Kawai CN 33 Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 11/2011
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Erfahrungsbericht von cherryhoney
***Für Träumer***
Pro:
siehe Bericht
Kontra:
siehe Bericht
Empfehlung:
Ja
***Für Träumer***
Hallo ihr Lieben,
mein heutiger Bericht ist über ein wirklich wunderschönes Instrument. Meiner Meinung nach macht ein Klavier die schönste und vielfältigste Musik von allen Instrumenten und ist der König aller Musikinstrumente. Ich liebe es ... .
Es handelt sich um das:
Kawai CN 33.
Und ja, eigentlich ist es auch gar kein "richtiges" Klavier. Es ist "nur" ein Elektronisches Klavier.
Warum ein E-Piano und kein "richtiges" Klavier?
Als Kind hatte ich ein Jährchen Klavierunterricht und schmiss das ganze dann gleich hin, weil ich keine Lust hatte zu üben. Natürlich habe ich es später ja doch bereut und wollte nun im erwachsenen Altern nochmal von Vorne beginnen, und das Klavierspielen lernen.
Dafür sollte natürlich am besten gleich ein Klavier her zur Übung. Es gab nur die folgenden Probleme:
1. Ein Klavier ist super teuer. Man muss es nicht nur bezahlen, sonder auch ein Mal im Jahr stimmen lassen und das kostet auch.
2. Das Klavier ist sehr sehr schwer und nicht so schnell in den zweiten Stock zu kriegen. Es passt nicht wirklich durch das Treppenhaus. Außerdem haben wir vor in den nächsten Jahren mindestens ein Mal umzuziehen. Selbst wenn man das Klavier irgendwie hoch bekommen hätte - wer trägt es wieder runter?
Ich weiß dass ein echtes Klavier schöner klingt, eben weil es eins ist. Schon allein das Gefühl zu wissen, dass man auf einem richtigen Klavier spielt macht es schöner =) Dennoch musste ich mich wegen den beiden oben genannten Gründen für ein E-Piano entschieden. Und ich kann nur sagen: Ich habe es kein Mal bereut!
Warum ein Kawai und kein Yamaha?
Vor meinem Kauf probierte ich in ein paar Musikhäusern verschiedene Instrumente aus. Die Instrumente der Noname Marken gefielen mir gleich eher weniger, auch wenn die Preise verlockend waren. Mein Budget lag zuerst auch nur bei 1.000,- Euro. Ich merkte dann aber dass wenn ich noch etwas drauf lege, das Instrument wirklich um einiges besser wird. Und 1.000,- Euro ausgeben und danach nicht zufrieden sein, das ist auch nicht so das wahre. Also schaute ich auch in der Preisklasse darüber.
Ich wollte das Gefühl entscheiden lassen und schauen, welches Piano sich besser anfühlt. Viele schwärmen von den Clavinovas von Yamaha. Doch nach dem Vergleich des Clavinovas zum Kawai der gleichen Preisklasse stellte ich fest, dass man bei Kawai viel mehr für sein Geld bekommt! Das CN 33 hat die neuartige Druckpunktsimulation, die ein Klavier besser nachstellt. Und beim Bespielen gleiten die Tasten viel schneller zurück, das ist wirklich angenehmer! Außerdem hat es die Ivory Touch Oberfläche auf den Tasten. Das ist sozusagen eine Nachstellung des Elfenbeins. Die Tasten fühlen sich nicht glatt an, aber auch nicht rau. Man rutscht mit den Fingern nicht so schnell von den Tasten ab, wenn man spielt. Und ich finde dass es sich einfach klasse anfühlt. Diese beiden Punkte fehlen bei den Yamahas gleicher Preisklasse.
Nach dem Probieren eines CN 33 wusste ich, dass ich dieses Piano haben wollte.
Preis
Das Klavier kostete mich ca. 1.350,- Euro. Gekauft habe ich es nicht beim Händler vor Ort, sondern bei einem online Musikhaus. (musikhaus-kirstein.de) Der eigentliche Listenpreis des Händlers betrug 1429,- Euro. Der Preis galt für ein Set inklusive Kopfhörer (gute!) und Klavierhocker. Ich hatte aber im Internet noch einen Gutschein aufgestöbert, der den Kaufpreis um 5 % minderte und das hat sich echt gelohnt. Die Lieferung war dabei im Preis auch inbegriffen.
