Morning Glory (DVD) Testbericht

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ab 6,30
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Auf yopi.de gelistet seit 05/2011
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  wenig
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Dr_Ed

What's the story, morning glory?

2
  • Action:  wenig
  • Anspruch:  wenig anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  langweilig
  • Altersgruppe:  ab 12 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  Kino-Version

Pro:

man bekommt, was man erwartet

Kontra:

aber eben auch nicht mehr

Empfehlung:

Nein

Hallo Zielgruppe!
Film-Komödien, in denen das Fernsehen oder Fernseh-MacherInnen Dreh- und Angelpunkt sind, gibt es zuhauf. Jetzt kommt ein weiteres Exemplar dieser Gattung in unsere Kinos. Was davon zu halten ist, dazu mehr in diesem Bericht.

### DER INHALT ###

~~~ Sehen Sie noch vor der Werbung: „Gemeinwesen hält Fernsehen für überbewertet“ - Kurzversion ~~~

Nachdem sie als Produzentin einer Morgenshow auf einem regionalen Fernseh-Sender entlassen wurde, bekommt Becky Fuller nach einer Weile Arbeitslosigkeit das Angebot, die dahinsiechende Morning-Show eines großen New-Yorker Senders hochzupäppeln. Eigentlich ein Himmelfahrtskommando, aber für sie auch eine einmalige Chance, sich zu profilieren. Nachdem sie den Anchorman wegen seines unverblümten sexistischen Verhaltens gleich während der ersten Besprechung feuert, muss natürlich ein Ersatzmann her. Den findet sie in dem angesehenen Enthüllungs-Journalisten Mike Pomeroy. Der trägt seine journalistische Reputation wie eine Monstranz vor sich her und will den angebotenen Job gar nicht haben, aber da er im Sender auf dem Abstellgleis gelandet ist und sich karrieremäßig in einer Sackgasse befindet, bleibt ihm keine andere Wahl. Ob die beiden nun die Show retten können...

~~~ und jetzt nach der Werbepause wieder die „Dr.Ed steckt manchen Fernseh-Produzenten locker in seinen Rucksack“ - Langversion ~~~

Obwohl Becky Fuller (Rachel McAdams) für ihren Job lebt, wird sie als Produzentin für eine Morgenshow eines regionalen Fernseh-Senders entlassen, weil ihr Boss wegen einer Sender-Zusammenlegung Personal einsparen muss. Nach einigen Wochen Arbeitslosigkeit ist sie so verzweifelt, dass sie bereit ist, jeden noch so stressigen Job anzunehmen. Da kommt eines Tages der Anruf von Jerry Barnes (Jeff Goldblum) vom großen New-Yorker Network IBS, der ihr einen Job als Produzentin für die unbeliebteste Morgenshow Amerikas anbietet. Eigentlich ein Himmelfahrtskommando, da die Sendung kurz vor ihrer Abwicklung steht, aber sie sieht es auch als Karriere-Sprungbrett und es ist in ihren Augen immer noch besser, als ohne Job zu sein.

Gleich am ersten Tag greift sie voll durch: Nachdem ihr der Anchorman unverblümte sexistische Angebote macht, wird er noch während der ersten Team-Besprechung gefeuert, was ihr den unverhohlenen Applaus der restlichen Belegschaft einbringt. Allerdings steht Becky nun vor der Herausforderung, einen neuen Frontmann finden zu müssen, der an der Seite der altgedienten Boulevard-Talkerin Colleen Peck (Diane Keaton) durch die Sendung führt. Ihre Wahl fällt auf Mike Pomeroy (Harrison Ford), einem altgedienten, legendären Investigativ-Journalisten, der zwar hochangesehen und diversen wichtigen Auszeichnungen dekoriert ist, dessen Karriere sich aber mehr oder weniger auf dem Abstellgleis befindet.

