Die Reise zur geheimnisvollen Insel (2012) (DVD) Testbericht
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Auf yopi.de gelistet seit 03/2012
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Summe aller Bewertungen
- Action:
- Anspruch:
- Romantik:
- Humor:
- Spannung:
Erfahrungsbericht von LilithIbi
"Dran glauben ist alles."
Pro:
-
Kontra:
-
Empfehlung:
Nein
„Dran glauben ist alles.“
Generell scheint jenes Leitmotiv der heldenhaften Protagonisten ebenfalls die Grundidee der Macher gewesen zu sein, die sich zur Gestaltung des knapp 90minütigen Fantasy-Films
===“Die Reise zur geheimnisvollen Insel“==== zusammengesetzt haben. Den ultimativen Handlungsstrang gibt es in diesem Fall irgendwie nicht; vielmehr werden diverse kleinere Themen (Vater-Sohn-Konflikt, verschollene (Groß)Väter, gemischtgeschlechtliche Beziehungsfragen, Tochter-Vater-Zusammenhalt und nicht zuletzt eine gehörige Portion Abenteuer) aufgegriffen, kurzzeitig hochgekocht und brühwarm wieder fallengelassen.
Dass man des öfteren genau vorhersagen kann, wann es quasi erneut Zeit ist für einen melodramtischen Einschub (bekanntlich stetig dann, wenn die Stimmung gerade recht euphorisch ist ~ ein Stilmittel, welches in Umkehrfolge natürlich genauso „gut“ respektive oft zelebriert wird) ist, macht die Sache nicht wirklich schlechter… aber leider eben auch nicht besser.
Interessant durchaus, dass „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ sich im Grunde genommen lediglich inmitten des Bonusmaterials als Fortsetzung zu „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ zu erkennen gibt. Jene Szene wurde jedoch entfernt, so dass nunmehr keine einzige Anspielung mehr überblieb und ein jeder, der den vorrangegangen Teil nicht kannte, nicht mal unbedingt mitbekommen muss, dass es diesen überhaupt gegeben hat.
Die Handlung lässt sich kaum Zeit, ins Rollen zu gelangen. Nach einem recht actionreichen Auftakt, den Sean(Josh Hutcherson) hinlegt, bemüht sich dessen Stiefvater Hank (Dwayne „The Rock“ Johnson), ihm endlich ein wenig näher zu kommen. Fast schon überstürzt wendet sich der Film vom trotzigen Teenager, der seinen Stiefvater stetig als „Erziehungsberechtigten“ bezeichnet, in eine leicht abstruse Reise zur titelgebenden geheimnisvollen Insel.
Binnen Sekunden schafft Hank es, den Code, den Sean via Satellitenanlage empfangen hat, zu decodieren, woraufhin letztgenannter übereifrig diverse Bücher von Jules Verne herauskramt. Alle drei beinhalten eine Landkarte, die Hank herauszureißen und entsprechend aufeinander zu legen weiß, um die Lage der Insel somit bestimmen zu können.
Ähm… ja.
Man mag nicht abstreiten, dass eben jene Szene dafür Sorge trägt, dass man als Zuschauer selbst Lust bekommt, selbst nach der Landkarte Ausschau zu halten ~ dementgegen empfand ich es fast schon als ein wenig tragisch, wie selbstverständlich bereits wenig später der Wahrheitsgehalt mancher Erzählungen angezweifelt oder gar nur länger als 2sec bestaunt wird.
Wie dem aber auch sei: Sean ist felsenfest überzeugt, dass sein Großvater Alexander Anderson (Michael Caine) hinter der verschlüsselten Nachrichtig steckt, packt seinen Rucksack und ist wenig später nicht wenig erstaunt, dass sein Stiefvater ihn auf seiner Reise begleiten wird.
