Schutzpatron (Taschenbuch) / Volker Klüpfel, Michael Kobr Testbericht
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- Niveau:
- Unterhaltungswert:
- Spannung:
- Humor:
- Stil:
Erfahrungsbericht von MyCar
Klufti in Action
Pro:
spannender Fall, Attacken auf die Lachmuskeln durch die Tollpatschigkeit des Kommissars
Kontra:
manche Klischees werden arg überstrapaziert
Empfehlung:
Ja
Kluftinger muss also unversehens in einem Mordfall ermitteln. Schnell findet er heraus, dass Maria Zahn kein hohes Ansehen bei ihren Nachbarn genossen. Stattdessen wurde sie von ihnen mit dem wenig schmeichelhaften Spitznamen „Giftzahl“ versehen. Zusätzlich wird der Hauptkommissar von seinem Chef mit einer ganz speziellen Aufgabe betreut. Polizeipräsident Lodenbacher hat an ihn nämlich den Auftrag, das Sicherheitskonzept eines neuen Museums in Altusried zu überprüfen, delegiert. Der mittelalterliche Burgschatz, der seit einigen Jahren quer durch die Republik reist, soll nun in seiner alten Heimat ein würdiges Ausstellungsgebäude bekommen. Besonders wertvoll ist eine Reliquienmonstranz, in der die konservierten Überreste des Schutzheiligen des Allgäus, des heiligen Magnus, aufbewahrt werden.
Zusammen mit seinen Kollegen Strobl, Hefele und Maier ermittelt Kluftinger nun etwas widerstrebend im Fall Zahn. Doch schnell erfährt die Untersuchung eine rasante Wendung, als die Polizei die ehemalige Autowerkstatt des Ehemanns genauer unter die Lupe nimmt. Die Kommissare finden einen Geheimraum, in dem sich eine exakte Kopie des Museumsraum befindet. Wie allen rasch klar wird, hängen die beiden Fällen eng miteinander zusammen, denn anscheinend ist die alte Zahn einer Einbrecherbande, die den Burgschatz stehen will, in die Quere gekommen.
„Schutzpatron“ ist der sechste Roman des Autorenduos Michael Kobr und Volker Klüpfel um den etwas unbeholfenen und bauernschlauen Kriminalhauptkommissar Kluftinger. Die Kriminalkomödie bietet wieder allerhand überdrehte Situationskomik und etliche Fettnäpfchen, in der der Protagonist mit traumwandlerischer Sicherheit hinein tapsen darf. Neben dem ewig überspannten Maier, der seine Kollegen mit seiner obrigkeitsfixierten Korrektheit an den Rand des Nervenzusammenbruchs treibt, ist es natürlich Kluftinger selbst, der kein Klischee auslässt. Neben den interkulturellen Differenzen, die jedes Mal aufbrechen, wenn Kluftinger seine Schwiegertochter in Spe trifft, die Japanerin Yumiko, sind sich die Autoren für keinen Kalauer zu schade. Auf die Erklärung seines Sohnes Markus, dass sie noch nicht wissen, ob sie „hier oder drüben“ heiraten sollen, fragt Kluftinger bass erstaunt: „In der DDR?“ Woraufhin der Sohn nur mit den Augen rollen kann und dann antwortet: „In Japan natürlich.“
Mal davon abgesehen, dass mehr als 20 Jahre nach der Wende auch ein Kriminalkommissar in der abgeschiedenen bayrischen Provinz sich erinnern müsste, dass es die DDR nicht mehr gibt, zeigt sich Kluftinger bei mehreren Gelegenheit nicht als hellstes Licht am Tannenbaum. Dabei hatten Kobr und Klüpfel beim letzten Fall, „Rauhnacht“, doch bewiesen, dass ihre Pointen zielsicher sitzen können. In diesem Fall fragte ich mich als Leser aber einige Mal, ob der Hauptkommissar geistig etwas abgebaut habe. Großartig ist indes, wie er versucht seiner Familie zu verheimlichen, dass ihm anscheinend der geliebte VW Passat gestohlen wurde – und Kluftinger unversehens über ein Gefährt ganz eigener Art verfügt.
19 Bewertungen, 9 Kommentare
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19.03.2013, 18:58 Uhr von knuddelfire
Bewertung: sehr hilfreichschöne Grüße
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19.03.2013, 11:47 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreich...und liebe grüße
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19.03.2013, 09:56 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichGLG Simone
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19.03.2013, 00:14 Uhr von mausi1972
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße Marion
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18.03.2013, 23:24 Uhr von monagirl
Bewertung: sehr hilfreichGruß Mona
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18.03.2013, 21:36 Uhr von Golf1Susy
Bewertung: sehr hilfreichLG Susy
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18.03.2013, 20:58 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht! WWW = Wunderschöne Wochenstarts-Wünsche! LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967:-)
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18.03.2013, 18:44 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Annabelle
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18.03.2013, 17:10 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß *~*
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