Die Päpstin - Das Musical Testbericht

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Erfahrungsbericht von HEIDIZ

faszinierendes Erlebnis

Pro:

siehe text

Kontra:

siehe text

Empfehlung:

Ja

Ich habe mir zu meinem letzten Musicalereignis die CD besorgt, weil ich
von der Musik und dem beinhalteten und verarbeiteten Stoff begeistert
bin. Gern möchte ich euch nun von meiner Meinung zur CD berichten, euch
von den Texten der Lieder erzählen und von den Interpreten…

Song, die auf der CD zu hören sind:
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1 Per Mulierem Culpa Successit (Prolog)
2 Boten der Nacht
3 Zum Ruhme der Familie (Intro)
4 Wechselbalg
5 Im Namen des Herrn
6 Jahrmarkt in St. Denis
7 Wehrlos
8 Parasit der Macht
9 Wer bin ich, Gott?
10 Hinter hohen Klostermauern
11 Die Cäsarin von Rom
12 Ewiges Rom
13 Einsames Gewand
14 Ewiges Rom (Reprise)
15 Ein Traum ohne Anfang und Ende
16 Das bin ich
17 Zum Ruhme der Familie 2
18 Papa Populie (Finale)

Daten zum Produkt:

PREIS: 15,- € zzgl. Versand- und Bearbeitungsgebühr von 2,50€
Komponisten Dennis Martin
Hersteller: spotlight Musicalproduktion GmbH
Regie: Stanislav Mosa
Choreografie: Julia Poulet
Ort und Zeit der Handlung: 9. Jahrhundert

Cello: Sebastian Keen
Violine: Sönke Reger
Gitarre: Julian Schnorr
Bass: Peter Scholz
Flöte, Englisch Horn, Oboe: Heiko Proske
Schlagzeug: Roman Storch, Christoph Jilo



Wer singt die einzelnen Parts?
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Quelle:
http://www.spotlight-musical.de/musicals/paepstin/artist/hauptrollen

Johanna - Sabrina Weckerlin
... wird als Tochter des Dorfpriesters von Ingelheim geboren. Sie ist
ein aufgewecktes, neugieriges Mädchen, das vonihrem älteren Bruder Lesen
und Schreiben lernt. Doch ihr außergewöhnliches Talent beschert ihr von
Anfang an nur Probleme...

Gerold - Mathias Edenborn
... nimmt als Markgraf von Villaris das Mädchen Johanna bei sich zu
Hause auf, als sie die Domschule zu Dorstadt besucht. Gerold ist ein
Lebemann mit einnehmendem Charisma. Mit Johanna teilt er seine
Leidenschaft für Wissen und Bildung...

Gudrun & Marioza - Isabel Dörfler
Gudrun ist Johannas Mutter und lebt als Fremde unter dem Dach ihres
gewalttätigen Gatten...
Marioza ist eine römische Kurtisane. In ihrem Bordell empfängt sie die
Mächtigen Roms, knüpft Verbindungen und ...

Fulgentius & Rabanus - Dietmar Ziegler
Fulgentius ist der sinnesfrohe Bischof von Dorstadt, der trotz seiner
Tätigkeit als geistliches Oberhaupt ein ausschweifendes Leben führt...

Rabanus leitet als Abt das Kloster zu Fulda und ist beinahe das genaue
Gegenteil von Fulgentius. Als Kirchenführer...

Richhild - Eveline Suter
... ist als Gerolds Ehefrau Markgräfin zu Villaris. Die Eheleute haben
sich miteinander arrangiert, doch die Liebe zwischen ihnen ist längst
erloschen...

Aeskulapius - Daniele Nonnis
... ist ein weitgereister Gelehrter und Johannas Fürsprecher. Seine
Persönlichkeit verbindet eine umfassede Bildung mit
einem zielsicheren politischen Instinkt. Er ist es, der Johanna die
Chance eröffnet...