Der Preis ist zwar meiner Meinung nach für ein E-Piano recht hoch, jedoch muss man schon etwas mehr ausgeben, wenn es dem Klavier nahe kommen soll. Ich hatte vorher auch lange Instrumente verglichen.
Technische Details
Ich verstehe hiervon auch nicht alle Fachbegriffe, bzw. eigentlich eher wenige ... wem es hilfreich sein mag, hier sind die technischen Details.
- Tastatur: RH Mechanik, 88 Tasten mit Ivory Touch Oberfläche und Druckpunkt Simulation
- Klänge: 36
- Klangherkunft: Progressive Harmonic ImagingTM System (88 Tasten Sampling)
- Polyphonie: max. 96 Noten
- Lesson Funktion: 55 Übungstitel von Czerny und Burgmüller
- 4-Hand-Modus
- Anschlagsdynamik: Leicht 1, Leicht 2, Normal, Schwer 1, Schwer 2, aus
- Recorder: 3 Songs, 2 Spuren, max. 15.000 Noten
- Dämpfer Effekt
- Saitenresonanz
- Transponierung
- MIDI-Multimodus
- Feinstimmung
- historische Stimmungen
- Layer Octave Shift
- Lower Octave Shift
- Lower Pedal An/Aus
- Damper Hold
- Panel Lock
- LED-Display
- Demosongs: 30
- Concert Magic Songs: 88
- Pedale: Dämpfer (Halb-Pedal), Sostenuto, Piano
- Tastaturabdeckung: versenkbar
- Anschlüsse: Kopfhörer x 2, Line In, Line Out, MIDI In/Out, USB (to Host), USB (to Device)
- Lautsprecher: 16 cm x 2
- Leistung: 20 Watt x 2
- Maße (BxTxH): 138 x 47 x 88 cm
Design und Verarbeitung
Das CN 33 gibt es zunächst in verschiedenen Farben. Man kann zwischen Rosenholz, Schwarz matt, Weiß, Kirsche und Mahagoni entscheiden. Ich fand Rosenholz (ein dunkles Braun) und Mahagoni (rötlicher) am schönsten. Da das Rosenholz besser zu allen anderen Einrichtungsgegenständen passte, nahm ich diese Farbe.
Ein großer Teil des Pianos besteht aus echtem Holz, dies haben wir bei dem Zusammenbau festgestellt. Die Holzoberfläche ist beim Rosenholz dunkel braun lackiert, aber so, dass die Struktur des glatt geschliffenen Holzes noch zu sehen ist. Das sieht wirklich schön aus, es gefiel mir auf Anhieb.
Die Form des Klavieres könnt ihr auf dem Foto oben sehen. Es hat vorne zwei Säulen, die den Halt stärken. Darüber ist die Klaviatur, die eine ganze Menge wiegt =D. Auf dem Piano selbst, ist ein Notenständer drauf. Dieser lässt sich entweder hoch klappen zum Einsatz, oder runter klappen. Der Notenständer selbst ist stabil und lässt sich gut hoch oder runter stellen. Er ist ebenfalls aus Holz und gefährdet das Gesamtbild des Pianos keinesfalls.
Die gesamte Verarbeitung ist sehr schön anzusehen und ordentlich. Ein goldener KAWAI Schriftzug vollendet das Bild.
Gewicht
Das Kawai CN 33 wiegt insgesamt um die stolze 80 Kilo, also wie einer von uns. Im Vergleich zu einem richtigen Klavier ist das natürlich ein Fliegengewicht.
