Das Alphabethaus (Taschenbuch) / Jussi Adler-Olsen Testbericht
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Erfahrungsbericht von verbatim
ABC-Bestseller
Pro:
Spannung, Schreibstil des Autors mit Witz und Charme, Story, Anekdoten
Kontra:
keine
Empfehlung:
Ja
In meinem heutigen Bericht möchte ich euch mal kein Beautyprodukt vorstellen, sondern einen Roman, den ich erst ausgelesen habe: „Das Alphabethaus“ von Jussi Adler-Olsen. Auf den Autor kam ich durch meine Freundin, deren Mutti in einem Druckunternehmen arbeitet, welches für die bekanntesten Verlage Bestseller druckt. Die Mutti weiß, dass ich gern lese und hatte mich gefragt, ob ich mich auch für Adler-Olsen interessiere. Na klar! Ich hatte schon viel über ihn gelesen und wollte mir schon immer mal wieder das Buch kaufen, aber ich kam nie dazu. So bekam ich die ganze Reihe um Carl Morck und dazu auch „Das Alphabethaus“. Da ich in letzter Zeit viele Bücher zum Lesen gehabt habe, wollte ich erstmal mit seinem 1. Bestseller anfangen und mich dann erst an die Reihe heranwagen. Nachdem ich nun „Das Alphabethaus“ ausgelesen habe, möchte ich euch hierzu meine Gedanken vorstellen.
Schon vom kurzen Einleitungstext auf der Rückseite des Buches wurde ich gefangen genommen:
=== Aussehen ===
Wie ein Buch aussieht tut zwar eigentlich nichts zur Sache, aber das Cover ist für mich immer eine kleine Verbindung zum Inhalt. Wenn das Cover nicht authentisch dem Inhalt gegenüber ist, dann ist meistens das Buch auch nicht gut, so zum mindestens meine Erfahrung.
Auf der Vorderseite des Buches sieht man natürlich den Titel (in roten Buchstaben) und den Namen des Autors vor einem schwarzen Hintergrund prangen. In der Mitte sieht man einen verhüllten Menschenkopf, der sich spiegelt. Alles in allem wirklich ein authentisches Bild, wenn man den Inhalt des Romans kennt. Vor dem Lesen hätte man genau dies nicht beurteilen können. Das ist die Schwierigkeit bei einem wirklich guten Cover. Auf der Rückseite steht in weißen Buchstaben der berühmte Text geschrieben, der dem zukünftigen Leser den Inhalt des Romans schmackhaft machen soll. Dies ist hier zwar gelungen, aber man kann sich aufgrund des Textes nicht auf das einstellen, was wirklich im Roman geschrieben wird.
=== Allgemeines ===
Seitenanzahl: 576 + 2 Seiten Nachwort + 7 Seiten Quellen und Erklärungen
ISBN: 978-3-423-248945
Verlag: www.dtv.de Deutscher Taschenbuchverlag
Ausgabe: 4. Auflage 2012
Originalausgabe: Kopenhagen 1997 unter dem Namen „Cicero“
Übersetzt aus dem Dänischen von: Hannes Thiess und Marieke Heimburger
=== Der Autor ===
„Jussi Adler-Olsen wurde 1950 in Kopenhagen geboren. Seit 1997 veröffetnlicht er Romane und Kriminalromane, seit 2007 die erfolgreiche Serie um Carl Morck vom Sonderdezernat Q. Mit seinen Thrillern „Erbarmen“, „Schändung“, „Erlösung“, „Verachtung“ und seinem Roman „Das Alphabethaus“ stürmt er die internationalen Bestsellerlisten. Seine preisgekrönten Bücher wurden in über dreißig Länder verkauft.“
(www.adler-olsen.de)
„ „Das Alphabethaus“ ist Jussi Adler-Olsens erster Roman, der sofort nach Erscheinen in zahlreichen Ländern zum Bestseller wurde. Mit diesem Buch hat der Autor seinen Weltruhm begründet.“
=== Der Inhalt ===
In „Das Alphabethaus“ geht es um Freundschaft, um Geschichte und um Menschen, die ihre Vergangenheit aufgeben, um in einer Lüge leben zu können.
