The Night Visitor Testbericht
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- Cover-Design:
- Klangqualität:
Erfahrungsbericht von edvdienstleister
Solche nächtlichen Besucher Wünsche ich mir, Traumhaft
Pro:
Aus Schatten wird Licht, danke Anna Ternheim
Kontra:
Musikalisch gar nichts, nur die CD Hülle ist bescheiden
Empfehlung:
Ja
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Einleitung:
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Anna wer, werden jetzt sicherlich einige Fragen, aber wer mich kennt und meine Berichte liest weiss, dass ich gerne mal recht ungekannte Künstler suche, die dann aber immer sehr gut beschrieben werden in den diversen CD Kritiken.
So auch Anna Ternheim mit ihrer CD "The Night Visitor":,,...auf ,,The Night Visitor" dominiert ehrliche, klanglich hervorragende Handarbeit." (Quelle: Audio, Dezember 2011).
Gesagt getan, gekauft und ich muss sagen, es war mal wieder ein echter Glücksgriff.
Von daher wünsche ich Euch jetzt schon viel Spass beim Lesen und später beim Anhören.
Biografie:
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Anna Ternheim wurde am 31.05.1978 in Stockholm geboren als Anna Alexandra Ternheim (also kein Künstlername!)
Schon früh fing Anna Ternheim an Gitarre zu spielen und, aber nicht nur einfach Gitarre, sondern klassische Gitarre. Fast zeitgleich begann sie auch damit schon eigene Lieder zu schreiben.
Im zarten Alter von 17 Jahren folgte ein wichtiger Schritt in ihrer, später folgenden, Karriere. Sie ging als Austauschschülerin nach Amerika, genauer gesagt nach Atlanta/Georgia.
Dort angekommen, fing sie auch gleich an zu musizieren und gründete ihre erste Gruppe: "Sova".
Dieser Weg in die USA wirkte sich dann später eindeutig in ihren Liedern aus, denn ein ganz grosser Teil ihrer Lieder ist auch im Country Bereich angesiedelt, aber es sollte noch ein weiter Weg bis zum ersten Erfolg sein.
Nach den USA ging es wieder in ihre Heimat zurück, Stockholm, aber nur kurz, denn ihr Weg führte sie weiter nach Lausanne, dort studierte sie Französisch.
Dann ging es wieder nach Stockholm, aber nach ein paar Semestern Architektur folgte sie dem Ruf ihres Herzens und fing an Musik zu machen.
Und dieser Entschluss war Goldwert, denn in Schweden startet Anna Ternheim richtig durch, der Erfolg kam, Festival Auftritte folgten und der Weg zur ersten eigenen CD war vorgezeichnet.
Im Jahr 2004 war es soweit, im zarten Alter von 25 veröffentlichte Anna ihr erstes Album: "Somebody Outside"
Für dieses Album erhielt sie im Jahr 2005 auch einen Grammy. Weitere Auszeichnungen folgten in den nächsten Jahren, so zum Beispiel im Jahr 2007 als sie als: "Best female act oft he year" ausgezeichnet wurde
Anna hatte Schweden erobert, aber bis sie in Deutschland bekannter wurde dauerte es noch 2 Jahre.
2006 durfte sich dann auch Deutschland auf Anna Ternheim freuen, denn da wurde ihre erste CD auch hier veröffentlicht.
Noch im gleichen Jahr kam Annas 2 Album auf dem Markt "Separation Road", leider wurde auch dieses Album zuerst nur in Schweden veröffentlicht, aber diesmal dauerte es nicht 2 Jahre das es auch nach Deutschland kam, im Jahr 2007 durften wir uns über dieses Album schon freuen.
Das dritte Album folgte im Jahr 2008: "Leaving on a Mayday", es erschien aber erst nachdem Anna Ternheim nach New York umgezogen war
Es dauerte ein paar Jahre, die für Anna Ternheim aber sehr erfolgreich waren, viele Festivals, volle Konzerthallen, bis zum nächsten Album, ihrem aktuellen: "The Night Visitor".
