LEGO Technic 8110 Mercedes-Benz Unimog U 400 Testbericht

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  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  hoch
  • Wird langweilig:  nach wenigen Wochen
  • Aufmachung:  sehr gut

Erfahrungsbericht von Hollgo

Stangen, Zahnräder und Pneumatik...

5
  • Qualität & Verarbeitung:  sehr gut
  • Spaßfaktor:  hoch
  • Wird langweilig:  nach wenigen Monaten
  • Aufmachung:  sehr gut

Pro:

+ ein riesiger Bauspaß mit teils kuriosen Lego-Spezialbauteilen + Top Spaß dank Pneumatik

Kontra:

- man braucht Geduld, Zeit und Liebe zur Technik, um bis zum Ende durchzuhalten

Empfehlung:

Ja

... das sind die Zutaten, aus denen zumindest DAS Lego Technic-Modell des Jahrgangs 2011 zu einer großen Anzahl besteht, denn der Lego Technic Unimog mit der Modellnummer 8110 besteht mit über 2000 Teilen aus einer übergroßen Anzahl kleinerer und größerer Teilchen, dazu viele Spezialbauteile, die ich zumindest so in einem Lego-Modell noch nie gesehen habe. Aber der Reihe nach...

== 1. So kam ich zum Lego Technic Unimog ==

Nachdem mir der Bau des Lego Raupenbaggers ja schon sehr viel Spaß (bei aller Anstrengung beim Zusammenbau des Getriebes dieses Modells) gemacht hatte, sparte ich auf das aktuelle "große" Technic-Modell von Lego, welches die Firma aus Billund, Dänemark jährlich neu vorstellt. Das 2011´er Modell ist ein Unimog U 400. zu dem die Firma Mercedes-Benz sogar die Lizenz erteilt hat.
Nun musste nur das Angebot stimmen - und bei Galeria Kaufhof (eben, dem Kaufhaus) wurde ich schließlich fündig - während im Netz Preise ab 150 € aufwärts für den Modellbaukasten kursierten, zahlte ich bei eben diesem Kaufhaus "nur" knapp 120 € für das Set - allerdings setzte ich dafür auch einen Rabattcoupon der Firma ein, sonst wären auch hier 149,99 € fällig gewesen. Die UVP seitens Lego liegt bei 199 €...

== 2. Lieferumfang ==

Der riesige Pappkarton, der sogar mit einer aufklappbaren Frontplatte "besticht", enthält für den Aufbau des Unimogs ganze 5 (!) sukzessive aufeinander aufbauende Bauanleitungshefte bereit, die mit je knapp 100 Seiten daher kommen. Dazu fand ich ein ganzes Meer von durchsichtigen Kunststofftüten (große, mittlere und kleine) in dem Karton vor, die die einzelnen über 2000 Legobauteilchen enthielten. Dabei hat sich Lego für den Unimog etwas Besonderes einfallen lassen, denn die Tütchen sind - je nach Baufortschritt, bei dem die enthaltenen Teilchen benötigt werden - mit laufenden Nummern von je 1 bis 4 gekennzeichnet - dazu gleich mehr. Neben dem riesigen Umfang an in Plastiktütchen verpackten Legoteilchen lag eine Spezialtüte mit den Schläuchen und den Pneumatikzylindern sowie den Pneumatikschaltern extra verpackt bei. Außerdem gibt es einen Lego-Elektromotor und die Batteriebox mit dazu. Die zum Betrieb des fertigen Modells notwendigen 6 AA-Batterien sind nicht im Lieferumfang enthalten. Auffällig nach dem Auspacken waren für mich vor allem die riesigen, knapp 10 cm Durchmesser aufweisenden Gummireifen mit schöner Profilierung , die später den im fertigen Zustand immerhin mehr als 3 kg schweren Unimog tragen werden...