Bryan und James, aus England, sind beste Freunde seit Kindertagen und zusammen zum Militär gegangen. Da beide schon früh vom Fliegen geträumt haben, wurden sie Piloten. Als beide zusammen über dem Himmel des Nazideutschlands im Jahre 1944 abstürzten waren sie dem Feind näher als sie sein wollten. Und das sollten sie auch noch bleiben, bis die Deutsche Diktatur mit dem Tod Hitlers zum Einstürzen verdammt war.
Im Alphabethaus, wie viele die psychiatrische Anstalt nannten, nahm das Schicksal seinen Lauf.
Bryan konnte fliehen, da er mehr bei Sinnen als James war, doch die Taten während seiner Flucht werden nie vergessen sein. Durch Alpträume wird er auch im heimischen England immer wieder an seinen ehemaligen besten Freund James erinnert.
Doch lebt James noch? Kann er ihn aufspüren? Jahrelang gelang ihm genau das nicht, denn obwohl Bryan mittlerweile sehr viel Geld verdiente, kann er James nicht finden, ehe er selbst die Zügel in die Hand nimmt.
=== Ein geschichtlicher Ausflug ===
Bereits im Jahr 1944 war abzusehen, dass es Deutschland als Diktatur nicht mehr lange geben wird, denn die Alliierten bombardierten deutsche Städte und rückten auch mit Bodentruppen immer weiter vor. Zudem zog auch die Rote Armee immer weiter nach Westen vor, bis schließlich die Grenze zu Preußen erreicht worden war.
Die Alliierten sind Frankreich, England und Amerika. Aus Russland kommt die Rote Armee.
Bereits am 2.Januar bombardierten englische Truppen die Hauptstadt Berlin.
Der Roman setzt genau in der verwirrenden Situation des Krieges ein und schildert so den Zweiten Weltkrieg aus einer anderen Sicht.
Auch wenn wieder das Thema Nationalsozialismus betont wird, ist hier doch eine andere Basis gegeben, nämlich eine Menschliche, die man zwischen den ganzen Daten und Fakten herauslesen kann.
=== Spiel, Spaß und Spannung ===
Unter diesem Punkt möchte ich euch zum einen Gefühle vermitteln, die während des Lesens aufgekommen sind und zum anderen euch darstellen, wie das Lesegefühl für euch sein könnte, wenn ihr euch für das Lesen dieses Romans entscheiden solltet.
Spaß- Jussi Adler-Olsen ist ein hervorragender Autor, denn er versteht es seinen Leser die Überraschung und den Witz seiner Worte spüren zu lassen. Trotz der Situation und dem schwierigen Thema, welches er sich ausgesucht hat, schafft er es immer wieder seinen Leser auch zum Lachen zu bringen. Ich habe bei diesem Roman richtig mitgefiebert und habe ihn schon allein wegen dem Witz gern gelesen. Allerdings ist Herr Adler-Olsen auch im gleichen Moment wieder bitterernst, wie es die Situation erfordert. Für dieses wunderbare Gespür seinen Leser nicht wegzulassen, vergebe ich die Höchstnote.
Ich bin von seinem Schreibstil begeistert und hoffe, dass er noch viele Bücher mehr schreiben wird.
Spiel- Herr Adler-Olsen schafft es seinen Leser nicht nur mit Witz zu begeistern, sondern auch mit Wortspielen, die man ihm anmerkt. Zuvor habe ich gedacht, dass dänische Schriftsteller nur stumpf ihren Text runter schreiben können (weil ich davon schon einige Autoren gelesen habe). Deswegen habe ich mich gerade an nordische Autoren nur schwer heran getraut, doch wenn man schon mal die Möglichkeit auf einen Bestseller hat, dann nimmt man diese natürlich auch wahr. Reine Wortspiele, wie man sie in Gedichten findet, findet man sie in einem Roman eher selten. Schließlich geht es ja auch um die Geschichte, die erzählt wird und nicht nur um das zwischen den Zeilen. Doch Adler-Olsen versteht es trotzdem mit kleinen Redewendungen den Roman so aufzupeppen, dass man seinen Roman einfach gern liest.
