Der Gott des Gemetzels (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 01/2012
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von Kyrvanas
Blutbad
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Ja
Ich muss ja zugeben, dass ich mich nicht sonderlich für neue Filmveröffentlichungen interessiere und deswegen nie weiß, was in dem ein oder anderen Film passiert. So erging es mir auch mit Der Gott des Gemetzels. Für ca. 15 Euronen kann man ihn zu Beispiel bei amazon bestellen. Einer netten Dame habe ich es zu verdanken, dass ich mir den Film mal ausleihen durfte und so mein neues Sparschwein nicht zerschlagen musste. Bevor ich den Film das erste Mal geguckt hatte, konnte ich mit dem Titel und dem Film wenig anfangen. Also erwartete ich getreu dem Titel einen recht blutigen und brutalen Film. Ohne zu viel vom Inhalt zu verraten, kann ich nun sagen, dass dem ganz und gar nicht so ist.
Der englische Originaltitel heißt übrigens Carnage, was übersetzt soviel wie Blutbad bedeutet.
Handlung
DIe Handlung des Films ist schnell erzählt: Zwei elfjährige Jungs haben wohl eine Meinungsverschiedenheit, die mit dem Ergebnis endet, dass einer der beiden dem anderen zwei Zähne mit einem Stock ausschlägt. Daraufhin beschließen die Eltern der beiden Jungen, sich zu treffen und den gemeinsamen Dialog zu suchen. Doch anstatt wie Erwachsene über die Sache zu reden und zu einer zufriedenstelenden Lösung zu kommen, artet ihr "friedliches" Gespräch in diverse nicht ganz so ruhige Wortgefechte aus und die Diskussionen nehmen ihren Lauf.
Darsteller
Der Film kommt mit sehr wenig Schauspielern aus. So sieht man die meiste Zeit eigentlich nur die vier folgenden, wenn man mal von den zwei Jungs absieht, die auch noch einen Kurzauftritt bekommen.
Jodie Foster: Penelope Longstreet
Kate Winslet: Nancy Cowan
Christoph Waltz: Alan Cowan
John C. Reilly: Michael Longstreet
DVD-Info
Regisseur: Roman Polanski
Komponist: Alexandre Desplat
Format: Farbe, PAL
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.0), Englisch (Dolby Digital 5.0)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: offiziell 79 Minuten, ich hab 73 Minuten gestoppt
Bonusmaterial
Wen es interessiert, der bekommt auf der DVD noch ca. 32 Minuten Interviews, den Original-Kinotrailer und verschiedene Darstellerinformationen. Ich persönlich habe mir wie immer nur den Film an sich angeschaut, von daher kann ich weiter nichts zu den Extras sagen.
Meinung
Wie einleitend schon erwähnt, bin ich ohne sonderliche Vorkenntnisse an den Film gegangen. Einzig wurde mir vorher schon vermittelt, dass es sich hierbei eben nicht um einen Metzelfilm, sondern um eine schwarze Komödie handeln solle. Charakteristisch für eine Komödie ist in meinen Augen, dass man sich dabei gut amüsiert und seine Lachmuskeln anstrengen muss. Da setzt meine Kritik dieses Films an. Gut unterhalten wurde ich durchaus, der Film an sich ist ganz amüsant, mitunter sicherlich auch tiefgründig und nachdenklich, aber einen wirklichen Lacher will mir diese Produktion nicht entreißen. Und das ist ja gerade das, was eine gute Komödie ausmacht: man muss unweigerlich lachen. Hier komme ich allerdings nicht über ein Lächeln oder leichtes Schmunzeln hinaus. Dies liegt nicht daran, dass der Film an sich schlecht wäre, oder die Schauspieler einen schlechten Job machen würden. Ganz im Gegenteil. Jeder der vier Protagonisten wird durch einen vorzüglichen Schauspieler verkörpert. Besonders Christoph Waltz als zynischer Rehtsanwalt, dem scheinbar alles egal ist und der durch kurze markante Sätze immer wieder etwas Öl ins Feuer gießt, macht seine Sache superb.
Die Charaktere unterliegen einer ständigen Wandlung. Von ruhig und zurückhaltend, bis hin zu cholerisch und aggressiv. Auch hier konnte ich keine Schwächen in der Schauspielkunst der Aktoren feststelllen und kann ihnen nur ein Lob für ihre Arbeit aussprechen.