== 3. Vor dem Zusammenbau ==


=== 3.1 Schneepflug vs. Kran ===

Zunächst einmal musste ich mich grundsätzlich entscheiden: möchte ich den Unimog U400 so bauen, wie er auf dem Cover des großen Pappkartons abgebildet ist oder möchte ich den Unimog als "Schneeschieberausgabe" bauen - im letzteren Fall hätte dies neben dem ein wenig unbequemen Bauen nach Bauplan aus dem Internet (eine gedruckte Version dieses Modells liegt nicht bei und Ausdrucken der über 400 Seiten starken Bauanleitung, dazu in Farbe, sehe ich nicht ein..,) auch den Verzicht auf die Pneumatik-Funktionen bedeutet - also war der Würfel schnell zugunsten der Kranversion des U400 Unimog gefallen.

=== 3.2 Bauen nach Tütchen... ===

Wie schon erwähnt, enthält das Set insgesamt 5 Anleitungshefte, die allesamt aueinander aufbauen - den Bau beginne ich also bei Anleitungsheft 1, in dem, ganz nach guter LEGO-Tradition, jeder auch noch so kleine Bauschritt durch klare Darstellung der jeweils benötigten LEGO-Bauteilchen in einer Art Draufsicht dargestellt wird.
Um es dem LEGO-Bauer angesichts der über 2000 Bauteile, aus denen der Unimog besteht, ein wenig einfacher zu machen, ist LEGO von seinem sonst schonmal gerne durchgezogenen Konzept gänzlich unbeschrifteter Tütchen ein wenig abgekommen und hat die Tütchen -ihrem Inhalt gemäß - nach Bauphasen geordnet zu einem Set zusammengestellt. So sind z.B. insgesamt 10 der beigepackten Lego-Tütchen mit der Zahl "1" beschriftet - dass heisst also nix anderes, als dass alle Bauteile, die ich zunächst brauche, in diesen 10 Tütchen schlummert und ich die restlichen, nicht mit der "1" beschrifteten Tütchen erstmal beiseite legen kann. Habe ich alle Bauteile aus den Tütchen, die in einer mit der "1" beschriftet sind, verbaut, gehe ich nun dazu über, die Tütchen mit der Zahl "2" zusammenzusuchen etc. pp. Insgesamt sind 4 dieser Tütchensets dabei, wobei es nur eine Tüte mit der Zahl 3 gibt . Dazu gleich mehr.

=== 3.3 Trotzdem: vor dem Bau muss wieder "Ordnung" herrschen... ===

Freilich, diese "Taktik" der beschrifteten Tütchen bietet ein wenig Entlastung, denn - wie bei jedem Lego-Modell auch - ist es auch in dem Fall des Zusammenbaus des Unimogs besser, erstmal die Bauteile des gerade aktuell benötigten Tütchensets nach ihren Farben zu sortieren. Die Tütchen mit der Zahl 1 machen immerhin von der Anzahl der Teile bemessen schon fast die Hälfte der 2000 Legoteile aus, aus denen das fertige Modell am Ende bestehen wird.
In dieser Bauphase dominieren die schwarzen, hellgrauen, dunkelgrauen und blauen Teilchen - ich habe dieses Mal die ganz kleinen Bauteile, ungeordnet nach ihrer Farbe, in einen Pott geschüttet - tatsächlich: je kleiner die Bauteile sind, desto "egaler" ist es, welche Farbe sie haben - rein von ihrem Wiederauffindewert her gesehen. Bei den großen Bauteilen ist es aber überaus ratsam, diese nach ihren Farben zu ordnen, sonst suche - ich zumindest - mir einen "Wolf" ab.

== 4. Der Zusammenbau des Unimog U400... ==

... beginnt, wie schon angedeutet, mit den Teilen aus den Tütchen mit der "1". Diese Bauteile zusammen ergeben den gesamten Unterbau, sprich, das "Chassis" des Unimog.


