Sherlock Holmes 2 - Spiel im Schatten (DVD) Testbericht

ab 6,63
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Summe aller Bewertungen
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  durchschnittlich
  • Humor:  humorvoll
  • Spannung:  spannend

Erfahrungsbericht von LilithIbi

Da fällt mir nicht einmal eine Überschrift zu ein.

2
  • Action:  sehr viel
  • Anspruch:  anspruchsvoll
  • Romantik:  niedrig
  • Humor:  durchschnittlich
  • Spannung:  langweilig
  • Altersgruppe:  ab 12 Jahren
  • Meinung bezieht sich auf:  DVD-Version

Pro:

-

Kontra:

-

Empfehlung:

Nein

Nachdem ich seinerzeit die Neuauflage von “Sherlock Holmes“ als eher mittelprächtig empfand, war ich bezüglich des im Jahre 2011 entstandenen Fortsetzungsfilms

===“Sherlock Holmes 2 ~ Spiel im Schatten“=== hin und hergerissen. Fakt ist auch hier: ohne den Umstand, dass Robert Downey jr. (erneut) die Hauptrolle spielen sollte, hätte ich mir die verauslagten 8,99€ (Media Markt) sicherlich gespart.

Zugegeben, mit den ganzen Geschichten rund um Sherlock Holmes oder gar nur sonstigen Detektivstorys konnte ich noch nie sonderlich viel anfangen. Da mich jedoch der erste Teil positiv überraschte und mich meine Erinnerung obendrein ein wenig trübte, sah ich mir am gestrigen Tage den 123minütigen Kriminalfilm an. Wie lang eine Spielzeit von etwa 2 Stunden sich tatsächlich anfühlen kann, sollte mir sodann erneut bewusst werden.

Der Inhalt gestaltet sich erneut recht (in Sinne von: hier eigentlich schon viel zu viel) actionreich und von Anfang an mitten im Geschehen, welches ich jedoch nur überaus grob ansprechen mag, da der Film an sich meines Erachtens nach überaus überladen und – zumindest für mich – zu viele Handlungsstricke verfolgte und somit nicht zuletzt absonderlich verwirrend fungierte.
1891 ereignet sich in Straßburg ein Bombenanschlag. Sherlock Holmes (Robert Downey jr.), der nicht an eine Einzeltat glaubt, sondern bereits jetzt seine eigene Theorie hat, schafft es natürlich, eine weitere Katastrophe zu verhindern, indem er Dr. Hoffmansthal (Wolf Kahler) daran hindert, ein Päckchen zu öffnen, welches ihm Irene Adler (Rachel McAdams) überreichte.

Laut Holmes‘ Vermutung steckt Professor Moriarty (Jared Harris) hinter den diversen Anschlägen, weiterhin spielt die Zigeunerin Simza (Noomi Rapace) nebst ihrem verschollenen Bruder Rene eine Rolle ~ beide waren ebenfalls in die Anschläge verwickelt, während zumindest Simza den Ausstieg versuchte….

‘‘‘Der Umsetzung‘‘‘ konnte ich für meinen Teil, wie bereits angedeutet, nicht immer vollends folgen. Mag sein, dass ich ohnehin kein allzu großes faible für jenes Genre der detektivischen Superhirn-Epoche habe, dennoch komme ich nicht umhin zu behaupten, dass dem ein oder anderen der Filmspaß hier und dort vergehen wird.

Zum einen besticht die Fortsetzung erneut vorrangig durch seine Darsteller nebst deren Wortwitz und nicht zuletzt ein paar Szenen, die streckenweise gewollt-ungewollt komisch sind. Weiterhin muss man sagen, dass meines Erachtens nach oftmals ein wenig übertrieben wurde, was den zuschauerlichen Bespaßungsfaktor angeht. Während ich insbesondere in der Schlussszene Holmes‘ Verkleidungskünste als genial-faszinierend empfand und ebenso angetan von ihm in Frauenkostüm bin, schossen die Macher hier und dort ein wenig über das Ziel hinaus. Es mag im ersten Moment witzig sein, wenn Holmes, der gewissen „Respekt“ vor großen Pferden hat, alternativ auf einem Shetlandpony der Horde hinterher“ galoppieren“ darf ~ jene gelungene Szene verliert in der allzu ausufernden Präsenz erstaunlich schnell an Reiz, während weiterhin die mannigfaltigen Action- und Geballeraufnahmen zu einer Langatmigkeit sondergleichen führten.

Mir war, als hätte Regisseur Guy Ritchie eine ansatzweisig-überaus obskure Attentat-Geschichte um sein Hauptanliegen, möglichst viele Schlägereien (in Zeitlupe sowie der darauffolgenden Wiederholung), Verfolgungen und schier unmögliche Schießereien herumgeflochten. Sprich: der Actionanteil ist in diesem Fortsetzungsfall so hoch, dass die eigentliche Thematik beinahe vollends untergeht.