Der Aufbau
Das Piano wurde bestehen aus einigen Einzelteilen angeliefert. Das Größte Teil war dabei war der gesamte "Oberkorpus" des Pianos mit der Klaviatur. Allein dieses Teil wog um die 50 Kilo, da hatten die zwei Männer beim hoch schleppen auch nicht so viel zu lachen. Ansonsten war dort ein Teil für unten und die jeweils für die Seiten dabei, so wie die Rückwand. Das war es glaube ich auch schon. Der Aufbau war nicht zu schwer (vom denken her), dafür körperlich schwerer. Man muss es mindestens zu zwei machen, wobei die zwei Personen auch schon etwas in den Armen hane sollten, wenn das 50 Kilo Teil auf die anderen aufgesetzt wird. Der Aufbau dauerte vielleicht eine halbe bis eine Stunde. Ich hätte länger erwartet. Die Teile mussten dabei größtenteils zusammen geschraubt werden. So ist das Piano aber auch fest auf "den Beinen" und sehr stabil. Man sieht auch überhaupt nicht mehr dass es mal aus einzelnen, mehreren Teilen bestand.
Die Tasten
Das Kawai hat mehrere Klavierklänge, ich glaube sind 4 - außer ich habe noch nicht ganz entdeckt wie ich noch mehr einschalten kann, aber ich bezweifle es =D. Ich nutze dabei immer das Klavier Nummer 1 oder 2. Diese beiden finde ich am schönsten. Das Umschalten zwischen den Tönen geht dabei sehr einfach und schnell.
Man kann beim Spielen auch die Lautstärke des CN 33 verstellen. Ich lasse meistens eine mittlere Lautstärke drin und sage mir: Bei einem echten Klavier kannst du auch keine Lautstärke verstellen. Manchmal ist die Funktion trotzdem praktisch um runter zu drehen und das Klavier einen Tick leiser zu stellen, wenn man abends spielen möchte und andere schön schlafen sind. Ansonsten gibt es noch die Alternative Kopfhörer aufzusetzen. Unter der Klaviatur gibt es einen Stecker für Kopfhörer. Sobald diese im Gerät stecken, spielt es nur noch durch sie.
Und nun zu den Tasten des Kawai. Neben dem oben erwähnten Ivory Touch, der sie schön anzufühlen macht, hat es noch die RH Mechanik und Druckpunkt Simulation. Das heißt, die Tasten sind dem Klavier etwas ähnlich aufgebaut. Beim Klavier schlagen Hämmerchen beim herunterdrücken einer Taste auf. Ähnlich hat Kawai es auch nachgebaut. Das unterscheidet übrigens ein etwas teureres E-Piano von einem ganz preisgünstigem und vor allem von einem gewöhnlichen Keyboard. Die Tasten sind natürlich gewichtet. Durch dieses Gewicht schnellen sie hoch und geben generell mehr Widerstand beim spielen. Man hat nicht das Gefühl auf Pappe zu spielen wie bei einem Instrument ohne gewichtete Tasten.
Insgesamt kann ich also sagen dass das Instrument einem Klavier nah kommt, aber natürlich nicht ganz wie ein echtes ist. Eine Anfängerin wie ich merkt den Unterschied nur sehr gering. Das wird bei einem langjährig geübten Spieler vielleicht mehr sein. Aber lässt sich bei einem E-Piano eben nicht vermeiden.
Der Klang
Das Instrument hört sich natürlich nicht ganz wie ein echtes Klavier an, weil es durch nichts simuliert werden kann. Aber die Töne sind trotzdem sehr schön und gefallen mir. Es wird auch ein kleiner "Echo" Effekt simuliert, der beim Klavier ebenfalls vorhanden ist. Die Töne des CN 33 sollen von einem Flügel von Kawai stammen. Ich weiß nur leider nicht welches Modell es sein soll.
Weitere Klänge
Es gibt neben den Klavier Tönen, auch ein ein Electric Piano (hört sich verträumt an), Kirchenorgel, Gitarre und noch ein Paar Stimmen, die ich selten benutze. Sie hören sich zwischendurch als Spielerei ganz gut an und auch schön. Aber schließlich möchte ich das Klavier spielen lernen und keine Gitarre. Sonst würde ich mir eine Gitarre kaufen. Wen diese Stimmen interessieren, sie hören sich wie das Klavier auch sehr gut an. Es sind aber nicht all zu viele die zur Auswahl stehen.