Nach nicht einmal 20 Minuten Spielfilmlänge hocken die Jungs im Hubschrauber des Touristenführers Gabato (Luis Guzmán) sowie dessen Tochter Kailani (Vanessa Hudgens), um schließlich tatsächlich auf die Insel zu gelangen.
Dort angekommen lauern jedoch etliche Bedrohungen auf das Vierer- bzw. spätere Fünfergespann….
===Die Umsetzung=== bietet offen gestanden kaum Überraschungen. Wer wie ich den trailer gesehen hat, der wird feststellen, dass wie so oft die definitiven Highlights bereits vorweg genommen wurden. Offen gestanden konnte ich mich schon während der Bewerbung nicht so recht für „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ erwärmen, fand immerhin den Reisetaschengroßen Elefanten putzig und habe mir das Ganze lediglich deswegen angeschaut, weil mir die DVD in der Videothek förmlich entgegensprang. Selbstberuhigend ob des Wissens, dass man für die spartanische Leihgebühr in Höhe von 1,00 Euro nicht sonderlich viel falsch machen kann, ließ ich mich fluchs von dem musikalisch-untermalten Menü bedudeln, um mich nur wenige Momente später der Vermutung hinzugeben, dass eben jene Begleitmusik auf Dauer durchaus an den Nerven zehren könnte. Dem war zwar nicht so; dennoch haben die Macher es meines Empfindens nach hier und dort mit der Hervorhebung, dass nun etwas besonders aufregendes geschieht, ein wenig zu gut gemeint.
Nicht nur in diesem Kontext fühlte ich mich an „Jurassic Park“ erinnert; vielmehr gleicht sogar die Optik des Großvaters jenem Großvater, der in dem Vergleichswerk voller Enthusiasmus den Park gebaut hat und sämtliche Gefahren als „halb so wild“ abtat. Sollte es mich somit noch überraschen, dass auch Alexander diverse Warnungen mit einer lapidaren Handbewegung förmlich auf Seite wischte?
Wahrscheinlich nicht.
Der obligatorische „Huch, das sind ja gar keine Steine, sondern Eier“ Vertauscher fehlt inmitten der Szenerie genauso wenig wie manche Detailentwicklungen, die mich persönlich an einen nicht näher benennbaren „Barbie“-Film erinnert hat. Die optische Gestaltung der Insel ist durchaus als liebevoll zu bezeichnen, lässt Kenner an „Hinter dem Horizont“ denken, wenngleich manches allzu offensichtlich als Styropor und Plastik erkennbar ist. Dass es hierauf nicht ankommt, versuche ich als Gucker der abstrusesten (Mach)Werke stetig zu verdeutlichen; doch wenn die story an sich nur sehr bedingt punkten kann… dann weiß ich es auch nicht.
Langweilig oder –atmig gestaltet sich „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ einerseits nicht, will andererseits jedoch nicht so richtig aus sich heraus. Diverse Gags verpuffen im Nichts, tendieren zur überzogenen Albernheit oder befremden den Gucker derartig, dass dieser den Plot immer weniger einzuordnen weiß.
Die Darsteller selbst agieren allesamt überzeugend, während man insbesondere Luis Guzmán den leicht trotteligen Vater der bildhübschen Model-Sängerin-Schauspielerin Vanessa Anne Hudgens abnimmt. Michael Caine wie auch Josh Hutcherson bleiben in ihren stereotypen Rollen kaum Freiheit, diese auszuschmücken oder gar zu vertiefen; lediglich Dank kurzer staunender und nicht zuletzt buchstäblicher Augenblicke treten beide aus der Bildgewalt des Dschungels, der heir und dort an „Jumanji“ denken lässt, heraus.
Die Rolle der Mutter Liz Anderson (Kristin Davis) kann man indes fast schon als ausschmückendes Beiwerk bezeichnen, hat diese a) nicht viel zu sagen und bedient b) keine wichtigen Eckpfeiler, die für das Gesamtwerk unerlässlich gewesen wären.