2011 war es soweit: "The Night Visitor" erschien, aufgenommen in Nashville, und diesen Country Einfluss hört man, nicht umsonst heisst es: ,,Plötzlich klingt die schwedische Sängerin so entspannt und Americana-verwurzelt, als wäre sie in Nashville aufgewachsen - formidabel!" (Quelle: "Stereo, Dezember 2011")
Diskografie:
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Alben
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* 2004: Somebody Outside (auch als Ltd. Edition mit zusätzlichen akustischen Versionen erschienen)
* 2006: Separation Road (auch als Ltd. Edition mit zusätzlichen akustischen Versionen erschienen)
* 2008: Halfway to Fivepoints (weitere Version von Separation Road inkl. älterer Titel)
* 2008: Leaving on a Mayday (auch als Ltd. Edition mit Coverversionen von Sinatra-Songs, sowie als Special Edition mit Live EP und Video-DVD erschienen)
* 2011: The Night Visitor
Singles/EP
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* 2003: Anna Ternheim Demo
* 2004: I'll Follow You Tonight
* 2004: To Be Gone
* 2005: My Secret
* 2005: Shoreline
* 2006: A French Love
* 2006: Girl Laying Down
* 2007: Lovers Dream
* 2008: What Have I Done (Download)
* 2009: Make It on My Own (Download)
* 2011: Costa Rica (Download)
(Diskografie Quelle: "http://de.wikipedia.org/wiki/Anna_Ternheim#D iskografie")
Cover:
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Das Frontcover ist ganz dunkel gehalten, man erkennt ein Raum, eine Halle, in der Anna Ternheim am Fenster steht und auf den "Nächtlichen Besucher" wartet, voller Angst? voller Vorfreude? Man weiss es nicht.
Im unteren Teil steht recht klein der Künstlername und der CD Titel.
Das Backcover ist ganz Dunkel Grau gehalten, man erkennt an der rechten Seite noch die Halle, auf der linken Seite stehen dann die einzelnen Titel der CD.
Das Booklet ist ebenfalls in dunklen, positiv ist, das alle Tracks mit Texten darin enthalten sind, ist ja leider nicht immer so.
Auf der letzten Seite stehen dann noch mal die einzelnen Lieder mit den entsprechenden Künstlern die dabei mitgewirkt haben.
Ein wunderschönes Cover, aber was mir überhaupt nicht gefällt ist die Verpackung.
Es ist keine normale CD Hülle, sondern nur eine Papphülle, aus der man die CD nur sehr schwer rausbekommt, man kommt gar nicht umhin seine Fingerabdrücke auf der CD zu hinterlassen, ne Leute, das passt nicht!
Lieder:
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Tja, eigentlich kommen jetzt erste die Mitwirkenden, aber da bei der CD von Anna Ternheim das je nach Lied mehr oder weniger wechselt werde ich es so machen, wie es auch im Booklet ist, die einzelnen Künstler vor dem entsprechenden Lied zu nennen.
1. Solitary Move (3:53)
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Mitwirkende:
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Anna Ternheim: Vocals, Acoustic Guitar
Matt Sweeney: Acoustic Guitar, Electric Guitar, Bass
Peter Townsend: Percussion
Dan Dougmore: Pedal Steel
Die Gitarre eröffnet sanft das erste Lied: "Solitary Move", nach ca. 15 Sekunden setzt Anna Ternheim's traumhafte Stimme eine.
Dahinschmelzen ist schon nach den ersten Tönen angesagt.
Ein Lied über die Dunkelheit und über die Nacht, über Ängste aber auch über die Schönheit:
"Lovely night no need, but one
Let go what I hold in my hands
Let go what I hold in my heart
My head
My chest
Ocean helps man to forget"
Nach etwas mehr als 1 Minute setzen zaghaft Percussion Klänge ein, dazu stossen leise, fast zärtliche Schlagzeug Klänge.
Aber alles überragend, an Schönheit ist Anna Ternheims Gesang.
Augen zu, die Dunkelheit geniessen, mit Anna schafft man das, ein perfekter Einstieg und Genuss pur.
2. The Longer the Waiting (The Sweeter the Kiss) (3:51)
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Mitwirkende:
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Anna Ternheim: Vocals, Acoustic Guitar,
Dave Ferguson: Vocals, Acoustic Guitar
Matt Sweeney: Electric Guitar, Bass
Joey Miskulin: Accordion
Kenny Malone: Hand Drum
Je länger man wartet, desto süsser ist der Kuss, das ist frei übersetzt der Titel des zweiten Tracks. Anna singt über das Warten, aber auch das Festhalten:
"Oh, the longer the waiting, the sweeter the kiss
It's better my darling, I promise you this
The next time I hold you, I'm not letting go
We will give up the ocean forever, I know
Forever I know"
Sanft streichelt Anna ihre Gitarre, dann erklingt Anna Ternheims Gesang, zusammen mit der tiefen Stimme von Dave Ferguson, ein Atemberaubender Moment, Sinnlichkeit pur.