Interessant und für knuffige Momente hingegen sorgt definitiv Watson (Jude Law) nebst seiner Verlobten respektive im weiteren Verlauf tatsächlichen Ehefrau Mary (Kelly Reilly), wodurch die bereits im ersten Teil großflächige ausgelegte Anspielung auf eine heimliche Homosexualität der beiden Protagonisten stellenweise widerlegt, gleichermaßen jedoch erneut untermauert wird.

Positiv auch wiederholt fetzige Dialoge, von denen es für meinen Geschmack gerne noch mehr hätte geben dürfen. Dennoch verfehlen diese an keiner Stelle ihre Wirkung, bringen (Auf)Schwung in die fast schon allzu trockene Geschichte und sorgen für streckenweise gute Unterhaltung.

Im Gegensatz dazu fühlte ich mich erneut von den zum Teil hanebüchenen Schlussfolgerungen des Detektivs etwas veralbert ~ schön und gut, wenn jemand zu solchen Schlussfolgerungen fähig ist, wie Holmes sie an den Tag zu legen vermochte… allerdings hielt ich das Ganze in der Summe der Ereignisse doch für etwas zu dick aufgetragen.
Soll heißen: ich persönlich fiebere bei zig Filmen immer wieder gerne mit, wer wann weswegen und wie der Täter gewesen sein könnte. Bei „Sherlock Holmes“ hingegen fällt dies natürlich schon vom Grund auf flach; dafür hält der Film allerdings andere Rätsel parat... nur: die beabsichtigte Spannung bremst sich irgendwie dadurch selbst aus, dass der Zuschauer wie gesagt eigentlich nur stumpf zugucken und sich wundern kann, was vor allem in der Masse der Rätsel sich ein wenig belastend auf die Guckstimmung auswirkt.

Überraschende Wendungen fehlen in dem Gesamtwerk erfreulicherweise nicht ~ so kommt es durchaus vor, dass Holmes „zu spät“ vor Ort eintrifft und das Übel nicht mehr abzuwenden vermag, wenngleich an für sich jedem Gucker von Anfang an klar sein dürfte, wie (gut) das Filmchen erneut enden wird.

Erneut überzeugt mich der Film vorrangig durch die Schauspieler an sich und deren Interaktion untereinander. Man könnte Watson und Holmes stundenlang zuhören und -sehen, ohne das es überhaupt einen aktuellen Fall bedurft hätte.
Absolute Lieblingsfigur zweifellos Robert Downey jr., ohne den „Spiel im Schatten“ sicherlich deutlich weniger von dem „gewissen etwas“ innetragen würde.
Für wirklich viel des „gewissen Extras“ hat es allerdings dennoch nicht gelangt.

Erneut hätte ich zu guter Letzt noch die ein oder andere Frage zu den ganzen Irrungen und Wirrungen, Verstrickungen, Gründen und Bewegmomente ~ mag mich in diesem Fall jedoch schlicht und ergreifend nicht mehr weiter mit der Materie befassen und freue mich vielmehr auf eine weitere DVD aus meinem Habitus.


===Summa summarum=== fand ich den Film zwar ganz unterhaltsam, würde ihn mir aber keineswegs wiederholt ansehen. Teil 1 hingegen hätte durchaus erneut eine Chance, mich bespaßen zu dürfen, „Spiel im Schatten“ indes schläferte mich vielmehr ein.
Irritierenderweise eben dadurch, dass so derartig viel zum zentralen Dreh- und Angelpunkt gemacht werden sollte.

Möglicherweise bin ich jedoch einfach zu doof für solcherlei Veröffentlichungen.

2 müde und mal lächeln Sternchen, keine Empfehlung.
Auch, wenn der Hund mal wieder äußerst knuffig war.

27 Bewertungen, 7 Kommentare

  • Killyouridols

    14.07.2012, 18:41 Uhr von Killyouridols
    Bewertung: sehr hilfreich

    Sehr gut beschrieben! VG

  • Dennus

    12.05.2012, 17:43 Uhr von Dennus
    Bewertung: sehr hilfreich

    Herzliche Grüße von mir :)

  • Lale

    12.05.2012, 01:28 Uhr von Lale
    Bewertung: sehr hilfreich

    Gruß

  • morla

    11.05.2012, 23:26 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^petra

  • sirikit06

    11.05.2012, 22:48 Uhr von sirikit06
    Bewertung: sehr hilfreich

    Wünsche Dir ein schönes WE! LG

  • Nina1805

    11.05.2012, 21:11 Uhr von Nina1805
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH und ein schönes Wochenende!

  • anonym

    11.05.2012, 18:33 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    SH + LG aus dem Schbg.- Land