=== 4.1 Der "Unterbau" ===

Knapp 1000 Teile umfasst der erste Bauabschnitt und ist schon ordentlich gespickt mit ein paar kleineren und größeren Spezialbauteilen, die ich so in einem Lego-Modell jedenfalls noch nie gesehen habe. Da sind zum Einen die riesen vier , hübsch profilierten Gummireifen, die den im fertigen Zustand über 3kg schweren Kraftmeier schließlich tragen werden. Ebenso sind serh viele Spezialteile beim Zusammenbau des doppelten Differentials (der Unimog hat einen Vierradantrieb, also gibt es für die Räderpaare vorne und hinten je eins) mit von der Partie, nicht zuletzt kommen hier auch ein Schalter für die Pneumatikfunktion des Unimogkrans sowie zwei blaue Luftleitungen für die Ansteuerung des Krans in diesem Abschnitt zum Einsatz. Absolut im Kern des Aufbaus des Chassis, welches aus bemerkenswert vielen schwarzen Lochstangen besteht, steht dabei das Umschaltgetriebe, über welches ich beim fertigen Modell zwischen der vorderen Seilkurbel, dem Drehgetriebe des Krans und den Pneumatikfunktionen des Krans umschalten kann. Schließlich baue ich noch über kleine Pleuelstangen den "Schaumotor" auf, der in Form eines Diesel-Reihenkolbenmotors direkt unterhalb der Fahrerkabine plaziert wird.
Der Bauabschnitt der ersten Bauphase endet mit dem kompletten Aufbau des Chassis und hat in meinem Fall knapp 10 Bastelstunden (Pausen nicht mit eingerechnet) gedauert. Besonders fordernd fand ich dabei den Aufbau des Getriebes, der aber bei Weitem nicht so komplex war wie bei dem Lego Raupenbagger - im Unimog kommen auch deutlich weniger Zahnräder zum Einsatz, obwohl ich sagen würde: es reicht. Schließlich benötige ich für jedes der beiden Differntiale schon 3 Planetenzahnscheiben.
Wichtig beim Aufbau ist zu beachten, dass zwei rote L-Steine nach Abschluß des ersten Bauabschnitts unterhalb des Modells wieder entfernt werden - sie dienten nur als Stützen für das Modell für die Phase, da der Unimog noch nicht auf seinen eigenen Rädern stand. Diese beiden Bauteile werden später in Phase 4 wieder benötigt !

=== 4.2 Der zweite Bauabschnitt... ===

... dreht sich ganz um den sehr originalgetreuen Aufbau der typisch "Unimog-orange" farbenen Fahrerkabine, die dazu noch nach vorne aufklappbar ist und so den Blick auf den direkt unterhalb sitzenden Kolbenhubmotor freigibt, der allerdings wirklich nur "Show" ist und keine technische Funktion aufweist.
Vor dem Zusammenbau war nach den Öffnen der Tütchen mit der Nummer "2" allerdings auch in diesem Bauabschnitt wieder erst das Sortieren nach Farben angesagt. Dabei dominiert in dieser Bauphase klar das Orange der Fahrerkabine, aber auch die Farben Schwarz und Dunkelgrau sind ordentlich in der Anzahl vertreten. Das Sortieren hat mit knapp 10 Minuten allerdings nur knapp 1/3 der Zeit gedauert, die ich für das Sortieren der Bauteile aus Phase 1 benötigte.

Die Kabine wird dabei von unten nach oben aufgebaut und erinnert besonders in der Phase des Aufbaus der Motorhaube des Unimog an "gute alte" Legozeiten, da diese Teile den klassischen Lego-Bauplatten entsprechen. Zudem gibt es an der Fahrerkabine natürlich kaum mechanische Übersetzungen zu basteln.
Die zwei Sitze in der Kabine sind wunderschön detailgetreu gestaltet worden und bestehen aus einer ganzen Anzahl blauer Lochstangen. Auch sonst wird sehr viel Wert auf Details gelegt - der Aufbau, der aus den Teilchen aus den Lego-Tütchen
mit der Nummer 2 bestritten wird, dauerte allerdings immerhin auch knapp 3 Stunden reine Steckarbeit, da es doch einige kleine Teilchen zu stecken gab.

===4.3 Phase 3 und das Thema "Pneumatik" ===

Für den dritten Bauabschnitt gibt es nur den Inhalt einer Tüte zu sortieren - dieser besteht vor allem aus großen, grauen Lego-Bauplatten und einigen dunkelgrauen Lochstangen, die zusammen die Ladefläche des Unimogs bilden. Tatsächlich ist diese Ladefläche sehr einfach zu bauen und bestimmt schon von jüngeren Lego-Baumeistern locker zu schaffen. Jedenfalls hatte ich die Ladefläche binnen 15 Minuten schon beisammen - die kam nun gleich auf das teilweise fertiggestellte Modell - und der Unimog sah echt schon fast fertig aus - fast, denn nun folgt schließlich noch die vierte und letzte Bauphase, in der - der Reihenfolge nach - die ausfahrbaren Stützfüsse, der pneumatikgesteuerte Kran und zuletzt die vordere Seilkurbel zusammengebaut werden.