Man wünscht sich jetzt schon, nach ein paar Sekunden, dass dieser Augenblick eine Ewigkeit dauern möge.
Im Hintergrund hört man als Taktgeber die Hand Drums. Zu den Hand Drums gesellt sich das Accordion, zart werden die Tasten gestreichelt und unsere Seele gleich mit.
WOW ist das Lied schön, das Träumen kann beginnen und ehrlich gesagt, am liebsten möchte man gar nicht mehr die Augen aufmachen.
3. Lorelie-Marie (4:25)
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Mitwirkende:
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Anna Ternheim: Vocals, Acoustic Guitar, Backing Vocals
Matt Sweeney: Electric Guitar, Electric 12 String Bass, Backing Vocals
Kenny Malone: Drums
Tim O'Brian: Violin
Dave Ferguson: Acoustic Guitar, Tambourine
Pat McLaughlin: Bass
Pat McInerney: Percussion
Lorelie Marie beginnt fröhlich, fast schon überschwänglich mit einer verspielten Gitarre, aber diese Szene gibt sich wieder, als Annas Stimme erklingt beruhigt sich das Ganze.
Dennoch ist das Lied entspannter und fröhlicher als die beiden ersten Lieder.
Das ganze wird auch von den anderen Instrumenten unterstrichen die sich so nach und nach einmischen, beschwingt treten die Percussion an, aber auch die Violine bringt durchaus Tempo in das Lied.
Ein Lied über Lorelie Marie, quasi eine Hommage an einen lieben Menschen, den jeder braucht.
"Lorelie-Marie
Count your blessings if it gets tough
With each gift comes a loss
He was imprisoned by his own mind
Troubled after years of never letting go
He could drink all the way to blindness
She would follow him, always be walking alone"
Herrlich, so kann man dem Alltag entfliehen und die Sorgen vergessen!
4. Ghost of a Man (3:44)
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Mitwirkende:
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Anna Ternheim: Vocals, Acoustic Guitar
Matt Sweeney: Acoustic Guitar, Electric Guitar, Bass
Kenny Malone: Hand Drums
Ghost of a Man, ein Lied über die Liebe und über das Leid.
"Would you believe me if I said
I never meant to hurt you, like I hurt myself
With you I was numbing all my pain
I will always bury my head in the sand
Stand by your side, just a ghost of a man
I thought I was better, must have been dreaming"
Die ersten Akzente werden von der Gitarre gesetzt, energisch werden die Seiten gezupft, energisch aber ruhig.
Noch ausgeglichener wird es, als Anna Ternheim ihre engelsgleiche Stimme erklingen lässt, dazu werden um Hintergrund ruhig die Drums gespielt.
Der Song wandert direkt von Lautsprechern in die Herzen der Zuhörer.
Auch wenn die Liebe zerbricht, das Lied ist Genuss pur.
5. What Remains? (3:33)
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Mitwirkende:
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Anna Ternheim: Vocals, Acoustic Guitar
Matt Sweeney: Nylon String Guitar
John Catchings: Cello
Joey Miskulin: Accordion
What Remains? (Was bleibt?), dieser Liedtitel sagt schon alles über den Inhalt des nächsten Liedes aus, was bleibt ist die Erinnerung.
"All in his eyes, all in his eyes
The old buried lies, old buried lies
Let's start over my love, let's start over my love
With what remains, with what remains"
Behutsam werden die einzelnen Seiten der Gitarre gezupft, dann beginnt Anna mit ihrem Gesang, Tränen breiten sich aus, laufen mir übers Gesicht.
Als dann noch das Cello erklingt wird die Situation noch trauriger, aber wiederum auch wunderschön.
