Das Alphabethaus (Taschenbuch) / Jussi Adler-Olsen Testbericht
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Erfahrungsbericht von JustOliver
Etwas Anderes von Adler-Olsen
Pro:
Tiefe der Figuren, Handlungsverlauf
Kontra:
Teils langatmig
Empfehlung:
Ja
== ALLGEMEINE DATEN ==
592 Seiten
Erschienen im Deutschen Taschenbuch Verlag
Sprache: Deutsch
ISBN-10: 3423248947
ISBN-13: 978-3423248945
Originaltitel: Alfabethuset
== INHALT ==
James und Brian sind sehr gute Freunde und dienen während des 2. Weltkriegs zusammen in der Royal Air Force. Bei einem Einsatz über Deutschland werden die beiden abgeschossen. Während ihrer Flucht gelingt es ihnen auf einen Zug aufzuspringen, der offenbar als Krankentransport fungiert. In einem der Wagons schließlich finden sie zwei schlafende hochrangige Offiziere, die sie während der Fahrt aus dem Zug befördern, um an deren Stelle in dem Bett transportiert zu werden. Offensichtlich handelt es sich bei den beiden um Soldaten, die aufgrund der Erlebnisse an der Front einen psychischen Knax davon getragen haben. Brian und James schlüpfen in deren Rolle und stellen sich während der gesamten Fahrt traumatisiert, wobei sie offensichtlich zudem die Sprache verloren haben.
Die Fahrt endet in einem Sanatorium für traumatisierte SS-Offiziere im Schwarzwald, in dem versucht wird, mittels verschiedener Behandlungen die Offiziere wieder einsatzfähig zu machen. James und Brian sind gezwungen, die ihre Rolle weiter zu spielen, wollen sie nicht als Simulanten enttarnt und hingerichtet werden. Jedoch sind sie durch dieses Rollenspiel auch dazu gezwungen, nicht mehr miteinander in Kontakt zu treten. Dies ist umso schlimmer, da sie schon bald entdecken, dass es weitere Simulanten gibt, die sich aufgrund bestimmter Machenschaften in das Lazarett eingeschlichen haben, um so für die Zeit nach dem Krieg ihr Schäfchen ins Trockene zu bringen. Während Brian in dieser Zeit verhältnismäßig robust bleibt und immer wieder die Flucht plant, baut James verhältnismäßig stark ab. Somit muss Brian bei einer günstigen Gelegenheit alleine fliehen.
Doch in seinem Leben danach kann er sein schlechtes Gewissen nicht verbergen, so dass er eines Tages nach Deutschland fliegt, um seinen Freund James zu suchen.
== MEINE EINDRÜCKE ==
Mit einigen Erwartungen ging ich an das Buch, da mich die zuvor gelesenen Bücher doch sehr begeistert hatten. Doch von diesen Büchern muss man sich von vornherein frei machen. Denn dieses Buch ist definitiv anders. Dies ist aber nicht nur negativ gemeint, aber zumindest ein bisschen. Adler-Olsen macht sich an ein ganz anderes Thema heran und somit muss man Erwartungshaltungen über Bord schmeißen. Die Geschichte beginnt aussichtsreich. Die Flucht von James und Brian nach ihrem Absturz reißt einen schon ziemlich mit und die Fahrt in dem Zug ist stets geprägt von der Ungewissheit, ob sie entdeckt werden oder nicht. Im Lazarett angekommen, nimmt diese Dynamik und Spannung jedoch zunächst ab, denn die Schilderungen zur Unterbringung und zum Leben in der Pflegeanstalt sind schon sehr ausführlich, ja manchmal ohne Frage auch langatmig. Hier hätte man sicherlich ein wenig kürzen können, ohne dass das Buch sonderlich drunter gelitten hätte. Ab einem gewissen Punkt schafft es der Autor dann wieder Spannung aufzubauen. Dies weniger durch spannende Verfolgungen oä, als vielmehr durch die Atmosphäre in dem Schlafsaal und die Ungewissheit, ob und von wem James und Brian enttarnt werden und was mit ihnen geschieht. Die drei anderen Simulanten trachten beiden nach dem Leben und man ist gespannt drauf, ob es ihnen gelingt einen der beiden aus dem Weg zu schaffen. Diese unterschwellige Spannung mündet dann schließlich in Brians Flucht.
Als Brian sich dann einige Jahre später auf die Suche nach seinem Freund macht, hat die Story wieder einen kleinen Hänger. Nur langsam wird wieder Spannung aufgebaut, wobei diese dann jedoch eigentlich permanent aufrecht gehalten wird.
Somit hat das Buch durchaus seine Highlights, jedoch eben auch leider seine Längen. Diese werden dazu genutzt, die Charaktere weiter zu entwickeln, und dies tut Adle-Olson in gewohnt guter Manier. Sämtliche Figuren bleiben sicherlich keine Platten Figuren, sondern man kann sich in ihr Denken und Handeln gut hineinversetzte, ebenso, wie man eine recht gute Vorstellung von ihrem Aussehen erhält.
49 Bewertungen, 12 Kommentare
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18.03.2012, 20:49 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Edith und Claus
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04.03.2012, 17:19 Uhr von modschegibbchen
Bewertung: sehr hilfreichhab ich mich bisher nicht rangewagt. die cover der bücher erscheinen mir oftmals schon zu düster. lg heike
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29.02.2012, 16:07 Uhr von mima007
Bewertung: sehr hilfreichEin Fazit wäre nicht schlecht. Viele Gruesse, mima007
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29.02.2012, 11:07 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreich...und einen schönen tag
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29.02.2012, 06:52 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße v. Simone
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29.02.2012, 00:48 Uhr von Miraculix1967
Bewertung: sehr hilfreichSehr schöner Bericht! Schönen Abend und lieben Gruß Nr. 1 für heute von Miraculix1967 aus dem gallischen Dorf
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28.02.2012, 23:51 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße sendet dir KATJA
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28.02.2012, 23:38 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^^petra
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28.02.2012, 23:28 Uhr von Colly24
Bewertung: sehr hilfreichToll geschrieben! Freu mich immer über Gegenlesung! LG Colly24
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28.02.2012, 23:26 Uhr von anonym
Bewertung: sehr hilfreichPrima vorgestellt. Würd mich freuen, wenn du auch bei mir mal rein schaust. GLG
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28.02.2012, 22:04 Uhr von DMaster89
Bewertung: sehr hilfreichSuper Bericht! Weiter so! LG und noch einen schönen Abend, Daniel :-)
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28.02.2012, 21:08 Uhr von Lale
Bewertung: sehr hilfreichAllerbesten Gruß *~*
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