In dieser vierten Bauphase kommen "endlich" auch die beiden großen und der kleine Luftdruckzylinder für den Kran zum Einsatz. Zunächt gilt es aber, die mit der "4" markierten Tütchen ein letztes Mal zu sortieren. Dabei zählen die schon genannten , roten "L"-Steine, die aus der Bauphase 1 stammen, auch zum Inventar dieses Tütchensatzes - die müssen also wieder in die entsprechende Sammelschale für die roten Bausteine gelegt werden, zudem ist es sinnvoll, ein extra Schälchen für die Farben Schwarz, dunkelgrau und grau zu reservieren.
Der Aufbau in Phase vier beginnt mit den roten STützfüssen, danach kommt der Kranarm dran, der auf dem beiliegenden, großen Zahnkranz aufgebaut wird und durchweg aus unterschiedlich langen, roten Lochstangen besteht. Unten, im Fuß des Krans werden insgesamt 3 Luftdruckschalter eingebaut.

=== 4.4 Pneumatik: Schläuche, Zylinder und Schalter ===

Die für die Steuerung der Druckluftzylinder notwendigen Schlauchzuleitungen sind übrigens in der Anleitung nach ihrer Länge bezeichnet und komplett fertig zugeschnitten - dies gilt auch für die blauen Luftzuleitungen, die bereits teils in Bauphase 1 zum Einsatz kamen. Da alle Schlauchleitungen ihrer Länge nach schon herstellerseitig passend zugeschnitten sind, auf jeden Fall den Griff zur Schere unterlassen ! Die Schläuche sind so in ihrer Länge korrekt. Im Anleitungsheft hat LEGO sogar an passenden Stellen ein Maßband in die Anleitung mit abgedruckt, sodass ich schnell herausfinden kann, welcher Schlauch nun verbaut werden muss. Es gibt die Schläuche in blau, grau und schwarz. Die blauen Schläuche sind jeweils als Luftzuleitungen gedacht und versorgen die Schalter mit Druckluft. Für die Entlüftung sorgen die schwarzen Schlauchleitungen, die grauen sind für die Zuluft für die Zylinder gedacht. Wie dies später genau gesteuert wird, dazu mehr im Kapitel 5.1.1: "Der Pneumatik-Kran".
Besonders die Greifhand ist schon recht speziell, denn hier kommen Gummiteile zum Einsatz.

Final kommt noch der Zusammenbau der vorderen Seilkurbel an die Reihe, die aber keine großen Schwierigkeiten bot und dazu recht schnell zusammengebaut war.

=== 4.5 Effektive Bauzeiten und Tipps... ===

Insgesamt hat mich Phase 4 inclusive aller 3 Bauabschnitte nochmal ungefähr 7 Stunden Bauzeit (effektiv) gekostet - insgesamt ist der Unimog in meinem Fall von Anfang bis Ende in knapp 21 Stunden reiner Bauzeit entstanden - und dabei habe ich mich nicht einmal vertan. Fatal kann sich angesichts der Vielzahl der Bauteile aber eine "Teileverwechslung" auswirken, daher am Besten jede mechanische Übersetzung, besonders die im Getriebeteil des Unimog, sofort nach dem Einbau auf Funktion testen. Die Getriebeumschaltung ist präzise zusammenzubauen, sonst kann es später haken und die Funktion des Modells beeinträchtigen. Die roten Schieber müssen unbedingt gerade in der Führung der Getriebeübersetzung stecken, sonst klappen die später nicht.