Weitere Funktionen
Ich habe bis jetzt nur wenige Funktionen des CN gebraucht und ausprobiert. Es liegt daran dass ich es mehr wie ein Klavier benutze. Was sehr praktisch ist, ist dennoch die Aufnahme. Beim Spielen muss man nur auf einen Knopf drücken und es wird aufgenommen. Danach kann man sich das gespielte vorspielen und anhören. Ich finde das hilft dabei den Ausdruck bei Spielen zu verbessern, weil man nun wie ein "Außenstehender" aufpasst und sich voll auf die Klänge konzentrieren kann. Das Aufgenommene könnte man sich auch per USB Kabel auf den PC oder ähnliches überspielen. Aber dies mache ich nie.
Nun ja, und sonst sind noch Musikstücke auf dem Piano abgespeichert. Es gibt da einen ganz tollen Knopf =D Den drückt man. Und jetzt spielt man beliebige Tasten, egal was man drückt, es kommt der nächste richtige Ton. Eine nette Spielerei =). Man kann sich die Musikstücke meine ich auch vorspielen lassen und nachspielen, aber das habe ich noch nicht ausprobiert.
Da gibt es wohl auch noch weitere Funktionen die ich nicht brauche, bzw. nutze.
Die Klaviaturabdeckung
Und damit die Klaviatur nicht verstaubt und immer schön sauber bleibt und geschützt ist, gibt es eine Abdeckung. Sie wird nicht wie beim echten Piano hoch und runter geklappt, sondern sozusagen aus dem Klavier selbst herausgezogen bzw. herausgefahren und wieder eingefahren. Die Abdeckung gleitet dabei leise und einfach.
Die Bedienungsanleitung
Diese ist sehr dick. Sie gibt es gleich in vielen verschieden Sprachen. Sie leitet einen gut durch die Installation und Funktionen des CN 33.
Reinigung?
Das Klavier reinigen? Wieso? Das einzige was mir an diesem E-Piano nicht so ganz gefällt, ist dass es Staub förmlich anzieht. Manchmal habe ich das Gefühl dass es sich den Staub richtig ansaugt aus dem Zimmer. Eine Woche keinen Staub zu wischen ist eine Katastrophe. Dann sammelt sich eine richtig dicke Schicht auf der Oberfläche. Das könnte daran liegen dass Elektronik generell viel Staub anzieht. Wenn das Piano immer toll aussehen soll, muss es bei mir jeden Tag gewischt werden. Manchmal vergesse ich es, jeden Tag kommt man da auch nicht zu. Das ist dann auch nicht so schlimm ... . Dazu nehme ich am liebsten einen Staubmagnet von Swiffer oder notfalls einen normalen trockenen Lappen und wische das Klavier eben ab. Das ist eine Sache von einer Minute und gut investierte Zeit.
Fazit
Das Kawai CN 33 ist meiner Meinung nach das Beste was man für den Preis bei E-Pianos findet. Es hat einen schönen Klang - und was mir besonders wichtig ist: Die Klaviatur kommt dem Klavier sehr nah. Es macht Spaß auf diesem Instrument Klavier zu spielen, ja, auch wenn es kein echtes ist, es ist wunderbar. Zudem sieht es wunderschön aus und ist ein echter Hingucker.
Ich kann das Kawai wirklich nur empfehlen. Vor dem Kauf eines Instrumentes empfehle ich aber auch für Anfänger viele verschiedene Modelle auszuprobieren. Man merkt die Unterschiede auch ohne große Fachkenntnisse und kann sich dann nach Gefühl entscheiden.
Dieses Piano bekommt von mir die wohl verdienten 5 Sterne!
Ich danke euch für das Lesen, Bewerten und Kommentieren!
Liebe Grüße,
cherry123
Hallo ihr Lieben,
mein heutiger Bericht ist über ein wirklich wunderschönes Instrument. Meiner Meinung nach macht ein Klavier die schönste und vielfältigste Musik von allen Instrumenten und ist der König aller Musikinstrumente. Ich liebe es ... .