Arsenius - Jogi Kaiser
... ist das Oberhaupt einer alteingesessenen römischen Adelsfamilie, der
nur noch ein Emblem im Familienwappen fehlt: der Papstthron. Sein Sohn
Anastasius soll dies ändern...

Vater & Sergius - Norbert W. Conrads
Vater bekleidet in Ingelheim das Amt des Dorfpriesters. Er ist ein
Wüterich, der seinen Willen mit roher Gewalt durchsetzt...

Sergius ist Papst in Rom, als Johanna unter dem Namen Johannes Anglicus
als Arzt in der Stadt von sich reden macht...

Lothar & Thomas - Marcus G. Kulp
Lothar ist der eitle und wankelmütige fränkische Kaiser, der mehr an der
Jagd als an komplizierten Fragen der Politik interessiert ist...

Thomas macht als Prius im Kloster Fulda Rabanus und Johanna das Leben
schwer...

Live zu erleben in Fulda:
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3. Juni bis zum 14. August 2011 im Schlosstheater Fulda

Das Musical live kann man sich noch kurze Zeit in Fulda anschauen und
erleben, was unbedingt auch empfehlenswert ist. Ich möchte euch aber
heute die CD zum Ereignis vorstellen.

Zuerst einmal kurz die Geschichte, die jeder kennt, der das Buch „Die
Päpstin“ von Donna W. Cross gelesen hat.
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Zuerst einmal sei gesagt, dass der Stoff und Hintergrund vom Buch
verarbeitet wurde.
1996 erschien der Roman. Es ist eine spannende Geschichte aus dem
Mittelalter. Der Stoff ist aus einer Legende gestrickt. Es geht um
Johannes Anglicus – die Päpstin Johanna.