==5. Das fertige Modell... ==

.... ist ein ordentlich schwerer und großer "Brummer". Insgesamt ist das Modell fast 60 cm lang und knapp 30 cm hoch und wiegt inclusive Batterien in der Batteriebox, die recht einfach von außen zu erreichen ist, da sie liegend seitlich zwischen dem rechten Vorder- und Hinterrad des Unimog eingeschoben wird, knapp 4 kg. Die 6 AA-Zellen kann ich jederzeit so recht gut wechseln - die Konstruktion der Batteriebox ist dabei m.E. nicht gerade optimal gelöst worden, da besonders die hinteren Batterien nur mit einem Schraubendreher herausgepult werden können, wenn die vorderen Batterien entnommen wurden - sonst sind sie einfach "blockiert". Dies ist aber ein generelles Problem der Lego-Batterienboxen an sich. Da wir schon beim Thema Batterien sind: Akkus tun es hier auf jeden Fall auch. Auch nicht ganz volle NiMH-Akkus liefern dem LEGO-Motor, der umschaltbar entweder die Pneumatikpumpe in Form eines rotierenden Pumpzylinders, welcher unterhalb der Ladefläche des Modells versteckt sein Tun verrichtet, antreibt bzw. die Drehfunktion des Krans bedient oder die vordere Seilkurbel antreibt, mehr als ausreichend Power.

===5.1 Was kann der Unimog denn so ? ===


'''5.1.1 Der Pneumatik-Kran'''

Die sogenannten "Power Functions", d.h. die elektrisch betriebenen Funktionen, habe ich damit schon grob umrissen. Der E-Motor treibt - über zwei Lego-Kipphebel, die das Getriebe steuert, und einem weiteren, seitlichen Pneumatik-Schalter alle elektrisch-pneumatischen Funktionen des Modells an.
Welche Funktion genau gesteuert wird, regele ich über die zwei Kipphenel, die direkt oberhalb der Batteriebox angebracht sind. Stelle ich auf "Pneumatik", steuert der Motor eine als eine Art "Luftpumpe" ausgelegten Zylinder, der über eine Kurbelwelle auseinandergezogen und wieder zusammengeschoben wird. Über die blauen Schlauchzuleitungen wird dann der Pneumatikkran mit seinen insgesamt 3 Druckluftzylindern über 3 Schalter gesteuert. Da der Kran auch vor die Fahrerkabine des Unimog gebaut werden kann (das ist dank eines hinteren wie vorderen Luftschlauchanschlußes am Unimog kein Problem) muss ich über einen weiteren Pneumatikschalter regeln, ob die Druckluft an den Anschluß hinten oder vorne geleitet werden soll. In meinem Fall habe ich den Kran ganz konventionell hinten angedockt, also muss ich zum Betrieb den Pneumatikschalter auf den hinteren Schlauchanschluß steuern. Die drei Druckzylinder steuere ich jeweils über die drei Pneumatikschalter am Fuße des Krans. Der Kranarm kann so gehoben und gesenkt werden, der Ober- wie der Unterarm dabei auch kombiniert mit dem ebenfalls pneumatisch gesteuertem Greifer. Die Ansteuerung der Kranelemente ist dabei recht "sensibel". Drehe ich den Pneumatikschalter zu schnell auf, "knallt" der so in Windeseile luftentleerte Druckzylinder den Arm herunter - daher muss die Steuerung hier sehr feinfühlig vonstatten gehen. Dabei ist es gut, dass ich alle diese Schalter stufenlos regeln kann. Der Greifer an sich tut sich immer etwas schwerer, da die Gummigreifer manchmal dazu neigen, sich ineinander ein wenig zu verhaken, wenn der Greifer geschlossen ist. Dabei hat der Greifer wie der Kranarm eigentlich eine ganz hübsche Kraft. Gegenstände wie eine 100 g schwere Tafel Schokolade jedenfalls packt der Kran wirklich gut.

'''5.1.2 Drehen des Arms und die Seilkurbel'''

Rein elektromechanisch steuere ich mit dem E-Motor die Krandrehfunktion und - wiederum in einer anderen Schalterstellung - die vordere Seilkurbel des Unimog. Auch diese Kurbel hat schon einigermaßen "Dampf", es ist kein Problem, mit dem Haken der Seilkurbel ein anderes Lego-Technikmodell wie z.B. den "Container Truck" abzuschleppen. Der Kranarm kann sich übrigens nur "fast" 360 ° drehen - eine Sperre im hinteren Bereich des Drehkranzes verhindert eine ganze Rotation - und das hat natürlich den Grund darin, dass eine Komplettrotation des Krans ein totales Verwirren der Pneumatikschläuche des Krans, die innenseitig im Kran herlaufen, zur Folge hätte.

