Das späte Geständnis des Tristan Sadler (gebundene Ausgabe) / John Boyne Testbericht

ab 10,83
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Erfahrungsbericht von HEIDIZ

Tristan und Marian

Pro:

siehe Text

Kontra:

siehe Text

Empfehlung:

Ja

Das späte Geständnis des Tristan Sadler ist ein weiteres Buch des Autors John Boyne, den viele von uns von dem Jungen mit dem gestreiften Pyjama kennen werden.

Die Bücher von John Boyne, geboren 1971, wurden bisher in mehr als 40 Sprachen übersetzt und mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Der internationale Durchbruch gelang ihm mit seinem Roman "Der Junge im gestreiften Pyjama", der in vielen Ländern auf den Bestsellerlsiten stand, für das Kino verfilmt und von der Kritik als ein "kleines Wunder" (The Guardian) gefeiert wurde. In Deutschland erschien im Arche Verlag von John Boyne zuletzt "Das Haus zur besonderen Verwendung." Er lebt in Dublin.
Quelle: amazon.de

Ein paar kurze Anmerkungen zum Übersetzer:

Werner Löcher-Lawrence wurde 1956 geboren und studierte Journalismus, Literatur und Philosophie. Er ist als Lektor tätig für verschiedene Verlage und literarischer Agent sowie Übersetzer.


Daten zum Buch:
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PREIS: 19,95 Euro

• Gebundene Ausgabe: 360 Seiten
• Verlag: Arche Verlag (5. März 2012)
• Sprache: Deutsch
• ISBN-10: 3716026646
• ISBN-13: 978-3716026649
• Originaltitel: The Absolutist
• Größe und/oder Gewicht: 21,8 x 15 x 3,2 cm

Inhalt:
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Die beiden Hauptcharaktere sind Tristan Sadler und Marian Bancroft. Wir befinden uns im London des Jahres 1919. Tristan fährt mit dem Zug nach Norwich. Er möchte sich mit der Schwester seines gefallenen Kameraden Will treffen. Mit dabei hat er nur seine Erinnerungen an den Krieg und Will sowie ein Bündel Briefe.

Tristan und Marian treffen sich in einem Café und er erzählt der jungen Frau von ihrem Bruder, wie sie beide sich kennenlernten und was sie im Krieg erlebten. Im Zuge dieser Erzählung muss der Leser an einigen Stellen hart gesotten sein. Das Buch handelt vordringlich vom Krieg und so kann man sich vorstellen, dass es auch um Gewalt und Morden geht – um Tod, Trauer und Schrecken.

Die beiden lernten sich in einem Ausbildungslager kennen und waren auf der Schiffspassage nach Nordfrankreich zusammen. Auch in den Schützengräben erlebten sie gemeinsam wie ihre Kameraden sterben mussten. Tristan erzählt Marian auch von der Freundschaft, die sie beide verband, von dem Vertrauen, welches sie sich gegenseitig schenkten.

Aber er erzählt Wills Schwester nicht alles, was verheimlicht er ihr? Ich werde es jetzt nicht verraten. Lest doch einfach mal selbst, es lohnt sich.

Man sollte wissen, dass es keine leichte lockere Lektüre ist, auf die man sich hier einlässt, aber umso mehr finde ich, dass es ein lesenswertes und tiefsinniges Buch ist, welches von vielen Charaktereigenschaften handelt und welches für den einzelnen Leser sicher einiges zu bieten hat, was man für sein eigenes Leben mitnehmen kann.

Ich finde, man muss sich in die Handlung hineindenken und auch die „harten“ Szenen lesen, sich darauf einlassen und sie auf sich wirken lassen, um den ganzen Inhalt für sich aufnehmen zu können. Die unmenschlichen Bedingungen waren es wohl, die den Menschen damals verändert haben …

Das Buch ist ein erschütternder Kriegsbericht, spannend geschrieben, aufrüttelnd und wahrhaft sowie authentisch.

Die Schreibweise ist die Spannende, die man von Boyne gewohnt ist und ich wurde auch nicht enttäuscht, weil ich echt hohe Erwartungen in das Buch hatte. Ich habe bisher all seine Bücher gelesen, dieses muss den anderen in keinster Weise nachstehen.

Kurze Leseprobe:
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„Tut mir leid“, sage ich, bringe das Periskop zurück in die richtige Stellung und lasse den Blick über das Gelände vor uns gleiten. Ich bin voller Panik, dass sich da plötzlich, weil ich nicht aufgepasst habe, ein Trupp von zwanzig Deutschen auf den Bäuchen heranschlängelt und es zu spät ist, Alarm zu schlagen, aber nein, alles ist friedlich, und trotz des Höllenfeuers am Himmel liegt das Stück Land leer und verlassen da, das die beiden Gruppen verängstigter junger Männer von den gegenüberliegenden Seiten der Nordsee voneinander trennt….

Die Texte sind so geschrieben, dass man ständig Spannung verspürt und das Buch nicht aus der Hand legen kann. Ich muss zugeben, dass ich während des Lesens immer wieder gedacht habe, ob die Geschichte wohl wirklich „nur“ fiktiv ist oder doch Wahres darin versteckt ist, weil der Autor so authentisch und bildhaft schreibt, dass man meint, dass müsse passiert sein.

Ich empfehle das Buch für Leser, die sich gern einmal mit der Thematik auseinander setzen möchten und vor allem natürlich für Boyne-Fans. Auch die psychologische Seite möchte ich positiv hervorheben. Es geht um das Eingeständnis von Schuld und um moralische Fakten.

36 Bewertungen, 6 Kommentare

  • anonym

    25.05.2012, 11:22 Uhr von anonym
    Bewertung: sehr hilfreich

    sh, danke fürs Lesen bei mir

  • allegra1805

    24.05.2012, 12:37 Uhr von allegra1805
    Bewertung: sehr hilfreich

    hat mir auch sehr gut gefallen. lg, allegra

  • morla

    24.05.2012, 01:46 Uhr von morla
    Bewertung: sehr hilfreich

    lg. ^^^^^^^^^^^^petra

  • Miraculix1967

    23.05.2012, 22:31 Uhr von Miraculix1967
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schönen Mittwochabend und LG aus dem gallischen Dorf Miraculix1967

  • katjafranke

    23.05.2012, 21:04 Uhr von katjafranke
    Bewertung: sehr hilfreich

    Katja schickt liebe Grüße

  • Dopus

    23.05.2012, 18:22 Uhr von Dopus
    Bewertung: sehr hilfreich

    Schöner Bericht! Über Gegenlesungen würde ich mich freuen :)