Die Legende um die Päpstin Johanna ist seit dem 13. Jahrhundert
überliefert. Die ursprünglichen Formen der Sage berichteten von einer
namenlosen Päpstin, die gegen Ende des 11. Jahrhunderts amtiert haben
soll (Chronica universalis Mettensis des Jean de Mailly und Tractatus de
diversis materiis predicabilibus des Stephan von Bourbon Mitte des 13.
Jahrhunderts). Martin von Troppau verlegt diese Legende in seiner 1277
veröffentlichten Chronik in das 9. Jahrhundert und ergänzte die
Schwangerschaft und Niederkunft der Päpstin während einer Prozession.
Zwei Versionen Martins beschreiben entweder den Tod der Päpstin und
ihres Kindes bei der Geburt oder die ihrer Verbannung in ein Kloster.
Spätere Überlieferungen der Legende schmücken meist die erste Version
weiter aus und der Päpstin werden andere Namen gegeben. Martins Version
der Legende bildet auch die Basis der Version in der Schedelschen
Weltchronik, die ebenfalls weite Verbreitung fand.
Quellen der Legende, die vor das 13. Jahrhundert datiert werden, sind
nicht bekannt.
Erste ernsthafte Zweifel an der Historizität der Legende, die lange Zeit
selbst von den Päpsten für echt gehalten wurde, finden sich schon bei
dem reformierten Kirchengeschichtler David Blondel (1590–1655).
Quelle: wikipedia
Johanna kommt im Jahr 814 als Tochter des Dorfpriesters und seiner
heidnischen, sächsischen Frau Gudrun zur Welt. Ihr Bruder Matthias lehrt
Johanna das Lesen, doch kurz bevor der Vater dies entdeckt, stirbt
Matthias am Fieber. Dies ist für den Vater einer der schlimmsten
Schläge, da er nun nur noch einen jüngeren Sohn hat, der aber bei weitem
nicht so gebildet ist wie Matthias, und sein, wie er meint, Teufelskind
Johanna. Als Matthias stirbt, schreit der Vater: „Warum, Gott, nimmst du
mir das falsche Kind und lässt diese Satanskinder leben?“
Ein griechischer Gelehrter namens Aeskulapius erweitert die Denkweise
der wissbegierigen Johanna und – vom Vater erzwungen – des
widerstrebenden Bruders Johannes. Der Unterricht ist in Latein und
Griechisch sowie in antiker Philosophie. Als Aeskulapius zurück nach
Griechenland muss, schenkt er Johanna zum Abschied ein Buch in
griechischer Sprache und lateinischer Übersetzung. Nachts liest Johanna
das verbotene Buch und wird von ihrem Vater entdeckt. Als Strafe für ihr
Vergehen soll sie die Seiten des Buches mit einem Messer von den
Buchstaben reinigen, um somit das Pergament weiter nutzen zu können.
Diese Strafe lehnt sie ab und wird deswegen von ihrem Vater fast zu Tode
geprügelt. Doch durch die Fürsorge der Mutter kommt sie wieder zu sich.
Bereits hier werden ihr erste Grenzen des Lebens als Frau deutlich.
Wochen später kommt ein Bote von der Scola bei Dorstadt und soll Johanna
mitnehmen, damit sie dort ihre Studien aufnehmen kann. Der Vater ist
entsetzt, will Johannes schicken, ihre Mutter, Johanna schützend, ist
der gleichen Meinung. Johannas verzweifelte Versuche, dem Boten
klarzumachen, dass sie gemeint ist, scheitern. So nimmt der Bote
Johannes mit. In derselben Nacht noch flieht Johanna und sieht ihre
geliebte Mutter nie wieder. Johanna holt die anderen Boten ein und
reitet mit ihrem Bruder zusammen nach Dorstadt. Der Bischof ist
begeistert von ihrem Wissen, und da Johannes nicht nach Hause
zurückkehren kann, genießen beide eine hervorragende Ausbildung. Da es
Johanna als Mädchen nicht gestattet ist, in der Domschule zu leben, wird
sie auf dem Gut von Markgraf Gerold untergebracht. Er lebt mit seiner
Frau Richild und zwei Töchtern auf dem Gut. Johanna und Gerold
entwickeln eine wunderbare Freundschaft, die immer tiefer geht bis zum
ersten Kuss für Johanna. Richild bekommt davon Wind und lässt eine
Zwangsheirat zwischen Johanna und dem Sohn des Dorfschmieds anordnen,
während Gerold weg ist. Während eines Überfalls von Normannen bei der
Hochzeit, bei der fast alle Menschen, unter anderem ihr Bruder, ermordet
werden, kann Johanna abermals fliehen und begibt sich als „Bruder
Johannes Anglicus“ in das Kloster Fulda.
Im Kloster bleibt Johanna viele Jahre, wird mit der Medizin vertraut,
für die sie viel Interesse zeigt, und wird später wegen ihres
großartigen Wissens zum Priester geweiht. Beim Besuch ihres Vaters
erfährt sie, dass ihre Mutter bei der Geburt ihres vierten Kindes
gestorben ist, welches auch nicht überlebte. Im Laufe des Gesprächs wird
sie von ihrem Vater erkannt, welcher überzeugt war, dass Johanna
eigentlich ihr verstorbener Bruder Johannes sei, worauf er einen Anfall
bekommt und stirbt, kurz bevor er ihr Geheimnis offenbaren kann. Als die
Pest Fulda erreicht, erkrankt sie ebenfalls und flieht, um nicht als
Frau bei der Behandlung erkannt zu werden. Nach ihrer Genesung bei alten
Freunden geht sie als Pilger nach Rom.
Durch ihr breites Fachwissen wird sie auch in Rom bald ein angesehener
Mediziner. Kurz nach ihrer Ankunft wird sie zum Papst Sergius gerufen
und wird, da sie ihn heilt, zum Leibarzt des Papstes ernannt. Sergius
leidet unter häufigen Anfällen der Gicht und verstirbt eines Tages
daran. Der neue Papst wird Leo, ein junger Mann, der sich voller
Tatendrang für die Stadt einsetzt und die römische Mauer zum Schutz der
Petrikirche erweitern lässt. Sein Erzfeind, der Kardinal Anastasius,
lässt Leo nach kurzer Amtszeit vergiften. Johanna wird überraschend sein
"Nachfolger".
Als sich Johanna bei einer Rettungsaktion bei Hochwasser mit Gerold vor
einer Flutwelle in ein leerstehendes Haus retten kann, wird sie von ihm
schwanger. Sie versucht, das Kind abzutreiben, doch es gelingt ihr
nicht. Während der österlichen Prozession wird Gerold bei einer
Messerstecherei tödlich verletzt und stirbt schließlich in Johannas
Armen. Plötzlich setzen bei ihr die Wehen ein, und sie bringt eine
Frühgeburt zur Welt. Dabei kommt Johanna ums Leben.
Quelle: wikipedia