=== 5.2 Sonstiges ===

Ansonsten besticht der Unimog durch eher schaufälligere Funktionen, wie dem abgestimmten Kolbenhub des Diesel-Reihenmotors, den ich mir anschauen kann, wenn ich die Fahrerkabine des Unimog nach vorne aufkippe. Dazu ist der Unimog durch vier Federstoßdämpfer an jedem seiner vier Räder - originalgetreu- einzeln gefedert, der Allradantrieb , der natürlich nicht elektrisch, sondern von meiner Muskelkraft (durch schieben) angetrieben wird, funktioniert wirklich ebenso originalgetreu. Das kann ich ganz einfach dadurch feststellen, indem ich ein Rad des Unimog festhalte und ein anderes der Räder drehe - das festgehaltene Rad bewegt sich natürlich nicht, die drei anderen aber schon. Das ist wirklich großartig, wenngleich dieses Feature erst auf dem zweiten Blick auffällt. Die Lenkung des doch knapp 4 kg schweren Modells über eine Lenkstange, die oberhalb der Fahrerkabine in einem Ritzel endet, ist allerdings schon ein wenig schwierig - die großen Räder sollten bei jeder Lenkung in Bewegung sein, denn das Modell im Stand einzulenken, bedarf schon Einiges an Kraft. Der Wendekreis des Modells ist dazu ebenfalls relativ groß - aber hey, bei einem Achsstand von knapp 40 cm ist das aus meiner Sicht angesichts der Größe des Modells verzeihbar.

==6. Generell ==

===6.1 Die Qualität und Fertigung der Bauteile... ===

... ist mal wieder ganz großer Lego-Standard. Die zusammengebauten Lego-Stangen, Steckhülsen, Lochstangen etc.pp. sind jedenfalls im fertig aufgebauten Modell sehr stabil und für sich mit hoher Präzision gefertigt. Dies gilt auch für alle Zahnräder und Ritzel, die bei diesem Modell zum Einsatz kommen. Auch die Pneumatik-Schläuche sind einfach top, da sie recht dickwandig und dazu auch überaus flexibel sind. Dazu sitzen sie auf den Ventilanschlüssen der Pneumatikschalter und der Auslassventile einmal draufgesteckt einfach "bombig" fest drauf. Ein Abziehen eines Schlauches von einem Ventil ist mindestens genauso anstregend, wie dies zuvor mit dem Draufstecken auf selbiges der Fall war. Die Pneumatik-Funktion ist so auch nach längerem Stehen oder der Nichtbenutzung des Unimog absolut zuverlässig. Luft entweicht jedenfalls nicht aus den Schläuchen oder den ebenso akurat gefertigten Luftzylindern. Das ist einfach top !

===6.2 Wer hat mit diesem Modell seinen Spaß ? ===

Der Weg , sprich: der Aufbau des Modells, ist hier zwar nicht nur das Ziel, aber natürlich ein wesentlicher Faktor für dieses Modell - Spaß am Zusammenbauen und an Technik generell sollte also schon vorhanden sein.
Für diese Menschen ist der Unimog U 400 also bestens geeignet, die Aufbauanleitungen sind gewohnt top und ausführlich und bieten keinen Anlass zur Kritik. Von mir eine volle Empfehlung - nicht nur, wie Lego wirbt, für "Männer", sondern generell für Menschen mit beschriebenen Eigenschaften. Ein Top-Modell , welches nicht ganz billig ist, aber riesig Spaß macht. Schoko auf die Ladefläche hieven hat mir jedenfalls noch nie so einen Spaß gebracht wie mit diesem Modell. Im Zusammenspiel mit anderen LEGO-TEchnikmodellen bringt es der Unimog eh noch mehr.