Oder um es anders zu beschreiben: ""What Remains?" vereint vielleicht am besten als Einzel-Beispiel die Herangehensweise und einzigartigen Qualitäten der Schwedin. Wie stets schwingt hier viel Melancholie mit, doch betrübliche Schwermut findet nie statt. Schließlich leuchet immer irgendwo ein Licht da draußen....." (Quelle: http://www.laut.de/Anna-Ternheim/The-Night-Visitor -%28Album%29)
Ich denke, wie im Richtigen Leben, es bleibt die Erinnerung und speziell die schönen Momente.
Absolut Top!
6. Bow Your Head (5:23)
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Mitwirkende:
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Anna Ternheim: Vocals, Acoustic Guitar
Matt Sweeney: Acoustic Guitar, Electric Guitar
Will Oldham: Backing Vocals
Peter Townsend: Drums, Percussion
Ronnie McCoury: Mandolin
David Perguson: Bass
Düster, bedrohlich beginnt das Cello, nur ein Ton, 12 Sekunden lang, danach wird die Szene von der einsetzenden Gitarre aufgelockert, trotzdem hört man den dumpfen Ton immer noch im Hintergrund.
Das ändert sich auch nicht als der Gesang von Anna Ternheim beginnt.
Dennoch ist das Lied jetzt etwas aufgeweckter als am Anfang.
Aber die dunkleren Töne bestimmen weiter das Lied, denn auch die Drums schlagen Tiefe Töne an.
Nach 2.54 startet die E Gitarre ihr markantes und beängstigendes Spiel.
Was für eine ernüchternde Stimmung macht sich da breit, eine die zum Lied passt aber auch eine die wunderschön ist.
Ja, die Melodie passt zum Lied, denn es geht um Schwierigkeiten, die man aber nicht immer erkannt hat:
"Let's take a walk on the beach
Feel the sand beneath our feet
Fall asleep in the shade
After a swim in the ocean
Get dry on sandy rocks
Not even once, I never saw signs of trouble"
Eindringlich ist die Stimme von Anna Ternheim, denn sie will uns was sagen.
Aber auch die einzelnen Instrumente, speziell das Cello passen sich dem ganzen wunderbar an.
Bedrohlich, eindringlich, dennoch ein Lied mit enorm viel Charakter.
7. Walking Aimlessly (3:52)
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Mitwirkende:
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Anna Ternheim: Vocals, Backing Vocals, Acoustic Guitar
Matt Sweeney: Acoustic Guitar, Backing Vocals
Will Oldham: Backing Vocals
Dave Ferguson: Bass
Cowboy Jack Clement: Resonator Guitar
Peter Townsend: Drums
Kenny Malone: Hand Drums
Dan Dougmore: Pedal Steel
John Mock: Penny Whistle
Hoffnung, Zweifel und Ziellos, das ist der Inhalt von Walking Aimlessly.
"In the black out of light
I found a rhyme on hope
In the corner of doubt
Someone left a word hanging on to me still
Walking aimlessly
Walking aimlessly"
Erste Gitarrenklänge erklingen, kurz danach die beginnt Anna mit ihrem alles überragenden Gesangs, und bin hin und weg, kalte Schauer laufen mir über den Rücken.
Das ganze wird noch verstärkt als orchestraler Background Gesang einsetzt.
Harmonisch wie sich alles fügt um die Stimme von Anna Ternheim, die dennoch wie ein Stern am Horizont das ganze überstrahlt.
Nach 3:52 endet das Lied mit sanften Mandoline klängen die einen Song ausklingen lassen der in meinen Augen gerne auch 30:52 oder noch länger hätte sein können.
Anna deine Stimme und Deine Songs sind der Wahnsinn.
8. God Don't Know (2:24)
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Mitwirkende:
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Anna Ternheim: Vocals
Matt Sweeney: Acoustic Guitar, Mandolin, Backing Vocals
Dave Ferguson: Whistling, Backing Vocals
John Mock: Penny Whistle
Matt Sweeney eröffnet mit seiner Gitarre das nachdenkliche Lied, sanft aber bestimmt, kurz danach stösst Anna's Stimme dazu, betörend schön, ruhig zieht das Lied seine Kreis, fast schon ein wenig beschwingt, obwohl es eigentlich über ein Thema geht, das nicht so schön ist, die Liebe, nein, die Liebe ist schon schön, aber es gibt auch Nebenwirkungen, wie zum Beispiel die Untreue.