In diesem Kontext stellt sich mir persönlich die Frage, auf was Drehbuchautor Mark Gunn bzw. Regisseur Brad Peyton schlussendlich eigentlich hinaus wollte. Man könnte unterstellen, dass die Macher ein wenig davor zurückscheuten, den vereinzelt angerissenen Tiefgang zu verstärken, um bloß keine bedrückte Stimmung im Zuschauer zu verursachen. Allerdings bedrückt mich für meinen Teil eher der Aspekt, dass diverse Konflikte oder gar existentielle Probleme angesprochen werden, sodann jedoch vollends auf Seite geschoben bzw. in Vergessenheit gedrängt werden. Lediglich auf Kailanis Wunsch, die Universität zu besuchen, wird zu guter Letzt noch eine Prise Feenstaub gestäubt, während der Abschlussdialog auf einen weiteren Teil schließen lässt.
Potential, um einen mitreissenden Film zu gestalten, ist durch die Bank vorhanden ~ wird meines Empfindens nach jedoch allzu oft verschenkt, ignoriert oder durch seltsame Weiterentwicklungen in zig offene Fragen umgewandelt, die diverse Zuschauer verstimmen könnten. Somit ist es fast schon erfreulich, dass „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ eine Art „gesehen und zur Kenntnis genommen“ Gefühl hinterlässt, hinsichtlich dessen „The Hollywood Reporter“ nachfolgende Kritik veröffentlichte:
„Während die Gruppe von Abenteurern von einer überlebensgroßen Herausforderung zur nächsten springt, wird man nicht das Gefühl los, welch kreatives Potential von Jules Vernes Geschichte hier verschwendet wird.“.
Die DVD selbst kann in Deutsch oder Englisch angeschaut bzw. gehört werden, verfügt über 8 wählbare Untertitel und kann in Bild- und Tonqualität durchaus überzeugen.
Nichtdestotrotz besticht der Silberling ebenfalls nicht durch umfangreiches Bonusmaterial, wenngleich somit immerhin die damit verbundene Unterhaltungspanne ein wenig größer ist. Grundsätzlich habe mich mir schon seinerzeit den kompletten Nachspann der Jackie Chan Filme angeschaut, da man dortig die vermasselten Aufnahmen bewundern durfte.
Zu meiner persönlichen Freude somit involviert „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ den Menüpunkt „verpatzte Szenen“, in denen man allerdings knappe 2 Minuten lang über die ein oder andere Aufnahmen kichern kann.
Wirklich umwerfend ist dies nun nicht, während ich mich bezüglich der „nicht verwendeten Szenen“ zumindest einmal fragen muss, warum diese Aufnahme aus dem Film entfernt wurde.
Es mag wie bereits ausgeführt zwar alles andere als eine große Überraschung sein, dass aus Sean und Henk schlussendlich dicke Kumpels werden ~doch die Umdrehung der anfänglichen Äußerung Marke „du bist nicht mein Stiefvater, sondern mein Erziehungsberechtiger“ beherbergt meines Empfindens nach einen Tiefgang, den man durchaus hätte verwenden sollen, um das Gesamtwerk nicht allzu flach zu gestalten. Desweiteren fiel eine nicht minder interessante Gesprächsszene zwischen Henk und einem seiner Arbeiter der Schere zum Opfer, was nicht nur ob des Umstandes, dass jener Darsteller nun völlig umsonst seinen Text auswendig gelernt ist, gewissermaßen bedauerlich ist.
===Summa summarum=== merkt man auch diesem Fantasyabenteuer an, dass der Aufnahmestil auf die Unterhaltung in 3D ausgelegt wurde. Kann gut sein, dass die gegen die Brust geworfene Beerenfrüchte, die von dieser regelrecht abplöppen, somit für eine umfangreichere (im Sinne von: überhaupt vorhandene) Belustigung sorgen können, als wenn man sich den Film in 2D anschaut… doch offen gestanden wage ich dies zu bezweifeln.