Der ist natürlich alles andere als begeistert, aber Becky hat in seinem Vertrag einen Passus entdeckt, der es ihr erlaubt, Pomeroy keine andere Wahl zu lassen. Anfänglich lässt er ziemlich arrogant den misanthropischen Zyniker raushängen und kabbelt sich ständig mit Colleen Peck und den anderen im Team. Mit der Zeit scheint er sich aber in sein Schicksal zu fügen. Dann aber gelingt ihm ein spektakulärer Coup, als er live von der Verhaftung eines Gouverneurs berichtet, der sich diverser sexueller Vergehen schuldig gemacht haben soll. Mit einem Mal bekommt die Sendung mehr Schwung: Colleen ist sich nicht zu fein, mit 50 Cent zu rappen oder in einem Fat-Suit gegen einen Sumo-Ringer anzutreten und auch Wettermann Lenny (John Pankow) ist sich für keine noch so waghalsige Aktion zu schade. Aber wird das alles die Show retten können???

### MEINE MEINUNG ###

Wie eingangs schon erwähnt, gibt es Filme über das Fernsehen und seiner MacherInnen in Hülle und Fülle. Da fragt man sich natürlich, ob dieser Film dem Genre neue Aspekte hinzu zu fügen vermag. Um ehrlich zu sein, die ebenso kurze wie enttäuschende Antwort lautet: Nein!

Im Gegenteil – man greift auf ein altbewährtes Rezept mit klassischen Zutaten zurück und das lautet: Man nehme eine junge, engagierte Produzentin (kann auch ein Produzent sein), der einen dahinsiechenden Unterhaltungs-Dampfer wieder flott bekommen soll. Dazu braucht man noch zwei altbewährte Haudegen, die sich beide nicht leiden können, aber irgendwie zusammenraufen müssen. Auf der einen Seite gibt Harrison Ford den schlechtgelaunten, misanthropischen Zyniker, während Diane Keaton das von nahezu preußisch anmutender Pflichterfüllung und Professionalität geprägte Frontfrau gibt.

Dazu kommen noch ein paar weitere Beteiligte, die sich während der Handlung neu erfinden sollen. Aus dem biederen Wettermann wird plötzlich das Sender-Maskottchen, der in Achterbahnen oder rasanten Sportfliegern durch die Gegend düsen muss. Selbst die naive, aber ehrgeizige junge Produzentin, die eigentlich nur ihren Job hat, bekommt plötzlich ein Privatleben mit einem anderen Produzenten innerhalb des Senders. Nebenbei durchläuft der ganze Haufen einige Team-Bildungs-Maßnahmen und irgendwie wirken hinterher alle, als hätten sie eine Frischzellen-Kur hinter sich gebracht.

Klingt alles ziemlich öde und vorhersehbar, aber ganz so schlimm ist es dann auch wieder nicht. Der Film hat zwar keinen wirklichen Biss und als Medien-Satire auf das überdrehte Fernseh-Business funktioniert er mal so gar nicht, aber als harmlose Komödie, die niemandem wehtut, passt das Ganze dann schon. Die allseits bewährten Darsteller wie Diane Keaton, Harrison Ford, Jefff Goldblum und Rachel McAdams spielen routiniert ihre Rollen herunter, zwar ohne wirklich zu glänzen, aber auch ohne sich unter Wert zu verkaufen. Sie wirken alle passend besetzt und auch glaubwürdig, so dass schon mal darstellerisch keine Ausfälle zu verzeichnen sind.

Auf inszenatorischer Seite ergibt sich genau dasselbe Bild. Die Figuren haben zwar Profil, aber auch keinen wirklichen Tiefgang. Die meisten schaffen es mal so gerade, haarscharf am Klischee vorbei zu schlittern. Immerhin machen die Hauptfiguren so etwas wie eine Entwicklung durch. Die Story wird recht zügig vorangetrieben und konzentriert sich auch auf das wesentliche. Ein paar Spannungsbögen werden auch noch hinein gebastelt, damit das Ganze nicht völlig verflacht. Die Handlungen und Wandlungen der Geschichte und der Figuren wirken halbwegs plausibel und nachvollziehbar, aber wirkliche Überraschungen bleiben aus. Auch die Witze sind weder besonders originell noch platt und dümmlich.