"I begged him to leave you
Saying that together we'll be free
He comes home late
All scratched up
Oh my minds fucked up
God knows, God don't know
God don't know"
Trotzdem bleibt die recht positive Stimmung enthalten, unterstrichen wird das, als nach ca. 60 Sekunden John Mock seine Penny Whistle ertönen lässt, leichte Ansätze von Celtic Folk machen sich breit.
Ein Lied, so ein Thema und doch so besinnlich, harmonisch, einfach Genial.
9. Black Light Shines (4:12)
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Mitwirkende:
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Anna Ternheim: Vocals, Acoustic Guitar
Matt Sweeney: Nylon String Guitar, Electric Guitar
Peter Townsend: Percussion
Joey Miskulin: Accordion
Zupfend an der Gitarre, so beginnt "Black Light Shines", nach etwa 25 Sekunden steigt auch Anna Ternheim ein, flüsternd aber wunderschön klar und Atemberaubend.
Das Lied zieht mich von Beginn an Magisch an, es hat was, etwas unsagbar schönes.
Dennoch Gedanken versunken, passend zum Thema, Schwarzes Licht und den Tod, sei der Tod von Gedanken oder der menschliche Tod und trotzdem, es gibt immer Hoffnung, oder anders gesagt: Es gibt immer Licht am Ende des Tunnel.
"The 9th of July
A first last goodbye
Your face in the wind being 5 maybe 6
Without wings you fly
Out of the steel bed
Out of the aches
Released from your head
Thinking kills us all in the end"
Einen Tick düsterer wird es, als nach 60 Sekunden die Percussion im Hintergrund tief mit einsteigen, und auch das Accordion heitert die Stimmung nicht wirklich auf, tiefsinnig werden die schwarzen und weissen Tasten gespielt.
Fast beklemmend wirkt das Spiel der Instrumente als Anna Ternheim ihre Stimme nach 2:30 verstummen lässt, erst nach ca. 40 Sekunden steigt sie wieder ein und lockert die Szene etwas auf.
Bitte, bitte, lässt das Lied niemals enden.................!
10. All Shadows (3:43)
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Mitwirkende:
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Anna Ternheim: Vocals, Acoustic Guitar
Matt Sweeney: Acoustic Guitar
Will Oldham: Backing Vocals
Peter Townsend: Percussion
John Catchings: Cello
Und wieder wird es Düster denn der Text erzählt von Licht und Schatten.
"Maybe he'll give you a few more years
Placing the time glass on your stairs
From that day life's caving in
You'll blame yourself, no one ever blames him
All shadows, even the sun
All shadows, even the sun
Without a doubt he knows how to count your tears"
Sicherlich kommt das mit dem Licht und dem Schatten nicht von: "....ungefähr. "Am Tag meiner Geburt im Jahr 1978 gab es einen Stromausfall. Ich kam um drei Uhr früh beim Schein von Taschenlampen zur Welt. Deshalb komponiere ich nächtliche Musik" (Quelle: http://www.focus.de/kultur/musik/plattenkiste)
Bedrückend setzt die Acoustic Gitarre die ersten Akzente, nach kurzer Zeit setzen Gitarre und Annas liebliche Stimme das Lied gemeinsam fort.
Trübselig stösst nach 33 Sekunden die Percussion dazu, mit dumpfen basslastigen Schlägen. Obwohl Annas Stimme das Ganze dann kurzzeitig wieder etwas freundlicher gestaltet, bleibt die finstere Grundtendenz erhalten.
Mit einsetzen der ersten Cello Klänge wird es noch trauriger, denn auch das Cello findet nur die dunklen Töne.
Auch wenn die Stimmung etwas bedrohlich wird ist es doch ein absolut perfektes Lied das enorm viel Charakter entwickelt und deshalb auch Hoffnung erweckt.
11. Come to Bed (3:22)
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Mitwirkende:
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Anna Ternheim: Vocals, Acoustic Guitar
Matt Sweeney: Acoustic Guitar
Kenny Malone: Drums, Percussion
Ronnie McCoury: Mandolin
Dan Dougmore: Pedal Steel
Bedrohlich, aufgekratzt und heftig werden die Seiten der Gitarre gezupft.
Etwas ausgeglichener wird es, als die Percussion zeitgleich mit dem Gesang einsetzen.