Über die Glaubwürdigkeit des Filmes kann man sich naturgemäß nur sehr bedingt mokieren, wenngleich ich dennoch nicht umhin komme, die Tauchkünste zweier Helden unerbittlich zu bewundern (im Sinne von: anzuweifeln).
Fürwahr besticht „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ durch schöne Bilder, wirkt zugleich jedoch mitunter durch Zeitlupenaufnahmen derartig überkünstelt, dass es die buchstäblich phantastische Atmosphäre nahezu kaputt macht.
Über die FSK6 Freigabe vermag ich für meinen Teil nichts zu sagen, äußere diesbezüglich einerseits keinerlei Bedenken, befinde andererseits dennoch generell und überhaupt, dass über die Guck-Erlaubnis auf die jeweilig betreffende Personen von älteren Mitmenschen entschieden werden sollte.
Insgesamt betrachtet hat mich „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ nicht überzeugt, so dass ich ein Wiederholungsgucken selbst im Free-TV nicht vorstellen kann.
Großes Plus definitiv der verbale Schlagabtausch, der quer durch die Beteiligten immer wieder für Amüsement sorgt sowie manche possierlichen Äußerungen seitens Gaboto, den man grade aufgrund seiner unbeholfenen Art direkt ins Herz schließt.
Bei einer anderen Besetzung könnte die Veröffentlichung meiner persönlichen Vermutung nach (noch) weniger überzeugen; so reicht es immerhin für solide 2 Sternchen ohne jedwede Empfehlung. Einen richtigen Fehler macht man hier zwar nicht, doch wer die DVD ungesehen kauft (statt klugerweise erstmal leiht), der wird eventuell mehr als enttäuscht sein.
Generell scheint jenes Leitmotiv der heldenhaften Protagonisten ebenfalls die Grundidee der Macher gewesen zu sein, die sich zur Gestaltung des knapp 90minütigen Fantasy-Films
===“Die Reise zur geheimnisvollen Insel“==== zusammengesetzt haben. Den ultimativen Handlungsstrang gibt es in diesem Fall irgendwie nicht; vielmehr werden diverse kleinere Themen (Vater-Sohn-Konflikt, verschollene (Groß)Väter, gemischtgeschlechtliche Beziehungsfragen, Tochter-Vater-Zusammenhalt und nicht zuletzt eine gehörige Portion Abenteuer) aufgegriffen, kurzzeitig hochgekocht und brühwarm wieder fallengelassen.
Dass man des öfteren genau vorhersagen kann, wann es quasi erneut Zeit ist für einen melodramtischen Einschub (bekanntlich stetig dann, wenn die Stimmung gerade recht euphorisch ist ~ ein Stilmittel, welches in Umkehrfolge natürlich genauso „gut“ respektive oft zelebriert wird) ist, macht die Sache nicht wirklich schlechter… aber leider eben auch nicht besser.
Interessant durchaus, dass „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ sich im Grunde genommen lediglich inmitten des Bonusmaterials als Fortsetzung zu „Die Reise zum Mittelpunkt der Erde“ zu erkennen gibt. Jene Szene wurde jedoch entfernt, so dass nunmehr keine einzige Anspielung mehr überblieb und ein jeder, der den vorrangegangen Teil nicht kannte, nicht mal unbedingt mitbekommen muss, dass es diesen überhaupt gegeben hat.
Die Handlung lässt sich kaum Zeit, ins Rollen zu gelangen. Nach einem recht actionreichen Auftakt, den Sean(Josh Hutcherson) hinlegt, bemüht sich dessen Stiefvater Hank (Dwayne „The Rock“ Johnson), ihm endlich ein wenig näher zu kommen. Fast schon überstürzt wendet sich der Film vom trotzigen Teenager, der seinen Stiefvater stetig als „Erziehungsberechtigten“ bezeichnet, in eine leicht abstruse Reise zur titelgebenden geheimnisvollen Insel.