Es handelt sich um das:
Kawai CN 33.
Und ja, eigentlich ist es auch gar kein "richtiges" Klavier. Es ist "nur" ein Elektronisches Klavier.
Warum ein E-Piano und kein "richtiges" Klavier?
Als Kind hatte ich ein Jährchen Klavierunterricht und schmiss das ganze dann gleich hin, weil ich keine Lust hatte zu üben. Natürlich habe ich es später ja doch bereut und wollte nun im erwachsenen Altern nochmal von Vorne beginnen, und das Klavierspielen lernen.
Dafür sollte natürlich am besten gleich ein Klavier her zur Übung. Es gab nur die folgenden Probleme:
1. Ein Klavier ist super teuer. Man muss es nicht nur bezahlen, sonder auch ein Mal im Jahr stimmen lassen und das kostet auch.
2. Das Klavier ist sehr sehr schwer und nicht so schnell in den zweiten Stock zu kriegen. Es passt nicht wirklich durch das Treppenhaus. Außerdem haben wir vor in den nächsten Jahren mindestens ein Mal umzuziehen. Selbst wenn man das Klavier irgendwie hoch bekommen hätte - wer trägt es wieder runter?
Ich weiß dass ein echtes Klavier schöner klingt, eben weil es eins ist. Schon allein das Gefühl zu wissen, dass man auf einem richtigen Klavier spielt macht es schöner =) Dennoch musste ich mich wegen den beiden oben genannten Gründen für ein E-Piano entschieden. Und ich kann nur sagen: Ich habe es kein Mal bereut!
Warum ein Kawai und kein Yamaha?
Vor meinem Kauf probierte ich in ein paar Musikhäusern verschiedene Instrumente aus. Die Instrumente der Noname Marken gefielen mir gleich eher weniger, auch wenn die Preise verlockend waren. Mein Budget lag zuerst auch nur bei 1.000,- Euro. Ich merkte dann aber dass wenn ich noch etwas drauf lege, das Instrument wirklich um einiges besser wird. Und 1.000,- Euro ausgeben und danach nicht zufrieden sein, das ist auch nicht so das wahre. Also schaute ich auch in der Preisklasse darüber.
Ich wollte das Gefühl entscheiden lassen und schauen, welches Piano sich besser anfühlt. Viele schwärmen von den Clavinovas von Yamaha. Doch nach dem Vergleich des Clavinovas zum Kawai der gleichen Preisklasse stellte ich fest, dass man bei Kawai viel mehr für sein Geld bekommt! Das CN 33 hat die neuartige Druckpunktsimulation, die ein Klavier besser nachstellt. Und beim Bespielen gleiten die Tasten viel schneller zurück, das ist wirklich angenehmer! Außerdem hat es die Ivory Touch Oberfläche auf den Tasten. Das ist sozusagen eine Nachstellung des Elfenbeins. Die Tasten fühlen sich nicht glatt an, aber auch nicht rau. Man rutscht mit den Fingern nicht so schnell von den Tasten ab, wenn man spielt. Und ich finde dass es sich einfach klasse anfühlt. Diese beiden Punkte fehlen bei den Yamahas gleicher Preisklasse.
Nach dem Probieren eines CN 33 wusste ich, dass ich dieses Piano haben wollte.
Preis
Das Klavier kostete mich ca. 1.350,- Euro. Gekauft habe ich es nicht beim Händler vor Ort, sondern bei einem online Musikhaus. (musikhaus-kirstein.de) Der eigentliche Listenpreis des Händlers betrug 1429,- Euro. Der Preis galt für ein Set inklusive Kopfhörer (gute!) und Klavierhocker. Ich hatte aber im Internet noch einen Gutschein aufgestöbert, der den Kaufpreis um 5 % minderte und das hat sich echt gelohnt. Die Lieferung war dabei im Preis auch inbegriffen.
Der Preis ist zwar meiner Meinung nach für ein E-Piano recht hoch, jedoch muss man schon etwas mehr ausgeben, wenn es dem Klavier nahe kommen soll. Ich hatte vorher auch lange Instrumente verglichen.