Mit anderen Worten: Der Film ist absolut durchschnittlich. Er tut niemandem weh und will einfach nur anständig und solide unterhalten, was ihm auch halbwegs gelingt. Der Film ist leicht verdaulich, aber auch nicht zu seicht. Angesichts des namhaften Castings wirkt das dann allerdings doch ein wenig enttäuschend, denn man hätte sicher auch eine bissige Medien-Satire daraus machen können wie bei Robert Altman's „The player“ oder eine überdrehte Screwball-Comedy. Bedauerlicherweise lässt der Film sein brachliegendes Potential völlig ungenutzt, so dass am Ende nur grundsolide Durchschnittsware von der Stange bei herauskommt.

### FAZIT ###

Man kann nicht sagen, dass der Film schlecht ist. Er ist sogar eigentlich grundehrlich, denn man bekommt genau das, was man erwarten kann. Leider lässt der Film fast alle Möglichkeiten ungenutzt, um sein zweifellos vorhandenes Potential auszuschöpfen. Der langen Rede kurzer Sinn: Alles wirkt einerseits etwas uninspiriert und risikoscheu, aber andererseits eben auch grundsolide. Daher muss man den Film nicht unbedingt auf der großen Kinoleinwand sehen, sondern er reicht auch für einen entspannten DVD-Abend zuhause. Deswegen gibt es von mir 3 von 5 möglichen Telepromptern.

### ABSPANN ###

Spielfilm USA 2010; 108 Min.; FSK 6

Regie: Roger Michell
Buch: Aline Brosh McKenna
Kamera: Alwin Küchler
Musik: David Arnold

~ Becky Fuller – Rachel McAdams
~ Mike Pomeroy – Harrison Ford
~ Colleen Peck – Diane Keaton
~ Jerry Barnes – Jeff Goldblum
~ Adam Bennett – Patrick Wilson
~ Lenny Bergman – John Pankow
~ Paul McVee – Ty Burrell
u.v.a.

35 Bewertungen, 11 Kommentare

  • anonym

    24.08.2011, 00:23 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    och ich fand den ned schle cht

  • babygiftzwerg

    01.06.2011, 18:37 Uhr von babygiftzwerg
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich wünsche dir noch einen sonnigen Tag LG Ulrike

  • Fernsteuerung

    17.05.2011, 01:31 Uhr von Fernsteuerung
    Bewertung: sehr hilfreich

    Lieben Gruss, Susanna.

  • ThomasKu

    11.05.2011, 21:25 Uhr von ThomasKu
    Bewertung: sehr hilfreich

    Guter Bericht! Würde mich über eine Gegenlesung freuen! LG Thomas

  • yeppton

    08.05.2011, 08:34 Uhr von yeppton
    Bewertung: besonders wertvoll

    Prima Bericht, BW Mfg Markus

  • sigrid9979

    07.05.2011, 20:03 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönes Wochenende ... Lg Sigi

  • Miraculix1967

    07.05.2011, 14:56 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönes Wochenende und LG aus dem sonnigen gallischen Dorf Miraculix1967

  • campino

    07.05.2011, 09:44 Uhr von campino
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg andrea -----------

  • morla

    07.05.2011, 02:07 Uhr von morla
    Bewertung: besonders wertvoll

    schönes wochenende lg. petra

  • Lale

    07.05.2011, 01:58 Uhr von Lale
    Bewertung: besonders wertvoll

    Allerbesten Gruß *~*

  • katjafranke

    07.05.2011, 01:54 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sonnige Grüße von der Katja