Binnen Sekunden schafft Hank es, den Code, den Sean via Satellitenanlage empfangen hat, zu decodieren, woraufhin letztgenannter übereifrig diverse Bücher von Jules Verne herauskramt. Alle drei beinhalten eine Landkarte, die Hank herauszureißen und entsprechend aufeinander zu legen weiß, um die Lage der Insel somit bestimmen zu können.
Ähm… ja.
Man mag nicht abstreiten, dass eben jene Szene dafür Sorge trägt, dass man als Zuschauer selbst Lust bekommt, selbst nach der Landkarte Ausschau zu halten ~ dementgegen empfand ich es fast schon als ein wenig tragisch, wie selbstverständlich bereits wenig später der Wahrheitsgehalt mancher Erzählungen angezweifelt oder gar nur länger als 2sec bestaunt wird.
Wie dem aber auch sei: Sean ist felsenfest überzeugt, dass sein Großvater Alexander Anderson (Michael Caine) hinter der verschlüsselten Nachrichtig steckt, packt seinen Rucksack und ist wenig später nicht wenig erstaunt, dass sein Stiefvater ihn auf seiner Reise begleiten wird.
Nach nicht einmal 20 Minuten Spielfilmlänge hocken die Jungs im Hubschrauber des Touristenführers Gabato (Luis Guzmán) sowie dessen Tochter Kailani (Vanessa Hudgens), um schließlich tatsächlich auf die Insel zu gelangen.
Dort angekommen lauern jedoch etliche Bedrohungen auf das Vierer- bzw. spätere Fünfergespann….
===Die Umsetzung=== bietet offen gestanden kaum Überraschungen. Wer wie ich den trailer gesehen hat, der wird feststellen, dass wie so oft die definitiven Highlights bereits vorweg genommen wurden. Offen gestanden konnte ich mich schon während der Bewerbung nicht so recht für „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ erwärmen, fand immerhin den Reisetaschengroßen Elefanten putzig und habe mir das Ganze lediglich deswegen angeschaut, weil mir die DVD in der Videothek förmlich entgegensprang. Selbstberuhigend ob des Wissens, dass man für die spartanische Leihgebühr in Höhe von 1,00 Euro nicht sonderlich viel falsch machen kann, ließ ich mich fluchs von dem musikalisch-untermalten Menü bedudeln, um mich nur wenige Momente später der Vermutung hinzugeben, dass eben jene Begleitmusik auf Dauer durchaus an den Nerven zehren könnte. Dem war zwar nicht so; dennoch haben die Macher es meines Empfindens nach hier und dort mit der Hervorhebung, dass nun etwas besonders aufregendes geschieht, ein wenig zu gut gemeint.
Nicht nur in diesem Kontext fühlte ich mich an „Jurassic Park“ erinnert; vielmehr gleicht sogar die Optik des Großvaters jenem Großvater, der in dem Vergleichswerk voller Enthusiasmus den Park gebaut hat und sämtliche Gefahren als „halb so wild“ abtat. Sollte es mich somit noch überraschen, dass auch Alexander diverse Warnungen mit einer lapidaren Handbewegung förmlich auf Seite wischte?
Wahrscheinlich nicht.
Der obligatorische „Huch, das sind ja gar keine Steine, sondern Eier“ Vertauscher fehlt inmitten der Szenerie genauso wenig wie manche Detailentwicklungen, die mich persönlich an einen nicht näher benennbaren „Barbie“-Film erinnert hat. Die optische Gestaltung der Insel ist durchaus als liebevoll zu bezeichnen, lässt Kenner an „Hinter dem Horizont“ denken, wenngleich manches allzu offensichtlich als Styropor und Plastik erkennbar ist. Dass es hierauf nicht ankommt, versuche ich als Gucker der abstrusesten (Mach)Werke stetig zu verdeutlichen; doch wenn die story an sich nur sehr bedingt punkten kann… dann weiß ich es auch nicht.