Technische Details
Ich verstehe hiervon auch nicht alle Fachbegriffe, bzw. eigentlich eher wenige ... wem es hilfreich sein mag, hier sind die technischen Details.
- Tastatur: RH Mechanik, 88 Tasten mit Ivory Touch Oberfläche und Druckpunkt Simulation
- Klänge: 36
- Klangherkunft: Progressive Harmonic ImagingTM System (88 Tasten Sampling)
- Polyphonie: max. 96 Noten
- Lesson Funktion: 55 Übungstitel von Czerny und Burgmüller
- 4-Hand-Modus
- Anschlagsdynamik: Leicht 1, Leicht 2, Normal, Schwer 1, Schwer 2, aus
- Recorder: 3 Songs, 2 Spuren, max. 15.000 Noten
- Dämpfer Effekt
- Saitenresonanz
- Transponierung
- MIDI-Multimodus
- Feinstimmung
- historische Stimmungen
- Layer Octave Shift
- Lower Octave Shift
- Lower Pedal An/Aus
- Damper Hold
- Panel Lock
- LED-Display
- Demosongs: 30
- Concert Magic Songs: 88
- Pedale: Dämpfer (Halb-Pedal), Sostenuto, Piano
- Tastaturabdeckung: versenkbar
- Anschlüsse: Kopfhörer x 2, Line In, Line Out, MIDI In/Out, USB (to Host), USB (to Device)
- Lautsprecher: 16 cm x 2
- Leistung: 20 Watt x 2
- Maße (BxTxH): 138 x 47 x 88 cm
Design und Verarbeitung
Das CN 33 gibt es zunächst in verschiedenen Farben. Man kann zwischen Rosenholz, Schwarz matt, Weiß, Kirsche und Mahagoni entscheiden. Ich fand Rosenholz (ein dunkles Braun) und Mahagoni (rötlicher) am schönsten. Da das Rosenholz besser zu allen anderen Einrichtungsgegenständen passte, nahm ich diese Farbe.
Ein großer Teil des Pianos besteht aus echtem Holz, dies haben wir bei dem Zusammenbau festgestellt. Die Holzoberfläche ist beim Rosenholz dunkel braun lackiert, aber so, dass die Struktur des glatt geschliffenen Holzes noch zu sehen ist. Das sieht wirklich schön aus, es gefiel mir auf Anhieb.
Die Form des Klavieres könnt ihr auf dem Foto oben sehen. Es hat vorne zwei Säulen, die den Halt stärken. Darüber ist die Klaviatur, die eine ganze Menge wiegt =D. Auf dem Piano selbst, ist ein Notenständer drauf. Dieser lässt sich entweder hoch klappen zum Einsatz, oder runter klappen. Der Notenständer selbst ist stabil und lässt sich gut hoch oder runter stellen. Er ist ebenfalls aus Holz und gefährdet das Gesamtbild des Pianos keinesfalls.
Die gesamte Verarbeitung ist sehr schön anzusehen und ordentlich. Ein goldener KAWAI Schriftzug vollendet das Bild.
Gewicht
Das Kawai CN 33 wiegt insgesamt um die stolze 80 Kilo, also wie einer von uns. Im Vergleich zu einem richtigen Klavier ist das natürlich ein Fliegengewicht.
Der Aufbau
Das Piano wurde bestehen aus einigen Einzelteilen angeliefert. Das Größte Teil war dabei war der gesamte "Oberkorpus" des Pianos mit der Klaviatur. Allein dieses Teil wog um die 50 Kilo, da hatten die zwei Männer beim hoch schleppen auch nicht so viel zu lachen. Ansonsten war dort ein Teil für unten und die jeweils für die Seiten dabei, so wie die Rückwand. Das war es glaube ich auch schon. Der Aufbau war nicht zu schwer (vom denken her), dafür körperlich schwerer. Man muss es mindestens zu zwei machen, wobei die zwei Personen auch schon etwas in den Armen hane sollten, wenn das 50 Kilo Teil auf die anderen aufgesetzt wird. Der Aufbau dauerte vielleicht eine halbe bis eine Stunde. Ich hätte länger erwartet. Die Teile mussten dabei größtenteils zusammen geschraubt werden. So ist das Piano aber auch fest auf "den Beinen" und sehr stabil. Man sieht auch überhaupt nicht mehr dass es mal aus einzelnen, mehreren Teilen bestand.