Mit einem Hauch von Fröhlichkeit stösst dann die Mandoline etwas mehr als 35 Sekunden dazu.
Sobald der Gesang kurz aussetzt, bestimmt die Gitarre wieder das geschehen, automatisch wird es düster, wenn auch nur für ein paar Sekunden, denn Anna Ternheim steigt gesanglich wieder ein.
In diesem Wechselspiel geht es weiter, aber es werden auch bedrohliche Akzente gesetzt, als zum Beispiel nach knapp 1:45 Minuten Anna Stimme wieder verstummt, übernehmen vehement und beängstigend die Gitarre und die Mandoline das Zepter und die Percussion schlagen den trübseligen dumpfen Takt
Genau darum geht es Licht, Schatten, Sonne, Dunkelheit, Verzweiflung und Hoffnung:
"Day one there was light
Day two dived sky from the sea
Then came you and me
Some things are written in the stars
As we were always meant to be
We both know, you'll never leave"
Schöner kann man es nicht singen und spielen, faszinierend, denn am Ende bleibt bei Anna Ternheim immer das Licht, also die Hoffnung und das Glück.
12. Dearest Dear (3:28)
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Mitwirkende:
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Anna Ternheim: Vocals
Matt Sweeney: Acoustic Guitar
Ein Kind wird erwachsen und zieht in die Welt, also ein Autobiografisches Lied über das Leben von Anna Ternheim und ihren Umzug nach Amerika mit gerade einmal 17 Jahren.
Aber ich denke, Anna spricht alle an, alle Eltern die sich mal von ihren Kindern trennen müssen, aber auch alle anderen, bei denen es hin und wieder eine Trennung gibt.
"My dearest dear, the time draws near
When you and I must part
And no one knows the inner grief
Of my poor aching heart
Just to see how I suffered for your sake
You are my love so dear"
Nachdenklich, sanft werden die Seiten der Gitarre gezupft, nach ein paar Momenten steigt Anna Ternheim ein und schon übernimmt die Stimme den ersten Part.
Besonnen gleitet das Lied auf einer Wolke an mir vorbei, nein, nicht vorbei, direkt in mein Herz und in meine Seele.
Nur Anna's Stimme und Matt's Acoustic Gitarre tragen das ganze Lied.
Manchmal braucht man einfach nicht mehr um zu überzeugen und Anna Ternheim überzeugt und schon fällt die Trennung und der Schmerz nicht mehr so schwer, denn egal wie es aussieht, Zuversicht gibt es immer.
Fazit:
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Was für eine CD, was für eine Künstlerin, ein Glücksgriff für mich und ein Glücksfall für die Musikszene.
Unverbraucht, authentisch, so kommt Anna Ternheim rüber.
Man hört in ihren Lieder viel Country durch, gerade auf dieser CD, sie ist schliesslich in Nashville/Tennessee aufgenommen worden, aber auch Celtic Folk und Jazz Element sind zu vernehmen, aber ein Nordischer (Schwedischer) Folk sind zu hören, alles in allem eine wohltuende Mixtur die niemals langweilig wird.
Langweilig, nein, sie verlangt sogar nach mehr, Musik von der man(n), also ich, niemals genug bekommen kann.
Ein wahres Kleinod tut sich da auf und das schöne ist, nach der CD geht es einem immer besser! Versprochen!
"Wenn es einem richtig dreckig geht, wenn man sich fühlt, als sei man ganz unten angekommen, dann sind es immer noch die Freunde, die zählen. Einfache Erkenntnisse sind meistens zwar platt. Aber eben auch richtig." (Quelle: http://www.plattentests.de/rezi.php?show=8866)
Ja, Freunde, bedeutet auch Freude und das vermittelt Anna Ternheim auf ihrer aktuellen CD mehr als anschaulich.
"Liebe Freunde der stillen und besinnlichen Musik: Hört Euch Anna Ternheims neues Album an. Aber tut es nachts, denn 'The Night Visitor' macht seinem Namen alle Ehre und entfaltet seine volle Wirkungskraft dann, wenn es draußen dunkel ist. Und am besten auch kalt." (Quelle: http://www.whiskey-soda.de/review.php?id=30015)
Stimmt, aber ich habe die CD im Sommer gekauft und ich kann Euch versprechen, auch da wirkt "The Night Visitor" wahre Wunder!