Langweilig oder –atmig gestaltet sich „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ einerseits nicht, will andererseits jedoch nicht so richtig aus sich heraus. Diverse Gags verpuffen im Nichts, tendieren zur überzogenen Albernheit oder befremden den Gucker derartig, dass dieser den Plot immer weniger einzuordnen weiß.
Die Darsteller selbst agieren allesamt überzeugend, während man insbesondere Luis Guzmán den leicht trotteligen Vater der bildhübschen Model-Sängerin-Schauspielerin Vanessa Anne Hudgens abnimmt. Michael Caine wie auch Josh Hutcherson bleiben in ihren stereotypen Rollen kaum Freiheit, diese auszuschmücken oder gar zu vertiefen; lediglich Dank kurzer staunender und nicht zuletzt buchstäblicher Augenblicke treten beide aus der Bildgewalt des Dschungels, der heir und dort an „Jumanji“ denken lässt, heraus.
Die Rolle der Mutter Liz Anderson (Kristin Davis) kann man indes fast schon als ausschmückendes Beiwerk bezeichnen, hat diese a) nicht viel zu sagen und bedient b) keine wichtigen Eckpfeiler, die für das Gesamtwerk unerlässlich gewesen wären.
In diesem Kontext stellt sich mir persönlich die Frage, auf was Drehbuchautor Mark Gunn bzw. Regisseur Brad Peyton schlussendlich eigentlich hinaus wollte. Man könnte unterstellen, dass die Macher ein wenig davor zurückscheuten, den vereinzelt angerissenen Tiefgang zu verstärken, um bloß keine bedrückte Stimmung im Zuschauer zu verursachen. Allerdings bedrückt mich für meinen Teil eher der Aspekt, dass diverse Konflikte oder gar existentielle Probleme angesprochen werden, sodann jedoch vollends auf Seite geschoben bzw. in Vergessenheit gedrängt werden. Lediglich auf Kailanis Wunsch, die Universität zu besuchen, wird zu guter Letzt noch eine Prise Feenstaub gestäubt, während der Abschlussdialog auf einen weiteren Teil schließen lässt.
Potential, um einen mitreissenden Film zu gestalten, ist durch die Bank vorhanden ~ wird meines Empfindens nach jedoch allzu oft verschenkt, ignoriert oder durch seltsame Weiterentwicklungen in zig offene Fragen umgewandelt, die diverse Zuschauer verstimmen könnten. Somit ist es fast schon erfreulich, dass „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ eine Art „gesehen und zur Kenntnis genommen“ Gefühl hinterlässt, hinsichtlich dessen „The Hollywood Reporter“ nachfolgende Kritik veröffentlichte:
„Während die Gruppe von Abenteurern von einer überlebensgroßen Herausforderung zur nächsten springt, wird man nicht das Gefühl los, welch kreatives Potential von Jules Vernes Geschichte hier verschwendet wird.“.
Die DVD selbst kann in Deutsch oder Englisch angeschaut bzw. gehört werden, verfügt über 8 wählbare Untertitel und kann in Bild- und Tonqualität durchaus überzeugen.
Nichtdestotrotz besticht der Silberling ebenfalls nicht durch umfangreiches Bonusmaterial, wenngleich somit immerhin die damit verbundene Unterhaltungspanne ein wenig größer ist. Grundsätzlich habe mich mir schon seinerzeit den kompletten Nachspann der Jackie Chan Filme angeschaut, da man dortig die vermasselten Aufnahmen bewundern durfte.
Zu meiner persönlichen Freude somit involviert „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ den Menüpunkt „verpatzte Szenen“, in denen man allerdings knappe 2 Minuten lang über die ein oder andere Aufnahmen kichern kann.