Gestaltung und Cover der CD:
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Die CD enthält ein Booklett, in dem der 1. und 2. Akt mit einer kurzen
und präzisen Inhaltsangabe aufgeführt ist. Dann folgen die einzelnen
Songs mit den Texten des Chors und der Einzelinterpreten.

Auf der letzten Seite findet man die Auflistung der Solisten, das
Ensemble, die Instrumentalisten und die Produktionsdaten.

Nun zu meiner Meinung zu den einzelnen Songs:
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Lied 1 ist sozusagen eine Einführung oder Einstimmung auf das Musical,
es ist ein Choral, der mit dem Chor „Sanctus, Sanctus“ beginnt. Man
stellt sich Johanna im Papstgewand vor. Das Lied wird von Johanna und
Aeskulpaius und dem Ensemble gesungen.

Sehr schön finde ich, dass im Booklett immer auch zwischen den Texten zu
den Songs die Darstellungen im Musical Erwähnung finden, was also
praktisch während des Musical zwischen den Liedern und Darstellungen
passiert.

Die Texte zu den Songs erzählen wunderschön die Geschichte der Päpstin
Johanna, lassen sie in der CD auferstehen und bringen sie leicht
verständlich im Zusammenspiel mit der wunderschönen musikalischen
Untermalung in unterschiedlicher Weise rüber.
Die Musik und die Texte sind sehr gut aufeinander abgestimmt und die
grandiosen Stimmen, die ich schon während des Liveerlebnisses
faszinierend fand, kommen in der CD genauso rüber, wie ich es live
erleben durfte. Es ist ein absoluter Hörgenuss, den ich mir immer wieder
anhöre. Langzeithörspaß ist in jedem Fall gegeben. Man kann sagen, dass
alle Lieder Ohrwurmcharakter haben, wobei ich einige davon besonders
hervorheben werde.

Es ist Sprechgesang enthalten und auch sehr melodische Werke, die ich
immer im Ohr habe, seit ich sie gehört habe.

Lied 2 sind die Boten der Nacht, die himmlichen Wächter der Welt. Es ist
ein sehr träumerisches und tiefsinniges Lied.

Lied 3: erzählt vom Ruhme des Arsenius. Arsenius und Anastasius singen
abwechselnd mit ihren kräftigen und eingängigen Stimmen. Man spürt
förmlichen den Übermut, den Anastasius in sich trägt.


Lied 4: erzählt der Vater, der von seinem „Wechselbalg“ berichtet. Das
dieser Wechselbalg in der Zukunft Päpstin sein wird, ahnt der Vater
nicht …

Lied 5: Im Namen des Herrn: Ein sehr intensives und der Handlung
förderliches Lied. Es beginnt mit dem Ensemble „Im Namen des Herrn, zum
wohl unserer Seelen ….“ Dieses Lied hat sehr viel Inhalt vom Text her
und daher sollte man es sich genau anhören und nicht nur nebenbei laufen
lassen. Es gefällt mir von der Aussagekraft her besonders gut. Auch die
Interpreten geben dem Lied sehr viel Tiefgang und bringen den Inhalt und
das, was das Lied aussagen soll, bestens rüber.

