Schutzpatron (Taschenbuch) / Volker Klüpfel, Michael Kobr Testbericht

Schutzpatron-taschenbuch
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Summe aller Bewertungen
  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  hoch
  • Spannung:  hoch
  • Humor:  sehr humorvoll
  • Stil:  ausschmückend

Erfahrungsbericht von MyCar

Klufti in Action

5
  • Niveau:  durchschnittlich
  • Unterhaltungswert:  sehr hoch
  • Spannung:  hoch
  • Humor:  humorvoll
  • Stil:  durchschnittlich
  • Zielgruppe:  Erwachsene

Pro:

spannender Fall, Attacken auf die Lachmuskeln durch die Tollpatschigkeit des Kommissars

Kontra:

manche Klischees werden arg überstrapaziert

Empfehlung:

Ja

In seinem sechsten Fall bekommt es Kriminalhauptkommissar Kluftinger mit einem ganz besonderen Fall zu tun. Dieser kündigt sich zunächst als Routineermittlung in einem Todesfall mit ungeklärten Umständen an. Denn der ortsansässige Gerichtsmediziner Böhm bittet „Klufti“, wieder Kommissar irgendwie seit dem letzten Fall von allen genannt wird, sich eine Leiche anzuschauen. Maria Zahn, die ihm gesegneten Alter von 82 Jahren verstorben ist, wurde zunächst als natürlicher Todesfall eingestuft. Aber Böhm hat interessante Spuren am Hals der Toten entdeckt. Wie es aussieht, handelt sich dabei um Würgemale.

Kluftinger muss also unversehens in einem Mordfall ermitteln. Schnell findet er heraus, dass Maria Zahn kein hohes Ansehen bei ihren Nachbarn genossen. Stattdessen wurde sie von ihnen mit dem wenig schmeichelhaften Spitznamen „Giftzahl“ versehen. Zusätzlich wird der Hauptkommissar von seinem Chef mit einer ganz speziellen Aufgabe betreut. Polizeipräsident Lodenbacher hat an ihn nämlich den Auftrag, das Sicherheitskonzept eines neuen Museums in Altusried zu überprüfen, delegiert. Der mittelalterliche Burgschatz, der seit einigen Jahren quer durch die Republik reist, soll nun in seiner alten Heimat ein würdiges Ausstellungsgebäude bekommen. Besonders wertvoll ist eine Reliquienmonstranz, in der die konservierten Überreste des Schutzheiligen des Allgäus, des heiligen Magnus, aufbewahrt werden.

Zusammen mit seinen Kollegen Strobl, Hefele und Maier ermittelt Kluftinger nun etwas widerstrebend im Fall Zahn. Doch schnell erfährt die Untersuchung eine rasante Wendung, als die Polizei die ehemalige Autowerkstatt des Ehemanns genauer unter die Lupe nimmt. Die Kommissare finden einen Geheimraum, in dem sich eine exakte Kopie des Museumsraum befindet. Wie allen rasch klar wird, hängen die beiden Fällen eng miteinander zusammen, denn anscheinend ist die alte Zahn einer Einbrecherbande, die den Burgschatz stehen will, in die Quere gekommen.

„Schutzpatron“ ist der sechste Roman des Autorenduos Michael Kobr und Volker Klüpfel um den etwas unbeholfenen und bauernschlauen Kriminalhauptkommissar Kluftinger. Die Kriminalkomödie bietet wieder allerhand überdrehte Situationskomik und etliche Fettnäpfchen, in der der Protagonist mit traumwandlerischer Sicherheit hinein tapsen darf. Neben dem ewig überspannten Maier, der seine Kollegen mit seiner obrigkeitsfixierten Korrektheit an den Rand des Nervenzusammenbruchs treibt, ist es natürlich Kluftinger selbst, der kein Klischee auslässt. Neben den interkulturellen Differenzen, die jedes Mal aufbrechen, wenn Kluftinger seine Schwiegertochter in Spe trifft, die Japanerin Yumiko, sind sich die Autoren für keinen Kalauer zu schade. Auf die Erklärung seines Sohnes Markus, dass sie noch nicht wissen, ob sie „hier oder drüben“ heiraten sollen, fragt Kluftinger bass erstaunt: „In der DDR?“ Woraufhin der Sohn nur mit den Augen rollen kann und dann antwortet: „In Japan natürlich.“

Mal davon abgesehen, dass mehr als 20 Jahre nach der Wende auch ein Kriminalkommissar in der abgeschiedenen bayrischen Provinz sich erinnern müsste, dass es die DDR nicht mehr gibt, zeigt sich Kluftinger bei mehreren Gelegenheit nicht als hellstes Licht am Tannenbaum. Dabei hatten Kobr und Klüpfel beim letzten Fall, „Rauhnacht“, doch bewiesen, dass ihre Pointen zielsicher sitzen können. In diesem Fall fragte ich mich als Leser aber einige Mal, ob der Hauptkommissar geistig etwas abgebaut habe. Großartig ist indes, wie er versucht seiner Familie zu verheimlichen, dass ihm anscheinend der geliebte VW Passat gestohlen wurde – und Kluftinger unversehens über ein Gefährt ganz eigener Art verfügt.

19 Bewertungen, 9 Kommentare

  • knuddelfire

    19.03.2013, 18:58 Uhr von knuddelfire
    Bewertung: sehr hilfreich

    schöne Grüße

  • XXLALF

    19.03.2013, 11:47 Uhr von XXLALF
    Bewertung: sehr hilfreich

    ...und liebe grüße

  • uhlig_simone@t-online.de

    19.03.2013, 09:56 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    GLG Simone

  • mausi1972

    19.03.2013, 00:14 Uhr von mausi1972
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße Marion

  • monagirl

    18.03.2013, 23:24 Uhr von monagirl
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß Mona

  • Golf1Susy

    18.03.2013, 21:36 Uhr von Golf1Susy
    Bewertung: sehr hilfreich

    LG Susy

  • Miraculix1967

    18.03.2013, 20:58 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Super Bericht! WWW = Wunderschöne Wochenstarts-Wünsche! LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967:-)

  • bella.17@live.de

    18.03.2013, 18:44 Uhr von [email protected]
    Bewertung: sehr hilfreich

    Liebe Grüße Annabelle

  • Lale

    18.03.2013, 17:10 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß *~*