Wirklich umwerfend ist dies nun nicht, während ich mich bezüglich der „nicht verwendeten Szenen“ zumindest einmal fragen muss, warum diese Aufnahme aus dem Film entfernt wurde.
Es mag wie bereits ausgeführt zwar alles andere als eine große Überraschung sein, dass aus Sean und Henk schlussendlich dicke Kumpels werden ~doch die Umdrehung der anfänglichen Äußerung Marke „du bist nicht mein Stiefvater, sondern mein Erziehungsberechtiger“ beherbergt meines Empfindens nach einen Tiefgang, den man durchaus hätte verwenden sollen, um das Gesamtwerk nicht allzu flach zu gestalten. Desweiteren fiel eine nicht minder interessante Gesprächsszene zwischen Henk und einem seiner Arbeiter der Schere zum Opfer, was nicht nur ob des Umstandes, dass jener Darsteller nun völlig umsonst seinen Text auswendig gelernt ist, gewissermaßen bedauerlich ist.
===Summa summarum=== merkt man auch diesem Fantasyabenteuer an, dass der Aufnahmestil auf die Unterhaltung in 3D ausgelegt wurde. Kann gut sein, dass die gegen die Brust geworfene Beerenfrüchte, die von dieser regelrecht abplöppen, somit für eine umfangreichere (im Sinne von: überhaupt vorhandene) Belustigung sorgen können, als wenn man sich den Film in 2D anschaut… doch offen gestanden wage ich dies zu bezweifeln.
Über die Glaubwürdigkeit des Filmes kann man sich naturgemäß nur sehr bedingt mokieren, wenngleich ich dennoch nicht umhin komme, die Tauchkünste zweier Helden unerbittlich zu bewundern (im Sinne von: anzuweifeln).
Fürwahr besticht „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ durch schöne Bilder, wirkt zugleich jedoch mitunter durch Zeitlupenaufnahmen derartig überkünstelt, dass es die buchstäblich phantastische Atmosphäre nahezu kaputt macht.
Über die FSK6 Freigabe vermag ich für meinen Teil nichts zu sagen, äußere diesbezüglich einerseits keinerlei Bedenken, befinde andererseits dennoch generell und überhaupt, dass über die Guck-Erlaubnis auf die jeweilig betreffende Personen von älteren Mitmenschen entschieden werden sollte.
Insgesamt betrachtet hat mich „Die Reise zur geheimnisvollen Insel“ nicht überzeugt, so dass ich ein Wiederholungsgucken selbst im Free-TV nicht vorstellen kann.
Großes Plus definitiv der verbale Schlagabtausch, der quer durch die Beteiligten immer wieder für Amüsement sorgt sowie manche possierlichen Äußerungen seitens Gaboto, den man grade aufgrund seiner unbeholfenen Art direkt ins Herz schließt.
Bei einer anderen Besetzung könnte die Veröffentlichung meiner persönlichen Vermutung nach (noch) weniger überzeugen; so reicht es immerhin für solide 2 Sternchen ohne jedwede Empfehlung. Einen richtigen Fehler macht man hier zwar nicht, doch wer die DVD ungesehen kauft (statt klugerweise erstmal leiht), der wird eventuell mehr als enttäuscht sein.
26 Bewertungen, 5 Kommentare
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25.07.2012, 23:42 Uhr von morla
Bewertung: sehr hilfreichlg. ^^^^^^^^^^^^^petra
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25.07.2012, 14:49 Uhr von atrachte
Bewertung: sehr hilfreichsh. lg
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25.07.2012, 14:06 Uhr von catmum68
Bewertung: sehr hilfreichsehr hilfreicher Bericht, LG
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25.07.2012, 13:39 Uhr von anonym
Bewertung: besonders wertvollBW und einen Gruß aus dem Schaumburger Land
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25.07.2012, 13:04 Uhr von XXLALF
Bewertung: sehr hilfreich...und einen sonnigen mittwoch
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