Spannung- Natürlich geht es in einem Roman nicht ohne Spannung und das weiß auch Adler-Olsen, schließlich liefert er mit „Das Alphabethaus“ nicht nur einen Bestseller, sondern auch einen geschichtlichen Kriminalroman, der sich lesen lassen kann. Obwohl mich die Dicke des Buches abschreckte, habe ich es nicht in weniger Tagen gelesen, als ich manches kurzes Buch lese. Auch wenn ich dadurch weniger hier bin :-)
Wenn ihr mal die Möglichkeit habt einen Roman von Jussi Adler-Olsen zu lesen, tut es!
=== LESEPROBE ===
„Eine Folge der Bluttransfusionen mit der falschen Blutgruppe waren Übelkeit und allgemeines Unwohlsein. Außerdem litt James unter Angstzuständen, Wahrnehmungsstörungen und völliger Kraftlosigkeit, was aber auch den vielen Elektroschocks und den Tabletten zugeschrieben werden konnte. Immer öfter war er bewusstlos. Immer seltener konnte er seinen Tagträumereien nachhängen. Die meisten Bücher und Filme waren inzwischen ohnehin aus seinem Gedächtnis getilgt. James war am Ende. Körper und Seele litten, er fühlte sich allein, erschöpft und tränenleer. Er hatte kaum noch Energie. Ohnmacht und Wahnsinn lagen auf der Lauer. Und dann waren da noch seine Peiniger- und schließlich Bryan.“
(Seite 176, Beginn 21. Kapitel, dtv Verlag)
== °°FAZIT°° ==
Ein Roman, der mich nicht nur wegen seiner Geschichte berührt hat, sondern auch wegen den Themen Freund- und Feindschaft. Die Spannung bleibt auch bei über 500 Seiten nicht auf der Strecke und trotzdem schafft es der Autor, seinen Leser nicht nur mit Spannung, sondern auch mit Charme und Witz zum Weiterlesen zu animieren. Für mich ein guter Roman, für den ich keine negativen Worte finden konnte.
DESWEGEN: 5*Sterne und eine absolute Empfehlung
Liebe Grüße,
eure Jasmin
(verbatim158)
32 Bewertungen, 18 Kommentare
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11.08.2013, 14:33 Uhr von Juri1877
Bewertung: sehr hilfreichsehr schön rezensiert
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20.05.2013, 14:50 Uhr von Little-Peach
Bewertung: sehr hilfreich.__.Ein klasse Bericht, gern SH :-) & liebe Grüße .__.
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26.04.2013, 10:57 Uhr von allegra1805
Bewertung: besonders wertvollEin schönes Wochenende.
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12.03.2013, 13:58 Uhr von Azrael71
Bewertung: sehr hilfreichgruß azrael71
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09.03.2013, 20:14 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollBW und LG
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09.03.2013, 18:45 Uhr von Clarinetta2
Bewertung: sehr hilfreichgut vorgestellt
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09.03.2013, 18:43 Uhr von debbi87
Bewertung: besonders wertvollBW & Liebe Grüße!
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09.03.2013, 18:22 Uhr von sirikit06
Bewertung: sehr hilfreichWünsche Dir ein schönes WE! LG
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09.03.2013, 17:53 Uhr von knuddelfire
Bewertung: sehr hilfreichschöne Grüße
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09.03.2013, 15:51 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreich...und ein wunderschönes wochenende
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09.03.2013, 09:52 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollLG Damaris
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09.03.2013, 09:10 Uhr von Lucky130
Bewertung: sehr hilfreichSH & LG!
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09.03.2013, 08:30 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichGLG Simone
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09.03.2013, 08:12 Uhr von monagirl
Bewertung: sehr hilfreichGruß Mona
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09.03.2013, 07:41 Uhr von Vagabundin
Bewertung: besonders wertvollLieben Gruß, Ulli
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09.03.2013, 00:34 Uhr von Lale
Bewertung: besonders wertvollAllerbesten Gruß
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08.03.2013, 23:02 Uhr von [email protected]
Bewertung: sehr hilfreichLiebe Grüße Annabelle
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08.03.2013, 20:52 Uhr von katjafranke
Bewertung: sehr hilfreichViele liebe Grüße von der KATJA
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