Paranormal Activity 3 (DVD) Testbericht

Paranormal-activity-3-dvd-horrorfilm
ab 10,71
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2012
5 Sterne
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4 Sterne
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  viel
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von LilithIbi

Teil 3 ist eigentlich Teil 1; Teil 4 wird dann der Nullte. Oder so ähnlich.

3
  • Action:  durchschnittlich
  • Anspruch:  durchschnittlich
  • Romantik:  sehr niedrig
  • Humor:  wenig humorvoll
  • Spannung:  spannend
  • Altersgruppe:  ab 16 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  Kino-Version

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Ja

Für mich war es klar, dass ich mir

===“Paranormal Activity 3“=== nicht entgehen lassen würde. Nach ein paar Verhinderungschwierigkeiten zwischenmenschlicher Natur stellte ich somit erst kürzlich fest, dass manche Menschen diese Kinos verwiesen gehören sollten, eben weil jene durch ihre eigene Geräuschkulisse beinahe sämtliche Wirkung des einzigartigen Grusels innerhalb der Mokumentary-Filme kaputt palavern.
Wie dem aber auch sei ~ im Grunde genommen kann ich vorab schon verkünden, dass _„Paranormal Activity 3“_ quasi eher der Teil ist, den man den anderen beiden voranstellen darf. Sprich: Es geht hauptsächlich um die Ereignisse in den September-Nächten im Jahre 1988, die sich hier vorrangig um die kindlichen Geschwister Kristi ( Jessica Tyler Brown) und Katie (Chloe Csengery) drehen.
Ein Ausflug ins Jahr 2005 oder gar 2006 findet lediglich eingangs statt, um darauf hinzuweisen, dass sämtliche VHS-Aufnahmen, die 1988 gefertigt wurden, aus dem verwüsteten Haus verschwunden sind. Wer die ersten beiden Teile kennt, blickt somit auch durch, dass die nunmehr erwachsene Kristi (Sprague Grayden) bereits Hunter unter ihrem Herzen trägt, um den es im zweiten Teil ging. Wer hingegen lediglich den dritten Teil zu Gesicht bekommt... der wird von den ersten Szenen womöglich lediglich verwirrt sein, wird allerdings mit keinerlei wahrhaftigen Nachteilen besegnet werden. '''Soll heißen: _„Paranormal Activity 3“_ hat es meines Erachtens nach geschafft, gleichzeitig völlig alleinstehend zu funktionieren wie auch ohne die anderen Teile nicht auszukommen ~ dass zu guter Letzt klar ist, dass ein vierter Teil, der sodann eher der wirkliche zweite, während der hier thematisierte dritte eher der nullte ist, entstehen wird, dürfte niemanden mehr überraschen.'''

Wer mir an dieser Stelle nicht folgen kann, der möge bitte nicht verzweifeln ~ als eigenständiger Gruselfilm schafft _„Paranormal Activity 3“_ es durchaus, jene zu begeistern, die keinen Wert auf großartige Erklärungsszenarien legen sondern schlicht und ergreifend hinnehmen, dass etwas so ist, wie es eben ist.

Der Wiedererkennungsfaktor ist einerseits nichts, was den Zuschauer noch vor lauter Überraschung aus dem Sessel wirft, bereitet andererseits innerlich darauf vor, dass „gleich etwas passieren wird“ und intensiviert den Zusammenzuck-Faktor brachial. Besonders hervorzuheben in diesem Kontext somit weiterhin der Umstand, dass die Macher sich einige neue Raffinessen einfallen ließen, die durchaus ebenfalls den Herzschlag erhöhen. Konsequenterweise wird es nach wie vor Filmgucker geben, die nichts, aber auch gar nichts faszinierendes oder gar (an)spannendes darin sehen, das Paar Julie (Lauren Bittner) und Dennis (Christopher Nicholas Smith) via installierter Handkamera beim Schlafen zu beobachten oder darauf zu lauern, dass im Zimmer der (nicht gemeinsamen!) Kinder Kristi und Cathy etwas vor sich geht.

Tatsächlich liegt der Fokus hier, wie bereits erwähnt, vorrangig auf Kristi, die eines schönen Tages von einem gewissen Toby zu erzählen beginnt. Während es nun erstmalig Frauchen es ist, die jenen kurzerhand zum imaginären Freund erklärt und auch diverse nächtliche Geräusche nicht sonderlich ernst nimmt, will Dennis die Ereignisse mit der Kamera festhalten, um seine Freundin davon zu überzeugen, dass in dem Haus etwas ganz und gar nicht in Ordnung ist. Knuffige bitte-glaub-mir-doch-das-da-was-seltsam-ist Monologe aka

_„Das ist ein neues Haus. Das soll keine komischen Geräusche machen.“_

finden erneut ihre Anwendung und geben nicht zuletzt Aufschluss über die einzelnen Charaktere, die dementgegen jedoch bis zu guter Letzt eher oberflächlich betrachtet werden.