Nicht von der Hand zu weisen ist die versteckte und offenkundige Gesellschaftskritik, die sich wie ein roter Faden durch den Film zieht. Alss Beispiel dafür soll folgendes Beispiel dienen. Da Nancy die ständigen Telefonate ihres Mannes während der Gespräche auf die Nerven gehen, reißt sie ihm kurzerhand das Handy aus selbiger und schmeißt es in die Blumenvase. Symtomatisch für unsere heute Gesellschaft antwortet Allan mit den Worten: "Mein ganzes Leben ist da drin" Besser kann man die Abhängigkeit der Menschen von ihren technischen Errungenschaften eigentlich gar nicht ausdrücken.
Das gesamte Verhalten der beiden Elternpaare verdeutlicht augenscheinlich, wo die Hauptproblematik für das Verhalten "unserer" Jugend liegt: im Elternhaus. Denn anders als die beiden Kinder, die ihr Fehlverhalten anscheinen eingesehen haben und zum Ende des Films wieder in Eintracht miteinander spielen (das darf ich sagen, ohne dem Film zu viel vorweg zu nehmen, also keine Angst), schaffen es die Erwachsenen hier nicht, vernünftig miteinander zu reden und friedlich zu bleiben. Des Weiteren zeigen sie durch ihr Reden, wie wenig sie ofensichtlich von ihren Kindern halten, bzw. dass sie die Hoffnung wohl schon aufgegeben haben.
Die Stimmung des Gesamtfilms ist sehr ruhig. Dadurch, dass sich die Szenerie eigentlich nur in einem einzigen Raum (mit wenigen Ausnahmen) abspielt, darf man auch keine allzu große Handlung erwarten. Der Film lebt von seinen Dialogen, seinem Wortwitz und dem Spiel der Mimen.
Fazit
Was mein Fazit angeht, so bin ich immer noch unentschlossen. Von der Idee und auch der Umsetzung her ist dieser Film ein geniales Werk, nur kann ich ihn eben nicht als Komödie ansehen und vermisse deswegen meine Lacher. Vielleicht muss man auch einfach nur in der richtigen Stimmung für so einen Film sein, ich war es anscheinend nicht. Mir ist der Wortwitz durchaus nicht entgangen, aber irgendwie nehme ich das Ganze wohl viel zu ernst, als dass ich darüber lachen könnte... Ich weiß es nicht. Mehr als vier Sternchen kann ich einfach nicht vergeben, eben weil er "nur" recht amüsant ist, aber eben nicht lustig, wie ich es von einer Komödie erwarte.
Der englische Originaltitel heißt übrigens Carnage, was übersetzt soviel wie Blutbad bedeutet.
Handlung
DIe Handlung des Films ist schnell erzählt: Zwei elfjährige Jungs haben wohl eine Meinungsverschiedenheit, die mit dem Ergebnis endet, dass einer der beiden dem anderen zwei Zähne mit einem Stock ausschlägt. Daraufhin beschließen die Eltern der beiden Jungen, sich zu treffen und den gemeinsamen Dialog zu suchen. Doch anstatt wie Erwachsene über die Sache zu reden und zu einer zufriedenstelenden Lösung zu kommen, artet ihr "friedliches" Gespräch in diverse nicht ganz so ruhige Wortgefechte aus und die Diskussionen nehmen ihren Lauf.
Darsteller
Der Film kommt mit sehr wenig Schauspielern aus. So sieht man die meiste Zeit eigentlich nur die vier folgenden, wenn man mal von den zwei Jungs absieht, die auch noch einen Kurzauftritt bekommen.
Jodie Foster: Penelope Longstreet
Kate Winslet: Nancy Cowan
Christoph Waltz: Alan Cowan
John C. Reilly: Michael Longstreet
DVD-Info
Regisseur: Roman Polanski
Komponist: Alexandre Desplat
Format: Farbe, PAL
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.0), Englisch (Dolby Digital 5.0)
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Produktionsjahr: 2011
Spieldauer: offiziell 79 Minuten, ich hab 73 Minuten gestoppt
Bonusmaterial
Wen es interessiert, der bekommt auf der DVD noch ca. 32 Minuten Interviews, den Original-Kinotrailer und verschiedene Darstellerinformationen. Ich persönlich habe mir wie immer nur den Film an sich angeschaut, von daher kann ich weiter nichts zu den Extras sagen.
