Weber Pizzastein rechteckig Testbericht

Weber-pizzastein-rechteckig
ab 61,47
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Summe aller Bewertungen
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Funktionalität:  sehr gut
  • Design:  durchschnittlich
  • Reinigung:  durchschnittlich

Erfahrungsbericht von Tut_Ench_Amun

Stein im Brett

5
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Funktionalität:  sehr gut
  • Design:  durchschnittlich
  • Reinigung:  durchschnittlich
  • Besitzen Sie das Produkt?:  ja

Pro:

- Recht unentbehrliches Zubehör

Kontra:

- Recht teure Angelegenheit

Empfehlung:

Ja

Oftmals ist es mit dem "Original-Zubehör"-Branding ja so eine Sache und es wird nicht selten auch vollkommen zurecht als reine Merchandise-Masche abgetan. Besonders dann, wenn für solche Artikel vergleichsweise saftige Aufpreise fällig werden. Diesen intuitiven Ablehnungs-Reflex haben inzwischen viele Konsumenten entwickelt - und doch erweisen sich immer wieder Produkte, die man zunächst als sinnlosen Tinnef angesehen hat, als nützlich. Ein Beispiel sind die fast schon elitären Zusatzausrüstungen, mit welchen man grade als Besitzer eines WEBER-Grills auf entsprechenden Verkaufsflächen quasi zwangsläufig immer wieder konfrontiert wird. Für manches davon gibt es sicherlich sehr gute Alternativen ohne das prestigeträchtige Logo, anderes wiederum ist ziemlich exklusiv. Webers großer, rechteckiger Pizzastein etwa. Wir entscheiden uns für den Vorgänger zum aktuellen "Style"-Modell von 2012.

Der schlägt mit rund 50 Euro zu Buche und kommt mit einem mitgelieferten Alu-Backblech daher. Er richtet sich, ebenso wie der neue "Style" (der kostet rund 75 Euro und beinhaltet zusätzlich einen formschönen Ständer), dabei an die Nutzer von schwereren Kalibern. Bei den Gasgrills braucht man unter einem Q300/320 nicht damit liebäugeln, wer ein kleineres Modell betreibt, muss auf die platzsparendere, runde Version zurückgreifen. Die funktioniert vom Prinzip her aber absolut gleich, bietet aber eben eine kleinere Nutzfläche. Die Weber Pizzasteine sind - unabhängig von der Größe und Form - grundsätzlich für alle Grillarten (und selbstverständlich Grills anderer Hersteller sowie jeden Backofen) geeignet, das schließt natürlich auch Holzkohlegrills mit ein. Bedingung: Indirektes Grillen sollte zwingend damit möglich sein. Beim Backofen erübrigt sich dies ohnehin. Apropos: Auch ein ganzes Brot darauf zu backen ist keineswegs abwegig.

Auf dem indirekten Garen fußt das Ganze - mit ein paar Ausnahmen, wie zum Beispiel Flammkuchen, der erfahrungsgemäß lieber auch direkt unter Feuer genommen wird. Der offenporige Stein hält selbst das, sowie große Temperaturschwankungen spielend aus. Die Offenporigkeit ist übrigens Teil des Wirkprinzips, da dadurch eine ideale Wärmeverteilung gewährleistet ist. Die beige Steinplatte aus "Corderit" (vergleichbar mit der Schamott-Auskleidung professioneller Backöfen) hat in etwa die Konsistenz eines Kalksandsteins, nur wesentlich fester. Sie ist in der Lage Feuchtigkeit aufzunehmen (was u.a. verhindert, dass Gargut auf ihr festbackt) bzw. auch kontrolliert wieder abzugeben, wodurch sich eine Reihe weitere Anwendungsfelder eröffnen, wenn man den Stein etwa vor dem Einsatz (z.B. beim Backen frischer Brötchen, Baguettes, Ciabatta o.ä.) wässert. Für gewöhnlich jedoch wird er trocken verwendet und/oder in Kombination mit dem Alublech.

Das schont den Stein als solchen, indem austretende Fette und Flüssigkeiten gar nicht erst die Oberfläche erreichen und damit auch nicht verschmutzen können. Das ist übrigens im Falle eines Falles kein Beinbruch: der Stein lässt sich in aller Regel gut mit milder Seifenlauge und einer Wurzelbürste reinigen - oder wenn das nichts mehr hilft sogar mit feinem Schmirgel abziehen. Der Funktion tut beides keinen Abbruch. Ein klassischer Anwendungsfall für die Benutzung ohne das Backblech ist der Wunsch eine authentische Steinofenpizza hinzubekommen, das geht halt nur direkt auf dem Stein. Ansonsten ist das Blech einfach nur eine geniale Hilfe, insbesondere für Vielgriller, respektive bei zahlreich erschienenen Essern empfiehlt es sich eins einzeln nachzukaufen, sodass man quasi im Wechsel Grillen und gleich die nächste Fuhre vorbereiten und zügig nachlegen kann. Anfangs von uns noch belächelt, hier nun aber längst gängige Praxis. Also: Ein zweites Backblech ist absolut anzuraten.

Kurz & Bündig

Inzwischen ist der Pizzastein mit das wohl meist gebrauchte Utensil auf dem Grill, da er sich als erstaunlich vielseitig erweist, wenn's ums Backen geht. Denn obwohl er "Pizza" primär im Namen trägt, wird ihm das allein nicht gerecht. Auch Flammkuchen sind damit ruckzuck gezaubert und schmecken so original wie im Elsass und/oder Schwarzwald. Die Übung macht bekanntlich den Meister. Der Beipackzettel verkündet die grundsätzlichen Spielregeln, der Rest ist klassisches learning by doing. Hat man den Bogen einmal raus, macht man nämlich immer mehr und ausgefeiltere Dinge damit - vorbei die Zeiten langweiliger Aufbackerei von Industriefraß aus der Tüte: Es geht auch beim "normalen" Grillen schließlich nichts über selbst herstellte Teigwaren als Beilage, seien es Baguettes, Partybrötchen, Dessert-Törtchen oder was auch immer.

29 Bewertungen, 3 Kommentare

  • Miraculix1967

    13.08.2012, 22:03 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönen Montagabend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967

  • XXLALF

    13.08.2012, 21:28 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...und einen guten wochenstart

  • catmum68

    13.08.2012, 18:49 Uhr von catmum68
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr hilfreicher Bericht, LG