Lied 6: Nun kommt ein fröhliches und lustiges – ein kurzweiliges und
auflockerndes Lied auf den Hörer zu, welches vom Jahrmarkttreiben im
Mittelalter erzählt. Es berichtet, wie Johanna das Markttreiben erlebt,
wie sie zum ersten Mal einen Jahrmarkt besucht …

Lied 7: finde ich einfach atemberaubend. Die Stimme der
Hauptdarstellerin kommt hier sehr gut zur Geltung. Sabrina Weckerlin ist
eine der besten Musicaldarstellerinnen, die sich spotlight Musical an
Land ziehen konnte. Sie hat eine hohe Stimmgewalt und Aussagekraft in
Stimme, Wesen und in ihrer ganzen Art, sie kommt authentisch rüber und
spielt die Rolle perfekt, was auch in der CD und den Liedern rüberkommt.
Sie hat eine unheimliche Ausstrahlung, die auch in ihrer Stimme
mitschwingt.

Wehrlos legt Johannas Gefühle offen. Dass sie gekämpft und sich gewehrt
hat, dass sie machtlos ist und sich ausweglos verloren hat ….

Dann stimmt Gerold in die Gedanken Johannas ein …

Es kann nicht sein und ist doch wahr …
Johanna antwortet in diesem Zwiegespräch: … ohne dich sind meine Tage
schwer …

Ein sehr gefühlvolles Lied, aber nicht kitschig …

Lied 8 ist wieder ganz anders, wie sein Vorgänger, es wird von
Anastasius und Lothar gesungen und erzählt von den Ereignissen in Rom.
Hier ist wieder Sprechgesang eingearbeitet.

Johanna singt dann wieder in Lied 9 und fragt sich, wer sie ist, sie
fragt Gott, spricht zu ihm. „Wer bin ich Gott?“ Sie meint, sie sei
verflucht, verdammt, ein Omen einer bösen Macht … Dieses Gebet, dieses
Gespräch mit Gott ist auch wieder sehr einfühlsam und tiefsinnig und hat
mich sehr beeindruckt, besonders, wie die Interpretin so viel Gefühl in
diesen Song hineinlegt.

Lied 10: „Hinter hohen Klostermauern“ ist auch wieder so ein Ohrwurm,
der mir besonders gut gefällt. Rabanus und Johanna singen mit aller
Kraft und Stimmgewalt und bringen auch wieder leicht verständlich sehr
viel Inhalt aus dem historischen Stoff rüber, der fließend mit dem
musikalischen einhergeht.

Lied 11 ist wieder etwas ganz anders, auch wieder auflockernd und trotz
dessen inhaltlich besonders spannend und interessant. Hier kommt Marioza
zu Wort – die Cäsarin von Rom ist der Titel des Songs. Sie erzählt von
den Männern, wie sie sich am Tage souverän geben, doch bei ihr kommt
Nacht für Nacht die Wahrheit an den Tag … Ihr Imperium heißt Lust und
ihr Reich ist grenzenlos. Diese Grenzenlosigkeit und die auch die Lust
kommt sehr gut in Lied und Stimme der Interpretin rüber. Sie singt es
erotisch und lustvoll, sie singt es glänzend und verführerisch. Hat man
das Musical live erlebt, kann man sich die Darstellerin auf den Stufen
der Bühne vorstellen…. Sehr authentisch – klasse !!!

Vom Ewigen Rom erzählt Song Nummer 12. Hier kommt wieder das Ensemble
zum Singen. Vom Nabel der Welt vom Relikt aus vergangener Zeit .. wird
gesungen. Eine sehr eingängige Melodie, die sehr schön mit dem Text
übereinstimmt.