Frischer Wind weht durch die Idee, die Kamera hier nicht nur fest zu installieren, sondern darüber hinaus eine einzelne von links nach rechts schwenken zu lassen. Jene Momente, in denen somit zuerst das Esszimmer und sodann die Küche zu sehen sind, sorgen nicht nur einmal für absolute Beklemmung und wahre Schreckensmomente ~ wer sich liebhassend an jene Szene inmitten _„Paranormal Activity 2“_ erinnert, in der Daniel seine Familie mit dem Poolreiniger veralbert und somit nicht zuletzt beim Publikum für halbe Herzstillstände sorgt... der kommt in der aktuellen Filmreihe ebenfalls auf seine Kosten.

Im altbekannten modus operandi werden auch hier diverse Gespräche mitten im Dialog abgebrochen, um sich auf das Wesentliche zu konzentrieren, während sich der Gruselstreifen unbestreitbar erneut Zeit lässt, um den Zuschauer mit denkwürdigen Ereignissen zu konfrontieren. Die ein oder anderen Bilder wiederholen sich, so dass meiner Vermutung nach so einige Gucker eher nichts spannendes oder gar ungewöhnliches an den ersten nächtlichen Aufnahmen zu beobachten meinen werden.

Das alte Tür-auf-Tür-zu-Spiel plus nächtlicher wortwörtlicher Knalleffekte findet mal wieder seinen Platz wie stete Anwendung ~ und funktioniert für mich nach wie vor. Dass die eigentliche bedrohliche Atmosphäre auf den Zuschauer naturgemäß völlig anders, im Sinne von: nuanciert feinfühliger wirkt, wenn wie hier zwei entzückende Kinder in den Mittelpunkt gerückt werden, liegt auf der Hand. Nicht zu verachten in diesem Kontext die Idee, dass Kathie selbst vorrangig tough, ernsthaft und keinesfalls ängstlich erscheint ~ ein Aspekt, der sich jedoch spätestens bei ihrer gemeinsamen Badezimmererlebnisse mit dem absolut umwerfend liebenswert-schrulligen Familienfreund Randy ins Gegenteil umkehrt.

'''Generell mag ich auch zu diesem Film nicht allzu viel an Details offenbaren;''' '''eben weil jener lediglich 86Minuten dauert und an für sich auch nicht arg viel an eigentlichem Handlungsverlauf passiert.''' Gelinde gesagt ereignet sich hier „noch weniger“ als inmitten der Auftaktveröffentlichung, die seinerzeit noch als _„basierend auf echten Erlebnissen“_ vermarktet wurde.

Nach wie vor wird eine Art auflockernder Humor nicht gerade kleingeschrieben; wurde erfreulicherweise in wiederholt gelungener bewusst-sparsamer Menge dosiert und trug vollumfänglich dafür Sorge, das Ganze '''nicht''' ins Lächerliche zu ziehen. Über ein-zwei Szenen mag man sich wie so oft streiten können, ob diese nun tatsächlich gruselig doch oder eher unfreiwillig komisch daherkommen ~ nichtsdestotrotz jedoch sind manche Szenarien nichts für schwache Nerven.

Für mich persönlich überraschend, dass _“Paranormal Activity 3“_ zum Abschluss auf die sonstig typische Schriftbildeinblendung verzichtet. Wer somit die anderen Teile nicht kennt, wird somit gar nicht erst auf die Idee kommen (können), dass nach wie vor die Brücke fehlt, die Bezug auf das im ersten sowie zweiten Teil erwähnte abgebrannte Elternhaus nimmt.

Fragen bleiben erwartungsgemäß erneut offen ~ überdies dürfte Fakt sein, dass Einzelteilgucker explizit mit den letzten Bildern zufrieden sein dürften. Eben jener Umstand stellt für mich die altbekannte Gretchenfrage dar: ist es nun „besser“, diesen Teil ohne die anderen zu betrachten, oder „darf“ man sie lediglich in Verbindung miteinander sehen?

Unbestreitbar ist es bereits in den ersten Filmszenen nicht gerade einfach, sich unbeirrbar hineinzufinden, was wann wo vor sich geht oder ging. Der Ausgang, bei dem die Macher in jedweder Hinsicht noch mal so richtig loslegten, dürfte zum einen dem breiten Publikum zu hektisch, fragwürdig und nicht zuletzt viel zu offen erscheinen und zum anderen für jene, die sodann die (bisherige) Trilogie kennen, ein leichtes Ärgernis darstellen, eben weil sie mit dem Wissen ins heimische Bettchen gehen, dass _„Paranormal Activity 3“_ fürwahr keine einzige Frage beantwortet, sondern vielmehr lediglich neue aufgeworfen hat.

~ Generell erfordert jeder der einzelnen Verfilmungen eine hohe Aufmerksamkeitsspanne, um diverse kleinere Dingelchen zu erfassen. Offen gestanden wundert es mich nicht, dass insbesondere jene Filmgucker, die während der Vorführung quaselten und / oder auf ihr Handy gafften, kaum etwas für Ariel Schulman & Henry Joost's Regiewerk übrig hatten. Dabei hat sich meines Erachtens nach nicht zuletzt Drehbuchautor Christopher B. Landon unglaubliche Mühe gegeben, Fans mit einem Wiedererkennungsfaktor wie auch neuen Effekten zu verwöhnen.
Dass ich persönlich von dem für mich hohen (An)Spannungspotential, welches vollends bravourös ausgenutzt wird, mehr als angetan bin, dürfte an dieser Stelle bereits niemanden mehr überraschen.