Die Tasten
Das Kawai hat mehrere Klavierklänge, ich glaube sind 4 - außer ich habe noch nicht ganz entdeckt wie ich noch mehr einschalten kann, aber ich bezweifle es =D. Ich nutze dabei immer das Klavier Nummer 1 oder 2. Diese beiden finde ich am schönsten. Das Umschalten zwischen den Tönen geht dabei sehr einfach und schnell.
Man kann beim Spielen auch die Lautstärke des CN 33 verstellen. Ich lasse meistens eine mittlere Lautstärke drin und sage mir: Bei einem echten Klavier kannst du auch keine Lautstärke verstellen. Manchmal ist die Funktion trotzdem praktisch um runter zu drehen und das Klavier einen Tick leiser zu stellen, wenn man abends spielen möchte und andere schön schlafen sind. Ansonsten gibt es noch die Alternative Kopfhörer aufzusetzen. Unter der Klaviatur gibt es einen Stecker für Kopfhörer. Sobald diese im Gerät stecken, spielt es nur noch durch sie.
Und nun zu den Tasten des Kawai. Neben dem oben erwähnten Ivory Touch, der sie schön anzufühlen macht, hat es noch die RH Mechanik und Druckpunkt Simulation. Das heißt, die Tasten sind dem Klavier etwas ähnlich aufgebaut. Beim Klavier schlagen Hämmerchen beim herunterdrücken einer Taste auf. Ähnlich hat Kawai es auch nachgebaut. Das unterscheidet übrigens ein etwas teureres E-Piano von einem ganz preisgünstigem und vor allem von einem gewöhnlichen Keyboard. Die Tasten sind natürlich gewichtet. Durch dieses Gewicht schnellen sie hoch und geben generell mehr Widerstand beim spielen. Man hat nicht das Gefühl auf Pappe zu spielen wie bei einem Instrument ohne gewichtete Tasten.
Insgesamt kann ich also sagen dass das Instrument einem Klavier nah kommt, aber natürlich nicht ganz wie ein echtes ist. Eine Anfängerin wie ich merkt den Unterschied nur sehr gering. Das wird bei einem langjährig geübten Spieler vielleicht mehr sein. Aber lässt sich bei einem E-Piano eben nicht vermeiden.
Der Klang
Das Instrument hört sich natürlich nicht ganz wie ein echtes Klavier an, weil es durch nichts simuliert werden kann. Aber die Töne sind trotzdem sehr schön und gefallen mir. Es wird auch ein kleiner "Echo" Effekt simuliert, der beim Klavier ebenfalls vorhanden ist. Die Töne des CN 33 sollen von einem Flügel von Kawai stammen. Ich weiß nur leider nicht welches Modell es sein soll.
Weitere Klänge
Es gibt neben den Klavier Tönen, auch ein ein Electric Piano (hört sich verträumt an), Kirchenorgel, Gitarre und noch ein Paar Stimmen, die ich selten benutze. Sie hören sich zwischendurch als Spielerei ganz gut an und auch schön. Aber schließlich möchte ich das Klavier spielen lernen und keine Gitarre. Sonst würde ich mir eine Gitarre kaufen. Wen diese Stimmen interessieren, sie hören sich wie das Klavier auch sehr gut an. Es sind aber nicht all zu viele die zur Auswahl stehen.