Von mir ein deswegen ein eindeutiger Tipp: Anhören, besser noch: Kaufen.
© Euer edvdienstleister
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(Bei Dooyoo.de und Ciao.de unter einem anderen Nick)
85 Bewertungen, 30 Kommentare
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14.06.2014, 10:57 Uhr von Bina3000
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße, Bina :)
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19.11.2012, 15:45 Uhr von christianpirker
Bewertung: besonders wertvolltoller Bericht! Liebe Grüße, Christian
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24.09.2012, 22:53 Uhr von catmum68
Bewertung: besonders wertvollbesonders wertvoller Bericht, LG
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14.09.2012, 15:18 Uhr von Leneory
Bewertung: sehr hilfreichkühle Freitagsgrüße vom Lenchen =)
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10.08.2012, 12:22 Uhr von Zatzeck0805
Bewertung: besonders wertvollbw
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11.07.2012, 10:54 Uhr von atrachte
Bewertung: sehr hilfreichsh. lg
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14.06.2012, 16:17 Uhr von jasmina88
Bewertung: besonders wertvollBW und liebe Grüße Jasmina
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13.06.2012, 20:11 Uhr von gypsi
Bewertung: besonders wertvollSpät, aber besser als nie....bin kaum noch auf dieser Plattform.....LG
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05.06.2012, 12:29 Uhr von hameln58
Bewertung: besonders wertvollTop..
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29.05.2012, 15:33 Uhr von Baby1
Bewertung: besonders wertvoll.•:*¨ ¨*:•. Liebe Grüße Anita .•:*¨ ¨*:•.
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29.05.2012, 15:05 Uhr von Wuschel11
Bewertung: sehr hilfreichleider kein bh mehr über, aber wieder einmal toll was von Dir zu lesen. Grüße
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16.05.2012, 16:43 Uhr von knuddel2604
Bewertung: besonders wertvollPerfekt!........Gruß Tim
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20.04.2012, 15:35 Uhr von sigrid9979
Bewertung: besonders wertvollOhh...Ohh hab ich doch glatt..Übersehen .. lg Sigi
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17.03.2012, 15:08 Uhr von mu4you
Bewertung: besonders wertvollLieben Gruß von muyou
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13.03.2012, 13:21 Uhr von papaonline
Bewertung: sehr hilfreichlg aus wilhelmshaven , Dirk
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01.03.2012, 12:10 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvolleinfach klasse - wie immer ! LG Andrea
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29.02.2012, 22:44 Uhr von paula2
Bewertung: besonders wertvollliebe Grüße
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27.02.2012, 18:06 Uhr von Tweety30
Bewertung: besonders wertvollBW und liebe Grüße!
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19.02.2012, 21:44 Uhr von campino
Bewertung: besonders wertvolllg andrea
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18.02.2012, 20:26 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollBW...Liebe Grüße Edith und Claus
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17.02.2012, 17:57 Uhr von Shikaru47
Bewertung: besonders wertvollHabe umbewertet! Liebe Grüße
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16.02.2012, 14:17 Uhr von giselamaria
Bewertung: besonders wertvolleinfach super!! Nicht nur dein Bericht, wie immer 1A :-) - auch die Musik - ich habe reingehört, und bin auch begeistert, genau mein Geschmack :-))) - LG gisela
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16.02.2012, 08:39 Uhr von Lucky130
Bewertung: besonders wertvollWie versprochen gibt es heute das verdiente BW!
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15.02.2012, 17:38 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLG und eine schöne Restwoche.
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15.02.2012, 17:06 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollAllerbesten Gruß *~*
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15.02.2012, 15:00 Uhr von XXLALF
Bewertung: besonders wertvoll...und einen wunderschönen tag
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15.02.2012, 11:55 Uhr von katjafranke
Bewertung: besonders wertvollEinen lieben Gruß von der KATJA
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15.02.2012, 11:35 Uhr von GinFix
Bewertung: besonders wertvollKlasse beschrieben - Respekt! Muss ich mal suchen die CD. LG GinFix
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15.02.2012, 11:19 Uhr von sammelmeilen
Bewertung: besonders wertvollbw & liebe Grüße Antje
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15.02.2012, 11:10 Uhr von [email protected]
Bewertung: besonders wertvollLiebe Grüße v. Simone , freue mich über Gegenlesungen
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