===Summa summarum=== finde ich hier nur wenig Anlass für Kritik. Obschon ich selbst etwas konsterniert auf den plötzlichen „huch, das wars jetzt schon wieder?“ Gedanken reagierte, freue ich mich bereits jetzt auf den nächsten Teil.

Meiner These nach funktioniert dieser Fortsetzungsgedanke (oder gar Wahn) in diesem Fall lediglich deswegen so gut, weil quasi rückwärts erzählt wird. Wer nun allerdings versuchen sollte, ganz ausgebufft zu sein, indem er die (späteren) DVDs einfach ebay-mäßig 3-2-1 guckt, wird die Puzzlefragmente zwar vermutlich einfacher zusammensetzen können, gleichermaßen jedoch feststellen müssen, dass sich das Szenario somit um einiges unspannender gestaltet.
Behaupte ich jetzt einfach mal.
Eben weil es sodann halt ein a-typischer Ablauf wäre, den man bereits inmitten stolzer 7 _„Amityville Horror“_ Abläufe zur Genüge kennt.
Genial, nicht wahr?

So albern es nun klingt; so bewundernswert finde ich eben jene Idee der Macher. Ob diese sich nun Teil für Teil neue Gedanken machen oder gar von Anfang an feststand, dem Zuschauer immerzu lediglich ein paar Brocken hinzuwerfen, um schlussendlich erst bei Teil 27 Bezug zum vermeintlichen _„Die Mutter ist an allem Schuld“_ Gedanken zu nehmen... man weiß es nicht. Entsprechendes befürchten darf man jedoch trotzdem lansam.
Lange Rede, wenig Sinn: obschon auch ich ein wenig unzufrieden damit bin, dass inmitten _„Paranormal Activity 3“_ quasi kein Deut Ursachenforschung betrieben wird und nicht einmal wirklich berücksichtigt wurde, dass jener Toby, der laut Katie „sehr groß und so alt wie Oma“ sein soll, kaum in die kleine Kammer passen dürfte, gebe ich dem Gesamtwerk stolze 4 Punkte.

Erneut entzieht es sich hier meiner Logik, dass der ungläubige Part vom inzwischen mehr als verängstigten nicht einfach mit den Videoaufnahmen konfrontiert wird sondern stattdessen jeder für sich allein weiter bretzelt. Ferner kam es mir ein wenig übertrieben vor, welche Ausmaße die Geräuschkulisse der umgeworfenen Möbelstücke im Kinderzimmer originalgetreu nahmen, ohne dass hiervon Mama nebst Stiefvater aus ihrer Tiefschlafphase geweckt wurden. Bedauerlich ebenso jene Facette, dass nur am äußersten Rand auf obskure Zeichnungen an den Wänden eingegangen wurde ~ nicht, weil ich nicht ahne, dass diese noch in weiteren Veröffentlichungen eine Rolle spielen werden, sondern eher dahingehend, dass diese für Einzel-Teil-Gucker somit ganz und gar keinen Sinn machen und regelrecht untergehen.

Nach wie vor bleibt es somit bei dem meinigen persönlichen Anraten, sich entweder ausschließlich auf einen (beliebigen) Teil der Reihe einzulassen, oder aber die Komplett-Sichtung möglichst ohne größere Pausen anzusehen. Weil jedes Detail mehr zählen könnte, als man es anfänglich erwarten wird.
Ein wenig darum bangend, dass über kurz oder lang über das Ziel hinaus ge-fortsetzt wird, gebe ich hier wie bereits erwähnt 4 Sterne nebst einer Neutralitätsempfehlung ~ sollte allerdings nach dem vermeintlichen nächsten Teil nicht seitens der Macher Schluss sein, dann beende ich für mich jene „Serie“ gedanklich ähnlicher Manier, wie ich ebenfalls beschlossen habe, dass _„Saw“_ lediglich 3 Teile hat.

37 Bewertungen, 7 Kommentare

  • schmusenase

    23.11.2011, 23:21 Uhr von schmusenase
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr hilfreich und Herzliche Grüße!

  • Luna2010

    19.11.2011, 23:54 Uhr von Luna2010
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht. Ich freu mich auf mehr und auf deine Gegenlesungen!

  • Lale

    19.11.2011, 20:10 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Allerbesten Gruß *~*

  • Mondlicht1957

    19.11.2011, 15:26 Uhr von Mondlicht1957
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehre hilfreich und liebe Grüsse

  • tina08

    19.11.2011, 15:21 Uhr von tina08
    Bewertung: sehr hilfreich

    Viele Grüße ... Tina

  • Matze081

    19.11.2011, 14:15 Uhr von Matze081
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöne Grüße aus Greifswald ;)

  • Miraculix1967

    19.11.2011, 13:59 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönes Wochenende und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967