Weitere Funktionen
Ich habe bis jetzt nur wenige Funktionen des CN gebraucht und ausprobiert. Es liegt daran dass ich es mehr wie ein Klavier benutze. Was sehr praktisch ist, ist dennoch die Aufnahme. Beim Spielen muss man nur auf einen Knopf drücken und es wird aufgenommen. Danach kann man sich das gespielte vorspielen und anhören. Ich finde das hilft dabei den Ausdruck bei Spielen zu verbessern, weil man nun wie ein "Außenstehender" aufpasst und sich voll auf die Klänge konzentrieren kann. Das Aufgenommene könnte man sich auch per USB Kabel auf den PC oder ähnliches überspielen. Aber dies mache ich nie.
Nun ja, und sonst sind noch Musikstücke auf dem Piano abgespeichert. Es gibt da einen ganz tollen Knopf =D Den drückt man. Und jetzt spielt man beliebige Tasten, egal was man drückt, es kommt der nächste richtige Ton. Eine nette Spielerei =). Man kann sich die Musikstücke meine ich auch vorspielen lassen und nachspielen, aber das habe ich noch nicht ausprobiert.
Da gibt es wohl auch noch weitere Funktionen die ich nicht brauche, bzw. nutze.
Die Klaviaturabdeckung
Und damit die Klaviatur nicht verstaubt und immer schön sauber bleibt und geschützt ist, gibt es eine Abdeckung. Sie wird nicht wie beim echten Piano hoch und runter geklappt, sondern sozusagen aus dem Klavier selbst herausgezogen bzw. herausgefahren und wieder eingefahren. Die Abdeckung gleitet dabei leise und einfach.
Die Bedienungsanleitung
Diese ist sehr dick. Sie gibt es gleich in vielen verschieden Sprachen. Sie leitet einen gut durch die Installation und Funktionen des CN 33.
Reinigung?
Das Klavier reinigen? Wieso? Das einzige was mir an diesem E-Piano nicht so ganz gefällt, ist dass es Staub förmlich anzieht. Manchmal habe ich das Gefühl dass es sich den Staub richtig ansaugt aus dem Zimmer. Eine Woche keinen Staub zu wischen ist eine Katastrophe. Dann sammelt sich eine richtig dicke Schicht auf der Oberfläche. Das könnte daran liegen dass Elektronik generell viel Staub anzieht. Wenn das Piano immer toll aussehen soll, muss es bei mir jeden Tag gewischt werden. Manchmal vergesse ich es, jeden Tag kommt man da auch nicht zu. Das ist dann auch nicht so schlimm ... . Dazu nehme ich am liebsten einen Staubmagnet von Swiffer oder notfalls einen normalen trockenen Lappen und wische das Klavier eben ab. Das ist eine Sache von einer Minute und gut investierte Zeit.
Fazit
Das Kawai CN 33 ist meiner Meinung nach das Beste was man für den Preis bei E-Pianos findet. Es hat einen schönen Klang - und was mir besonders wichtig ist: Die Klaviatur kommt dem Klavier sehr nah. Es macht Spaß auf diesem Instrument Klavier zu spielen, ja, auch wenn es kein echtes ist, es ist wunderbar. Zudem sieht es wunderschön aus und ist ein echter Hingucker.
Ich kann das Kawai wirklich nur empfehlen. Vor dem Kauf eines Instrumentes empfehle ich aber auch für Anfänger viele verschiedene Modelle auszuprobieren. Man merkt die Unterschiede auch ohne große Fachkenntnisse und kann sich dann nach Gefühl entscheiden.
Dieses Piano bekommt von mir die wohl verdienten 5 Sterne!
Ich danke euch für das Lesen, Bewerten und Kommentieren!
Liebe Grüße,
cherry123
35 Bewertungen, 5 Kommentare
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02.07.2012, 21:57 Uhr von morla
Bewertung: besonders wertvolleinen guten wochenstart lg. petra
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02.07.2012, 19:37 Uhr von XXLALF
Bewertung: besonders wertvoll...und einen guten wochenstart
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02.07.2012, 16:58 Uhr von peter_nordberg
Bewertung: besonders wertvollWürde mich über ne Gegenlesung freuen. lg Peter
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02.07.2012, 15:55 Uhr von Cinderella22
Bewertung: besonders wertvollSehr guter Bericht :-) LG
-
02.07.2012, 15:14 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße....Katja
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