichtweg unumgänglich ist, findet sich in „Machete“ beinahe durchgehend wieder. Allerdings ist der Film längst nicht so abgefahren, wie Teaser, Trailer und sonstiger werbetechnischer Schnickschnack im Vorfeld suggerierten. Tatsächlich hat man nicht selten das Gefühl, das sich der Regisseur hier doch sehr stark den Regeln des Mainstreams unterworfen hat und dem Massenpublikum nicht allzu viel abverlangen wollte. So gibt es zwar auf den ersten Blick viele abgefahrene Charaktere und die eine oder andere durchaus einfallsreiche Gore-Szene, doch unterm Strich hinterlassen weder die Verwendung des menschlichen Darms zum abseilen, noch Robert DeNiro („Good Fellas“, „Casino“) als gnadenlos überzeichneter Rechtspopulist einen wirklichen Knalleffekt beim Publikum, zumindest bei jenem Teil, der ein bisschen mehr als den üblichen Quark gewohnt ist. Auch wirkt die ein oder andere Einlage, sei sie nun humoristischer Natur, oder aus Gründen der möglichst expliziten Gewaltdarstellung, unglaublich gezwungen, sodass der gesamte Fluss des Filmes manchmal doch arg stark zum stocken kommt.
Auch scheint es im Nachhinein keine allzu gute Idee gewesen zu sein, die Geschichte um den vorangegangenen Fake-Trailer zu bauen, denn so wirklich überzeugen kann der zusammengeschusterte Plot von „Machete“ nicht, wobei man ihm eine dicke Portion Potenzial ohne Zweifel attestieren muss. Denn die Idee, den titelgebenden Anti-Helden als eine Art modernen Zorro aufzubauen und diesen auf rechtskonservative Texaner los zu lassen, die alles daran setzen Mobil gegen die Lateinamerikaner zu machen, ist in Hinblick auf die derzeitige Lage am mexikanisch-nordamerikanischen Grenzgebiet nicht nur zeitgemäß, sondern in seiner Realisierung auch ein äußerst zynischer Blick auf die tatsächlichen Protagonisten dieser rassistischen Hetze, sowie der Lage mexikanischer Immigranten. Und auch wenn man die Vision von Rodriguez jederzeit sehr deutlich spürt, so wirklich überzeugen kann das ganze im Endeffekt dann doch nicht.
Und doch ist „Machete“ trotz seiner vielen Mankos kein schlechter Film. Denn Inszenatorisch leistet sich das ganze, sieht man mal von der vollkommen unnötigen Verwendung von CGI-Blut ab, keine großen Patzer, denn egal ob Look, oder Sound: die schmuddelige Ästhetik der großen Vorbilder wird gekonnt wiedergegeben. Darüber hinaus gibt es eine immense Anzahl an kongenial-schwachsinnigen Onelinern, viele wunderbare Querverweise und Zitate auf das Explotation-Kino der 1970er Jahre und einen Cast, der sich wirklich gewaschen hat. Zugegebenermaßen sind die meisten Charaktere dann doch recht flach, doch alleine die Tatsache das der großartige Danny Trejo („Predators“, „Desperado“) nach mehreren Jahrzehnten endlich einmal die zweite Reihe verlassen hat und als Hauptdarsteller zum Zuge kommt, macht das alles wieder wett, zumal Trejo die Rolle des wortkargen Machete schlichtweg perfekt meistert. Des weiteren finden sich wie bereits angesprochen ein solider Robert De Niro, ein selbstironischer Steven Seagal, ein genialer Cheech Marin als schießwütiger Pfarrer, ein herrlich böser Jeff Fahey, ein leider etwas hinter den Erwartungen zurückbleibender Don Johnson, ein ebenfalls nicht so recht überzeugender Tom Savini, sowie Jessica Alba, Michelle Rodríguez („Lost“, „Resident Evil“) und Lindsay Lohan als stimmige eye-candies für die männliche Fraktion.
Insofern ist Robert Rodriguez also zumindest bei alteingesessenen Genrefreunden Dank Titten, Gewalt und den ein oder anderen guten Spruch auf der richtigen Seite. Der große Wurf ist „Machete“ zwar nicht geworden, doch seine Fans wird dieses Machwerk zweifellos finden.
Daten zum Film:
Originaltitel: Machete (USA, 2010)
Laufzeit: ca. 105 Minuten
FSK: Keine Jugendfreigabe
Regie: Robert Rodriguez
Darsteller: Danny Trejo (Machete Cortez), Jessica Alba (Sartana Rivera), Robert DeNiro (Senator John McLaughlin), Steven Seagal (Torrez), Michelle Rodriguez (Luz), Jeff Fahey (Michael Booth), Cheech Marin (Padre Cortez)...
5/10
62 Bewertungen, 20 Kommentare
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28.05.2011, 23:05 Uhr von Luna2010
Bewertung: sehr hilfreichToller umfassender Bericht. Ich würde mich auf einen Besuch von dir bei meinen Berichten sehr freuen und wünsche ein schönes Restwochenende.
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25.04.2011, 21:06 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichsehr gut geschrieben
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25.04.2011, 12:29 Uhr von babygiftzwerg
Bewertung: sehr hilfreichFrohe Ostern!! LG Ulrike
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24.04.2011, 20:07 Uhr von hexi5
Bewertung: besonders wertvollWünsch dir schöne Feiertage und einen fließigen Osterhasen^^ Glg Lisa
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24.04.2011, 02:05 Uhr von kleiner_engel
Bewertung: sehr hilfreichliebe ostergrüße !!_
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22.04.2011, 19:38 Uhr von bigmama
Bewertung: sehr hilfreichLG Anett und wunderschöne Ostertage
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22.04.2011, 10:58 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichViele Gruesse, mima007
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21.04.2011, 21:10 Uhr von blitzkid
Bewertung: sehr hilfreichDanke für den Bericht
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21.04.2011, 20:46 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichSonnige Grüße von der Katja
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21.04.2011, 18:24 Uhr von topfmops
Bewertung: sehr hilfreich@ Überschrift: And if I should do it, only with a female Mexican.
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21.04.2011, 16:26 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichwünsche schöne feiertage. lg. petra
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21.04.2011, 16:01 Uhr von rainbow90
Bewertung: sehr hilfreichFröhliche Ostern. LG
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21.04.2011, 14:49 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsch dir einen schönen Tag
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21.04.2011, 14:17 Uhr von lin1204
Bewertung: sehr hilfreichschöner Bericht, liebe Grüße
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21.04.2011, 13:22 Uhr von leinad78
Bewertung: sehr hilfreichDu hast das F-Wort gebraucht!!! ;-)
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21.04.2011, 13:21 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreichund ganz liebe grüße
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21.04.2011, 12:50 Uhr von cleo1
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße. cleo1
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21.04.2011, 12:50 Uhr von yeppton
Bewertung: sehr hilfreichwuensche einen schoenen Tag, Lg Markus
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21.04.2011, 12:32 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß *~*
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21.04.2011, 12:19 Uhr von minasteini
Bewertung: sehr hilfreichIch wünsche ein schönes Osterfest. LG Marina
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