==7. Auf einen Blick ==

* Name: Technic - 8110 Unimog U400
* Hersteller: LEGO
* Produkttyp: Modellkästen
* Alter: 11 bis 99 Jahre
* Material: Kunststoff (Hauptsächlich)
* Abmessungen: 48 x 58.2 x 9.1 cm / Teilezahl: 2047
* Gewicht: 3318 g / Erscheinungsjahr: 2011
* Warnhinweis: Achtung! Nicht für Kinder unter 36 Monaten geeignet
* Zielgruppe: Kinder ab 11 Jahren, Jugendliche, Erwachsene

==8. FAZIT ==

Der Aufbau und das anschließende Ausprobieren der Funktionen dieses Modells hat mir sehr viel Spaß gemacht, obwohl gerade der Aufbau sehr zeitintensiv und teilweise auch mal ein wenig "kitzlig" war. Im Vergleich zum Bau des Lego.-Raupenbaggers würde ich aber trotz des aus 2000 Teilen bestehenden Modells und damit vergleichsweise eindeutig mehr "Fläche" bietenden Modells sagen, dass mir der Zusammenbau des Unimog U400 ein wenig leichter gefallen ist. Dennoch: für Kinder ab 11 Jahren würde ich schon fast sagen, dass der Aufbau von A-Z für Kids dieser Altersgruppe fast ein wenig zu lang werden könnte. Man muss schon ordentlich Eifer, Spaß und auch Kondition hineinlegen, um bis zum Ende durchzuhalten. Dazu muss man freilich peinlichst genau darauf achten, dass beim Bau keines der 2000 Teilchen verloren geht - es wird nahezu jedes Teil gebraucht,. am Ende habe ich ganze 10 (!) Ersatzteilchen in Form von Ritzeln und Blinkern übrig behalten - Disziplin und ein wenig Sinn für Ordnung sind also durchaus mit gefordert.

Summa summarum volle fünf Sternchen und eine Empfehlung.

62 Bewertungen, 15 Kommentare

  • anonym

    28.12.2011, 04:04 Uhr von anonym
    Bewertung: besonders wertvoll

    Liebe Grüße und einen schönen Tag

  • goat

    24.12.2011, 17:47 Uhr von goat
    Bewertung: besonders wertvoll

    Hier mein BW für Dich und frohe Weihnachten. LG Melanie

  • campino

    23.12.2011, 23:53 Uhr von campino
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW und schöne Feiertage!

  • tester4all

    23.12.2011, 14:03 Uhr von tester4all
    Bewertung: besonders wertvoll

    wenn im mann der kind bleibt, bleibt der mann auch jung :-) wie immer ein BW und ein super Jahr 2012 wünsche ich dir noch !

  • Miraculix1967

    23.12.2011, 14:01 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönes Wochenende und schöne Weihnachtsfeiertage wünsche ich! LG aus dem weihnachtlich glänzenden gallischen Dorf Miraculix1967

  • Lucky130

    23.12.2011, 12:33 Uhr von Lucky130
    Bewertung: besonders wertvoll

    Wieder ein perfekter Bericht! BW & liebe Weinachtsgrüße...!

  • fabio15

    23.12.2011, 11:44 Uhr von fabio15
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße und schöne Weinachten.

  • Tweety30

    23.12.2011, 10:24 Uhr von Tweety30
    Bewertung: besonders wertvoll

    BW und FRöHLiCHE WEiHNACHTEN !!!

  • uhlig_simone@t-online.de

    23.12.2011, 10:23 Uhr von [email protected]
    Bewertung: besonders wertvoll

    Ich wünsche Dir schöne Feiertage, Simone

  • mima007

    23.12.2011, 10:03 Uhr von mima007
    Bewertung: besonders wertvoll

    bw. Viele Gruesse, mima007

  • sigrid9979

    23.12.2011, 09:02 Uhr von sigrid9979
    Bewertung: sehr hilfreich

    Frohe Weihnachts Tage wünscht Sigrid

  • morla

    23.12.2011, 02:51 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    frohes weihnachtsfest lg. petra

  • Lale

    23.12.2011, 00:30 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß *~*

  • katjafranke

    22.12.2011, 23:44 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöne Vorweihnachtsgrüße. KATJA

  • feliciano2009

    22.12.2011, 23:06 Uhr von feliciano2009
    Bewertung: besonders wertvoll

    tolles Teil...toller Bericht...tolle Weihnachten