Das Einsame Gewand – der Song 13 – hat es mir persönlich wieder angetan.
Johanna geht durch die Stadt und fühlt sich wie im Niemandsland, sie
ist unerkannt unter den vielen Menschen. Sie ist einsam und sucht die
Stille. Niemand, niemand da, der mich beim Namen nennt, der mein
Geheimnis kennt …. Auch hier werden wieder Johannas innerste Gefühle und
Ängste preisgegeben. Das sie allein ist, auf ihrem Weg durchs
Niemandsland, dass sie aber auch irgendwie nicht zurückkann oder –will,
weil es ihr Weg ist, den sie gehen möchte.

Ewiges Rom – Teil 2 – folgt als Lieder 14 und erzählt die Geschichte
dieser Stadt weiter.

Gerold und Johanna singen in Lied 15 von einem Traum ohne Anfang und
Ende. Besonders zu Herzen gehend und gefühlvoll. Mehr kann ich nicht
sagen – einfach atemberaubend schön. Es erzählt von Liebe und der Suche
nach dem anderen. Vom Schicksal, das manchmal so hart zuschlägt.

„Und so werde ich hier auf dich warten#
am äußersten Rande der Zeit
Die Erinnerung hält mich gefangen
Im Raum zwischen Hoffnung und Leid
Ein Traum ohne Anfang und Ende
Ist alles, was bleibt …

Lied 16: Das bin ich – Johanna steht vor uns, als das, was sie ist. In
der Ich-Form wird Johannas Geschichte im Lied weiter erzählt.

Lied 17: Zum Ruhme der Familie !!! Sehr intensiv und stimmgewaltig
singen hier Anastasius und Arsenius.

Lied 18 ist das grandiose Finale und so grandios ist auch das Lied
gestaltet, das überaus gewaltig und emotional ist – sowohl vom Text, als
auch vom Musikalischen her gesehen.

Der Abwechslungsreichtum im musikalischen und in den Texten, die
Intensität und Stimmgewalt der Stimmen und das ausfüllen der Charaktere
mit den Interpreten – all dies und noch viel mehr – veranlassen mich,
euch diese CD ans Herz zu legen.

Der Stoff der Legende um Johannes Anglikus, den schon Donna W. Cross in
ihrem Buch verarbeitet hat, ist hier bestens in ein Musical verarbeitet,
welches meiner Meinung nach vom Inhalt und der musikalischen und auch
schauspielerischen Leistung her nicht besser hätte umgesetzt werden
können. Sehr klangvoll und vor allem klarer Klang zeichnen diese CD aus.
Sehr abwechslungsreich und mit viel Inhalt wird Lied für Lied – Schritt
für Schritt – die Geschichte erzählt.

Zusammenfassend : Eine CD, die man sich immer wieder anhören kann. In
seiner Gesamtheit ein ungeheuer entspannender musikalischer
Höchstgenuss, der aber auch den Hörer fordert, zuzuhören.

41 Bewertungen, 7 Kommentare

  • evafl

    19.07.2011, 15:59 Uhr von evafl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Ich sollte doch mal wieder nach Fulda...

  • mima007

    19.07.2011, 10:47 Uhr von mima007
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Gruesse, mima007

  • Luna2010

    18.07.2011, 23:17 Uhr von Luna2010
    Bewertung: sehr hilfreich

    Einen schönen Start in die woche

  • Clarinetta2

    18.07.2011, 21:11 Uhr von Clarinetta2
    Bewertung: sehr hilfreich

    sehr schön vorgestellt

  • Miraculix1967

    18.07.2011, 20:56 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönen Abend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967

  • uhlig_simone@t-online.de

    18.07.2011, 20:00 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    liebe grüße

  • Baby1

    18.07.2011, 19:25 Uhr von Baby1
    Bewertung: sehr hilfreich

    .•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.