Meinung
Wie einleitend schon erwähnt, bin ich ohne sonderliche Vorkenntnisse an den Film gegangen. Einzig wurde mir vorher schon vermittelt, dass es sich hierbei eben nicht um einen Metzelfilm, sondern um eine schwarze Komödie handeln solle. Charakteristisch für eine Komödie ist in meinen Augen, dass man sich dabei gut amüsiert und seine Lachmuskeln anstrengen muss. Da setzt meine Kritik dieses Films an. Gut unterhalten wurde ich durchaus, der Film an sich ist ganz amüsant, mitunter sicherlich auch tiefgründig und nachdenklich, aber einen wirklichen Lacher will mir diese Produktion nicht entreißen. Und das ist ja gerade das, was eine gute Komödie ausmacht: man muss unweigerlich lachen. Hier komme ich allerdings nicht über ein Lächeln oder leichtes Schmunzeln hinaus. Dies liegt nicht daran, dass der Film an sich schlecht wäre, oder die Schauspieler einen schlechten Job machen würden. Ganz im Gegenteil. Jeder der vier Protagonisten wird durch einen vorzüglichen Schauspieler verkörpert. Besonders Christoph Waltz als zynischer Rehtsanwalt, dem scheinbar alles egal ist und der durch kurze markante Sätze immer wieder etwas Öl ins Feuer gießt, macht seine Sache superb.
Die Charaktere unterliegen einer ständigen Wandlung. Von ruhig und zurückhaltend, bis hin zu cholerisch und aggressiv. Auch hier konnte ich keine Schwächen in der Schauspielkunst der Aktoren feststelllen und kann ihnen nur ein Lob für ihre Arbeit aussprechen.
Nicht von der Hand zu weisen ist die versteckte und offenkundige Gesellschaftskritik, die sich wie ein roter Faden durch den Film zieht. Alss Beispiel dafür soll folgendes Beispiel dienen. Da Nancy die ständigen Telefonate ihres Mannes während der Gespräche auf die Nerven gehen, reißt sie ihm kurzerhand das Handy aus selbiger und schmeißt es in die Blumenvase. Symtomatisch für unsere heute Gesellschaft antwortet Allan mit den Worten: "Mein ganzes Leben ist da drin" Besser kann man die Abhängigkeit der Menschen von ihren technischen Errungenschaften eigentlich gar nicht ausdrücken.
Das gesamte Verhalten der beiden Elternpaare verdeutlicht augenscheinlich, wo die Hauptproblematik für das Verhalten "unserer" Jugend liegt: im Elternhaus. Denn anders als die beiden Kinder, die ihr Fehlverhalten anscheinen eingesehen haben und zum Ende des Films wieder in Eintracht miteinander spielen (das darf ich sagen, ohne dem Film zu viel vorweg zu nehmen, also keine Angst), schaffen es die Erwachsenen hier nicht, vernünftig miteinander zu reden und friedlich zu bleiben. Des Weiteren zeigen sie durch ihr Reden, wie wenig sie ofensichtlich von ihren Kindern halten, bzw. dass sie die Hoffnung wohl schon aufgegeben haben.
Die Stimmung des Gesamtfilms ist sehr ruhig. Dadurch, dass sich die Szenerie eigentlich nur in einem einzigen Raum (mit wenigen Ausnahmen) abspielt, darf man auch keine allzu große Handlung erwarten. Der Film lebt von seinen Dialogen, seinem Wortwitz und dem Spiel der Mimen.
Fazit
Was mein Fazit angeht, so bin ich immer noch unentschlossen. Von der Idee und auch der Umsetzung her ist dieser Film ein geniales Werk, nur kann ich ihn eben nicht als Komödie ansehen und vermisse deswegen meine Lacher. Vielleicht muss man auch einfach nur in der richtigen Stimmung für so einen Film sein, ich war es anscheinend nicht. Mir ist der Wortwitz durchaus nicht entgangen, aber irgendwie nehme ich das Ganze wohl viel zu ernst, als dass ich darüber lachen könnte... Ich weiß es nicht. Mehr als vier Sternchen kann ich einfach nicht vergeben, eben weil er "nur" recht amüsant ist, aber eben nicht lustig, wie ich es von einer Komödie erwarte.
19 Bewertungen, 5 Kommentare
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29.07.2013, 14:37 Uhr von Mondlicht1957
Bewertung: sehr hilfreichSehr hilfreich und liebe Grüsse
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19.08.2012, 00:36 Uhr von goat
Bewertung: besonders wertvollHier kommt mein BW. LG Melanie
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17.08.2012, 17:32 Uhr von peter_nordberg
Bewertung: sehr hilfreichSchöner Bericht von dir! lg
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17.08.2012, 17:01 Uhr von sigrid9979
Bewertung: sehr hilfreichWünsch dir ein schönes Wochenende
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17.08.2012, 14:44 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichViele Grüße von der Katja
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